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(00:00:00) In 1. Mose 19 finden wir die Geschichte von Lot, eine traurige Geschichte von einem Gläubigen, wie Petrus uns das in 2. Petrus 2 deutlich macht, der aber nicht gelernt hat, im eigenen Glauben, im Glaubensvertrauen auf Gott zu leben, sich angepasst hat und dadurch, dass er keine eigenen Überzeugungen hatte, leider glaubensmäßig ganz unter die Räder gekommen ist. Ich komme nachher noch einmal kurz darauf zurück. Wir finden in diesem Kapitel auch die Fortsetzung der Prophetie im Blick auf Israel. Sie beginnt in Kapitel 15 mit der Drangsal, die vorgesagt wird im Blick auf Abraham und seine Nachkommen. Das ist die Drangsal Jakobs, das ist die große Drangsal, durch die der gläubige Überrest einmal hindurchgehen muss. Wir finden in Kapitel 16 dann, dass dieser gläubige Überrest überhaupt erst einmal das Bewusstsein bekommen muss, wir sind der Samehagas, wir gehören zum Volk Israel, wir sind schuldig, wir sind diejenigen, deren Väter gesagt haben, sein Blut kommt über uns und über unsere Kinder und das wird das Volk erkennen und wird sich für schuldig erklären. Kapitel 17 finden wir dann, dass es Hoffnung gibt, Hoffnung in dem Samen Abrahams, der dort angekündigt wird. Ja, dann gibt es Hoffnung für diesen Überrest, wenn es sich (00:01:02) von den Ungläubigen trennt, wenn es sich von dem ungläubigen Volk Israel trennt, nämlich durch die Beschneidung. Dann gibt es in Kapitel 18 dieses Bewusstsein, dass die Hoffnung in dieser Drangsalzeit allein auf dem bald kommenden Christus, auf dem Messias liegt und sie werden diese Hoffnung ergreifen. Sie werden zu ihm rufen, der im Himmel ist, damit er Rettung gibt für diesen gläubigen Überrest. Und dann finden wir in Kapitel 19, dass die Welt, das Ungläubige Israel und auch die Nationen dem Gericht Gottes entgegen gehen. Aber die Gläubigen werden sie auch zum Teil noch in dieser Welt sein, werden sie sich am Anfang noch nicht trennen. Sie werden wie Lot aus diesem Gericht, das heißt vor dem abschließenden Gericht gerettet werden, aber aus dieser Drangsal heraus. Ja, wir müssen sagen, das Volk Israel hat diesen Weg der Drangsal selbst gewählt. Ich habe an Matthäus 27 Vers 4 schon erinnert. Sie hätten sich auf Gott berufen können, sie hätten sich vor dem Herrn Jesus niederwerfen können. Sie haben das nicht getan und deshalb diesen Weg für sich gewählt. Dieses Kapitel 19 ist auch im Blick auf die gemeinschaftliche Typologie, vorbildliche Bedeutung von Bedeutung. Die Kirche Gottes sollte sich verhalten, wie Abraham das in Kapitel 18 (00:02:06) gezeigt hat, abgesondert von der Welt. Aber leider tut sie das nicht. Sondern sie ist wie Lot, wie jemand gesagt hat, ich habe die Kirche gesucht und habe sie in der Welt gefunden. Dann habe ich die Welt gesucht und habe sie in der Kirche gefunden. Ja, die Kirche Gottes hat sich verloren in dieser Welt. Was passiert mit ihr? Diejenigen, die wirklich an den Herrn Jesus glauben, die zu ihm gehören, werden wie Lot aus dieser Welt heraus gerettet werden. Diejenigen aber, die letztlich diese falsche Kirche darstellen, die ihre Beziehung zu Christus verleugnen, wie Abraham das leider im Kapitel 20 im Blick auf Sarah tut, sie kommen unter das Gericht. Dann finden wir drittens in diesem Kapitel auch eine persönliche Typologie. Auch sie beginnt in Kapitel 15. Dort finden wir in Kapitel 15 sozusagen von einem bekehrten Menschen dieses Bewusstsein, dass die Bekehrung eben nicht dazu führt, dass die Sünde aus dem Leben wegradiert ist. Nein, es führt zu inneren Qualen. So wie wir bei Abraham sehen, dass er ein Bewusstsein hat von dieser Not, die es in Israel für Juden geben wird. Dann finden wir in Kapitel 16, dass der Gläubige lernt, dass er eine alte Natur hat. Hagar. Er weiß (00:03:03) auch, dass er neues Leben hat. Er hat sich ja bekehrt. Aber es gibt diese zwei Naturen in dem Gläubigen. Fleisch und Geist. Hagar und Sarah. Ismail und Isaac. Und wunderbar, dieses Bewusstsein, es gibt zwei Naturen, denn das zeigt, dass es zwei unterschiedliche Quellen gibt. Kapitel 17 zeigt dann, dass die Hoffnung allein in Isaac zu finden ist, in Christus. Das ist dieses Rufen aus Römer 7, wer wird mich retten von dem Leib der Sünde, von dieser Fleisch, von dieser Kraft des Bösen. Und da gibt es nur einen, das ist der Same, das ist Isaac, das ist Christus. Dazu ist es aber nötig, sich geistlicherweise beschneiden zu lassen. Ja, mit der Bekehrung wird uns der Tod des Herrn zugerechnet. Aber Römer 7 und 8 zeigen uns, dass geistlicherweise diese Beschneidung, das Bewusstsein, dass das Fleisch gekreuzigt worden ist, dass Gott sein Urteil gesprochen hat über dieses alte Leben und dass ich mit Christus gestorben bin und deshalb diesem Alten, dieser sündigen Natur, nicht mehr meine Hand reichen muss. Nein, Gott hat sie verurteilt und ich darf mich für das sehen, was ich bin, mit Christus gestorben. Kapitel 18 zeigt dann, (00:04:01) dass das dazu führt, dass man als Christ ein himmlisches Leben führt, ein himmlischer Christ und wirklich Augen hat für den einen, der dort noch einmal jetzt ganz nah angekündigt wird, den Samen Isaac, das heißt für uns Christus. Dadurch ist man nicht mehr mit sich selbst beschäftigt, sondern mit Christus beschäftigt und hat deshalb auch Freiraum, hat auch ein Herz, hat auch einen Blick für solche, die in Not sind, für andere, für die man wie Abraham in Fürbitte tätig werden kann. Und da kommt Kapitel 19, wo man feststellt, leider kann man wieder zurückfallen in alte Praktiken. Und man stellt vor allen Dingen fest, dass es leider viele Gläubige gibt, die noch nie gelernt haben, was diese Lektionen aus Römer 6 bis 8 sind, die diesen Weg und Ausweg, diese Tür der Hoffnung nie finden. Auch sie werden gerettet werden, aber wie erste Korinther Drei sagt, wie durchs Feuer. So haben wir in diesem Kapitel wirklich eine ganze Anzahl von wunderbaren Belehrungen, die Gott das Wort uns gibt. Ich kann jetzt nicht mehr auf viele Einzelheiten eingehen. Ich beschränke mich auf den Hinweis, den wir in Lukas 17 finden. Da spricht der Herr Jesus von den Tagen Lotz, Vers 28. Ebenso wie es in den Tagen Lotz geschah, sie aßen, sie tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten. An dem Tag aber, als Lotz (00:05:04) aus Sodom herausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um. So leben wir in einer Zeit, wo jeder tut, was er will, wo man äußerlich den Eindruck hat, es passiert nichts Schlimmes, es ist alles okay, es geht alles weiter. Aber in Wirklichkeit steht das Gericht kurz bevor. Sind wir Christen wie Lotz, die sich mit der Welt eins machen, oder sind wir Christen wie Abraham, die getrennt von dieser Welt leben? Dann heißt es, an jenem Tag, wer auf dem Dach sein wird und sein Gerät im Haus hat, steige nicht herab, um es zu holen, und ebenso wer auf dem Feld ist, wende sich nicht zurück. Erinnert euch an Lotz' Frau. Wer irgendein Leben zu retten sucht, wird es verlieren. Es ist äußerst tragisch, an die Frau von Lotz zu denken. Offenbar hat Lotz eine Frau aus Sodom geheiratet, deren Herz an Sodom hing, und sie kam um in dem Gericht. Ja, wer sich nicht bekehrt hat, wer keine lebendige Beziehung zu dem Herrn Jesus hat, wer wie Lotz' Frau ist, der zu dieser Welt gehört, der dreht sich um, und wie Petrus das sagt, die Sau geht zurück zu ihrem eigenen Gespeih, der geht verloren. Aber heute ist noch die Gelegenheit, sich zu bekehren und umzukehren, um wie Abraham zu werden, ein himmlischer Christ.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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