Am: Do, 26. Februar 2026
Mit 1. Mose 15 fängt ein neuer Abschnitt in diesem Buch an. Von den äußeren Wegen geht es jetzt um das Persönliche, das Innere. Und Gott geht auf die inneren Empfindungen Abrahams ein. Aber Prophetie wird weiter "geschrieben". Vor allem finden wir die Frage von Glauben und Gerechtigkeit im Römerbrief wieder!
Transkript der Audiodatei
Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00)
In 1. Mose 15 haben wir nun einen neuen Anfang.
Die Kapitel 12 bis 14 haben uns mehr die äußeren Wege gezeigt von Abraham, natürlich im Glauben.
Die Kapitel 15 bis 21 zeigen uns jetzt mehr die persönlichen Wege, die Gott mit Abraham gegangen ist,
auch die innere Seite seines Herzens, die gerade in Kapitel 15 deutlich wird.
Wir finden dann in Kapitel 22 bis 25 noch die vorbildliche typologische Seite im Leben von Abraham.
Dass hier wirklich ein Neuanfang zu sehen ist, wird deutlich an den ersten Worten.
Nach diesen Dingen, das findet man wieder in Kapitel 22, also ein Neuanfang.
Und dann heißt es, er ging das Wort des Herrn an Abraham.
Das ist ein Ausdruck, Jachwe, Herr, Allmächtiger und so weiter haben wir gehabt,
aber Wort des Herrn, dass er jetzt zu ihm spricht, wenn auch in einer ganz besonderen Weise einer Vision,
die eigentlich nicht eine offene Kommunikation darstellt, ist deutlich, dass es hier etwas Neues gibt. (00:01:01)
Wir haben wieder mal ein Kapitel, das uns die Geschichte zeigt, wie gesagt, die inneren Empfindungen von Abraham.
Zweitens ist es ein Kapitel, das uns die Prophetie zeigt, eine nahe Prophetie, wo Gott Abraham mitteilt,
was er mit seinen Nachkommen tun würde, wenn sie in Ägypten sein würden,
wenn sie aus diesem Land Kanan weggeführt würden.
Und das würde unter seinem Enkelsohn, unter seinem Urenkelsohn Josef geschehen und dann wieder zurückkommen würden.
Drittens finden wir hier eine Prophetie, die über die damalige Zeit hinausgeht und uns zeigt,
was Gott mit seinem Volk, mit dem Überrest seines Volkes in der Zukunft noch einmal tun wird,
wo sie durch einen solchen rauchenden Ofen gehen müssen, nämlich durch eine furchtbare Drangsalzzeit,
aber eine Feuerflamme ebenfalls vorhanden sein wird. Das ist die Hoffnung, die Sicherheit der Errettung.
Viertens finden wir hier einen Opferbund. Wir finden also, dass das Thema der Opfer wieder aufgelegt wird. (00:02:03)
Und interessanterweise finden wir hier mit der dreijährigen jungen Kuh, einer dreijährigen Ziege und einem dreijährigen Widder
und einer Turteltaube und einer jungen Taube im Prinzip genau die Opfertiere,
die bei dem Brandopfer zur Verherrlichung Gottes nach 3. Mose 1 gezeigt werden.
Und diese Opfer sind hier dann auch verbunden damit, um die Grundlage zu legen,
was für Grenzen Gott für das Volk Israel vorgesehen hatte.
Nachdem Melchizedek und seine Regierung vorgestellt worden war,
finden wir hier sozusagen auf natürliche Weise in diesem Kapitel,
was dann mit dem Samen geschehen muss, dem Samen Abrams, dem Volk Israel und mit dem Land.
Also auf der einen Seite haben wir hier einen ganz neuen Anfang, das ist vollkommen deutlich.
Auf der anderen Seite aber finden wir doch hier, dass der Same gezeigt wird und gezeigt wird,
wie denn dieses Volk unter diese herrliche Regierung des Herrn Jesus, des wahren Melchizedek, geführt wird. (00:03:02)
Das Ganze wird durch einen Bund Gottes bestätigt und zwar einen Bund, der ohne Bedingungen ist,
eine bedingungslose Verheißung an Israel ist, wie das dann auch in Galater 3 erklärt wird.
Dieser Bund wird bestätigt durch Gott selbst.
Er bindet sich durch den Tod Christi, der durch diese Tiere vorgebildet wird, an das, was er gesagt hat.
Ein paar kurze Einzelheiten noch.
Abraham war bereit, Kapitel 14 am Ende, auf alles zu verzichten, was die Welt ihm anbietet.
Und jetzt sehen wir, dass Gott eine Antwort dafür ihn hat.
Fürchte dich nicht, Abraham, ich bin dir ein Schild, dein sehr großer Lohn.
Jetzt ehrt Gott ihn, nachdem Abraham Gott geehrt hat.
Womöglich hat Abraham bedauert, auch in dieser Phase, und hat sich gefragt,
jetzt habe ich auf all das verzichtet, wird das belohnt werden?
Und Gott zeigt ihm in dieser Stimmung vielleicht der Blicke nach unten, (00:04:02)
dass er in der Tat ihn belohnen wird und dass er sein Schutz und seine Sicherheit und sein Segen sein wird.
Dieser Segen wird in Vers 4 eben nicht mit irgendjemandem aus seinem Haus verbunden,
sondern mit dem Samen, mit dem buchstäblichen leiblichen Samen nachkommen, also mit Isaac.
Und Gott zeigt ihm dann, wenn er ihn hinausführt, dass er zum Himmel schauen soll
und die Sterne zählen soll, wenn er sie zählen könnte.
Das zeigt, wie umfangreich sein Nachkommen sein wird.
Und hier geht es in diesem Kapitel im Wesentlichen um irdischen Nachkommen,
um dieses irdische Volk Israel.
Und doch weitet sich der Blick, wenn wir auf die Sterne sehen,
dass er über diese irdischen Nachkommen auch eine himmlische Nachkommenschaft haben wird.
Denn Gott sagt ihm, so wird deine Nachkommenschaft sein.
Und er glaubte dem Herrn und er Gott, rechnete es ihm Abraham zur Gerechtigkeit.
Das ist genau das, was in Römer 4 Vers 3 gezeigt wird, (00:05:02)
dass die Rechtfertigung, dass die Gerechtigkeit aus dem Glauben uns zugerechnet wird,
aber dass sie natürlich von Gott kommt auf der Basis des vollbrachten Werkes des Herrn Jesus.
Und in diesem Sinn, in dieser Weise ist Abraham zu dem Vater aller Glaubenden geworden.
Dann finden wir, dass diese Zerteilung der Tiere vorgenommen wird
und sie zeigt letztlich ein Bild des Volkes Israel.
Da kommen Vögel, die Abraham wegscheuchen muss.
Und das zeigt, wie das Volk Israel seine ganze Geschichte durch Böses,
durch Satan, durch böse Geiste, durch Dämonen immer wieder angegriffen wurde.
Und deshalb auch heute dieses Volk als solches Volk gar nicht existiert.
Ja, diese Vögel zeigen auch in Vers 11, dieser Raubvögel,
dass die Nationen über Israel kommen werden und kommen würden und dieses Volk rauben wollten
und es in natürlicher Hinsicht auch geschafft haben, bis Gott Wiederherstellung schenken wird. (00:06:03)
Diese Wiederherstellung wird hier mit einem tiefen Schlaf Abrahams verbunden
und zeigt, dass es eine schlimme Zeit für Israel sein wird.
Ja, die ist dadurch vorgebildet, dass in Vers 13 von einem Land die Rede ist,
das nicht genannt wird, das aber das Land Ägypten ist.
Und dann finden wir in Vers 17, was geschieht in dieser Finsternis,
in dieser Zeit, wo Abraham dann in einer Art Schlaf auch ist,
wo dieser rauchende Ofen die Feuerflamme ist und wo sich genau das dann erfüllt,
was Gott in 5. Mose 4 Vers 20 sagt.
Es hat euch aber der Herr genommen und euch herausgeführt aus dem eisernen Schmelzofen aus Ägypten,
damit ihr das Volk seines Erbteils seid, wie es an diesem Tag ist.
Ja, er zeigt dann in Vers 21 die Pläne Gottes und die Ratschlüsse
und diese Behandlung endet dann auch mit diesem Vers, (00:07:02)
mit diesem Kapitel, während der Vollzug dieser Ratschlüsse Gottes für sein irdisches Volk,
für die Nachkommen Abrahams, dann ab Kapitel 16 vor uns kommen,
mit dem Versagen, was auf Seiten Israels und dort auch auf Seiten Abrahams dann zu sehen ist.