Matthäus 27,47-50


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(00:00:00) Wir haben uns das letzte Mal mit den sündenden Leiden des Herrn Jesus in Matthäus 27 Verse 45 und 46 beschäftigt. Wir haben nicht so sehr über Söhnung gesprochen. Söhnung, die zeigt, dass Gott in jeder Hinsicht befriedigt ist. Söhnung, die zeigt, dass Gott jetzt jedem Menschen auf der Grundlage des Werkes des Herrn Jesus ein Angebot der Gnade machen kann. Söhnung, die bedeutet, dass wirklich alles gut gemacht ist. Und dass denen natürlich nur zugerechnet wird, die den Herrn Jesus als Retter annehmen. Wir finden die Leiden des Herrn Jesus dazu in Matthäus 27 Verse 45 und 46. Und wir sind immer wieder überrascht, wie kurz Gott darüber spricht. Absolut finden wir in dem Psalm 22 und nirgendwo eigentlich ausführlicher, obwohl auch da vergleichsweise kurz, weil auch andere Leiden damit verbunden werden, dass der Herr Jesus in dieses Gericht gegangen ist. Dort lesen wir, mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Bist fern von meiner Rettung, den Worten meines Gestöns. (00:01:03) Mein Gott, ich rufe am Tag und du antwortest nicht und bei Nacht und mir wird keine Ruhe. Wenn ich also in dem letzten Podcast gesagt habe, ist das wahr, dass es keine Antwort gab, dann muss man das natürlich unterscheiden. Dann findet man hier in Vers 3 von Psalm 22, dass der Jesus seine Empfindungen in diesen drei Stunden ausdrückt. Und da können wir mithören gewissermaßen, wie der Jesus in diesen Leiden ruft und es gibt keine Antwort. Das schildert uns, dass Gott wirklich in seiner Heiligkeit den Herrn Jesus verlassen hat, nicht geantwortet hat. Das, was ich gesagt habe im Blick auf den Vers 45, ist, dass der Jesus den Ausruf, der hier im Psalm 22 Vers 2 vorgestellt wird, am Ende der drei Stunden der Fensternis tut. Und da finden wir, dass damit die Zeit des Gerichtes zu Ende ist und Gott gewissermaßen deutlich macht, ja, es musste dieses Gericht sein, aber es ist abgeschlossen, weil dieser Sohn mich so verherrlicht hat. (00:02:04) Obwohl Gott sich abwenden musste, ist das doch die Zeit, wo Gott mit größtem Wohlgefallen auf den Herrn Jesus gesehen hat, weil er sich so hingegeben hat. Er sagt ja prophetisch im Psalm 22 dann, doch du bist heilig, der du wohnst bei den Lobgesängen Israels. Ja, wir sind beeindruckt, dass der Herr Jesus dort in diese Leiden hineingegangen ist, um dich und mich zu erlösen. Ja, noch viel mehr, um Gott zu verherrlichen. Dann finden wir jetzt Abvers 47, gewissermaßen den Tod des Königs am Kreuz und herrliche Folgen dieses Todes. Wir lesen hier, als aber einige der Dabeistehenden es hörten, sagten sie, dieser ruft Elia. Also diesen Schlussruf haben sie gehört und das macht nochmal deutlich, dass damit auch die drei Stunden der Fensternis wirklich zu Ende waren. Dieser ruft Elia. War das wirklich die Meinung? Also diejenigen, die es verstanden haben, das können vermutlich keine Römer gewesen sein, denn der Herr Jesus dürfte Aramäisch gesprochen haben. (00:03:07) Also müssen es Juden gewesen sein. Ist das jetzt ein letzter Spott, den sie über den Herrn Jesus herbeirufen? Und sogleich lief einer von ihnen und nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und legte ihn um einen Rohrstab und gab ihm zu trinken. Irgendwie war jetzt der Versuch, doch noch irgendetwas zu tun mit dem Herrn Jesus, für den Herrn Jesus, um ihm vielleicht das Leiden zu erleichtern. Das hatten sie ja vorher getan. Der Herr Jesus hat das abgelehnt. Die übrigen aber sagten, halt, lasst uns sehen, ob Elia kommt, um ihn zu retten. Gott schreitet gewissermaßen ein, damit hier nicht der Mensch noch weiter irgendwie eingreift. Und dieses, halt, lasst uns sehen, ob Elia kommt, um ihn zu retten, das kann man ja wohl kaum anders als einen zusätzlichen Spott, als einen zusätzlichen Hohn über den Herrn Jesus verstehen. Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf. (00:04:03) Wir sehen hier erstens, dass der Jesus selbst sein Leben gegeben hat, wie er das in Johannes 10 auch ausgedrückt hat, dass niemand ihm das Leben nehmen konnte. Er hat es selbst gegeben. Das ist im Unterschied zu jedem Menschen, wo das die größte Sünde ist. Nein, das ist falsch ausgedrückt, die größte Sünde. Es ist eine große Sünde, sich selbst das Leben zu nehmen. Und ich spreche jetzt nicht über solche, die durch eine große Erkrankung in eine solche Situation kommen, als Folge des Sündenfalls. Aber Suizid ist in Gottes Augen etwas Schlimmes, weil der Mensch sich anmaßt, über sein eigenes Leben zu bestimmen. Der Jesus aber hatte das Recht, er war der Einzige, der das Recht hatte, sein Leben zu geben, weil er die Quelle des Lebens ist. Ich bin die Auferstehung und das Leben, er ist das Leben. Und deshalb konnte er das Leben geben und er hat es selbst gegeben. Damit ist völlig klar, dass er nicht unter dem Gericht Gottes, man traut sich kaum das auszusprechen, zusammengebrochen ist, sondern er hat sein Leben selbst gegeben. (00:05:04) Er schreit mit lauter Stimme. Das zeigt, dass der Jesus im vollen Besitz seiner moralischen, seiner geistigen, seiner geistlichen Kräfte war. Auch das muss man mit aller Vorsicht ausdrücken. Warum? Wir dürfen unter keinen Umständen annehmen, dass der Jesus über den Leiden gestanden hätte. Dass diese Leiden, diese physischen und auch die Leiden von Seiten der Menschen und erst recht das Leiden von Seiten Gottes ihm nichts ausgemacht hätten. Dass er jetzt ganz normal mit lauter Stimme hätte schreien können. Absolut nicht. Der Jesus hat tiefer und viel, viel schlimmer all diese Leiden empfunden. Das war eine Marterung für den Herrn Jesus. Aber dieser laute Schrei zeigt, dass ihm nicht das Leben ausging, dass er nicht unter den Kreuzesleiden gestorben ist, sondern dass er sein Leben selbst gegeben hat. Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss von oben bis unten in zwei Stücke. Der Jesus ist gestorben. (00:06:01) Da müssen wir noch einen Moment stehen bleiben. Wie ist das möglich gewesen, dass der Erretter, dass der, der der Inbegriff des Lebens ist, dass der Schöpfer starb? Das ist ein Augenblick einmaliger Natur. Dass er, der er der ist, der das Leben gibt, der das Leben nimmt, der das Leben bewahrt, hier sein Leben gegeben hat. Ja, wir können nur staunen und vor ihm niederfallen, dass er das getan hat. Das muss für die Engel etwas Eindrucksvolles gewesen sein. Dass sie jetzt den, der ihr Schöpfer war, den, von dem sie wissen, dass er der Sohn Gottes ist, dass er Gott der Sohn ist, dass er Gott ist, der hier als Mensch vor ihnen kam, den sie dadurch, dass er Mensch geworden ist, das erste Mal gesehen haben. Engel sind Geister, Gott ist ein Geist, da gibt es nichts zu sehen. Aber jetzt haben sie ihn gesehen, wie er hier auf dieser Erde lebte, dass derjenige sein Leben gegeben hat, dass derjenige gestorben ist. Das ist eindrucksvoll, dass der, der über allem steht, hier als Mensch, Gott hat gesprochen als Sohn, Hebräer 1, (00:07:02) dass der als Mensch hier jetzt am Kreuz von Golgatha selbst sein Leben ausgehaucht hat, seinen Geist aufgegeben hat, in die Hände des Vaters übergeben hat. Ja, wir können nur anbetend davor stehen. Wir wollen dabei stehen bleiben. Ich möchte damit auch Schluss machen bei diesem Podcast. Wir werden die Folgen, die wunderbaren, segensreichen Folgen dieses Werkes dann uns in dem nächsten Podcast anschauen. Wir fallen vor dem Herrn Jesus nieder, wenn wir sehen, dass er diesen Spott auch nach den Sühnen und Leiden noch erduldet hat und dass er dann einfach zu dem Vater gegangen ist. Einfach. Was ist das einfach? Wir dürfen nicht übersehen, dass der Tod für den Herrn Jesus etwas Furchtbares war. Die Sühnen und Leiden waren furchtbar. Aber er, der es Leben ist, sein Leben hinzugeben, das ist das alles zu verkaufen, was in Matthäus 13 bei der Perle und bei dem Acker vor uns gestanden hat. Alles zu verkaufen, alles hinzugeben. Das bedeutet, keine Rechte mehr zu haben. (00:08:03) Verstehen wir, wenn in Apostelgeschichte 2 Petrus sagt, dass Gott ihm wieder diese Herrlichkeit gewissermaßen zurückgegeben hat. Da heißt es in Apostelgeschichte 2 in Vers 35 Vers 36, das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat. Diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt. Zum Herrn und zum Christus gemacht. Ein Gestorbener ist kein Christus. Ein Gestorbener ist kein Herr. Der hat gar nichts mehr. Das ist der Herr Jesus. Der hat alle seine Rechte, alle seine Besitztümer, alles hat er in den Tod gegeben, hat er aufgegeben, hat er hingegeben. Das ist ein Gestorbener. Das ist dein und mein Retter. Noch einmal, wir wollen ihn anbeten, wir wollen ihn preisen, wir wollen ihn loben. Und wir wollen als Antwort auf seine Liebe unser Leben ihm weihen, wollen für ihn leben, der so viel für uns getan hat.
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Artikelreihe: Durch die Bibel gehen (Matthäus): ein Überblick über Gottes Gedanken

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