Am: So, 5. April 2026
Als ich jetzt diesen Brief las, musste ich Erstaunliches feststellen: Weder der Name "Jesus" noch der "Christus" noch ... kommen in diesem Brief vor. Es ist das einzige Dokument im Neuen Testament, für das diese Tatsache zutrifft. Das aber heißt nicht, dass seine herrliche Person hier nicht zu finden ist.
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(00:00:00)
Wir beschäftigen uns heute mit der Person des Herrn Jesus in dem dritten Johannesbrief.
Und das ist überaus bemerkenswert.
Ich möchte dir diesen Brief gerade vorlesen.
Der Älteste dem geliebten Garius, den ich liebe in der Wahrheit.
Geliebter, ich wünsche, dass es dir in allem wohl geht und du gesund bist und es deiner Seele wohl geht.
Denn ich habe mich sehr gefreut, als Brüder kamen und Zeugnis ablegten von deinem Festhalten an der Wahrheit, wie du in der Wahrheit wandelst.
Ich habe keine größere Freude als diese, dass ich höre, dass meine Kinder in der Wahrheit wandeln.
Geliebter, treu tust du, was irgend du an den Brüdern und zwar an Fremden tust, die von deiner Liebe Zeugnis abgelegt haben vor der Versammlung.
Und du wirst gut daran tun, wenn du sie auf eine gotteswürdige Weise geleitest.
Denn für den Namen sind sie ausgegangen und nehmen nichts von denen aus den Nationen.
Wir nun sind schuldig, solche aufzunehmen, damit wir Mitarbeiter der Wahrheit werden.
Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der gern unter ihnen der Erste sein will, nimmt uns nicht an.
Deshalb, wenn ich komme, will ich an seine Werke erinnern, die er tut, indem er mit bösen Worten gegen uns schwatzt. (00:01:07)
Und sich hiermit nicht begnügend nimmt er die Brüder nicht an und wehrt auch denen, die es wollen und stößt sie aus der Versammlung.
Geliebter, ahme nicht das Böse nach, sondern das Gute.
Wer Gutes tut, ist aus Gott.
Wer Böses tut, hat Gott nicht gesehen.
Dem Demetrius ist Zeugnis gegeben worden von allen und von der Wahrheit selbst.
Aber auch wir geben Zeugnis, und du weißt, dass unser Zeugnis wahr ist.
Ich hätte dir vieles zu schreiben, aber ich will dir nicht mit Tinte und Feder schreiben,
sondern ich hoffe, dich bald zu sehen, und wir wollen mündlich miteinander reden.
Friede sei dir! Es grüßen dich die Freunde, grüße die Freunde mit Namen.
Ein kurzer Brief, keine zwei Minuten.
Ein eindrucksvoller Brief. Aber ist dir etwas aufgefallen?
Mir ist das erst aufgefallen, als ich jetzt in dieser Reihe über diesen Brief nachdenke.
Es ist erstaunlich. Ich habe immer gesagt, dass es in jedem Brief um den Herrn Jesus geht,
dass es in jedem Buch des Wortes Gottes um den Herrn Jesus geht, (00:02:02)
dass in jedem neutestamentlichen Buch und Brief der Herr Jesus vorkommt.
Aber hast du den Namen des Herrn Jesus in diesem Brief gefunden?
Hast du hier gelesen, dass von Jesus oder von Christus oder von dem Sachwalter oder von dem Hohen Priester
oder von dem Priester überhaupt oder dem Hirten oder dem Verherrlichten die Rede ist?
Nicht an einer Stelle. Das ist doch bemerkenswert.
Mir ist das vorher nicht aufgefallen, aber jetzt sehe ich das.
Nicht ein einziges Mal kommt der Name des Herrn Jesus vor.
Das muss uns doch irgendwie zu denken geben.
Wie kommt es, dass ein Brief geschrieben wird und der Name des Herrn Jesus nicht erwähnt wird?
Nun, wenn man genauer darüber nachdenkt, dann wird man natürlich feststellen, so stimmt das nicht.
Ja, es wird nicht von Jesus gesprochen, es wird nicht von Christus gesprochen,
es wird nicht von dem Sohn Gottes gesprochen, es wird nicht von dem Sohn des Menschen gesprochen,
es wird nicht von dem Priester und so weiter gesprochen.
Aber natürlich kommt der Herr Jesus hier vor.
Aber eben auf eine Weise, wo man einmal darüber nachdenken muss.
Erstens, wenn von der Wahrheit die Rede ist. (00:03:02)
Mehrfach haben wir gelesen, dass die Wahrheit erwähnt wird.
Der Älteste, dem geliebten Garius, den ich liebe in der Wahrheit.
Was hat der Jesus gesagt?
Ich bin die Wahrheit und das Leben.
Der Jesus, er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Er ist die Wahrheit, wer sonst?
Die Wahrheit ist in ihm sichtbar geworden.
Wenn also hier der Garius geliebt wird in der Wahrheit,
dann eben in dem, was Christus offenbart hat und was dann durch die Apostel auch weiter beschrieben und erklärt worden ist.
Völlig klar, da geht es um den Herrn Jesus, wenn es um die Wahrheit geht.
Er ist das Zentrum der Wahrheit, er ist die Personifizierung der Wahrheit.
Also wenn wir jemanden grüßen in der Wahrheit, dann natürlich nur in Übereinstimmung mit der Person des Herrn Jesus.
Und es ist ja interessant, wie oft wir in diesem Brief von der Wahrheit lesen.
Insgesamt sechs Mal.
Aber dann gibt es in dem Vers 7 noch etwas Wertvolles.
Denn für den Namen sind sie, diese Brüder, ausgegangen und nehmen nichts von denen aus den Nationen. (00:04:02)
Für den Namen. Ja, für welchen Namen denn?
Für ihren eigenen? Ganz gewiss nicht.
Heute gibt es viele, die gehen für ihren eigenen Namen aus.
Die fahren unter eigener Flagge auf See.
Das haben diese Brüder nicht getan.
Sie sind nicht in ihrem eigenen Namen unterwegs gewesen.
Diese allgemeine Bezeichnung, ohne dass der Name genannt wird, finden wir auch schon an anderer Stelle.
Zum Beispiel in der Apostelgeschichte, in Apostelgeschichte 5.
Da lesen wir in Vers 41, ein Blick auf die Brüder, ein Blick auf die Apostel.
Sie nun gingen von dem Synedrium weg, voller Freude, dass sie gewürdigt worden waren,
für den Namensschmach zu leiden.
Für welchen Namen denn?
Natürlich für den Namen des Herrn Jesus.
Und so finden wir das auch hier im dritten Johannesbrief.
Sie sind ausgegangen für den Namen des Herrn Jesus.
Der Name steht für die Person.
Und das war eben nicht ihre eigene Person.
Das war die Person des Herrn Jesus.
Großartig.
Wir können heute auch gemischte Motive haben. (00:05:01)
So wie wir das bei Elia finden, für den Herrn und für Gideon oder für den Herrn und für Elia.
Das waren solche, die schon für den Herrn gearbeitet haben,
aber die auch für sich selbst unter eigener Flagge gelaufen sind.
Und wir sehen in beiden Fällen, dass das der Ausgangspunkt
oder jedenfalls ein Teil dessen war, warum sie nachher zur Fall gekommen sind.
Wer nicht allein für den Namen des Herrn Jesus ausgeht,
wer auch Ehre für sich sucht, wer denkt, das ist doch auch meine Person,
das geht doch auch ein Stück weit um mich.
Das werden wir natürlich nicht so billig sagen,
wie das Elia und Gideon, ich sage nicht billig gesagt haben,
aber wie sie das auch aus Überzeugung gesagt haben.
Und natürlich waren sie Führer des Volkes in dem Augenblick.
Wir werden das nicht so direkt sagen,
aber die Art und Weise, wie wir sprechen,
die kann schon davon zeugen, dass es uns auch um uns selbst ging,
dass wir auch für uns selbst ausgegangen sind,
dass wir auch uns selbst ein Stück weit darstellen, ein Stück weit sehen. (00:06:02)
Und das war bei diesen Brüdern nicht der Fall.
Sie sind für den Namen, für den Namen Christi ausgegangen.
Das ist wirklich vorbildlich für uns.
Das, was sie antrieb, war der Name.
Das, was sie aussandte, war sein Name, war seine Person.
Wollen wir das nicht auch für uns genauso sehen?
Wir können ja nicht sagen, er hat uns ausgesandt.
Also konkret meine ich, wir finden natürlich,
wer das Evangelium verkündigt, der tut das hoffentlich um das Herrnwillen.
Und der fühlt, dass der Herr derjenige ist,
der in seinen Weinberg, in seinen Arbeitsdienst stellt.
Aber ich kann nicht sagen, der hat mich hier oder dorthin gesandt.
Ich bin dahin gegangen.
Und hoffentlich tue ich das unter Gebet
und auch in möglichst großer Abhängigkeit von dem Herrn.
Aber keiner von uns kann behaupten, der Herr hat mich da oder dorthin gesandt,
hat mir dieser oder jenen Auftrag gegeben.
Das ist alles abgeleitet.
Aber sie waren ausgegangen für den Namen.
Deshalb waren sie unterwegs.
Und das wollen wir auch sein.
Wir wollen für den Herrn Jesus unterwegs sein.
Wir wollen nicht für uns unterwegs sein
und wollen unsere Motive, Beweggründe wirklich prüfen,
sondern für ihn.
Er ist es wert.
Er ist am Kreuz für uns gestorben.
Er hat uns erworben.
Er hat uns erkauft. (00:07:01)
Er hat uns erlöst.
Er hat alles für uns gegeben.
Wollen wir nicht die gute Botschaft weitergeben?
Wollen wir nicht zu der Wahrheit stehen um seines Namenswillen?
Er ist es wert.
Ihm allein die Ehre.