Am: So, 30. August 2026
Nur zwei Verse verwendet der Geist Gottes, um uns die Leiden Jesu mitzuteilen, die sühnender Natur waren. Das ist eigentlich das Herz seiner Leiden. Aber offenbar können wir nur wenig davon erfassen, dass Gott nur diesen kurzen Abschnitt darüber berichtet.
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(00:00:00)
Wir haben uns mit den letzten Schritten vor den sünenden Leiden des Herrn Jesus beschäftigt.
Vor dem Kreuz, die Kreuzigung des Herrn Jesus, des Königs der Juden, die Schmähung des
Herrn Jesus, des Königs der Juden an dem Kreuz.
Und jetzt kommen wir in den Versen 45 und 46 dazu, dass wir den Herrn Jesus, Jesus Christus
als das Schuldopfer sehen, am Kreuz von Gott verlassen.
Es sind gerade einmal zwei Verse, die uns das Geschehen zeigen, was wirklich die Sünung
bedeutet.
Wir finden gerade zwei Verse, die uns das zeigen, was eigentlich unsere Erlösung ist.
Warum ist das so kurz?
Weil wir es nicht erfassen können, weil es etwas ist, das über unser Verständnis hinausgeht.
Es ist überraschend, allein schon die Kürze in der Beschreibung der Leiden von Seiten
der Menschen, da wo der Mensch ausmalt, wo der Mensch in die Tiefe geht, in die Breite
geht, in die Höhe geht, wo er sich alles mögliche versucht auszudenken und auch zu
erklären und zu beschreiben und zu bebildern, selbst da ist Gottes Wort außerordentlich (00:01:06)
nüchtern.
Wir haben das gesehen.
Und wir tun gut daran, das nicht weiter auszumalen, da nicht zu meinen, mit menschlichen Worten
irgendwie Gefühle anzustecken.
Aber wenn es jetzt um die Sünung geht, da ist Gott noch kürzer.
Da hat er gerade mal zwei Verse, auch im Alten Testament finden wir ausgesprochen wenige
Verse, die uns etwas mitteilen darüber, was Sünung eigentlich ist, wie der Herr Jesus
von Gott verlassen wurde, wie er dort an dem Kreuz von Golgatha wirklich in dieses Gericht
Gottes gegangen ist.
Wir können es nicht erfassen.
Es ist letztlich eine Sache, die in der Finsternis stattfand.
Es ist letztlich eine Sache, die nur zwischen Gott und dem Herrn Jesus stattfand und wo wir
praktisch nicht hineinschauen können.
Wir lesen im Vers 45.
Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.
Um die neunte Stunde aber schrie Jesus auf mit lauter Stimme und sagte, Eli, Eli, lama (00:02:02)
sabachthani.
Das heißt, mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
Von der sechsten Stunde an.
Der Jesus hing jetzt drei Stunden am Kreuz.
Wir müssen wohl davon ausgehen, von neun bis zwölf Uhr.
Da konnten die Menschen noch das tun mit ihm, was sie wollten, konnten ihn verspotten,
konnten ihn verhöhnen, konnten ihn brutal misshandeln.
Gott hat das zugelassen.
Jetzt gibt es zur sechsten Stunde mittags finden wir, dass eine Finsternis über das
ganze Land oder sogar über die ganze Erde gekommen ist.
Eine Finsternis, die deutlich machte, dass jetzt etwas geschah, wo der Mensch keinen
Anteil mehr hatte, wo der Mensch nicht mehr hineinschauen konnte.
Und wir müssen sagen, dass auch wir als Gläubige kaum, auch von hinten kaum hineinschauen
können.
Wir erinnern uns, dass Gott Elia in diese Felsspalte stellte und er die Herrlichkeit
Gottes von hinten sah, gewissermaßen nach dem Kreuz. (00:03:01)
Dadurch, dass das Kreuz geschehen ist, dadurch, dass der Jesus zu Sühne gestorben ist, dadurch,
dass wir jetzt durch ihn, durch Gott neues ewiges Leben besitzen, haben wir einen gewissen
Eindruck davon, was diese drei Stunden der Finsternis wirklich bedeuten.
Aber wer könnte hineinschauen in diese Finsternis, in das, was gestehen ist.
Es ist wirklich mit ehrfurchtsvollen Empfindungen und hoffentlich mit ehrfurchtsvollen Worten,
dass wir über das nachdenken, was die Ewigkeit des Segens für uns ausmacht und was der furchtbarste
Moment, die Ewigkeit unserer Strafe für den Herrn Jesus bedeutet hat.
Bis zur neunten Stunde, drei Stunden, das waren drei Stunden, das war keine Ewigkeit.
Aber das, was Gott über den Herrn Jesus brachte, weil Gott gerecht ist und deshalb ein adäquates
Mittel, wenn ich das in ehrfurcht sagen darf, im Blick auf unsere Sünde finden musste, (00:04:01)
im Blick auf den Herrn Jesus, sind es drei Stunden, die in ihrem Ausmaß, in ihrer Intensität
bedeuten die Ewigkeit unserer Strafe.
Das muss also unendlich furchtbar, unendlich schrecklich gewesen sein.
Und hier empfinden wir, warum Gott uns etwas mehr über Gethsemane zeigt.
Das ist da, wo der Herr Jesus vorempfindende Leiden hatte und wo wir doch einen gewissen
Eindruck bekommen, einen gewissen Eindruck geschenkt bekommen, was es wirklich für den
Herrn Jesus war, an dieses Kreuz zu gehen.
Was ruft er dort?
Ich bleibe gleich bei den deutschen Übersetzungen.
Aber Gott wollte, dass wir empfinden, so ein gewisses Empfinden bekommen, dadurch, was
der Herr Jesus wirklich gesagt hat.
Er dürfte ja Aramäisch gesprochen haben.
Dass wir einmal den Klang hören, den der Herr Jesus ausgesprochen hat, dass wir mit
unseren Herzen irgendwie mitgehen, nicht in diese Leiden, die werden wir nie erdulden, (00:05:01)
die werden nie, die wir an den Herrn Jesus glauben, für unsere Sünden bestraft werden,
aber doch, dass wir in ehrfurchtsvoller Andacht, in ehrfurchtsvoller Anbetung da vor dem Herrn
Jesus stehen.
Mein Gott, nie hat er zu Gott gesprochen als Gott.
Es war sein Vater.
Und immer hat er in dieser Beziehung des Vaters gelebt.
Aber hier an dem Kreuz, da ist der heilige Gott auch im Blick auf den Herrn Jesus, der
Gerichtende, der ewige Gott, der in seiner Heiligkeit vor ihm steht.
So ist das das einzige Mal, das absolut einzige Mal, dass der Herr Jesus ihn so anspricht.
Wir finden in Johannes 20, dass er Maria gegenüber von seinem Gott spricht.
Aber wir finden nur das einzige Mal hier, dass er nicht sagt Vater, sondern Gott.
Das zeigt uns, in was für einer Gerichtsbarkeit Gott hier im Blick auf den Herrn Jesus tätig
wurde.
Zweitens heißt es mein Gott und das ist irgendwie beeindruckend.
Der Herr Jesus zeigt hier, dass er trotz des Verlassenseins von Gott, sein Vertrauen auf (00:06:03)
Gott nie aufgegeben hat, sondern dass er in diesem Vertrauen, auch in diesem furchtbarsten
Gericht vor Gott gestanden hat.
Mein Gott.
Und jetzt wiederholt er das, mein Gott, mein Gott und das zeigt uns, wie furchtbar das
gewesen sein muss, dass der Jesus, soweit ich das sehen kann, das einzige Mal, gleich
zweimal das sagt.
Ja, er hat an anderer Stelle aber Vater gesagt, das ist ja wie ein zweimaliges Vater, Vater,
aber hier ist das doch in völlig anderer Weise.
Mein Gott, mein Gott, wie furchtbar müssen die Leiden, müssen die Empfindungen des Herrn
Jesus in diesen Leiden gewesen sein, wenn er sagt, mein Gott, mein Gott, warum, warum
oder wozu.
Der Jesus war der einzige, der das fragen konnte.
Jeder, der in der Hölle sein wird.
Wir sprechen hier nicht von der Hölle bei dem Herrn Jesus, absolut nicht.
Aber jeder, der in der Hölle sein wird, der wird wissen, warum er da ist, weil er seiner
Sünden wegen dort ist, weil er nicht bereit war, sich zu bekehren.
Aber hier haben wir jemanden vor uns, der nicht eine Tat vollbracht hätte, die irgendwie (00:07:03)
anders gewesen wäre, dass Gott ihn hätte tadeln können.
Warum?
Wozu?
Ja, es war zur Verherrlichung Gottes.
Es war zur Erfüllung des Ratschlosses Gottes.
Es war zur Erlösung derer, für die der Jesus aus Liebe gekommen war.
Es war, um ein Angebot zu machen an alle Menschen, dass nicht einer ausgeschlossen
wäre von der Liebe Gottes.
Das ist dieses Warum, dieses Wozu.
Aber warum hat es ihn getroffen?
Wir empfinden, dass wir diejenigen sind, die dafür verantwortlich sind.
Und doch wäre es viel zu kurz, nur an uns zu denken.
Warum hast du, du, der doch die Liebe ist, Gott der Liebe ist, du, dem er ununterbrochen
gedient hat, wo er von morgens bis abends, vom ersten Tag bis zum letzten Tag nur Verherrlichung
gegeben hat, und gerade du bist es, der dieses Gericht ausübt, hast du mich, mich, der ich
in absoluter Gemeinschaft mit dir gelebt habe, kann der Jesus gewissermaßen sagen, der nur (00:08:07)
verherrlichend tätig war, der immer zur Freude war, wo es, wie gesagt, nichts gegeben hat,
wo Gott irgendetwas hätte antasten können, wo er sagen könnte, das ist nicht in der
Übereinstimmung mit mir.
Ja, da war alles an seinem Platz, das war mehr als nur Gehorsam, das war mehr als nur
ein Stück weit das zu tun, was Gott verherrlichte.
Hast du mich verlassen, was für ein Wort, verlassen.
Der Jesus, der immer in Gemeinschaft mit dem Vater war, wo nichts in seinem Leben war,
was nicht in Gemeinschaft mit dem Vater war, er muss dir sagen, du hast mich verlassen.
Jetzt ist er ganz allein, vollkommen allein, vollständig allein.
Wir können nur beeindruckt vor dem Herrn Jesus niederfallen.
Das ist alles, was wir hier über diese sühnenden Leiden des Herrn Jesus lesen.
Aber es kommt noch etwas um die neunte Stunde.
Das heißt, der Herr Jesus hat dieses Wort zu Gott gesprochen absolut am Ende dieser drei (00:09:04)
Stunden.
Das war nicht in der Mitte oder nicht am Anfang, dass wir irgendwie Sorge bekommen könnten,
dass das zu viel für den Herrn Jesus gewesen wäre, zu groß für den Herrn Jesus.
Nein, er spricht das aus.
Warum spricht der Herr Jesus diese Worte aus?
Damit wir Anteil nehmen, ja, ich glaube, dass Gott wollte, dass wir ein gewisses Empfinden
haben dafür, was das für den Herrn Jesus gewesen war.
Aber in Johannes 20 lesen wir, dass er sagte, mich dürste, damit die Schrift erfüllt würde.
Und das ist exakt dasselbe hier.
Das wird hier nicht ausgedrückt, warum nicht, weil es uns einfach einen Eindruck dieser
drei Stunden geben sollte.
Aber der Herr Jesus spricht hier das aus, was im Psalm 22 von David rein prophetisch ausgesprochen
wurde.
Und der Jesus sagt das, damit die Schrift erfüllt würde.
Das war in der Schrift enthalten und Gott hat damit vorhergesagt, das würde der Messias
sagen.
Und damit dieses in Erfüllung ging, hat der Jesus das gesprochen. (00:10:01)
Das heißt, der Jesus tut das hier im Gehorsam.
Es ist ein letzter Punkt des Gehorsams.
Wir sagen manchmal, es gibt keine Antwort auf dieses Gebet.
Ich meine, dass das nicht wahr ist.
Es gibt eine Antwort, denn in dem Augenblick, wo der Herr Jesus das hier ausgesprochen hat,
sind die sündenden Leiden zu Ende.
Finden wir, dass dann in Vers 47 sofort die Menschen widersprechen und handeln.
Und es zeigt, dass der Jesus mit diesem Wort diese sündenden Leiden zu Ende geführt hat.
Und es ist gewissermaßen sein Wort, das diese Leiden zu Ende führt.
Nicht, weil er sie abkürzt, sondern weil das Maß voll war und der Herr Jesus in dem
vollen Bewusstsein, was dort über ihn kommen würde, was über ihn gekommen ist, diese
Leiden auf sich genommen hat und dann auch zu Ende geführt hat.
Gott hat das Gericht jetzt vollständig über ihn entladen, wenn ich das in Erfüllung sagen
darf.
Er hat dieses Gericht ausgeübt, er hat ihn zur Sünde gemacht, 2. (00:11:03)
Korinther 5.
Und damit sind diese sündenden Leiden beendet.
Wir wollen andächtig vor dem Herrn Jesus stehen, gerade an dem ersten Tag der Woche,
wenn wir daran denken, was das für den Herrn Jesus gewesen ist.
Wir beten ihn an.
Wir danken ihm dafür, dass er das für uns und zur Verherrlichung Gottes vollbracht hat.