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Das Wort Gottes ist ein Buch unschätzbaren Wertes, und es ist etwas außerordentlich
Wertvolles, das Wort Gottes zu lesen, weil es Gottes Gedanken sind, die er uns mitgeteilt
hat.
Wir wollen von Herzen gerne das Wort Gottes lesen, um die göttlichen Gedanken, insbesondere
die er über die Person des Herrn Jesus hat, und er ist der Mittelpunkt des Wortes Gottes.
Der Geist der Weissagung ist das Zeugnis Jesu, deshalb wollen wir dieses Wort umso mehr und
mit größerem Interesse lesen.
Es ist wertvoll, das Buch in Einzelheiten zu betrachten, aber es ist genauso wertvoll,
dieses Buch in einem Überblick zu betrachten, und genau das wollen wir in der Zukunft tun.
Wir wollen einen gewissen Überblick uns verschaffen über die Gedanken Gottes in der Bibel.
Wenn ich im Folgenden nun einen solchen Überblick zu geben versuche, dann in dem Sinne, dass
ich mir jeweils ein Kapitel vornehme und dazu fünf bis sechs Minuten etwas sage.
Das soll die Möglichkeit geben, sich dann persönlich in der Andacht im Einzelnen auch
weitergehend damit zu beschäftigen, aber es soll nur einen Einstieg geben in die Betrachtung
eines solchen Kapitels, die so einen gewissen Überblick, eine gewisse Zusammenfassung
der Gedanken Gottes in dem jeweiligen Kapitel gibt, damit man nicht ganz in der Luft hängt,
wenn man sich nicht so gut mit Gottes Wort auskennt.
Wie gesagt, das Ganze soll nicht mehr als sechs Minuten dauern pro Tag, damit es auch
zu schaffen ist und in einen Tagesablauf einzubinden ist.
Wir fangen, wie so oft, in dem ersten Buch Mose an und ich möchte gerne grundsätzlich
als Einstieg Folgendes sagen.
Erste Mose, es ist das Buch der Ursprünge.
Es ist das Buch, wo wir im gewissen Sinn den Anfang von allem finden, den Keim der Wahrheit
der Bibel, wie er uns im ersten Buch Mose in kurzem, vielleicht auch in Bildern zum
Teil vorgestellt wird.
Wir finden dort zum Beispiel, dass Gott einer ist und zugleich in mehreren Personen offenbart
ist.
Natürlich finden wir hier nicht, dass er der Vater, der Sohn und der Heilige Geist
genannt wird, aber der Gottesname Elohim ist im Hebräischen bereits eine Mehrzahl, mehr
als zwei Personen und zeigt, dass der eine Gott eben doch mehrere Personen ist.
Wir finden die Fleischwerdung des Herrn Jesus durch eine Jungfrau geboren vorgeschattet,
wo der Same der Frau, nicht Same der Menschen, sondern der Same der Frau genannt wird in
1. Mose 3.
Der Antichrist wird als der Same Satans angedeutet.
Wir finden die Sicherheit des Gläubigen in der Rettung Noahs in der Arche, wunderbares
Thema, dass wir vollkommen sicher sind.
Wir finden die Auserwählung und die Berufung Gottes in Abraham.
Wir finden in Isaak die Sohnschaft der Erlösten vorgestellt und natürlich Christus als den
Sohn Gottes.
Wir finden bei Jakob die Zucht des Geistes Gottes, wie Gott ihn geleitet hat durch den
Geist Gottes und auch gezüchtigt hat.
Wir finden in den Opfern Abels, Noahs und Abrahams das Erlösungswerk des Herrn Jesus auf Golgatha
vorgeschattet.
Wir finden in Rebeka einen herrlichen Hinweis, einen Schatten auf die Versammlung, die Gemeinde
Gottes.
Natürlich nur, weil wir das Licht des Neuen Testaments haben.
Ohne das Licht des Neuen Testaments wüssten wir gar nichts davon.
Wir finden in Abraham etwas von der Rechtfertigung aus Glauben.
Wir finden die Absonderung als ein großes Thema im Leben Abrahams, denn ihm wurde gesagt,
dass er sich trennen sollte.
Das finden wir übrigens auch schon in dem Schöpfungsbericht in 1.
Mose 1.
Wir finden den Tod und die Auferstehung des Herrn Jesus in der Geschichte Abrahams und
Isaaks.
Wir finden die Leiden und die Erhöhung des Herrn Jesus in der Begebenheit, in der Geschichte
Josephs.
Und wir finden auch in Jakob einen Hinweis auf die Zukunft des Volkes Israels.
Das Volk muss wie Jakob durch Tiefen hindurchgehen, hat aber eine glänzende Zukunft, die vor
ihm steht, so wie das Ende von Jakob ein herrliches Ende war.
Wir finden auch das Gericht Gottes über alles Böse, verschiedentlich dargestellt, zum Beispiel
in der Flut, zum Beispiel nach dem Turmbau zu Babel.
Wenn wir an den sogenannten Pentateuch, die fünf Bücher Mose denken, dann finden wir,
dass in dem ersten Buch Mose der Weg nach unten ins Verderben gezeigt wird.
Wir finden in dem zweiten Buch Mose, dass der Weg heraus aus der Welt gezeigt wird.
Wir finden in dem dritten Buch Mose, dass der Weg hinein in die Gegenwart Gottes, in
das Heiligtum gezeigt wird.
Wir finden im vierten Buch Mose, dass der Weg hindurch, durch diese Welt, durch diese
Wüste vorgestellt wird.
Und wir finden im fünften Buch Mose, dass der Weg nach Hause, an das Ziel, ins Vaterhaus
gezeigt wird.
Wir finden, dass in dem ersten Buch Mose uns Gott in einer vielfältigen Weise gezeigt
wird.
Er ist der Schöpfer Elohim, Kapitel 1.
Er ist zweitens Gott der Herr, der prüfende Gott in Bezug auf die Menschen, der mit ihnen
eine Beziehung eingegangen ist, Jahwe Elohim, Kapitel 2.
Wir finden ihn als den Bundesgott mit Menschen oder dem Volk später, Jahwe, Kapitel 4.
Wir finden ihn als Gott den Höchsten, El Elion, in Kapitel 14, wie er sich im tausendjährigen
Reich offenbaren wird.
Wir finden ihn fünften als den Gott, der sich schauen lässt, El Roi, Kapitel 16.
Wir finden ihn siebtens als den Allmächtigen, El Shaddai, Kapitel 17.
Wir finden ihn als den ewigen Gott, El Olam, in Erste Mose, Kapitel 21.
Wir finden ihn als den Gott der Vorsehung, der Herr wird sich ersehen, Jahwe-Jireh,
Kapitel 22.
Wir finden ihn neuntens als den Starken, Kapitel 31.
Und wir finden ihn zehntens als den Gott des Hauses Gottes, El Bethel, in Kapitel 35.
Wir finden hier auch den Menschen, wie er vorgestellt wird, in seinem ganzen Tun, in
seiner Bosheit, in dem Bösen, wie er ist, wie er gefallen ist.
So finden wir in diesem ersten Buch Mose viele bedeutsame Beginne, Anfänge dessen, was Gott
uns später mitteilt.
Und vielleicht ein letztes Wort zu der Gliederung.
Immer wieder ist davon die Rede, dass die Geschlechter genannt werden, unterschiedlicher
Art.
Elfmal finden wir das, das erste Mal in Kapitel 2 Vers 5, sodass wir insgesamt zwölf Teile
in diesem herrlichen Buch haben, mit dem wir uns dann im Weiteren beschäftigen wollen.
Quelle: bibelpraxis.de/a9582.html
Di, 6. Januar 2026
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