Am: Sa, 21. Februar 2026
Es werden immer weniger Kinder geboren. Das gilt nicht nur für diese Gesellschaft, wie aktuell besonders für Thüringen, sondern auch für uns Christen. Was gibt es für Gründe? Was kann man "tun"?
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Vor einiger Zeit erschienen eine ganze Reihe von Artikeln, dass die Geburtenraten ziemlich zurückgegangen sind.
Dazu gehörte auch ein Artikel, den ich einmal gelesen habe in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung,
der angesichts des 20. September, des Weltkindertages, davon sprach,
dass in Thüringen eben ein extremer Rückgang zu verzeichnen ist, wie es seit 30 Jahren nicht mehr gewesen ist.
In Thüringen selbst ist ja seit 2019, dieser 20. September, ein gesetzlicher Feiertag.
Warum? Das hängt auch damit zusammen, dass der Thüringer Friedrich Fröbel den Kindergarten erfunden hat.
Und in dem Zuge hat man daraus eben einen besonderen Feiertag gemacht.
Was ist zu beobachten?
Die Entwicklung der Geburtenzahlen in Thüringen ist aus Sicht derer, die da Verantwortung tragen, dramatisch.
Sie sei abgestürzt wie seit 30 Jahren nicht mehr.
So wurden vor vergangenen Jahren nur noch 11.800 Kinder geboren. (00:01:06)
Das sind 900 weniger in diesem vergleichsweise, sage ich aber, kleinen Bundesland.
900 weniger als im Jahr 1994.
Im vorigen Jahr war die Geburtenrate bei Frauen bei 1,24.
Das heißt, eine Frau hat 1,24 Kinder geboren.
In Deutschland, in Gesamtdeutschland war es immerhin noch, was ja auch viel zu wenig, 1,35.
Das ist völlig klar. Die Geburtenrate von zwei führt dazu, dass sich die Gesellschaft erhält.
Es gibt sogar gerade in Städten ein noch stärkeres Minuswachstum.
In der Landeshauptstadt Erfurt liegt die Rate bei 1,1.
In der Universitätsstadt Jena und auch in Weimar nur noch bei 1,0.
Das heißt, eine Frau gebiert ein Kind.
Das ist klar, dass damit sich im Prinzip die Bevölkerung auf Zeit halbiert. (00:02:01)
Dass das demografische Echo oder diese Entwicklung nicht noch schlimmer ausfällt,
liegt letztlich nur daran, dass es so viel Zuwanderung in Deutschland gibt.
Auch in dem Bundesland Thüringen.
Wobei auch da festzustellen ist, dass die Personen, die man als Migranten bezeichnet,
zunehmend auch weniger Kinder bekommen.
Dadurch dramatisiert sich das eben weiter.
Sie haben bisher als ein großer Ausgleich gelten können.
Das ist eben auch nicht mehr der Fall.
Natürlich untersucht man die Gründe.
Bisher ist das wissenschaftlich anscheinend noch nicht richtig erfasst worden.
Aber als wichtigster Grund wird immer wieder die Unsicherheit genannt.
Die durch Kriege, wie in der Ukraine im Nahen Osten.
Dann, man könnte fast lachen darüber, die sogenannte Klimakrise.
Die allerdings im Wesentlichen von Medien und Politikern erzeugt wird.
Wahrscheinlich, um dann irgendwie neue Steuern erzielen zu können.
Die ja keine wirkliche Klimakrise ist.
Eine Klimaveränderung ist ja nicht eine Klimakrise.
Genauso könnte man lächeln darüber, dass die Corona-Pandemie das verursacht hat. (00:03:04)
Wer die Zahlen sich genau anschaut, der wird feststellen,
dass im Jahr 2020 oder am Ende des Jahres 2020, Anfang 2021,
die Geburtenrate ziemlich hoch war.
Wundert vielleicht nicht, weil viele zu Hause gewesen sind.
Und dass sie aber nachdem dann die Impfungen kamen,
ich sage das nur als Koinzidenz,
auf einmal die Geburtenraten abgestürzt sind.
Also unsichere Lage, erster Grund.
Zweiter Grund, die Individualisierung des Lebensstils.
Wahrscheinlich ein Euphemismus dafür,
dass jeder nur noch das tut, was er persönlich für richtig hält
und nicht mehr einfach Verantwortung für die Gesellschaft, für andere übernimmt.
Auch gibt es drittens das Phänomen,
dass es immer mehr Frauen gibt, die bewusst keine Kinder haben wollen.
Wahrscheinlich kann man das nicht nur auf eine Frau beziehen,
sondern auf Eheleute, die sich ganz bewusst und aktiv und konkret gegen Kinder entscheiden.
Und dass das eben heute stärker akzeptiert wird,
als das vor 30, 40, 60, 80 Jahren der Fall ist. (00:04:03)
Ein vierter Grund, der schon mal genannt wird, ist auch,
dass das Alter der Frauen bei der Geburt des ersten Kindes gestiegen ist.
Durch Ausbildung, durch spätere Heiraten.
Das stellt man ja auch fest.
Auch durch die Entscheidung für eine Zeit gegen Kinder,
bis es dann eben nicht mehr aufschiebbar ist.
Und dadurch ist natürlich die Möglichkeit, dann mehr Kinder zu bekommen,
ist dann weniger geworden.
Was die Politik betrifft, dann kann man ihr ja wohl kaum vorwerfen,
das wird auch herausgearbeitet immer wieder,
dass sie nicht alles mögliche versucht hat zu tun für Möglichkeiten,
dass Frauen ihre Kinder vom ersten Tag an in Kinderhorte oder in Kindergärten tun können.
Betreuungseinrichtungen sind ausgebaut worden,
die Vereinbarkeit von Berufstätigkeiten und Familie ist verbessert worden.
Gerade auch in diesem Bundesland Thüringen,
das gehört ja zu den sogenannten jungen oder neuen Bundesländern,
das schon in der DDR-Zeit, (00:05:01)
ja, Betreuung für die Kinder von arbeitenden Müttern
schon wesentlich deutlicher, wesentlich aktiver vorangetrieben worden ist,
als in Westdeutschland.
Man hat alles Mögliche getan und will das weiter tun,
dass sich Väter mehr an der Elternzeit beteiligen
und damit die Arbeit den Müttern, den Ehefrauen abnehmen.
Ja, man stellt fest, wohl in Thüringen gibt es nahezu eine Vollversorgung bei Kitas,
umfassende Betreuung in der Schule,
die Situation am Arbeitsmarkt für Frauen ist auch gut.
Schwierig ist es wohl für Alleinerziehende mit mehreren Kindern,
die heute das höchste Armutsrisiko haben.
Manche Forscher gehen interessanterweise davon aus,
dass die öffentliche Debatte um Kinder eine Rolle für die Geburtenarmut spielt.
Wenn also jedes Problem in den Medien gewälzt wird,
dann sagen sich Eltern eben auch, soll ich dann Kinder bekommen?
Jetzt müssen wir als Christen ja auch überlegen,
warum ist das denn bei uns auch nicht anders?
Denn wir müssen da wohl feststellen,
dass die Geburtenrate auch bei Gläubigen stark abgenommen hat. (00:06:03)
Ja, wo früher vielleicht eine Familie in Ausnahmen mal zwölf Kinder gehabt hat,
ist heute die Ausnahme, wenn überhaupt, dass jemand mal acht Kinder hat.
Wenn früher eine Familie sechs Kinder hatte,
das war ja noch normaler, dann sind es heute,
wenn es noch etwas halbwegs Akzeptiertes gibt in der Gesellschaft,
auch unter Gläubigen, dann vielleicht so drei bis vier Kinder.
Wo früher drei Kinder waren, sind es heute eins.
Woher kommt das? Was ist los?
Nun wollen wir uns zunächst einmal sagen,
dass Gott in 1. Mose 1 Vers 28 sagt zu Adam und Eva, die er geschaffen hat,
Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen,
seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan.
Das heißt, Gott spricht ausdrücklich den Wunsch, ein Gebot aus, sich zu mehren.
Das heißt, wir als Gläubige, wir wollen uns diesem Wort Gottes,
das ist nicht ein Teil des Gesetzes, sondern das ist ein Teil der Schöpfungsordnung,
wollen uns dem nicht verschließen.
Gott sagt, dass er den Segen verbindet mit fruchtbar sein und mehren. (00:07:05)
Und wir wollen uns fragen, ob wir diese Verantwortung noch sehen heute.
Ob für uns Kinder auch eine Berechnungsmethode sind
oder ob wir einfach dem Wort Gottes gehorsam sein wollen.
Der sagt, dass er den Menschen segnen möchte,
segnete sie und zu ihnen sprach, seid fruchtbar und mehrt euch.
Wir dürfen auch an den Herrn Jesus denken.
Zum Beispiel stellen wir in Markus 10 Vers 14,
als die Jünger es den Müttern verwehren wollten,
wahrscheinlich den Müttern, dass die Kinder zu dem Herrn Jesus gebracht wurden.
Als aber Jesus es sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen,
lasst die Kinder zu mir kommen, wehrt ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes.
Das heißt, der Herr Jesus macht ganz deutlich, dass er Kinder in seine Arme nimmt,
dass er Kinder segnet, dass er Kinder freudig annimmt und dass wir sie ihm bringen dürfen.
Dass er also kinderreiche Familien segnen wird,
das dürfen wir heute auch für uns in Anspruch nehmen.
Fragen wir uns, warum wir zurückhaltender sind als unsere Vorväter, Vorvorväter und Mütter. (00:08:07)
Die viel mehr Kinder noch hatten, als das heute üblich ist.
Mag es sein, dass wir das auch alles zu anstrengend empfinden, zu teuer empfinden,
dass es uns zu viel ist, dass wir fragen, ob unser Lebensstandard noch erfüllt werden kann mit Kindern,
dass wir abends ins Bett fallen voller Müdigkeit und eben nicht so viel vom Leben haben.
Das ist bestimmt so, aber vielleicht bewahrt es uns davor, auf dumme Gedanken zu kommen,
unser Geld an falschen Stellen auszugeben, in den Konsum und so weiter.
Ist vielleicht ein zweiter Grund, dass wir ein eigenes Leben führen wollen
und Kinder dafür eben nicht so gut, jedenfalls nicht so lange, nicht so viele,
uns in dieses Konzept hineinpassen.
Dass wir vielleicht auch berechnen, wenn ich dann schon so alt bin,
wenn das Kind mit der Schule fertig ist, vielleicht Abitur macht,
ne, ich möchte doch auch noch ein bisschen genießen, da reichen mir ein Kind, zwei Kinder, (00:09:02)
vier Kinder, wo man früher eben vielleicht sechs oder acht Kinder gehabt hätte.
Das ist doch eine Frage, wo wir unseren eigenen Lebensstil,
wo wir unsere eigene Lebensauffassung einmal hinterfragen müssen.
Drittens ist es ganz gewiss auch so, dass viele junge Schwestern sagen,
ich will erst mit meiner Ausbildung, meinem Studium und so weiter fertig werden
und dann überlege ich mal, wie es weitergeht.
Nun ist es überhaupt nichts dagegen zu sagen,
dass eine junge Schwester ihre Arbeit, ihre Ausbildung auch fertig macht,
aber wenn das alles dann dazu führt, dass man nur noch mit 28 oder mit 30 heiratet,
ist natürlich die Zeit außerordentlich kurz, wo man noch Kinder bekommen kann.
Das muss man sich klar sein.
Und was will ich mit einem fertigen Vollstudium, wenn ich dann Mutter werde,
Mutter, Ehefrau und Mutter werde.
Meinen wir wirklich, dass wir damit dann für den Fall des Falles
irgendwie unser Leben bestreiten können?
Ich hatte eine Mutter, die ist mit vier Kindern, ist sie Witwe geworden.
Da war kein Denken daran, dass sie irgendwie eine Arbeitsstelle übernehmen würde, (00:10:03)
dass sie uns Kinder in eine Kita oder in einen Kindergarten tut.
Das ist ja das, was hier in Thüringen geschehen ist,
dass man da feiert, dass man den Kindergarten erfunden hat.
Ist das eine gute Einrichtung?
Ist das das, wo wir unsere Kinder hingeben wollen?
Oder haben wir eine Verantwortung selbst für unsere Kinder?
Da brauche ich nicht über eine Arbeitszeit nachzudenken.
Wollen wir vielleicht viertens erst als Schwestern Reisen machen?
Wollen wir alles Mögliche noch erleben, bevor für uns eine Ehe in Frage kommt?
Vielleicht auch Missionsreisen und so weiter alles machen?
Es ist ja nichts gegen Reisen einzuwenden,
nichts dagegen einzuwenden, dass man Hilfestellungen gibt.
Aber ist das nicht auch eine Art von Selbstverwirklichung in der heutigen Zeit,
dies und jenes alles getan zu haben,
bis man dann bereit ist, auch eine Ehe einzugehen?
Wie ist das fünftens in einer Ehe?
Wollen wir erst noch die Zeit genießen und sagen,
ach ja, jetzt brauche ich das noch nicht.
Jetzt möchte ich noch dieses und jenes Vorhaben machen,
diese oder jene Reise und noch, ich sag mal, auch sparen, (00:11:02)
Geld erst mal für uns ausgeben und dann sieht man mal weiter.
Das sind natürlich negative Punkte, aber wir müssen uns ja fragen als Christen,
wie kommt das, dass es bei uns auch diese Tendenz gibt?
Vielleicht sind wir noch nicht bei 1,1 oder 1,3,
aber gewiss sind wir auch nicht mehr bei einer Quote von 3,
dass wir sozusagen einen Ausgleich geben als Christen,
dass wir auch als Familien wirklich dafür sorgen,
dass es noch gläubige Christen in dieser Welt gibt.
Das können wir ja auch durch Kinder, die wir für den Herrn erziehen wollen, oder nicht?
Natürlich darf man auch nicht verschweigen, dass es heute öfter vorkommt,
dass Ehepaare ohne Kinder bleiben, nicht weil sie das wollen.
Diese Entscheidung gibt es ja sicher auch bei Christen,
dass man keine Kinder haben will,
sondern weil man gerne Kinder hätte, aber keine Kinder bekommt.
Das hat es schon immer gegeben, aber man hat doch den Eindruck,
dass das durch den Schöpfungsniedergang insgesamt heute öfter der Fall ist.
Und deshalb muss man ja außerordentlich zurückhaltend sein,
bei irgendjemandem irgendwie zu vermuten, er wolle nicht.
Das muss gar nicht der Fall sein. (00:12:02)
Manche können nicht und würden liebend gerne Kinder haben,
aber der Herr schenkt ihnen keine,
beziehungsweise durch die Folge des Sündenfalls von Adam und Eva
und die damit eingetretene Degenerierung bekommen sie keine Kinder,
obwohl sie das gerne hätten.
Wir wollen uns fragen, was wir als Christen in unserer Verantwortung vor dem Herrn,
wie wir uns richtig verhalten zur Verherrlichung des Herrn in dieser Frage.
Das kann ich ja nicht für dich und du nicht für mich bestimmen.
Und wir müssen auch vorsichtig sein, da irgendwelche Maßstäbe,
irgendwelche Dinge festzulegen.
So und so viele Kinder müsste man haben, um wirklich christlich zu leben.
Das ist nicht Gottes Wort, das ist nicht der Herr.
Wir leben in einer Zeit, wo wir das Gute tun dürfen,
wo wir christliche Freiheit haben, um den Herrn zu verherrlichen.
Und das wollen wir auch im Blick auf Kinder und Kinderschar,
wollen wir das bedenken, wollen uns freuen über Familien,
die offen sind für Kinder, die gerne Kinder haben,
um als Familie, wie wir das von dem Haus des Stephanas lesen in 1. Korinther 16, (00:13:02)
sich den Heiligen zum Dienst zu verordnen.