Am: Di, 10. März 2026
Gott hatte Abraham den Samen in 1. Mose 17 angekündigt. Aber jetzt kommt Er selbst vorbei - eine ganz neue Offenbarung seiner Person. Wunderbar, dass Er sich dem offenbart, der als Abgesonderter in dieser Welt für Ihn lebt.
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1. Mose 18 ist ein sehr ermutigendes Kapitel.
Wir finden die Verheißung des Erben, die jetzt als nahe bevorstehend beschrieben wird.
Wir finden das Gericht der Welt, das aber angesichts des Gerichtes der Welt die Beziehung
des Gläubigen zu Gott über dieses Gericht vorhanden ist und eine wunderbare Gemeinschaft
mit Gott möglich ist.
Wir finden so in Abraham das himmlische Volk, das durch Fürbitte geprägt ist.
Wenn wir die Kapitel 15 bis 18 zusammennehmen, finden wir in 1. Mose 15 den Gläubigen,
der sich in der nicht befreiten, nicht von der Macht der Sünde befreiten Situation befindet
und deshalb mit sich selbst beschäftigt ist, deshalb nicht weiß, wie es weitergehen soll.
Gott greift in seiner großen Gnade ein und zeigt das Opfer des Herrn Jesus.
Dann finden wir in Kapitel 16, das zu der Befreiung dazugehört, ein Bewusstsein zu
haben, was das Fleisch bedeutet, was das Fleisch ist und dass das Fleisch vorhanden ist.
Das finden wir in Hagar.
Dann gehen wir zu 1. Mose 17 und sehen, wie die Kraft des Fleisches überwunden werden
kann, nämlich durch die Beschneidung.
Wir haben dieses Bewusstsein, das Fleisch ist da, aber wir sind mit Christus gestorben
und so können wir im Selbstgericht leben, uns für das halten, was wir sind, mit Christus
gestorben.
Und dann sind wir bei 1. Mose 18. (00:01:01)
Hier sehen wir, dass in diesem Bewusstsein man frei von sich selbst ist und dann kann
Gott uns mit dem Samen beschäftigen, mit seinem Christus und dadurch, dass wir dann die Gemeinschaft
mit Gott haben, mit dem Herrn Jesus haben, aus dieser Gemeinschaft heraus, beschäftigt
er uns mit sich selbst, mit der Person des Herrn Jesus.
Dann wird die Vorhersage des Künftigen, nämlich die Prophetie, diese prophetische Lampe, nicht
unsere Neugier befriedigen oder auch nicht dazu führen, wie wir das in 1. Mose 15
finden, dass wir nach unserem eigenen Los, nach unserer eigenen Zukunft, nach der Zukunft
des Volkes Gottes, des himmlischen Volkes fragen, sondern wir nehmen das zum Anlass,
um für diejenigen in der Welt zu beten, die sich noch retten lassen wollen.
Das ist wahre Fürbitte, ein großes Thema dieses Kapitels.
So haben wir hier sowohl eine Geschichte, die uns gezeigt wird, wie Abraham ein Bewusstsein
bekommt, geschärft wird, Gott zu erkennen, das war am Anfang noch nicht der Fall dieses
Kapitels, dann sehen wir aber auch ein wunderbares prophetisches Bild, ein prophetisches Bild,
dass der himmlische, der, der die heutige Zeit vorbildet, Abraham, auf dem Berg ist,
mit Gott in Gemeinschaft, er ist da, wo Christus ist, im Himmel. (00:02:01)
Der Überrest Israels, der Überrest Judas dagegen, ist auf dieser Erde, ist in dem Kampf
und er sieht, dass das Gericht Gottes über diese Welt kommen wird und dass er in dieser
Trübsal ist, dieser Überrest, aber dieser Überrest wird herausgerettet und zwar vor
dem Gericht, bevor Gott dieses Gericht über Sodom und Gomorra bringen wird.
Wir haben also hier in diesem Kapitel einerseits die christliche Position, die christliche
Stellung des Gläubigen in Abraham vorgebildet, der durch Glauben und Fürbitte geprägt
ist.
Abraham ist hier geistlich weiter als in Kapitel 15.
Hier finden wir keine Bitte, die er für sich selbst ausspricht, sondern wir finden,
dass er für andere betet.
Das ist möglich, weil ihm der Same bekannt ist.
Das ist ja schon im Kapitel 17 vor uns gewesen, aber jetzt in Kapitel 18 wird ganz deutlich,
dieser Same steht unmittelbar bevor.
So gibt es keine Sorgen mehr, die Abraham beschäftigen.
Er braucht auch in diesem Kapitel Lot nicht mehr wie in Kapitel 14 zu retten.
Er kann das auch nicht mehr tun.
Jetzt ist das Einzige, was er noch tun kann, Fürbitte zu Gott und das erkennt Abraham.
Er geht jetzt nicht los, um Lot zu retten, sondern er geht in diese Fürbitte zu Gott.
Er kann zu ihm beten und Gott behandelt ihn als einen Freund. (00:03:01)
Warum?
Weil Abraham die Gemeinschaft mit ihm kennengelernt hat.
Wir sind erstaunt, dieses Kapitel öffnet damit, dass der Herr ihm erscheint und zwar
auf eine ganz neue Art und Weise.
Bisher hatte er sich ihm vom Himmel aus offenbart.
Bisher hatte er ihm eine Vision gegeben, aber jetzt kommt Gott selbst zu ihm.
Abraham erhob seine Augen und sah, und siehe, drei Männer standen vor ihm.
Und als er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und beugte sich nieder
zur Erde.
Und er sprach, Herr, wenn ich denn Gnade gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an
deinem Knecht vorüber.
Und dann bietet er ihm das an, was das normale Verhalten im Nahen Osten, im Nahen Orient
ist, in dieser Kultur und ganz besonders auch bei Gläubigen.
Abraham wird hier noch nicht erkannt haben, wer vor ihm stand.
Er spricht ihn hier Herr an und das ist der Ausdruck, der einem Respekt, jemandem, der
einem entgegenkommt, ausgedrückt wird.
Dennoch ist auffallend, dass er, wir dürfen vielleicht sagen, den in der Mitte anspricht,
den, der in der Mitte zu ihm kommt.
Es sind drei.
Wir wissen von 1.
Mose 19 oder aus dem weiteren Verlauf von 1.
Mose 18, dass die anderen beiden Engel waren.
Und so instinktiv spricht Abraham, ohne dass er Gott erkannt hat, spricht er ihn an. (00:04:03)
Später erkennt er ihn, weil Gott sich ihm weiter offenbart.
Wir sehen, dass er dann dieses Opfer bringt und Wasser gibt.
Auf der Grundlage des Wortes Gottes, so wohlhaft, finden wir hier diese Gemeinschaft und das
Beschäftigen mit der Person des Herrn Jesus.
Dann offenbart Gott Abraham, dass jetzt die Geburt des Sohnes unmittelbar voraussteht.
Gewiss werde ich im nächsten Jahr um diese Zeit wieder zu dir kommen und siehe Sarah,
deine Frau wird einen Sohn haben.
Das dürfte der Augenblick sein, wo Abraham Gott erkannt hat und wo er ein Bewusstsein
hat, wer da vor ihm steht.
Sarah ist immer noch ungläubig, mein Herr ist ja alt, nachdem ich alt geworden bin,
sollte ich Lust empfinden.
Aber der HERR bestätigt das, JHWH bestätigt das.
Und dann stehen diese Männer auf, erheben sich und blicken hin nach Sodom.
Und der HERR sprach: "Sollte ich vor Abraham verbergen, was ich tun will?"
Gott tut das nicht.
Er lässt ihn Anteil nehmen, weil er erkannt hat, das wusste er, weil er in seiner Beziehung
zu Abraham eine solche Nähe praktizieren konnte, dass Abraham wirklich die Gemeinschaft
mit Gott genoss und sich auch entsprechend verhielt, auch in Ehrfurcht Gott gegenüber. (00:05:03)
Und dann finden wir, dass er Abraham eben von diesem Gericht über dieser Welt mitteilt.
Und das bringt Abraham dazu, dass er in einer Kühnheit zu Gott betet:
"Willst du denn den Gerechten mit dem Gottlosen wegraffen?"
Gott war im Begriff wegzugehen, aber Abraham erkennt das und bleibt bei Gott stehen und
betet in Fürbitte.
Von 50 Gerechten an geht er hinunter bis zu 20, bis zu 10 Gerechten.
Und dann heißt es so interessant "Und der HERR ging weg, als er mit Abraham ausgeredet
hatte".
Nicht Gott hatte das letzte Wort in dem Sinn, aber Gott hat doch gewartet, bis Abraham
zu Ende gesprochen hat.
Und dann finden wir, dass Gott nach dem, was er in Epheser 3 uns vorstellt, handelt.
Epheser 3 Vers 20: "Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr
als was wir erbitten und erdenken.
Nach der Kraft, die in uns wirkt, ihm sei die Herrlichkeit".
Ja, er tut mehr als was wir erbitten und erdenken.
Und das finden wir hier, dass er sogar den einen Gerechten aus diesem Gericht der Stadt
herausholt.
Gott ist wirklich barmherzig.