Transkript der Audiodatei

Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00) Wenn wir dann zu 1. Mose 2 kommen, fragen wir uns nach den ersten drei Versen, was uns dieses Kapitel zu sagen hat. Die ersten drei Verse gehören eigentlich zu dem Kapitel 1. Es ist dieser Ruhetag Gottes und er spricht von der Ewigkeit, in dieser Ewigkeit, in der Gott ruhen wird, wo es keinen Blick mehr auf irgendetwas Verkehrtes, auf etwas Böses geben wird, wo es das ewig gleiche Gutsein geben wird, wo Sünde keine Rolle mehr spielen, sie ist von dem Angesicht Gottes hinweggetan, selbst Tod und Hades sind in den Feuersee geworfen worden, wie es in Offenbarung 20 dann heißt. Alles ist ewig gut. Aber dann ab Vers 4 finden wir das erste Mal diesen Ausdruck, der dieses Buch gliedert: "dies ist die Geschichte", und zwar hier des Himmels und der Erde. Manche haben gesagt, ja, was ist das denn, ein zweiter Schöpfungsbericht, ist das ein Widerspruch, ist das jetzt aus einer anderen Quelle? Nein, das ist es nicht, sondern Gott zeigt uns hier einen ganz anderen Blickwinkel auf diese Schöpfung. Und jetzt finden wir, dass er uns nicht einfach die Schöpfung als solche vorstellt, sondern (00:01:02) dass er uns die Beziehung zeigt, in die Gott Adam gestellt hat, die Beziehung zu ihm, zu Gott, die Beziehung zur Schöpfung, die Beziehung auch zueinander. Wunderbar, dass Gott nicht nur etwas geschaffen hat, um daran Freude zu haben, der Herr Jesus der Schöpfer ist nach Kolosser 1 Vers 16, der die Dinge für sich geschaffen hat, sondern wir finden in der Schöpfung, im Unterschied zu dem, was wir vielleicht allgemein empfinden, dass es nicht nur ein Werk ist der Kraft und der Weisheit Gottes, sondern dass es auch ein Werk der Liebe und der Fürsorge Gottes ist. Wir finden hier, dass Gott den Menschen an einen Platz gestellt hat, der wunderbar ist, der Garten Eden, der ein wunderbarer Begriff ist von dem, was Gottes Herz für den Menschen machen wollte, letztlich was er Christus, seinem geliebten Sohn machen wollte. Wir lesen hier in Vers 8: "Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten (00:02:01) und dorthin setzte er den Menschen, den er gebildet hatte, und Gott der HERR ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, lieblich anzusehen und gut zur Speise, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen". Ja, er hat nicht einfach den Menschen geschaffen, bereitet, sondern er hat den Menschen gebildet, Staub vom Erdboden, hauchte in seine Nase den Odem des Lebens, und der Mensch wurde zu einer lebendigen Seele, und er hat ihn an einen wunderschönen Ort gestellt. Ja, wir finden hier, dass es nicht nur ein Ort ist, wo er dem Menschen Leben gegeben hat, und wo er ihn in Verbindung bringen wollte mit dem, der der Inbegriff des Lebens ist, der Baum des Lebens, das ist Christus, sondern er hat ihn auch unter Verantwortung gestellt, und ihm deshalb den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen gegeben, von dem er ihm ausdrücklich sagt in Vers 16: "Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach, von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben". (00:03:03) Wir sehen also, dass hier der Mensch, der in Unschuld geschaffen worden ist, es ist eine kurze Zeit, wo der Mensch unschuldig war, nicht heilig, er wusste nicht, was Böses ist, er war nicht in der Lage, Nein zu sagen zu dem Bösen, in dem Wissen, was Böses ist, das ist Heiligkeit, sondern er war unschuldig, weil er nicht wusste, was Böses ist, und in dem Augenblick, wo er wusste, was Böses ist, hatte er von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen gegessen, und war damit nicht mehr in der Lage, Gutes zu tun, hatte nicht mehr die Kraft, Nein zu sagen zum Bösen, weil er eben keine heilige Natur hat, er wurde unter Verantwortung gestellt, und wir sehen in Kapitel 3 dann, dass er dieser Verantwortung nicht entsprochen hat. Gott hat also den Menschen geschaffen, nicht als eine Marionette, sondern hat ihm einen Willen gegeben, in dem er Nein sagen konnte, zu dem Gebot, zu dem einzigen, zu dem ausdrücklichen Gebot Gottes, und der Mensch hatte überhaupt keinen Anreiz, Böses zu tun, weil Gott ihn in die beste Umgebung gestellt hat, die man sich vorstellen kann, ganz anders als Christus, (00:04:05) der hier auf diese Erde gestellt wurde und in einer sündigen Welt war, in einer Welt, die ihn gehasst hat, und dann von dem Teufel in einer Umgebung versucht wurde, der Wüste, nachdem er 40 Tage gefastet hat, nichts gegessen hat, die schlimmer nicht hätten sein können. Nein, Gott hat den Menschen ein wunderbares Umfeld gestellt, hat ihm die Tiere noch zur Seite gestellt, die nicht seinesgleichen waren, aber über die er Herrschaft besaß, und dann finden wir in wunderbarer Weise, wie Gott eben Eva nach dem Mann geschaffen hat, und wir lesen in Vers 21: "Gott, der HERR, ließ einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und er entschlief, und er nahm eine von seinen Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch, und Gott, der HERR, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau, und er brachte sie zu dem Menschen, und der Mensch sprach, diese ist nun Gebein von meinen Gebeinen, und Fleisch von meinem Fleisch, diese soll Männin heißen, denn vom Mann ist diese genommen". Ein wunderbares erstes Vorbild auf die Versammlung Gottes, die Braut Christi. (00:05:03) Gott wollte nämlich nicht, dass der Herr Jesus, sein geliebter Sohn, wenn er auf diese Erde kommen würde und den Ratschluss Gottes erfüllen würde, allein bliebe. Er wollte diesem Menschen eine Braut schenken, die ihm entsprach, und deshalb hat er Eva aus dem Mann geschaffen, und so ist die Versammlung, ist sie aus Christus, sie ist sein Fleisch, sein Gebein, sie gehört zu ihm, sie ist aus ihm genommen, und sie gehört zu ihm, und sie ist der Gegenstand seiner Liebe. Nicht, dass Christus einen solchen Gegenstand nötig hatte, aber er wollte einen Gegenstand der Liebe, und deshalb hat Gott in seinem Ratschluss eben die Versammlung geschaffen. Das alles finden wir vorgestattet in diesem zweiten Kapitel Gottes Ratschluss, aber auch, wie er den Menschen unter Verantwortung gestellt hat, um ihn zu erproben.
Beitrag teilen

Artikelreihe: Überblick über die Bibel (1. Mose)

Verwandte Artikel

Wo war Adam? Was tat Eva? Gute oder falsche Ehe-Weichenstellungen! Manuel Seibel Die Bibel ist kein verstaubtes Buch, sondern ein Spiegel für unsere Ehe. Der Sündenfall zeigt uns das Ur-Problem: Adam blieb passiv und verschwand, statt Präsenz zu zeigen, und Eva übernahm eigenmächtig das Ruder, statt die Einheit zu suchen ... Video ansehen
Ist das ein Gott der Liebe? - Ist Gott pro Krieg? Stefan Drüeke Ist das ein Gott der Liebe, der Völker aus Kanaan vertreibt, damit sein Volk dort wohnen kann? Das Video beantwortet diese Frage und zeigt, dass diese Völker ein wenigstens sechsfaches Zeugnis über Gott besaßen. Gott vertrieb sie, weil das Maß ... Video ansehen
Zum neuen Jahr 2025: Vorsätze oder Herzensentschlüsse? Manuel Seibel 2025 steht vor uns. Wir wissen nicht, was es uns bringen wird. Aber wir wissen eins: Der Herr Jesus wird bei uns sein. Er wird uns nie allein lassen! Die Frage ist: Was werden wir aus dem neuen Jahr machen? Gute Vorsätze sind schnell formuliert und ... Video ansehen
Kommen Tiere in den Himmel? Stefan Drüeke Einige Gläubige fragen sich: Kommt mein geliebtes Haustier in den Himmel? Die Bibel zeigt: Tiere sind Teil von Gottes Schöpfung - Er hat sie mit Leben und Schönheit erschaffen. Doch kommen sie in den Himmel? Was sagt die Bibel? Video ansehen
Im Garten Eden Stefan Drüeke 1. Mose 2 ist keine Wiederholung von 1. Mose 1, sondern betrachtet den 6. Schöpfungstag wie durch eine Lupe. Wir erfahren, wie Gott den Menschen machte und wie es im Garten Eden aussah. Dorthin setzte Gott den Menschen und gab ihm zwei Aufgaben: ... Video ansehen
Mehr als 9-to-5: Als Christ im Beruf ein Vorbild sein Manuel Seibel Arbeit ist nicht gleich Arbeit. Du kannst als Christ deine Stunden im Büro absitzen und stur nach Stechuhr leben. Oder die Aufgaben mit echter Begeisterung und Gottes Blick fürs Große und Ganze anpacken. Vergessen wir dabei nie, wo unsere ... Video ansehen