Am: Do, 9. April 2026
Dieses Kapitel ist das einzige, das sich dem Glaubensleben Isaaks widmet. Das liegt einerseits daran, dass Isaak der Himmlische ist, der sich geistlicherweise im Himmel und nicht auf der Erde aufhält ... Andererseits zeugt es von der Schwachheit seines Glaubenslebens.
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In 1. Mose 26 finden wir die Geschichte Isaks.
Tatsächlich beschränkt sich die Beschreibung seines Lebens auf dieses eine Kapitel.
Das zeigt, dass dieser Mann so sehr ein wunderbares Vorbild auf den Herrn Jesus ist,
in seinem Glauben sehr schwach war.
Wir finden erstens in ihm Christus und zwar verbunden mit den Seinen.
Isak ist der himmlische. Isak ist derjenige, der nie das Land verlassen hat.
Und als er das Land verlassen wurde, wie wir das hier in diesem Kapitel lesen, da schreitet Gott ein.
Wir lesen in Kapitel 26 Vers 1 und es entstand eine Hungersnot im Land,
außer der früheren Hungersnot, die in den Tagen Abrahams gewesen war.
Das lesen wir nämlich in 1. Mose 12.
Und Isak zog zu Abimelech, dem König der Philister, nach Gera.
Und der Herr erschien ihm und sprach,
Zieh nicht nach Ägypten hinab, bleibe in dem Land, von dem ich dir sage.
Das heißt, Isak ist der einzige der drei Erzväter, der immer im Land Kanaan geblieben ist.
Er ist dort geboren und er blieb dort. Er hat dieses Land nie verlassen.
Und damit ist er nie sozusagen in diese Welt gegangen, die durch Ägypten vorgestellt wird
und war gewissermaßen im Vorbild auch nicht auf dieser Erde.
Schon in Kapitel 24 finden wir, dass Isak eben nicht Kanaan verlassen sollte, um seine Frau zu suchen, (00:01:06)
sondern das hat der Knecht für ihn, Eliezer, übernommen.
Isak ist in diesem Sinn ein Vorbild auf den Herrn Jesus, den Verherrlichten,
zur rechten Gottes, den Verherrlichten im Himmel,
und ist zugleich ein Hinweis auf uns, die wir ebenso himmlische sind,
so wie er der himmlische, so auch wir die himmlischen. 1. Korinther 15 Vers 48.
Aber wie schon gesagt, ist diese kurze Beschreibung von Isak auch ein Hinweis auf seinen schwachen Glauben,
dass er nur ein schwaches Vorbild auf den Herrn Jesus ist.
Ja, leider finden wir, dass er durch sein Leben eine Ermahnung an uns darstellt,
eben himmlisch zu leben und im Glauben zu leben.
In diesem Kapitel finden wir übrigens siebenmal den Namen Yahweh, Jehova oder Herr,
wie er in der Elberfelder Übersetzung benutzt wird.
Einmal den Namen Gott, nämlich dass er der Gott Abrahams ist.
Nie im Übrigen finden wir in Verbindung mit Isak, dass Gott der Allmächtige genannt wird.
Warum nicht? Weil der Allmächtige, ein Titel Gottes, ist im Blick auf das Tausendjährige Reich,
im Blick auf diese Erde. Isak dagegen ist der himmlische. (00:02:02)
Wir haben gesehen, Isak hat Cana nie verlassen. Er blieb immer im Land.
Deshalb finden wir hier auch die Wiederholung des Segens Abrahams im Blick auf Isak.
Allerdings finden wir diesen Segen bei Isak in einer, wenn ich so sagen darf, eingeschränkten Weise.
Denn es heißt hier in Vers 4,
Bei Abraham wurde verheißen wie die Sterne des Himmels und auch wie der Sand des Meeres.
Abraham hat sowohl himmlische als auch irdische Nachkommen.
Jakob hat nur irdische Nachkommen, deshalb finden wir bei ihm nie den Hinweis auf die Sterne.
Isak ist der himmlische und seine Nachkommenschaft ist deshalb auch himmlischer Natur.
Gleichwohl finden wir diese Wiederholung des Segens Abrahams.
Deshalb heißt es hier in Vers 4,
Und in deinem Nachkommen, Christus, werden sich segnen alle Nationen der Erde.
Wir haben also den Segen sowohl für das Volk Israel als auch für die Nationen.
Das ist, was wir in den ersten sechs Versen vor uns haben.
Dann finden wir in den Versen 7 bis 11 das Fallen von Isak im Glaubensleben. (00:03:03)
Er verleugnet seine himmlische Beziehung.
Wir verstehen sofort, da ist er kein Vorausbild auf den Herrn Jesus, auf Christus,
sondern da ist er ein Vorausbild auf uns, die Gläubigen,
die wir leider unsere himmlische Beziehung zu Christus so oft verleugnen
und deshalb versagen.
Interessant ist, dass er genauso versagt wie sein Vater.
Sein Vater hat zweimal diese Sünde begangen und Isak folgt ihm darin.
Offensichtlich hat Abraham diese schwere Sünde mit weitreichenden Folgen,
die Isak kannte, zum Beispiel Ismail, der von Hagar kam, die aus Ägypten mitgebracht wurde, nie bekannt.
Und wir lesen in Gottes Wort viermal, 2. Mose 20 Vers 5, 34, Vers 7, 4. Mose 14 Vers 18 und 5. Mose 5 Vers 9,
dass die Sünden und Ungerechtigkeiten der Väter auf die nachfolgenden bis zu vier Generationen weitergehen.
Nicht auf eine mystische Art und Weise, sondern oft ist es, weil wir eben diesen Charakter der Sünde
auch in unserem Leben weiter offenbaren, weil wir nie in vollständiger Weise selbstgerecht geübt haben
und die Dinge auch nicht an unsere Kinder ernst in ernster Weise weitergegeben haben. (00:04:01)
Gleichwohl finden wir dann ab Vers 12 bis Vers 17,
dass die Barmherzigkeit Gottes in unwahrscheinlicher Größe weiter hervorstrahlt.
Er wird hier gezeigt als jemand, der in wunderbarer Weise trotzdem Segen schenkt,
aber angesichts der Feindschaft der Welt.
Und die Welt ist eben nicht nur Ägypten, wo nicht nur der Charakter der Welt gezeigt wird,
sondern auch die Herrschaft des Teufels über diese Welt in dem Pharao,
sondern auch der Bereich der Philister.
Das ist die Welt.
Diejenigen, die vorgeben, zu dem Volk Gottes in dem Land zu gehören, die aber die Welt sind.
Und je näher man sich der Welt auffällt, umso größer ist die Gefahr, dass es auch abfärbt.
Wo sie zu Hause sind, da werden wir keinen persönlichen Segen,
keinen persönlichen Glauben verwirklichen können.
Dann finden wir in den Versen 18 bis 22 den schwachen Glauben von Isaac noch einmal bestätigt,
der um Brunnen kämpft und streitet, aber sie den Philistern letztendlich überlässt.
Und nur da ist Raum, wo die Philister Raum lassen.
Trotzdem ist ein wunderbarer Grundsatz, den wir finden,
dass er die Brunnen mit den alten Namen, mit denselben Namen benannte wie sein Vater. (00:05:03)
Die Wahrheit des Wortes Gottes hat sich nicht geändert, auch nicht über Generationen hinweg.
Dann finden wir fünftens in den Versen 23 bis 33,
dass die Welt anerkennen muss, wer Isaac war, wer die Gläubigen sind, wer die Himmlischen sind.
Die Fronten, wenn sie klar sind, dann wird auch die Welt anerkennen, wer wir sind.
Und dadurch kommt der vierte Brunnen hier, der von Isaac gebaut wird.
Er hat vier Brunnen gebaut, wie Abraham vier Altäre gebaut hat.
Denn Gott steht zu seinen Verheißungen, zu seinen Schwören.
Deshalb Beersebar, das ist der Brunnen des Schwurs.
Und dann finden wir in den letzten zwei Versen leider noch das Versagen von Esau.
Und da sehen wir, dass das Versagen der Eltern oft Folgen hat,
das auch in dem Versagen der Kinder, in das Versagen der Kinder mündet.
Und hier ein Herzeleid für die Eltern ist.
Was für ein Herzeleid sind Kinder manchmal für ihre Eltern?
Das mögen sie bedenken, wenn sie Wege, eigenwillige Wege, Wege ohne Gott,
Wege gegen die Gläubigen wählen, was für eine Not das für ihre Eltern bedeutet.