Am: Do, 12. Februar 2026
In 1. Mose 11 lernen wir etwas über die moralische Entwicklung der Welt unter den Nachkommen Noahs. Hochmut und Rebellion gegen Gott führten zu "Babel" - zu Verwirrung. Diese Verwirrung gibt es noch heute ...
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Nachdem uns in 1. Mose 10 die Verteilung der Nationen auf diese drei Familien, auf diese
drei Häupter gezeigt wird, finden wir in Kapitel 11 den Grund für diese Verteilung
auf der Erdkarte, nämlich ein moralischer Grund.
1.
Mose 11 teilt sich in drei Abschnitte, der erste Abschnitt zeigt uns Babel und die moralische
Begründung dafür, dass Gott die Menschen in verschiedene Sprachen und Nationen zerteilte.
Dann finden wir zweitens die Linie Sems dargestellt und wir müssen sagen eine Degeneration, eine
Linie, die uns zeigt, dass nicht nur das Lebensalter immer kürzer wurde, sondern dass es, wenn
wir andere Schriftstellen hinzunehmen, auch dazu führte, dass es einen moralischen Niedergang
gab.
Und dann finden wir drittens, dass Gott in diesen Niedergang hinein ging und intervenierte
und sich eine Person, eine Familie zur Seite stellte, nämlich Abraham und seine Nachkommen,
um in besonderer Weise mit ihnen zu handeln. (00:01:01)
Nun zunächst zu Babel.
Die ganze Erde, heißt es im ersten Vers, hatte eine Sprache und dieselben Worte.
Sehr auffallend, dass hier der Name Gottes nicht mehr vorkommt.
Für die Menschen gab es Gott sozusagen nicht mehr.
Wir lesen in Römer 1, dass sich die Heiden von der Offenbarung Gottes verabschiedet haben,
dass sie Gott den Rücken zuwandten und damit auch seine Offenbarung und sich deshalb auch
in ihren Herzen von Gott entfremdeten und böses, unmoralisches Zuließen bis hin zu
Götzendienst.
Wir finden hier, dass sie nach Osten zogen und in der Ebene im Land Sinjar einen Ruheplatz
sozusagen fanden und dort wohnten.
Und sie sprachen einer zum anderen, wohl an, laßt uns Ziegel streichen und hart brennen
und der Ziegeldiener diente ihnen als Stein und das Erdharz diente ihnen als Mörtel.
Das zeigt, dass sie durchaus intelligent waren.
Und sie sprachen wohl an, bauen wir uns eine Stadt und einen Turm, dessen Spitze an den
Himmel reicht und machen wir uns einen Namen, dass wir nicht zerstreut werden über die
ganze Erde. (00:02:01)
Dem Mensch war sich bewusst, dass sie sich mährten und dass sie so über die ganze Erde
zerstreut würden.
Und jetzt wollten sie sich erstens einen Namen machen, das zeigt den Hochmut des Menschen
und zweitens einen Turm, der an die Spitze des Himmels reichte, um eben sich selbst von
Gott zu distanzieren, um sich von Gott zu emanzipieren.
Und was ist die Antwort Gottes?
Der Herr fuhr herab, um die Stadt und den Turm zu sehen, die die Menschenkinder bauten.
Der Herr, Yahweh, der eine Beziehung zu den Menschen aufgebaut hatte, zu Adam, zu Eva
und den Nachkommen, der wird hier in sehr, sehr beeindruckender Weise beschrieben.
Gott brauchte nicht herabzufallen, er sah das alles vom Himmel.
Aber es wird so sehr menschlich beschrieben, dass wir sehen, dass Gott sich die Dinge ganz
genau angeschaut hat.
Und er dann gesagt hat, siehe, sie sind Einfolge und haben alle eine Sprache und alle, dies
haben sie angefangen zu tun und nun wird ihnen nichts verwehrt werden, was sie zu tun ersinnen.
Wohlan, lasst uns herabfahren und ihre Sprache dort verwirren und sie einer des anderen Sprachen (00:03:05)
nicht verstehen.
Wir erkennen, dass Gott im Gericht handelt.
Jetzt war es nicht ein universelles Gericht, wie wir das in der Flut sehen, sondern ein
Gericht, wo er die Menschen zerstreute.
Es ist sozusagen ein Vorbild auf das, was wir in Psalm 2 finden, im Blick auf die Endzeit,
wenn es dort heißt, im Blick auf Gott, dass er sagt, die Könige der Erde treten auf,
die Fürsten beraten miteinander gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten.
Und dann heißt es in Vers 4 oder heißt es in Vers 3, lasst uns zerreißen ihre Fesseln
und von uns werfen ihre Seile.
Ja, das ist der Mensch in seiner Empörung gegen Gott, in seinem Hochmutmabel.
Und dann heißt es, der im Himmel thront und lacht, der Herr spottet ihrer, so auch hier.
Er verwirrt sie und die ganze Sprachenverwirrung, die wir heute bis heute haben, die hat hier
ihren Anfang gefunden.
Der Mensch spricht von Evolution, Gott spricht von Gericht und er zeigt, wie er eingegriffen
hat im Gericht und die Menschen dadurch eben kompliziert, es kompliziert wurde für sie, (00:04:03)
miteinander zu kommunizieren und gerade das, was der Mensch meint heute, alles tun zu
können, das Gericht Gottes gerade das verhindert hat, dass der Mensch in der Lage ist, alles
ohne Schwierigkeiten miteinander zu tun.
Babel, was wir durch die Schrift finden, der Empörung gegen Gott in moralischer und
dann später auch in religiöser Hinsicht.
Dann finden wir die Geschlechter Sems.
Wir finden, wie schon gesagt, einen vollkommenen Niedergang.
Der Großvater von Abraham, Nahor, ist gerade einmal noch 148 Jahre alt geworden.
Wenn wir Sem 600 Jahre finden, dann Apaxat, seinen Sohn, der immerhin noch 438 Jahre alt
wurde, so wurde das immer kürzer.
Und dann finden wir, dass eben in dieser Zeit, das wird uns hier nicht mitgeteilt, aber dass
es einen Grund für diesen Niedergang gab, Joshua 24 Vers 2, dass Götzendienst eingeführt
wurde.
Und dann hat den Mensch moralisch verdorben, das hatten wir in 1.
Mose 6.
Er hat ihn zum Hochmut geführt, das ist der erste Abschnitt, und er hat sich zwischen (00:05:03)
den Menschen und Gott gesetzt und hat Dämonen, die eben zu Göttern gemacht wurden, wie wir
in 1.
Korinther 10 leben, eingeführt, sodass der Mensch sich von Gott entfernte.
Aber dann hat Gott durch die Wahl seiner Gnade, hat er einen Mann, Abraham, und seine Familie
herausgegriffen, und das ist der letzte Teil dieses Kapitels, um in besonderer Weise mit
ihnen zu handeln, sie zu segnen, sie zur Seite zu stellen, sie zu einem Volk zu machen.
Der Mensch und auch der Teufel können das Werk Gottes nicht letztendlich verhindern
und zerstören.
Gott wird immer das letzte Wort haben, und das finden wir hier bei der Geschichte Abrahams.