Am: Do, 26. März 2026
Das große Thema dieses Kapitels ist der Tod und das Begräbnis Saras. Das hat im Ratschluss Gottes einen Anteil. Es ist nicht das "böse" Israel, das beiseite gesetzt wird. Aber die himmlische Braut Christi kann ihren Platz nur dann einnehmen, wenn das irdische weicht.
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In Kapitel 23 wird der Ratschluss Gottes fortgeführt, dessen Ausgangspunkt in Kapitel 22 die Hingabe
des Sohnes durch den Vater ist, der Tod des Herrn Jesus und seine Auferstehung.
Am Ende von Kapitel 22 finden wir dann eine kurze Liste von Personen aus der erweiterten
Familie von Abraham.
Sie wird gegeben, ganz besonders um Rebekah einzuführen als Tochter von Betuel, die dann
in Kapitel 24 in vorbildlicher Weise von der Versammlung spricht.
Sie ist also schon in den Gedanken in dem Herzen Gottes da, aber damit sie den Platz
an der Seite von Isaac bekommen kann, muss erst das geschehen, was in Kapitel 23 vorgestellt
wird, nämlich, dass Sarah stirbt.
Das ist jetzt besonders, denn eigentlich ist in dieser vorbildlichen Bedeutung doch Hagar
ein Vorbild von dem gesetzlichen Bund, dem Bund des Gesetzes, aber nicht Hagar stirbt,
sondern Sarah.
Warum ist das so?
Weil uns hier der Ratschluss Gottes gezeigt wird. (00:01:02)
Er wird jetzt nicht nach der Verantwortung des Menschen gezeigt, wo das Volk Israel,
im Bild Hagars gesehen, versagt hat, Christus verwirft und deshalb verworfen wird, sondern
hier ist Sarah, die die Trägerin der Verheißungen ist, die den Samen in sich getragen hat und
dann auch diesen Samen sozusagen geschenkt hat.
Sie wird hier gezeigt und lasst uns nie vergessen, dass das im Neuen Testament immer wieder betont
wird, dass der Herr Jesus aus Israel gekommen ist, aus dem Samen Davids.
Das wird mehrfach wiederholt, zum Beispiel in Römer 1, aber auch in 2.
Timotheus 2 finden wir das noch einmal ausdrücklich betont.
Es ist also hier Israel in seiner besten Seite als der Träger der Verheißung und nach dem
Toten der Auferstehung des Herrn Jesus finden wir, dass die Apostel, besonders der Apostel
Petrus in Apostelgeschichte 3, durchaus davon gesprochen haben, dass es eine Zeit des Segens
für Israel geben wird. (00:02:01)
Wir lesen in Apostelgeschichte 3 Vers 19, Ja, so tut nun Buße und bekehrt euch, damit
eure Sünden ausgezählt werden, aber warum, Vers 20, damit Zeiten der Erquickung kommen
vom Angesicht des Herrn und er den euch zuvor bestimmten Christus Jesus sende, den freilich
der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge.
Also wir finden hier, dass Petrus gewissermaßen die Zeit des Segens für Israel ankündigt,
aber jetzt folgt natürlich, was ihre Verantwortung betrifft, dass sie auf diesem Weg der Verwerfung
fortgefahren sind und Stephanus verurteilt haben, ermordet haben, sodass Gott eben auf
dieser Basis das Volk Israel nicht segnen konnte.
Ja, es wird einen neuen Bund geben, es wird einen neuen Segen geben, den es in der Auferstehung
auch für Israel geben wird.
Aber hier finden wir, dass eben in dem Ratschluss Gottes er etwas vorgesehen hat für Isaac, (00:03:01)
dass er etwas vorgesehen hat für Christus, was himmlischer Natur ist.
Und dafür muss notwendigerweise der irdische Segen, der durch Sarah als die Trägerin der
Verheißungen, eben in dem Gedanken, dass sie die Trägerin von dem Verheißenen war von
Isaac, sie muss zur Seite gestellt werden.
Und das finden wir in ihrem Tod.
Das wird verbunden damit, dass das Alter von Sarah vorgestellt wird, 127 Jahre.
Es ist übrigens das einzige Mal, soweit ich das übersehen kann, dass wir eine Frau finden
in dem Wort Gottes, deren Alter angegeben wird.
Und das macht deutlich, das ist hier nicht irgendwie etwas, was passiert ist durch das
Versagen von Sarah, sondern Gott hat in seinem Ratschluss, in seinem Herzen festgelegt, dass
es eine Zeit für dieses irdische Volk gibt und dass dann eben die Zeit des himmlischen
Volkes kommen wird.
Es ist bemerkenswert, dass wir hier bei Abraham finden, dass selbst in dem Tod seiner Frau (00:04:01)
er die Trennung von den Heiden aufrecht erhält.
Er möchte nicht einfach seine Frau in irgendeinem der Gräber begraben wissen, sondern er kauft
eines für sich und für seine Familie.
Also selbst in dem Tod, aber in dem Bewusstsein, dass es Auferstehung geben wird, bewahrt er
diese Trennung.
Dabei finden wir in Vers 19, dass Abraham Sarah seine Frau in der Höhle des Feldes von Machpelah
vor Mamre, das ist Hebron, im Land Kanaan begraben hat.
Und das macht deutlich, dass Israel inmitten der Nationen vorbildlich begraben worden ist.
Aber es ist ein Feld, wie es in Vers 17 heißt, das auf dem Feld lag vor Mamre und alle Bäume,
die auf dem Feld innerhalb seiner ganzen Grenze ringsum standen, wurden auch Abraham zum Besitztum.
Das heißt, hier ist ein Vorbild von Auferstehung, von Samen, von Leben, denn das Volk Israel
wird leben, nach dem Ratschluss Gottes wird es nach der christlichen Zeit wieder eine (00:05:03)
wunderbare Zeit des Segens auch für Israel geben.
Dann geben wir zum Schluss noch einen praktischen Punkt an.
Wir finden Abraham, in was für einer Würde er seine Tote begräbt.
Das heißt, Abraham kam, um Sarah zu beklagen und sie zu beweinen, und in Vers 3, und Abraham
erhob sich weg von seiner Toten und redet zu den Kindern Heth.
Wir finden hier den Platz, den Trauer haben darf und haben soll in dem Leben von Gläubigen,
die einen nahen Anverwandten verlieren, den Ehepartner zum Beispiel.
Aber dass es dann auch eine Zeit gibt, wo diese Trauer zu Ende ist und wo man dann aufsteht,
um wieder neu in dem Leben, an dem Leben teilzunehmen.
Auch eine schöne vorbildliche Bedeutung, eine schöne praktische Bedeutung für unser Glaubensleben.