Am: So, 23. August 2026
Der Herr Jesus hing am Kreuz von Golgatha - in furchtbaren physischen Schmerzen. Und was machen die Menschen um Ihn herum? Sie verspotten Ihn - sogar die mit Ihm Gekreuzigten. Was für Leiden seiner Seele waren damit verbunden!
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(00:00:00)
Wir dürfen, mit aller Ehrfurcht gesagt, den Herrn Jesus begleiten auf seiner letzten Wegstrecke
bis zu dem Sündungstod.
Wir befinden uns gerade in Matthäus 27 und haben in den Versen 27 bis 31 gesehen, dass
der Herr Jesus noch vor dem Kreuz stand und wie er dort behandelt wurde von den Römern
in brutaler Weise und auch in abschätziger Weise.
Wir haben dann in den Versen 32 bis 38 gesehen, dass der Herr Jesus gekreuzigt wurde.
Der König, der Messias, der König der Juden wurde gekreuzigt.
Man hat eine Beschuldigungsschrift über ihm angebracht, dieser ist Jesus, der König
der Juden.
Was für ein Hohn!
Das ist Beschuldigung, das war die Wahrheit und der Jesus hat zu der Wahrheit gestanden.
Jetzt finden wir in den Versen 39 bis 44, wie der Herr Jesus am Kreuz, der König der
Juden, von seinem eigenen Volk und auch von den Römern geschmäht wurde.
Wir lesen in Vers 39, die Vorübergehenden aber lästerten ihn, indem sie ihre Köpfe
schüttelten und sagten, der du in den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust, rette (00:01:01)
dich selbst.
Wenn du Gottes Sohn bist, du steige herab vom Kreuz.
Wir sehen also die Lästerung der Vorübergehenden.
Es ist erstaunlich, dass das Wort, das der Herr Jesus nach Johannes 2, ganz am Anfang
seines öffentlichen Dienstes oder das war eigentlich noch vor dem öffentlichen Dienst
gesagt hat, hier total verdreht wurde.
Der Jesus hatte gesagt, man liest das in Johannes 2 Vers 19, brecht diesen Tempel
ab und in drei Tagen werde ich ihn aufrichten.
Da sprachen die Juden, 36 Jahre ist an diesem Tempel gebaut worden und du willst ihn in
drei Tagen aufrichten?
Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes.
Als er nun aus den Toten auferweckt war, erinnerten sich die Jünger daran, dass er dies gesagt
hatte und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.
Hier sehen wir, der du den Tempel abbrichst und in drei Tagen aufbaust, rette dich selbst.
Es ist also eine völlige Verdrehung dessen, was der Jesus gesagt hat und benutzt, um ihn (00:02:01)
zu verspotten.
Nun, der Herr Jesus geht darauf nicht ein.
Wir staunen darüber, dass er der König, der Sohn Gottes, dass er diesen Spott, diese Verachtung,
diese Verdrehung seiner Worte, dass er sie wirklich in dieser demütigen Weise, in dieser
hingebungsvollen Weise einfach erduldet.
Das ist wirklich bemerkenswert.
Das war ja schon eine Anklage gewesen, die wir in Kapitel 26 Vers 61 von Seiten der Juden
hatten.
Sie sprachen, dieser sagte, ich kann den Tempel Gottes abbrechen und ihn in drei Tagen aufbauen.
Da sehen wir, wie der Herr Jesus von den Juden und von den Römern und von den Menschen,
die außen vorbeigingen, einfach abschätzig behandelt wurde.
Wenn du Gottes Sohn bist, du steige herab vom Kreuz.
Ja, er hätte herabsteigen können.
Er war der einzige, der einzige Mensch, der jemals am Kreuz hing, der aus eigener Kraft,
aus eigener Macht hätte herabsteigen können.
Was diese Menschen nicht wussten, es wäre für ihr Volk das absolute ewige Ende gewesen. (00:03:06)
Und es wäre für uns, die wir aus den Nationen kamen, ebenso das Ende gewesen, denn wir brauchten
eine Erlösung und deshalb brauchten wir einen Erlöser, der bereit war, zu sterben oder
am Kreuz von Golgatha für uns das Gericht Gottes zu ertragen.
Ebenso spotteten auch die hohen Priester samt den Schriftgelehrten.
Wir sehen also, dass der Herr Jesus das einfach erträgt.
Das war nicht einfach irgendwie Augen zu und durch, wenn ich das in Ehrfurcht sagen darf.
Das war nicht einfach ein Ertragen, ein Fatalismus oder dergleichen.
Nein, der Herr Jesus hat das tief empfunden, diesen Spott, aber er hat ihn ertragen.
Er war bereit, das auf sich zu nehmen.
Ebenso spotteten auch die hohen Priester samt den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen,
andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.
Wir haben also eine zweite Gruppe.
Die ersten sind die Vorübergehenden.
Die machen sich lustig über einen, der da gekreuzigt wird.
Jetzt gibt es die Führer der Juden, die dafür gesorgt haben, dass der Jesus ans Kreuz (00:04:03)
gegangen ist.
Das können sie nicht bestreiten, dass er andere gerettet hat.
Das müssen sie anerkennen.
Sich selbst kann er nicht retten.
Ja, sie haben Unrecht und Recht.
Sie haben Unrecht, weil der Herr Jesus sich selbst hätte retten können.
Er hätte einfach vom Kreuz heruntersteigen können.
Er hat das aus Liebe zu uns und aus Liebe zu seinem Volk hat er das nicht getan.
Wir staunen, wenn wir an dem Lukas-Evangelium lesen, wie der Herr Jesus sogar für diejenigen,
die ihn an das Kreuz gebracht haben, gebetet hat.
Das ist wirklich einzigartig.
Und sie haben doch Recht, er kann sich nicht retten.
Es gab eine moralische Unmöglichkeit, von dem Kreuz herabzusteigen, weil er den Willen
des Vaters, weil er den ewigen Ratschluss Gottes erfüllen wollte.
Und das ging nur, wenn er an dem Kreuz blieb.
Wir beten ihn dafür an, dass er bereit war, diesen Spott dieser bösen Menschen, die einmal
vor dem großen weißen Thron stehen werden, vor ihm stehen müssen, und dann müssen sie (00:05:02)
niederfallen vor ihm, müssen bekennen, ja gestehen, was sie da getan haben, aber es
ist für ewig zu spät, dann werden sie in die Hölle, in den Feuersee geworfen.
Ewiges Teil.
Sich selbst kann er nicht retten.
Er ist Israels König, so steige er jetzt vom Kreuz herab und wir wollen an ihn glauben.
Was wäre das für ein Glaube?
Das hatte mit Glauben nichts zu tun.
Sie hätten ihn genauso wieder versucht zu kreuzigen, so wie sie das tun würden, wenn
der Jesus heute käme in Demut.
Wir wollen an ihn glauben.
Was für ein Spott.
Ihnen war bewusst, dass der Jesus am Kreuz bliebe.
Sie wussten nicht, dass er wirklich göttliche Kraft besitzt, das haben sie ja nicht anerkennen
wollen, obwohl sie so viele Wunder gesehen haben, als wollen sie noch ein Wunder gewissermaßen
sehen.
Sie waren sich gar nicht bewusst, wer der Jesus vom Kreuz herabgestiegen wäre, dann
wäre das ihr sofortiges Gericht gewesen, dann hätte er sofort Gericht über sie herbeigerufen.
Dass das Barmherzigkeit war, dass er das nicht getan hat, entging ihnen völlig.
Er vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt, denn er sagte, ich bin (00:06:03)
Gottes Sohn.
Das war ja die Anklage, wie wir das in Johannes 19 auch lesen, dass er sich selbst zu Gottes
Sohn gemacht hätte.
Nein, der Jesus war Gottes Sohn, er war der Ewige, er war der Sohn Gottes, er war der von
Gott anerkannte, als er hier als Mensch auf diese Erde kam.
Und was für ein Urteil, er vertraute auf Gott, das tat er und das tat er auch immer
noch, weil er sich Gott übergab, der Gerechtrichte, deshalb blieb er an diesem Kreuz und deshalb
ließ er sich hier verspotten, der rette ihn jetzt.
Ja, da muss man sagen, das ist exakt das, was wir in dem Alten Testament lesen, dass
der Herr Jesus von Gott nicht nur in dem Gericht der drei Stunden der Finsternis verlassen
wurde, sondern der Prophet Zacharja, der sagt das in bemerkenswerter Weise in Zacharja 13,
was Gott mit dem Herrn Jesus gemacht hat.
Schwert, erwache gegen meinen Hirten und gegen den Mann, der mein Genosse ist, spricht der (00:07:04)
Herr, der Herrscher, also Yahweh, schlage den Hirten und die Herde wird sich zerstreuen.
Schlage den Hirten, das ist eine Handlung von Seiten Gottes, schlage den Hirten, das
hat er getan und die Herde würde sich zerstreuen.
Wir haben ja gesehen, dass die Jünger alle davon gelaufen sind, das heißt auch hier,
das ist letztlich das, was auch im Psalm 102 von dem Psalmisten in prophetischer Weise
ausgedrückt wird, wo der Herr Jesus im Prinzip ein Vorempfindlichem, wo der Herr Jesus dieses
vorempfindende Leiden hatte im Blick auf das Kreuz von Golgatha.
Wir lesen ja da, denn Asche esse ich wie Brot und meine Trank vermische ich mit Tränen
vor deinem Zorn und deinem Grimm, denn du hast mich emporgehoben und hast mich hingeworfen.
Hast mich hingeworfen, das hat der Jesus hier erlebt, dass Gott ihn nicht gerettet hat. (00:08:03)
Gott hätte ihn sofort aus diesem Gericht herausrufen können, aber Gott hat das nicht
getan.
Gott hat den Herrn Jesus dort an dem Kreuz von Golgatha hängen lassen und wir sind beeindruckt,
dass der Herr Jesus dort hängen geblieben ist.
Also wir dürfen die Seite Gottes nicht beschränken auf die drei Stunden der Finsternis, da ging
es um unsere Sünden, aber er hat ihn hingeworfen, das Schwert hat ihn geschlagen, indem Gott
sich hier absolut nicht zu dem Herrn Jesus bekannt hat nach außen hin.
Er hätte das tun können, aber wir verstehen, dann wäre keine Sünde gesöhnt worden, aber
der Herr Jesus hat auch das empfunden, dass Gott sich nach außen hin nicht zu dem Herrn
Jesus bekannt hat in dieser Situation und das war eben keine Zucht an dem Herrn Jesus,
denn an dem Herrn Jesus war nur Vollkommenheit, aber es war ein Leiden, das Gott über den
Herrn Jesus gebracht hat, damit der Herr Jesus einmal, wenn Gott nämlich über den Überrest
sich auch nach außen hin nicht erbarmen wird, sondern sie in diese schlimmsten Umstände
hineinführen wird, dass er dann mitempfinden haben kann mit diesem gläubigen Überrest. (00:09:06)
Auf dieselbe Weise aber schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.
Eine dritte Gruppe, die hier vor uns kommt, die Räuber.
Wir staunen, dass die, die selber in solchen Qualen waren, nicht anders waren als alle
anderen.
Sie haben den Herrn Jesus ebenfalls geschmäht.
Wir wissen aus dem Lukas-Evangelium, dass einer dann umgedreht ist, aber wir müssen
zunächst einmal festhalten, dass diese beiden Männer in ihrer Bosheit und angesichts der
Leiden, in die sie selber gekommen sind, auch nicht besser waren und genauso geflucht haben
wie alle anderen Gekreuzigten, genauso geschimpft haben und sich genauso hier über den Herrn
Jesus lustig gemacht haben, ihn geschmäht haben, obwohl er in dieser Liebe, in dieser
Hingabe, in dieser Treue geschwiegen hat.
Drei Gruppen, gewissermaßen die ganze Welt, die sich gegen den Herrn Jesus verschworen
hat.
Alle, die moralisch böse waren, alle die, die geistlicherweise religiös hochstehend (00:10:02)
waren und auch der ganze Rest.
Niemand hat die Seite des Herrn Jesus gewählt, sie alle haben sich gegen ihn gestellt und
er hat sich auf die Seite Gottes gestellt.
Er hat sich Gott hingegeben und damit aus Liebe für uns auch dann später sein Leben
gelassen.
Es sind schon diese Leiden, sie bringen uns wirklich zur Anbetung und wir wollen vor
dem Herrn Jesus in unseren Herzen niederfallen.
Er ist dieser Einzigartige, dieser Erhabene, den wir von Herzen anbeten.