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(00:00:00) Der Inhalt von 1. Mose 20 ist eigentlich erschreckend. Zum zweiten Mal finden wir, dass Abraham denselben Fehler tut. Aus Feigheit und Egoismus verleugnet er seine Beziehung zu seiner Frau Sara. Aber Gottes Barmherzigkeit ist größer und wir sind wirklich beeindruckt, in was für eine Art und Weise Gott hier eingreift. Wir schauen uns erstens an, was das typologisch bedeutet. Wir schauen uns zweitens die Prophetie an, schauen uns drittens den Glauben von Abraham an und dann viertens auch sein Versagen. Abraham brach auf von dort in das Land des Südens und wohnte zwischen Kades und Sur und er hielt sich auf in Gerar. Und Abraham sagte von Sarah, seine Frau, sie ist meine Schwester. Da sandte Abimelech, der König von Gerar, hin und ließ Sara holen. Und Gott nahm, kam zu Abimelech in einem Traum der Nacht und sprach zu ihm: Siehe, du bist des Todes wegen der Frau, die du genommen hast, denn sie ist eines Mannes Ehefrau. Vers 18 noch, denn der Herr hatte um Saras Willen der Frau Abrahams jeden Mutterleib im Haus Abimelechs vollständig verschlossen. Mit anderen Worten, das war hier eine längere Zeitperiode, in der Abraham in dem Philister Bereich lebte und in dem Sara (00:01:04) bei dem Philister König gewesen ist. Nun, wenn wir uns das typologisch anschauen, finden wir erstens in Kapitel 18 die Versammlung in ihrer himmlischen Stellung durch Abraham vorgebildet. Dann finden wir in Kapitel 19 die Versammlung in ihrer weltlichen Verbindung, in ihrer weltlichen Stellung, wie sie sich eins macht mit dieser Welt. Und dann finden wir in Kapitel 20, wie die Versammlung und die Welt miteinander vermischt sind, wie sie sich miteinander verbinden. Also die Kirche nicht nur mit Lot in der Welt ist, sondern wie es eine Vermischung gibt von Sara und Abimelech, von der Versammlung und der Welt. Ein furchtbarer, ein trauriger Zustand, den wir gerade heute in der Praxis antreffen. Prophetisch gesehen finden wir in Kapitel 18 die Versammlung in ihrer himmlischen Stellung, wie sie heute in den Augen Gottes ist. Dann finden wir in Kapitel 19, wo Lot aus Sodom gerettet wird. Diese Drangsalzzeit, in der der jüdische Überrest, das jüdische wahre Volk herausgerettet wird und durch das Kommen des Herrn Jesus dann gesegnet wird. Und Kapitel 20 finden wir, bevor dann in Kapitel 21 der Erbe geboren wird (00:02:06) und in Kapitel 24 die Versammlung dann in ganz besonderer Weise vor uns kommt, dass die falsche Kirche, die Hure, vorgestellt wird. Das ist natürlich tragisch, dass ein Gläubiger, Abraham und Sara, dass sie in dieser Weise dieses traurige Bild abgeben, dass eine Beziehung zu dieser Welt eingegangen wird, wie sie eben von der falschen Kirche getan wird. Das finden wir in Offenbarung 2, in dem Brief an Thyatira, tadelnd vorgestellt, Vers 20: "Aber ich habe gegen dich, dass du die Frau Jesabel duldest, die sich eine Prophetin nennt und sie lehrt und verführt, meine Knechte Hurerei zu treiben und Götzenopfer zu essen". In dem Gerichtsurteil finden wir das dann später in Offenbarung 17 vorgestellt: "Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten und redete mit mir und sprach: Komm her, ich will dir das Urteil über die große Hure zeigen, die auf den vielen Wassern sitzt, mit der die Könige der Erde Hurerei getrieben haben. Und die, die auf der Erde wohnen, sind trunken geworden von dem Wein ihrer Hurerei". Leider wird das in diesem Kapitel uns gezeigt. (00:03:03) Wenn es um den Glauben geht, dann finden wir, dass wir erstens das Versagen, das Versagen von Abraham und in der Folge natürlich auch von Sara, die mitmacht finden. Wir finden dann zweitens, dass Gott eingreift in Barmherzigkeit. Das ist irgendwie zu Herzen gehend, dass Gott seinen Knecht nicht auf diesem falschen Weg lässt, sondern wie wir das gelesen haben, in dem Traum der Nacht (Vers 3) eingreift und dazu sicherstellt, dass es eben nicht zu einer wirklichen, ehelichen Verbindung kommt, dass es nicht dazu kommt, dass Nachwuchs in einem falschen Bereich hervorkommt. Drittens finden wir die Zucht des Vaters an den Seinen. Das heißt, Gott muss Abraham züchtigen. Und das tut er viertens zum Teil durch die Welt selbst. Natürlich ist Gott es, der mit Abraham spricht. Aber wir finden, dass auch Abimelech zu Abraham sagt, dass er Dinge getan hat, die nicht getan werden sollten. Vers 9. "Was hast du beabsichtigt, dass du dies getan hast?" Also Gott benutzt die Welt und auch in der Zuchtausübung über die Gläubigen. Und dann finden wir fünftens Gott hält zu seinem Knecht auch vor der Welt. (00:04:04) Trotz des Versagens. Wir sehen in Vers 7, dass er ausdrücklich genannt wird "ein Prophet und er wird für dich bitten". Also Gott steht zu seinem Knecht, zu den Seinen, auch wenn sie versagen in dieser Welt und hält die Stellung der Gläubigen in dieser Welt aufrecht. Dann noch einige Punkte zum Versagen. Wir sehen in Vers 13, dass es Strategie gewesen ist: "Und es geschah, als Gott mich aus dem Haus meines Vaters wandern ließ. Da sprach ich zu ihr - zu Sarah - : Dies sei deine Güte, die du mir erweisen mögest. An jedem Ort, wohin wir kommen werden, sage von mir, er ist mein Bruder". Das heißt, wir können im Versagen strategisch vorgehen. Zweitens: Die Freiheit, im Land herumzulaufen, bringt jemanden in Gefahr. Freiheit ist nur dann eine Freiheit zur Verherrlichung Gottes, wenn sie in bewusster Abhängigkeit von ihm gelebt wird. Drittens Die Verleugnung von Gottes Beziehungen. Die Verleugnung von Beziehungen, in die Gott uns gestellt hat. Die finden wir hier. Eine große Gefahr auch für uns, dass wir sie verleugnen. Dann finden wir viertens, dass das Handeln von Abraham im Gegensatz zu seiner Stellung war. (00:05:03) Er war Prophet, wird auch so bezeichnet hier. Ein Prophet ist durch Gebet gekennzeichnet, durch die Gegenwart Gottes. Das heißt, dass er in der Gegenwart Gottes lebt und dass er Repräsentant Gottes ist. Und alle drei Punkte hat er geleugnet. Dann finden wir fünftens: Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge. Ja, er war Bruder, aber in Wirklichkeit war er Ehemann. Und dann finden wir sechstens: Der Egoismus, den Abraham hier zeigt aus Angst vor seinem eigenen Leben. Das ist das Versagen, was wir hier finden. Noch ein abschließendes Wort. Dieses Kapitel kommt ja, nachdem Sara offensichtlich schwanger geworden ist. Aber das ist eben, um diese vorbildliche Bedeutung festzuhalten. Es ist wohl kaum denkbar, da Sara in diesem schwangeren Zustand zu Abimelech ging und das nicht aufgefallen ist. Insofern müssen wir sehen, dass die Kapitel im ersten Buch, im ersten Buch Mose, nicht chronologisch angeordnet sind, sondern dass sie uns zeigen, was Gottes Gedanken über bestimmte Prinzipien sind, damit wir diese gut verstehen.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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