Am: Di, 24. März 2026
Dieses Kapitel steht einzigartig in diesem Buch, eigentlich in dem gesamten Wort Gottes. Uns wird hier etwas über die Empfindungen des Vaters verdeutlicht, was wir an keiner anderen Stelle so wiederfinden. Und vieles mehr ...
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1. Mose 22 ist ein einzigartiges Kapitel in dem ersten Buch Mose, ja im ganzen Alten Testament.
Es beginnt mit dem Ausdruck "nach diesen Dingen".
Und das zeigt, dass wir hier den dritten Teil in der Berichterstattung über das Leben Abrahams finden.
Ab Kapitel 11 Vers 27 bis zum Ende von Kapitel 14 finden wir Gottes Führung in äußeren Lebensumständen bei Abraham.
Kapitel 15 bis 21 zeigen uns die persönliche Führung Abrahams durch Gott
und besonders seine inneren Empfindungen im Leben, also Abrahams.
Der dritte Teil, Kapitel 22 bis 25, zeigt uns den ewigen Ratschluss Gottes,
dargestellt in bestimmten Lebensumständen von Abraham, einzigartig.
Das führt mich zu dem zweiten Punkt, wie wir dieses Kapitel lesen können.
Erstens, historisch.
Es ist eine einmalige Prüfung Abrahams, eine Prüfung, die heute in dieser Weise nicht wieder möglich wäre,
weil wir durch das offenbarte Wort Gottes wissen, dass Gott niemals Menschenopfer haben wollte.
Das war Abraham nicht offenbart, so konnte Gott ihn hier so prüfen.
Wir finden zweitens, wie gesagt, das Vorbild des ewigen Ratschlusses Gottes,
und zwar in einer besonderen Art und Weise, die uns die Empfindungen Gottes, des Vaters, zeigen, (00:01:04)
vorgestellt durch Abraham, der seinen eigenen geliebten Sohn, den einen, den einzigen gegeben hat,
wie Abraham Isaak geben sollte.
Kapitel 22 zeigt uns dabei den Tod des Herrn Jesus, vorbildlich, wie Abraham Isaak geopfert hat.
Kapitel 23, 24 und 25 ergänzen dazu Lektionen, die wir dann bei den Kapiteln sehen werden.
Hier finden wir, dass dem Tod des Herrn Jesus etwas vorausgehen musste,
nämlich dass dieser Erbe, dieser Sohn geboren werden musste.
Das hatten wir in Kapitel 21.
Und so wie wir im Alten Testament vielfältige Vorhersagen des Kommens des Herrn Jesus finden,
so finden wir auch das Ankündigen der Geburt dieses verheißenen Samens in den Kapiteln 12 bis 21 oder 20 immer wieder vor.
Und auch das ist sozusagen ein Vorbild auf den Ratschluss Gottes.
Dann finden wir drittens, dass dieses Kapitel uns Prophetie mitteilt.
In den Versen 16 und 17 heißt es, (00:02:12)
das zeigt uns, dass der Glaube Abrahams dazu führte, dass das Volk Israel unter Gottes Segen kommen wird.
Sie werden sogar herrschen über ihre Feinde, ja über alle Nationen.
Das ist ein Ergebnis dieses Glaubens Abrahams, dass das Volk Israel diese wunderbare, herrliche Zukunft hat.
Dann kommt aber Vers 18.
Hier kommt jetzt der besondere Segen in dem einen Nachkommen, nicht in den Nachkommen insgesamt in dem Volk, sondern in dem einen.
Der Apostel Paulus geht darauf in Galater 3 ein und zeigt, das ist Christus.
Und wenn es um Christus geht, dann kann das unmöglich beschränkt sein auf das Volk Israel.
Deshalb finden wir hier, dass alle Nationen der Erde gesegnet werden.
Ja, unser Segen der Nationen in der heutigen Zeit hängt allein von Christus ab.
Und das macht Galater 3 ganz deutlich, dass dadurch, dass Christus dieser Same ist, dass er der Fluch geworden ist,
jetzt der Segen zu allen Nationen ausströmt und zwar unabhängig von dem Volk Israel. (00:03:04)
Das finden wir hier.
Und dann der vierte Punkt.
Wir finden in diesem Kapitel die Lehre über wahre Hingabe.
Der Apostel Paulus nimmt das in Römer 12 Vers 1 auf, wo er unser Leben als ein lebendiges, gottwohlgefälliges Schlachtopfer darstellt.
Soviel zu diesem Ratschluss, der natürlich hier in einzigartiger Weise vorgestellt wird in der Hingabe des Sohnes.
Und wir empfinden, dass wir nur anbetend vor Gott stehen können und vor dem Herrn Jesus angesichts dieser Hingabe,
die hier in diesem Kapitel vorgestellt wird.
Leider kann ich dabei hier nicht stehen bleiben.
Wir finden dann drittens die Aufgabe, die Hingabe sowohl von dem Vater als auch von dem Sohn.
Das ist wirklich bemerkenswert, dass der Vater alles aufgibt, indem er den Sohn gibt und dass der Sohn alles aufgibt,
indem er gehorsam ist bis zum Tod, ja zum Tod am Kreuze, wie das in Philipper 2 ausgedrückt wird.
Wir finden viertens den Grundsatz der Stellvertretung, hier in diesem Kapitel eingeführt.
Es heißt in Vers 13, (00:04:02)
wunderbare Stellvertretung, die hier vorgestellt wird, wie der Herr Jesus stellvertretend für uns in den Tod gegangen ist.
Wir finden fünftens, dass die Auferstehung zu himmlischen Dingen, zu himmlischen Segnungen führt.
Sie führt in den Bereich des Himmels.
Deshalb ist auch bei den Segnungen von den Sternen des Himmels die Rede.
Wir finden dann sechstens, dass der Segen und die Verheißung Abrahams bestätigt wird und zwar nicht nur an Abraham direkt,
sondern auch an seinen Samen, wie wir gesehen haben.
Dieser Segen, diese Verheißung, die in Kapitel 12 schon vorgestellt worden ist.
Wir finden dann siebtens, dass der Glaube, der bei Abraham vorhanden war, geprüft wird.
Ja, er muss geprüft werden, um zu zeigen, was für ein gewaltiger Glaube vorhanden war.
Es ging nicht darum, um zu prüfen, ob Glaube vorhanden war, sondern um diesen Glauben in herrlicher Weise vorzustellen.
Wir finden dann achtens, dass das Aufgeben der Verheißung im Blick auf das irdische Leben,
denn die Verheißungen waren in Isaak gegeben, im Blick auf das irdische Leben,
dass der Erhalt auf der Grundlage des vollen Opfers an Gott in der Auferstehung stattfindet.
Und das ist ein Prinzip, ein Prinzip, das wir bei Christus finden. (00:05:03)
Er hat sein Leben aufgegeben und hat es in Auferstehung in einer viel höheren Weise wieder zurückgeschenkt bekommen.
Und das Gleiche gilt für uns als Gläubige.
Dann darf ich darauf hinweisen, dass wir hier in Morija sind.
Morija ist nach 2. Chronika 3, 2. Chronika 3 Vers 1, der Ort in Jerusalem, auf dem der Tempel gebaut wurde,
das Gebirge, auf dem der Tempel gebaut wurde, der Fels.
Wunderbar, die Versammlung ruht auf diesem Werk des Herrn Jesus auf Christus selbst.
Und dann wollen wir nicht vergessen, die Frage zu stellen: Wie konnte Abraham diese Hingabe darstellen?
Wie konnte er seinen Sohn hingeben?
Das finden wir in Hebräer 11 Vers 17 bis 19, dass er im Glauben urteilte,
dass Gott ihn aus den Toten aufzuerwecken vermag.
Es gab kein Vorbild für die Totenauferweckung, außer dass Abraham und Sarah einen erstorbenen Leib hatten
und aus dem Tod Samen bekommen hatten.
Aber dieser Glaube von Abraham ist gewaltig, dass er wirklich daran glaubte,
ohne Vorbild, dass Gott aus den Toten aufzuerwecken vermag.