Unser täglicher Sieg

Lesezeit: 2 Min.

Gilgal war der Ort der Beschneidung. Hier versammelte sich das Soldatenheer Jahwes, bevor es den ersten Sieg würde erringen können. So wurde Gilgal auch nach dem Sieg zum Sammelpunkt (10:15) und zum Ausgangspunkt für weitere Siege.

Das Gericht über das Fleisch ist unerlässlich. Das Volk kehrte immer wieder an diesen Ort zurück. Auch wir müssen uns unablässig daran erinnern, dass dieses sündige Fleisch in Gottes Gericht gekommen ist. Wenn nicht, arbeitet das Fleisch daran, das für es Verlorene zurückzugewinnen. Dann würde auf den ersten Sieg niemals ein zweiter folgen.

Wir werden im Laufe dieses Buches mehrmals nach Gilgal zurückkommen: Für den Moment genügt es, wenn wir uns merken, dass, wenn die Beschneidung das Ausziehen des „Leibes des Fleisches” bedeutet, Gilgal das „Töten der Glieder auf der Erde” ist. Das zweite ehrt uns Kolosser 3,5-8 im Unterschied zu Kapitel 2,11.

Geliebte, das sollte eine tägliche Realität sein. Jeder Sieg eröffnet uns neue Horizonte des Landes der Verheißung. Ohne Kampf gibt es keine Möglichkeit, unsere Segnungen zu erlangen,. Doch ohne Gilgal gibt es keinen einzigen Sieg!

Was ist uns kostbarer? Kanaan mit seinen Kämpfen oder unsere Glieder auf Erden? Ziehen wir die vorübergehende Befriedigung der Begierden des Fleisches der mühsamen Aufgabe vor, nach Gilgal zurückzukehren? Ach, in diesem Fall werden Demütigung und Strafe uns lehren, diesen Weg wieder zu suchen, wenn wir zumindest nicht für immer das Geheimnis der Kraft in der Bitterkeit, den Tränen und dem unheilbaren Ruin der Niederlage verloren haben!

 

Entnommen aus: Betrachtungen über das Buch Josua

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