1. Mose 25,19-34


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(00:00:00) Der zweite Teil von 1. Mose 25 beginnt in Vers 19. Und da beginnt in der Tat der neunte Abschnitt dieses Bibelbuches: "Und dies sind die Geschlechter Isaaks des Sohnes Abrahams. Abraham zeugte Isaak". Und dann wird eigentlich nur kurz die Geburt von Esau und Jakob berichtet, bevor dann überhaupt auf die Geschichte Isaaks in Kapitel 26 noch einmal Wert gelegt wird. Wir finden nicht viel von Isaak. Abraham ist der Vater der Gläubigen. Den haben wir in Kapitel 11 Vers 27 bis Kapitel 25. Dann haben wir den Sohn in Auferstehung. Und wir hören nur wenig von seinem Leben. Warum? Erstens, weil er selber ein Leben führte, das dem nicht so sehr entsprach, was Gott eigentlich von ihm wünschte und was für eine Stellung Gott ihm gegeben hat, auch vorbildlich. Aber zweitens ist es auch so, auf dieser Erde kann man von Himmlischem nicht so viel berichten. Warum nicht? Weil sie zum Himmel gehören und als Himmlische eben durch Himmelsluft geprägt sind. Ja, wir sollen auf der Erde dieses himmlische Licht verbreiten, aber eigentlich gehören wir zu dem Himmel. Und dann finden wir eben als drittes die dritte Generation der Erzväter Jakob. (00:01:01) Er stellt das Volk Israel in seinen Wirren und auch in seinen Verirrungen dar, in seinen Lebenserfahrungen. Und deshalb ist der Bericht über Jakob außerordentlich lang und geht letztlich bis Kapitel 50. Der Glaube ist dadurch geprägt, dass er in Abhängigkeit von Gott lebt. Da finden wir manches wie im Leben Abrahams. Aber wenn es um Lebenserfahrungen geht durch unser Versagen, dann werden wir feststellen, dass es sehr viel zu sagen gibt über einen Jakob und auch über uns, weil diese Lebenserfahrungen immer wieder neu zu Schleifen führen. Natürlich, wo wir Gott erleben, aber wo wir leider durch Eigenwillen und Versagen eben viele Erfahrungen machen müssen. Abraham steht für Gott, den Vater. Isaak steht für Gott, den Sohn. Jakob steht für den Heiligen Geist, aber wie er subjektiv in uns Gläubigen gesehen wird und wirksam ist, damit wir mehr und mehr in Übereinstimmung mit Gott leben. In diesem zweiten Teil von Kapitel 25 finden wir ein wichtiges Prinzip, das wir im Neuen Testament erklärt finden, nämlich das Prinzip der göttlichen souveränen Wahl der Gnade. Wir können auch sagen der Auserwählung. Römer 9 greift dieses Thema auf und das ist natürlich auch schon in der Wahl Isaaks im Unterschied zu Ismael kurz vorgestellt worden. (00:02:05) Aber wie Römer 9 deutlich macht, Ismael und Isaak haben unterschiedliche Mütter. Das ist eben ganz anders hier bei Jakob und Esau. Sie haben den gleichen Vater, die gleiche Mutter, sind sogar Zwillinge. Also enger könnte ihre Verbindung nicht sein. Umso stärker wird deutlich, dass Gottes Wahl hier vorgenommen wird. Gott wählte Isaak und Gott wählte hier Jakob. Und diese wunderbare Wahl der Gnade Gottes dürfen wir hier anbetend anschauen. Der Mensch geht gegen Gott vor und sagt, das ist ja ungerecht. Aber wir sehen erstens, dass Gott das offenbart, nämlich hier an Rebekka. Und zweitens, dass es immer in Übereinstimmung mit seiner Gerechtigkeit und seiner Heiligkeit ist. Wir sehen hier drittens, dass es dazu führt, dass Rebekka Gemeinschaft mit Gott hat, indem sie zu ihm betet. Und wir müssen viertens feststellen, dass die souveräne Wahl Gottes die einzige Basis für Segen für Menschen ist. Wir müssen dabei auch bedenken, dass das nichts zu tun hat mit dem, was Gott in dem letzten Propheten des Alten Testamentes in Maleachi 1 Vers 2 und 3 deutlich macht, (00:03:03) dass er Jakob geliebt und Esau gehasst hat. Nein, wir finden in dem ersten Buch der Bibel die Auswahl Gottes und wir finden in dem letzten Buch der Bibel, dass Gott die Wege dieser beiden Personen und besonders ihrer Völker, ihrer nachkommenden Völker beschreibt und deutlich macht, dass der Lebensweg von Esau dazu führt, dass Gott eben diese Person und ihren Nachkommen gehasst hat, wegen ihres boshaften Lebens. Wir finden hier in diesem Abschnitt auch, dass Gott eine Prophetie über das Leben und die Nachfolge von Jakob und Esau gibt. In Vers 23 heißt es: "Zwei Nationen sind in deinem Leib und zwei Völkerschaften werden sich scheiden aus deinem Innern. Und eine Völkerschaft wird stärker sein als die andere und der Ältere wird dem Jüngeren dienen". Das ist das Volk Israel und die Nationen. Wir finden dann drittens auch noch, viertens auch noch, dass hier die Gegenüberstellung von Geist und Fleisch gezeigt wird. Wir sehen die Gottlosigkeit von Esau, die sich in dem Fleisch, in dem Gläubigen sichtbar macht. Dieses Fleisch, was immer gegen den Geist wirksam ist, wie wir das in Galater 5 finden. (00:04:05) Das Fleisch geht gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch. Hier finden wir in Jakob den Geist vorgestellt. Leider müssen wir in der Praxis sehen, auch wie er sich hier das Erstgeburtsrecht nimmt, dass die Mittel, die er benutzt hat, leider nicht in Übereinstimmung mit diesem Geist waren. Es ist das eine, dass der Geist in uns wohnt. Es ist das eine, dass wir den Geist Gottes besitzen und es ist etwas ganz anderes, nach diesem Geist auch zu leben in Übereinstimmung mit diesem Geist. Dann abschließend noch finden wir hier zwei Personen, die gezeigt werden als natürliche Menschen. Der Name, den sie bekommen, Esau ("Behaart") und Jakob (Fersenhalter) sind nach dem, was sie getan haben. Es offenbart ihre Natur. Und so ist jeder Mensch als natürlicher Mensch geboren, auch wenn wir Kinder gläubiger Eltern sind, sündige Menschen, deren Natur in dieser einen, Behaart oder in dieser anderen Form, List, eben deutlich wird. Entscheidend ist, dass der Name für die Person steht. Und das macht deutlich, beide sind Ungläubige. Wir finden dann, dass beide einen neuen Namen bekommen, beide einen zweiten Namen bekommen. (00:05:04) Und bei Esau ist der zweite Name Edom, das heißt rot, rötlich, weil er in seiner Natur, in seiner irdischen Natur diese rötliche Speise essen wollte, dieses Linsengericht. Bei Jakob werden wir später feststellen, dass er einen neuen Namen von Gott bekommt. Das nennen wir neue Geburt. Esau hat sich entschieden, gottlos, profan weiterzuleben. Jakob ist von neuem geboren worden und ist deshalb ein ganz neuer Mensch. Wir kommen alle als natürliche, als sündige Menschen auf die Erde. Aber es gibt die Chance, das zu ändern, das verändert zu werden. Nämlich durch die neue Geburt und das ist Gottes Handeln, Gottes Wirken. Und wir dürfen sagen, Jakob hat Gott als Retter angenommen. Esau hat ihn letztlich beiseite gelassen und wollte ihn nicht.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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