Wenn KI Seelsorger ersetzen soll


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(00:00:00) Dieser Trend ist wirklich beunruhigend. Immer mehr Menschen suchen spirituelle Führung, geistliche Führung also. Sprechen Gebete und suchen Trost. Nicht bei einem Pastor, was man auch immer von einem Pastor halten mag. Nicht bei einem gläubigen Seelsorger, nicht bei einem gläubigen Therapeuten, nicht bei einem gläubigen Hirten, sondern bei Chatbots in der modernen KI. Und das sind nicht nur irgendwie Hunderte von Menschen, sondern wie man aus Statistiken nachlesen kann, sind das Millionen von Menschen. Ich lasse jetzt in der Neuen Zürcher Zeitung, wo es hieß, auf der Streaming-Plattform Twitch begrüßt ein digitaler Jesus seine Follower. Vor einem blau-weiß leuchtenden Hintergrund faltet der KI-Jesus die Hände zum Gebet und verkündet, willkommen meine Kinder. Soweit dieser Zeitungsartikel. Wir sehen hier, dass wirklich alles an diesem Vorgehen, an diesen Möglichkeiten unbiblisch ist. Wir haben eine unbiblisch emotionale Vorstellung, blau-weiß leuchtender Hintergrund, der irgendwie die Herzen, (00:01:01) die Personen emotional, gefühlsmäßig auffangen soll. Wir haben einen unbiblischen Jesus, KI-Jesus, der die Hände zum Gebet faltet. Was für ein Unfug. Natürlich ist der Herr Jesus im Himmel. Natürlich bleibt er auch in Ewigkeit Mensch. Aber von Händefalten ist da keine Rede. Dann haben wir eine unbiblische Aussage. Willkommen meine Kinder. Wir sind nicht die Kinder des Herrn Jesus. Wir sind die Kinder Gottes. Wir sind Kinder in der Familie Gottes. Aber der Herr Jesus, er ist unser Herr, er ist unser Retter. Er ist unser Erlöser. Wir sind nicht seine Kinder. Wir haben also eine unbiblische Aussage. Und dann gibt es eben rund um die Uhr Fragen, die er beantwortet, um geistliche Führung zu geben, Freund zu sein oder einfach nur, damit man jemanden hat zum Reden. Wir sehen also einen unbiblischen Seelsorger. Gottes Wort, Gott wollte nie einen Computer als Seelsorger, der dann irgendwie programmiert ist, um Antworten zu geben. Es ist ein unbiblischer Dienst. Denn diese Tech-Industrie hat dieses neue Geschäftsfeld entdeckt. (00:02:02) Und natürlich ist das gespickt damit Werbung und anderen Möglichkeiten, dass Daten eingefangen werden, um aus diesen Menschen dann eben Marketingleute zu machen, denen man irgendwas verkaufen kann. Digitale Seelsorge, ein unbiblischer Dienst. Millionen von Menschen vertrauen diesen Chatbots, diesen KI-gesteuerten Computerprogrammen. Das ist unbiblisches Vertrauen, dass man zu solchen Dingen hat. Und es ist interessant, dass es immer mehr Anbieter gibt, die diese Chatbots mit Bibelfersen und Koran suchen, füttern. Also wir sehen eine unbiblische Vermischung als siebten Punkt hier dabei. Nun, das kennen wir. Ich war vor einiger Zeit auf einer Konferenz. Da hat man nicht Glückssprüche aus China gegeben mit Plätzchen, sondern da hat man dann Glücksbibelverse genommen. Das hat man natürlich nicht so genannt, das ist völlig klar. Aber letztendlich ist das so. Auch die Bibel kann man eben wie so ein Glücksbuch nehmen. Ich schlage auf und dann fällt mir irgendein Bibelfers in den Sinn und das ist dann mein Glücksvers für diesen Tag. Das ist nichts anderes als diese Glücksplätzchen aus China, (00:03:03) nur eben ein bisschen geistig angehaucht. Und man sieht hieran, das ist eben auch nicht anders, als wenn man dann Koransuchen da hineinfügt. Wir sehen also, dass die KI als Seelsorge einen offenbar festen Platz in der Arbeit und in dem Dienst der Kirchen eingenommen hat. Nun, lass uns mal ein bisschen nachdenken über diese Herausforderung. Erstens, was ist die Ursache? Offenbar gibt es Bedarf an Seelsorge. Nun, das ist nicht verwunderlich. Das finden wir in Gottes Wort auch, dass es Bedarf an Seelsorge gibt, dass es Bedarf an Hirten gibt. Deshalb hat Gott auch, hat der verheirlichte Christus seiner Versammlung, seiner Gemeinde Gaben gegeben, unter anderem Hirten und Lehrer. Also es gibt Bedarf. Zweitens, es gibt ein Problem, nämlich fehlende Seelsorger, fehlende Hirten, fehlende Gläubige, die diesen Hirtendienst tun. Das sind im Wesentlichen, sind das gläubige Männer, die der Herr beruft als Hirten oder auch am Ort, die einen geistlichen, einen Hirtendienst tun als Älteste oder im Ältestendienst und die fehlen. (00:04:01) Auch Schwestern können einen solchen Dienst tun. Das ist ja bemerkenswert, dass wir im Alten Testament eine Hirtin ausdrücklich finden, Rahel. Und das zeigt, dass auch Schwestern einen Hirtendienst tun können, nämlich an Schwestern, wie man zum Beispiel Antitus 2 sieht. Sie haben sicherlich keinen Dienst an Brüdern und wir als Männer müssen auch aufpassen, inwiefern wir einen Einzeldienst an Schwestern tun. Das ist immer mit Gefahren verbunden, dass da Bindungen entstehen. Das sollte niemand übersehen. Es sind schon so viele zu Fall gekommen, dass wir uns da immer warnen lassen wollen. Drittens haben wir nicht nur fehlende Seelsorger, sondern offenbar ein weiteres Problem, nämlich fehlendes Vertrauen, fehlendes Vertrauen, das zum Beispiel in den Kirchen nicht mehr vorhanden ist. Man traut diesen Pastoren oder Priestern oder sonst wem, traut man das nicht mehr zu, weil eben so viel Verkehrtes gelaufen ist, so viel Böses, Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, was nicht alles da geschehen ist, Manipulation. Und deshalb gibt es ein fehlendes Vertrauen. Und das ist eben nicht nur in Kirchen, das ist nicht nur bei Pastoren und Priestern so, sondern das ist auch in anderen Bereichen so. Müssen wir eine ehrliche Bestandsaufnahme machen (00:05:01) und da müssen wir zugeben, es gibt fehlendes Vertrauen auch zu uns, die wir einen solchen Dienst tun. Viertens ein weiteres Problem, es gibt unbiblische Seelsorger. Nicht nur in dem KI-Netz, das ist ja völlig absurd, dass man jetzt einem solchen rein technischen System vertraut, weil man Menschen nicht mehr vertraut. Ja, und natürlich müssen wir zugeben, es gibt falsche, es gibt verkehrte Seelsorger. Man findet das ganz besonders in Hesekiel 34, wo der Herr Jesus im Blick auf den jüdischen Überrest künftiger Tage zeigt, dass es da falsche, böse Hirten gibt. Jesus sagt das schon in Johannes 10. Wir finden da in Johannes 10 Vers 10, der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu verderben. Ich, der gute Hirte, bin gekommen, damit sie Leben haben und es ein Überfluss haben. Also wir finden Diebe, die Schaden anrichten. Das sind Seelsorger, die auf eigene Rechnung arbeiten, die etwas ganz anderes im Sinn haben, die eben durch den Teufel letztlich instrumentalisiert werden. Sie stehlen, sie verderben, sie fügen Schaden zu, (00:06:02) sie bringen nichts Gutes, sie geben nicht biblische Nahrung, biblische Weide, biblische Weisung, biblische Hinweise, Trost nach der Schrift, Ermutigung, Ermahnung, Warnung, auch vielleicht einmal Tadel, sondern sie arbeiten für sich selbst. Das ist ihr Betrieb. Und dann finden wir weiter, dass dort in Vers 12 dann auch von den Mietlingen die Rede ist. Der Wolf raubt sie und zerstreut die Schafe. Also finden wir auch diesen Mietling, der Egoist ist, der wegläuft, wenn eine Gefahr kommt, der sich eben nicht um die Schafe kümmert, sondern der sich egoistisch um sich selbst kümmert. Solche also, die direkt Schaden anrichten und solche, die aus egoistischen oder weil sie meinen, da bekomme ich eben Geld, da kann ich irgendwas für mich bewirken, in diesem Dienst tun. Ja, und das ist natürlich auch ein Grund, (00:07:01) warum Leute dann eben weglaufen von solchen, die sagen, Hirten zu sein, oder vielleicht auch solchen, die das wirklich sind, die sich aber eben dadurch, dass es eben so viel Falsches gibt, dann nicht mehr ernst genommen werden. Fünftens müssen wir sagen, ein weiteres Problem, es gibt ein fehlendes Unterscheidungsvermögen. Eigentlich müsste doch jeder sofort erkennen, dass so ein technisches System nicht wirklich Trost geben kann, nicht wirklich Zuwendung geben kann. Aber trotzdem gehen Millionen von Menschen dahin, weil ihnen dieses Unterscheidungsvermögen fehlt, was zu ihrem Segen und was eben zu ihrem Schaden ist. Dann müssen wir sechstens feststellen, dass es eine Vielfalt an Angeboten gibt. Für jedes Problem, für jede Denkart, für jede Emotionalität, für jede Religion, für jede Charakterperson gibt es ein spezielles Angebot. Man muss nur auf YouTube gehen, man muss nur ins Internet gehen, eben auch in die KI von den verschiedenen Anbietern. Und da wird man feststellen, es gibt für alles was. (00:08:01) Aber das Problem ist, es kommt nicht vom Herrn. Das Allerwenigste kommt von dem Herrn. Der Teufel hat Angebote für alles. Er reicht den Finger und nimmt dann das ganze Leben. Und das ist eben die Gefahr bei dieser KI. Die KI kann nicht helfen. Sie kann nicht ein Herz wirklich erfüllen. Sie kann nicht ein Gewissen in die richtige Richtung vor dem Herrn führen. Aber diese massenhaften Angebote, sie machen es leicht, dass jeder das bekommt, was er sucht, um nicht zu sagen, was der Apostel Paulus in 2. Timotheus 3 dann vorstellt, dass die Leute eben das hören wollen, was ihnen in den Ohren kitzelt. 2. Timotheus 4 Vers 3. Und so suche ich eben das, was mir passt. Nicht, was der Herr mir geben will. Seelsorge, Hirtendienst ist nämlich immer, ist eben oft nicht, dass man einfach nur gebauchpinselt wird. Im Gegenteil. Da ist oftmals eine Korrektur des Blickes, des Lebens, der Worte, der Einstellung, der Gesinnung nötig, um wieder neu Frieden zu finden, um wieder neu die rechte Ausrichtung zu dem Herrn zu finden. (00:09:02) Was ziehen wir für Konsequenzen daraus? Sechstens, lasst uns nicht vergessen, Johannes 4 Vers 35, sagt ihr nicht, es ist noch vier Monate und die Ernte kommt? Siehe, ich sage euch, erhebt eure Augen und schaut die Felder an, denn sie sind schon weiß zur Ernte. Das heißt, es gibt viel zu tun. Da gibt es einen Bedarf an Seelsorge. Es gibt einen Bedarf an solchen, die einen solchen Hirtendienst tun. Was bedarf es dafür? Die rechte Motivation. Die rechte Motivation, dem Herrn zu folgen, dem Herrn gehorsam zu sein, für den Herrn tätig zu sein, nicht auf eigene Rechnung und schon gar nicht anderen zu schaden, um selber Vorteile zu haben. Die rechte Motivation auch im Blick auf die, die Bedürfnisse haben, dass man wirklich ihnen eine Hilfe sein möchte. Zweitens, es bedarf des Eifers, es bedarf des Fleißes, es bedarf der Hingabe, es bedarf der Demut, es bedarf der Sanftmut. Haben wir solchen Eifer, haben wir solch einen Fleiß? Drittens, es bedarf der Liebe. Der Liebe zum Herrn ist eigentlich ein Punkt, (00:10:01) der auch zur Motivation gehört. Liebe auch zu denen, die einen Bedarf haben, die eben eine Not haben, die Trost bedürfen und so weiter. Haben wir diese Liebe in unserem Herzen? Ist das aktive, praktische Liebe? Es bedarf viertens der Abhängigkeit. Der Abhängigkeit vom Herrn und zu sehen, ist das eine Aufgabe für mich oder sollte ich besser jemanden anderen darum bitten, das zu tun? Ist das eine Aufgabe, die ich mit dem, was der Herr mir anvertraut hat, wirklich stemmen kann? Oder bin ich dafür der Falsche? Echte Abhängigkeit. Deshalb auch fünftens muss ich meine Grenzen kennen. Keiner von uns ist im umfassendsten Sinn in allen Bereichen, in jedem Dienst tätig. Das gibt es nicht mehr. Paulus war so einer, aber das war die absolute Ausnahme. Vielleicht Timotheus, abgesehen von der Apostelschaft, war das in seinem Fall auch noch. Aber wir haben Grenzen. Sind wir bereit, diese Grenzen zu akzeptieren? Und sechstens, gibt es ein gutes Miteinander? Geht es eben nicht darum, einem anderen Diener sein Feld wegzunehmen? Da geht es nicht darum, sein eigenes Feld irgendwie zu verteidigen, (00:11:01) sondern geht es um ein wunderbares, ein gottgemäßes, ein gemeinschaftliches Miteinander. Das kann eine schöne Zusammenarbeit sein. Wo ich sehe, wie Barnabas damals sah in Antiochien, da fehlt etwas. Das kann ich nicht geben. Aber Paulus, den kenne ich. Ich weiß, dass der eine Hilfe da sein kann. Sind wir bereit, wirklich in dieser Weise miteinander zu arbeiten? Nicht für sich selbst zu arbeiten, sondern für den Herrn und für die Seelen. Dann wird auch wieder neu Vertrauen entstehen. Und dann mag es sein, dass jedenfalls Einzelne dann wieder weg von diesem Unfug, von diesem unsäglichen KI, von diesen unsäglichen KI-Angeboten kommt, um dann wirklich da Hilfe zu suchen, wo der Herr sie geben möchte. Durch solche Hirten, die er für die Herde bereitgestellt hat.
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