Trotz Segnungen Schwierigkeiten
Wenn du dich bekehrt hast, indem du mit deinen Sünden zu Gott gekommen bist, Buße über sie getan und an den stellvertretenden Tod des Herrn Jesus geglaubt hast, bist du von Gott reich gesegnet. Du hast Frieden mit Gott, ewiges Leben und den Heiligen Geist. Du darfst dich als Kind Gottes von deinem Vater und deinem Heiland, Jesus Christus, geliebt wissen.
Das aber bedeutet nicht, dass es auf dem Weg zum Himmel keine Schwierigkeiten mehr geben wird. Ganz im Gegenteil, Gottes Wort sagt uns, dass wir „durch viele Trübsale in das Reich Gottes eingehen müssen“ (Apg 14,22). Das ist nicht einfach und dafür brauchen wir Gottes Trost, den Er uns gerne geben möchte, und zwar besonders dann, wenn wir mitten in der Not sind.
Gott hat ein Ziel
Wenn Leiden aktuell in deinem Leben vorhanden sind oder was auch immer es ist, das du durchlebst, bitte halte daran fest, dass Gott keine Fehler macht, denn „nicht von Herzen plagt und betrübt er die Menschenkinder“ (Klgl 3,33) – Er tut es nur, wenn es zu unserem Segen nötig ist. Gerade im Buch der Klagelieder, in dem durch den Aufbau der hebräischen Sprache neben dem Text auch die Einteilung des Buchs inspiriert ist, steht diese Aussage in Vers 33 genau in der Mitte dieses Bibelbuchs. Verleiht dieser Umstand der Zusicherung Gottes nicht ein besonderes Gewicht?
Gottes Trost
Besonders der Prophet Jeremia, der – von Gott geleitet – so spricht, kann das aus Erfahrung und mit Autorität sagen. Erlebte er doch hautnah mit, wie die Stadt Jerusalem und der Tempel unter der Züchtigung Gottes zerstört wurden und wie beispielsweise Kinder und Säuglinge auf den Straßen verschmachteten. Aber bei allen erlebten Nöten sind seine Aussagen trostreich für uns. Gerade er sagt uns, dass Gottes Gütigkeiten nicht aufgebraucht sind! Sie sind von Ewigkeit her (Ps 25,6) und sie sind in Menge da (Ps 106,7.45; Jes 63,7). Niemand weiß, wie eine Not noch dauern wird, aber alles ist von Gott abgemessen, ihre Dauer und ihre Intensität.
Hoffe auf ihn, warte still „auf die Rettung des HERRN“ (Klgl 3,24.26) und „schütte dein Herz aus wie Wasser vor dem Angesicht des Herrn“ (Kap. 2,19). Prüfe deinen Weg und wenn nötig, bring das Verkehrte vor Ihn (Kap. 3,40). Dein Gott und Vater liebt dich, denn „wenn er betrübt hat, erbarmt er sich nach der Menge seiner Gütigkeiten“ (Kap. 3,32).
Mögen diese wenigen Worte deiner Seele etwas Linderung und Hoffnung geben. „Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns ewigen Trost und gute Hoffnung gegeben hat durch die Gnade, tröste eure Herzen und befestige euch in jedem guten Werk und Wort“ (2.Thes 2,17).
Quelle: bibelpraxis.de/a9515.html