1. Mose 10


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(00:00:00) Und damit kommen wir zu 1. Mose 10. In 1. Mose 9 haben wir gesehen, dass Gott Regierung gegeben hat und dass derjenige, dem in erster Linie die Regierung übertragen worden ist, Noah selbst im Blick auf sich selbst versagt hat, sich zu regieren, sich unter Ordnung zu halten, indem er sich betrunken hat. Und er hat dann in der Folge, weil sein Sohn Ham und sein Enkelsohn Kanaan in böser, in unehrenhafter Weise mit ihm gehandelt haben, ein Gericht, einen Fluch über sie ausgesprochen. In den Kapitel 10 und 11 finden wir jetzt die Fortsetzung der Geschichte. Diese beiden Kapitel müssen zusammen gelesen werden. Sie sind nicht in chronologischer Reihenfolge. Kapitel 10 zeigt uns die Ordnung der Nationen, die aus diesen drei Söhnen von Noah, aus Sem, aus Ham und aus Japheth hervorgekommen sind. Und Kapitel 11 zeigt uns ihre moralische Geschichte und die findet ihren besonderen Ausdruck in Babel, wo der Mensch eben versucht hat, sich über Gott zu erheben, sich zu Gott zu erheben. Wir dürfen (00:01:04) also nicht meinen, dass Kapitel 11 auf Kapitel 10 folgt, sondern Kapitel 10 schreibt die Ordnung in dieser Zeit und Kapitel 11 die Moral in dieser Zeit. Das heißt, die Nationen, die wir jetzt in Kapitel 10 haben, inklusive der Sprachen, von denen die Rede ist, in Vers 20 und Vers 31, sind natürlich erst nach dem Gericht Gottes über Babel entstanden. Dies sind die Geschlechter der Söhne Noas, Sem, Ham und Japheth. Es wurden ihnen Söhne geboren nach der Flut. Das ist ja die Reihenfolge, wie sie Gott von Anfang an gewählt hat, Sem, Ham und Japheth. Auch schon in Kapitel 5 hatten wir das. Vers 32 "Noah war 500 Jahre alt und Noah zeugte Sem, Ham und Japheth". Wenn wir Vers 21 in Kapitel 10 richtig deuten, dann heißt es dort, und Sem, dem Vater aller Söhne Hebers, dem Bruder Japheths des Ältesten, dann dürfen wir annehmen, dass Japheth der Älteste war. Und so wird er jetzt auch in einer veränderten Reihenfolge zunächst erwähnt. Kanaan sollte ja der Knecht (00:02:05) von Sem sein, haben wir in Kapitel 9 Vers 27: "Und weit mache es Gott dem Japheth und er wohne in den Zelten Sems", heißt es über Japheth. Und er, der Älteste, wird nun zuerst erwähnt mit seinen Söhnen. Gomer, Magog, Madai und so weiter, wie sie heißen. Hier finden wir, soweit man das übersehen kann, soweit man das zuordnen kann, die verschiedenen Nationen, die es zum Teil bis heute gibt. Wenn zum Beispiel Tarsis angesprochen wird, Vers 4, Spanien wahrscheinlich. Kittim, dann geht es wohl um Zypern. Kusch, dann geht es wohl um Äthiopien. Mizraim, das ist Ägypten. Put, das ist Libyen. Kanaan, das ist Palästina, wenn man so will. Assur, das ist Assyrien. Elam, das ist Persien. Aram, das sind Syrien und Mesopotamien. Das sind mal so ein paar der vermutlichen Nationen, die uns hier vorgestellt werden. Und es ist etwas Besonderes, dass jetzt von Nationen die Rede ist, (00:03:01) also nicht nur von Familien, sondern auch von Nationen. Und diese Nationen, die es heute gibt, haben ihren Ursprung, und das ist jedenfalls zeitweise auch in der sogenannten Wissenschaft anerkannt worden, aus drei Ursprüngen. Es gibt also sozusagen die Aufteilung in drei verschiedene Quellen von Nationen. Das können wir auf keinen Fall mit den Erdteilen verbinden, weil sie über verschiedene Erdteile dann verteilt wurden. Aber wir können sagen, und Gottes Wort sagt das hier, dass die Nationen eben von drei Häuptern kommen. Hier ist eben von Nationen auch in Vers 5 die Rede. Bei Ham finden wir dann, dass seine Söhne genannt werden und dass bei Kusch ausdrücklich gesagt wird, dass er Nimrod zeugte, der anfing, ein Gewaltiger zu sein auf der Erde. Also dass hier sich scheinbar etwas entwickelt, was im Gegensatz zu der Weissagung von Noah steht, Vers 27 von Kapitel 9, dass Kanaan der Knecht von Sem sei. Hier hat man den Eindruck, dass Kanaan zu (00:04:02) dem Haupt wird: "Kusch zeugte Nimrod, ein Gewaltiger. Er war ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN, denn man sagte, wie Nimrod ein gewaltiger Jäger vor dem HERRN. Und der Anfang seines Reiches war Babel". Und hier sehen wir, was Babel eben sein Beginn des Reiches war, natürlich nach dem, was in Kapitel 11 durch diese Verwirrung uns vorgestellt wird. Und von dort ausgehend hat er dann sein Reich gehabt, Erek und Akkad und Kalne im Land Sinear. Hier finden wir eben das erste Mal Babel erwähnt. Babel, was dann bis Offenbarung 18 uns vorgestellt wird, als der Inbegriff von Religion. Und wir finden auf der anderen Seite in Vers 11 dann auch Assur erwähnt. Und damit haben wir die beiden Hauptgegner des Volkes Israel im Laufe der Geschichte, diese Gewaltigen, die gegen Israel aufgestanden sind. Auch das soll uns in diesem Kapitel vorgestellt werden. Wir finden Mizraim, das ist Ägypten. Wir finden Karnaan. Das ist das Land, wo Gott sein irdisches Volk hingebracht hat. Und da finden wir (00:05:03) als drittes auch noch Sem mit seinen Nachkommen. Und da finden wir diese bemerkenswerte Wendung in Vers 25, dass da "der Name eines seiner Söhne war Peleg, der Nachkommen, denn in seinen Tagen wurde die Erde geteilt". Ob das die Erdteilverschiebung ist, man kann das wohl annehmen. Und Vers 31: "Das sind die Söhne Sems nach ihren Familien, nach ihren Sprachen". Hier finden wir also, dass die Sprachverwirrung schon eingetreten ist und jeder seine eigene Sprache hatte und die Nationen auf der Erde verteilt wurden. Ein ganz wichtiges Kapitel, um zu verstehen, dass diese Erde jetzt eben insgesamt zum Schauplatz wurde und nicht nur ein kleiner Teil, wo das zuvor, das Volk überhaupt, die Menschen gelebt haben.
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Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

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