Am: Do, 5. März 2026
In 1. Mose 17 lernen wir, dass das Fleisch (1. Mo 16) keinen aktiven Platz in unserem Leben haben muss. Nein, Gott hat sein Urteil darüber gesprochen. Genau das lernen wir in der Beschneidung. Aber dieses Kapitel zeigt uns noch viel mehr.
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Damit kommen wir jetzt zu 1. Mose 17.
In 1. Mose 15 haben wir gesehen, dass Gott Abraham himmlischen Samen verheißen hatte.
Vers 5 blicke doch zum Himmel und zähle die Sterne, wenn du sie zählen kannst.
Die Grundlage für diesen himmlischen Segen lag in dem Glauben,
denn er glaubte Gott und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Vers 6.
Dann haben wir in Kapitel 16 gesehen, dass Abraham diesen Segen auf fleischliche Art und Weise erreichen wollte.
Wir finden dort vor uns nicht nur prophetisch ein Bild von Israel und dem Gesetz,
sondern im Blick auf den Gläubigen auch davon, was das Fleisch in seinem Leben bedeutet.
Jetzt in Kapitel 17 finden wir, dass Gott ein Mittel gegeben hat,
um die Kraft und die Macht und den Einfluss dieses Fleisches in dem Gläubigen zu überwinden.
Und das ist die Beschneidung.
Wir finden in Vers 10, dass Gott einen Bund mit Abraham schließt und sagt,
dies ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Nachkommen und nach dir.
Alles Männliche werde bei euch beschnitten und ihr sollt am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden.
Dies soll das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. (00:01:03)
Diese Beschneidung ist nicht etwas Gesetzliches.
Das macht ganz deutlich der Herr Jesus in Johannes 7.
In Johannes 7 lesen wir in Vers 22.
Deswegen gab Mose euch die Beschneidung, nicht, dass sie von Mose ist, sondern von den Vätern.
Und am Sabbat beschneidet ihr einen Menschen.
Das macht ganz deutlich, dass die Beschneidung nichts direkt mit dem Gesetz zu tun hat,
obwohl es später dann eben in das Gesetz integriert worden ist.
Was die Beschneidung bedeutet, finden wir in Kolosser 2.
Dort heißt es in Vers 11,
Die Beschneidung des Christus.
Das ist der Tod Christi, der auf uns und auf unser Fleisch angewendet wird.
Das heißt, das Mittel, das Gott dem Gläubigen zur Verfügung stellt, ist,
dass der Gläubige mit Christus gestorben ist.
Und dass in diesem Tod Christi damit auch das Fleisch gekreuzigt worden ist. (00:02:03)
Dass Gottes Urteil, Todesurteil, auf dieses Fleisch geschrieben worden ist.
Und der Gläubige sich jetzt für genau das halten kann, was Gott im Blick auf das Fleisch getan hat.
Gestorben und begraben mit Christus.
Mit ihm begraben in der Taufe, wo wir das ausdrücken.
Das heißt, in 1. Mose 17, diesem wunderbaren Kapitel,
lernen wir etwas darüber, wie wir mit dem Fleisch umgehen.
Das Fleisch ist in uns lebendig.
Aber Gott hat das Urteil in dem Kreuz Christi, in seinem Gericht über den Herrn Jesus.
Und an dem Herrn Jesus hat er das Urteil über unser Fleisch ausgesprochen.
Und wenn wir uns als mit Christus gestorben, mit ihm begraben ansehen,
dann wird das Fleisch in uns keine Kraft mehr haben,
weil wir, gedanklich Römer 6, eben wissen, dass wir mit Christus gestorben sind.
Und deshalb das, was in den Tod gebracht worden ist durch das Urteil Gottes,
keinen Einfluss in unserem Leben mehr hat.
Wenn wir uns 1. Mose 7 dann noch etwas genauer anschauen,
dann finden wir, dass Abraham 99 Jahre alt war.
Der letzte Satz in Kapitel 16 Vers 16 war, dass er 86 Jahre alt war.
Das heißt, die eigenen Interessen, das fleischliche Handeln von Abraham, (00:03:02)
hat dazu geführt, dass Gott 13 Jahre nicht weiter mit ihm kommunizierte.
Aber da erschien der Herr Abraham, es ist wohl das fünfte Mal, und sprach zu ihm,
Ich bin Gott, der Allmächtige, wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen.
Großartig, jetzt ist es nicht, dass Gott in einer Vision kommt, wie in Kapitel 15,
sondern, dass er direkt zu Abraham kommt und sich ihm offenbart.
Nicht in dem, was er für Abraham ist, 1. Mose 15,
nicht was er für Abraham tun möchte, 1. Mose 16,
sondern wir sehen, was er in sich selbst ist.
Und diese Offenbarung führt dazu, dass es eine Konsequenz im Leben von Abraham geben soll.
Wandle vor meinem Angesicht und sei vollkommen.
Das ist kein Gesetz, sondern das ist eine natürliche Folge.
Wer in dem Licht und in der Offenbarung Gottes lebt,
der wird in einer solchen Weise mit Gott leben.
Wir sehen, dass Gott den Bund ankündigt, den er durch die Beschneidung dann auch sichtbar macht.
Es ist kein Bund, der abhängig ist von Abrahams Treue,
sondern das ist ein Bund, in dem Gott einfach seinen Segen Abraham schenkt.
Dieser Segen hat drei Teile.
Er ist erstens verbunden mit der Offenbarung Gottes als der Allmächtige. (00:04:02)
Das ist übrigens, wie man so sagt, eine dispensationale Offenbarung Gottes.
So finden wir ihn immer wieder in Verbindung mit dem Volk Israel.
Deshalb gerade bei Jakob finden wir das öfter.
4. Mose 24 bei der Weisssagung von Biliam.
In dem Buch Ruth finden wir das und in dem Buch Hiob sogar 31 Mal Hiob,
der ein Bild des Volkes Israel ist.
Also Gottes Offenbarung als der Allmächtige ist der Punkt 1.
Zweitens, dass er, Abraham, dir und deinen Nachkommen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben wird.
Abraham selbst ist ein Fremdling, aber ihm und der Nachkommenschaft wird Gott das geben.
Das heißt, Abraham wird das einmal erben, nämlich im tausendjährigen Reich,
wenn er mit Christus aus dem Himmel kommen wird.
Und dritter Teil dieses Bundes ist, ich werde dich sehr, sehr fruchtbar machen
und ich werde dich zu Nationen machen.
Dass er zum Haupt, zum Ausgangspunkt des Segens sogar von Nationen geworden.
Wunderbar.
So offenbart sich Gott ihm gegenüber als dieser Allmächtige, als El Shaddai.
Den Bund haben wir gesehen, ist keine gesetzliche Bindung, keine Verpflichtung,
sondern ein freies Engagement Gottes in Gnade. (00:05:01)
Es ist ein ewiger Bund.
Dreimal wird das in diesem Kapitel wiederholt.
Und er macht Abraham zum Erben der Welt.
Und zwar in einer etwas verborgenen Weise auf Auferstehungsgrund.
Das wird in Römer 4, wo dieses Thema aufgegriffen wird.
Erstens in Vers 11.
Abraham empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens.
Die Beschneidung ist also nicht Voraussetzung für den Glauben,
sondern ist das Siegel des Wirkens Gottes, das Abraham im Glauben angenommen hat.
Und dann finden wir später ab Vers 18, dass sein Leib erstorben war und auch der Leib Saras.
Dass also Leben aus dem Tod hervorgebracht wurde.
Wunderbar, wie Gott das in dem Leben von Abraham bewirkt hat.
Gott handelt also von sich aus.
Der Mensch hat letztlich keinen Platz in dieser Initiative.
Der äußert auch keine Wünsche wie in Kapitel 15.
Und zugleich ist es der Ausgangspunkt von Gottes Geschichte,
seiner Verbindung mit der Welt und seiner Wege in ihr.
Mit den Juden und mit den Nichtjuden,
ausgehend von seinem ursprünglichen souveränen Namen Gott, der Allmächtige.