Am: So, 12. April 2026
Es gibt eine schöne Verbindung dieses späten Briefes mit einem der ersten, die Paulus geschrieben hat. Und das hat mit dem Herrn Jesus selbst zu tun.
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(00:00:00)
Im Judasbrief finden wir eine ganz bemerkenswerte Beziehung der Gläubigen zu dem Herrn Jesus.
Judas schreibt in seinem Gruß, in seinem Beginn,
Judas, Knecht Jesu Christi und Bruder des Jakobus,
den in Gott dem Vater Geliebten und in Jesus Christus Bewahrten berufenen.
Barmherzigkeit und Friede und Liebe sei euch vermehrt.
Er spricht also hier zu Gläubigen, die in Gott dem Vater geliebt sind
und die in Jesus Christus bewahrt sind und zwar als Berufene.
Das heißt, wir haben hier eine wunderbare Beziehung zu dem Herrn Jesus,
in dem wir oder durch den wir bewahrt werden.
Wir sind gewissermaßen eingehüllt in den Herrn Jesus und dadurch werden wir bewahrt.
Das ist insofern auffallend oder auch bemerkenswert,
weil in einem der ersten Briefe des Apostels Paulus,
nämlich in dem zweiten Thessalonischer Brief, eine ganz ähnliche Bemerkung gemacht wird.
Da lesen wir, dass Paulus schreibt, Paulus und Silvanus und Timotheus der Versammlung der Thessalonicher
in Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. (00:01:04)
In Gott und damit auch in dem Herrn Jesus.
Das heißt, ob man nun ganz am Anfang der Gnadenzeit steht,
da waren die Gläubigen in dem Herrn Jesus eingehüllt, waren sozusagen in ihm.
Und das ist jetzt nicht einfach Stellung, dass wir in Christus sind.
Das ist natürlich wahr, dass wir in Christus sind, dass wir alles in dem Herrn Jesus haben,
dass wir jetzt schon in dem Herrn Jesus auch in den himmlischen Örtern wohnen dürfen,
dass wir alles in ihm besitzen, sondern hier geht es darum,
dass er wie ein Schutz ist, wie eine Sicherheit für die Gläubigen.
Wir sind in ihm, auch in Gott, aber wir sind in ihm eingehüllt.
Und das ist eben gerade diese Person des Herrn Jesus,
so wie er sich um uns kümmert, wie er jetzt vom Himmel aus für uns tätig ist.
Das ist unser Schutz.
Und da mag die Zeit, wie sie im Judasbrief dann auch dargestellt wird,
voranschreiten zu regelrechtem Abfallen von Gott,
wo es in der Christenheit praktisch nichts mehr gibt,
wo ein Stein auf dem anderen gelassen worden ist von dem, (00:02:01)
was Gott in seinem Wort, was Christus uns vorgestellt hat,
was die Apostel uns gebracht haben.
Aber da ist unsere Sicherheit nach wie vor, in Christus zu sein,
den in Gott dem Vater Geliebten und in Jesus Christus bewahrten Berufenden.
Wir sind berufen worden.
Wir sind durch den Herrn Jesus berufen worden.
Er hat uns gerufen.
Er hat uns aus unserer alten Stellung von Sündern, von Feinden Gottes,
von in der Finsternis Lebenden herausgerufen.
Aber er hat uns jetzt nicht einfach auf unsere eigenen Füße gestellt.
Natürlich hat er das.
Aber nicht nur auf denen wir jetzt irgendwie sehen müssen,
wie wir klarkommen mit unserem Leben.
Sondern er hat uns in einen Bereich gebracht,
in dem er selbst Christus tätig ist,
in dem er selbst die Autorität besitzt.
Wir sind in das, wo er selbst den Schutz uns gibt.
Wir sind in ihm, in Jesus Christus, in demjenigen,
der damals in Niedrigkeit auf diese Erde gekommen ist,
der hier auf dieser Erde als vollkommener Mensch gelebt hat
zur Verherrlichung Gottes.
Wir sind in ihm. (00:03:02)
Wir sind eingebettet in ihm.
Wir sind eingehüllt in ihm.
Und das brauchen wir in einer Zeit,
wo alles drunter und drüber geht,
wo es an der Christenheit nichts mehr gibt,
was einfach stehen gelassen wird aus dem,
was alles erschüttert wird.
Da sind wir in ihm sicher.
Auch in der Versammlung Gottes,
wo man keinen festen Halt mehr zu haben scheint.
Wo jeder zusammenkommt, tut, was es will.
Wo jeder handelt nach dem,
was seine eigenen Gedanken sind.
Wo jeder tut, was gut ist in seinen Augen,
in den örtlichen Augen.
Wo die Unabhängigkeit des örtlichen Zusammenkommens,
der örtlichen Zusammenkommen Überhand nimmt.
Wobei Gottes Wort uns eigentlich zeigt,
dass das örtliche Zusammenkommen
eine Lebenswirklichkeit hat.
Eine Existenzberechtigung hat.
Dadurch, dass es eben die Darstellung der Weltweiten ist.
Also Teil der weltweiten Versammlung ist.
Nichts anderes bedeutet das.
Nicht, dass jetzt die weltweite Versammlung
aus lauter Mosaikstücken,
aus lauter Puzzleteilen besteht.
Sondern sie besteht aus Gläubigen. (00:04:02)
Nicht aus örtlichen Zusammenkommen.
Natürlich nicht.
Aber es gibt die örtliche Versammlung,
nur weil es die weltweite gibt.
Der erste Schutz ist Christus.
Das ist die Wahrheit, die in dem Christus ist.
Das ist seine Person.
Und er kümmert sich in dieser Weise um uns.
Er bewahrt uns, er schützt uns, er segnet uns.
Und wenn du dieses Bewusstsein hast,
dann bist du in Sicherheit.
Wenn du dieses Bewusstsein aufgibst,
dann bist du in Gefahr.
Und dann werden wir früher oder später
auch fallen und auch auf Irrwege kommen.
Deshalb lasst uns diesen Segen,
den Judas uns hier vorstellt,
diesen Schutz, diese Bewahrung,
in unser Herzen fest und tief fassen,
damit wir wirklich feststehen
und auch bewahrt bleiben.
Wir sind wirklich in Gott,
dem Vater, geliebt.
Und wir sind wirklich in Jesus Christus bewahrt.
In diesem Christus,
der jetzt für heilig zu Rechten Gottes ist,
wo unsere ganze Sicherheit ist.
In dem Christus, der die Wunde des Vaters ist,
der die ganze Herrlichkeit des Vaters
sichtbar macht. (00:05:02)
Der von Gott gesetzt worden ist
zu seiner Rechten.
In dem sind wir bewahrt.
In dem sind wir berufen.
Darauf können wir unseren Fuß setzen.
Da können wir unsere Sicherheit hernehmen.
Und da dürfen wir unser festes Vertrauen haben.
Am ersten Tag der Woche
wie an jedem weiteren Tag ebenfalls.