Christus - und seine Ankunft als Herr (Jak 5,6-8)


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(00:00:00) Wenn es um den Jakobusbrief geht, dann hat man gesagt, Jakobus spricht nicht so sehr über den Herrn Jesus, als dass er eher spricht wie der Herr Jesus. Tatsächlich ist der Jakobusbrief in manchen Teilen wie eine Auslegung der Bergpredigt, wo wir viele Elemente der Bergpredigt wiederfinden und dann wirklich sagen können, das ist etwas, wo Jakobus uns zeigt, wie der Herr Jesus gesprochen hat. Jakobus ist ja der Bruder des Herrn Jesus, der Halbbruder, aber im Galaterbrief wird er einfach Bruder genannt und er hat den Herrn Jesus 30 Jahre, mehr also als jeder andere Schreiber des Neuen Testamentes, mit Ausnahme von Judas, der ja wohl auch ein Bruder des Herrn Jesus ist oder gewesen ist, kennengelernt. Er war nicht in den drei Jahren, als der Jesus als Herr und Meister die zwölf Jünger erwählt hatte bei dem Herrn Jesus, diese intensive Zeit hat er nicht erlebt, aber er hat den Herrn Jesus zu Hause erlebt und insofern kannte er den Herrn Jesus gut. Er hat sich ja erst bekehrt nach dem Tod des Herrn Jesus. Interessanterweise heißt es in 1. Korinther 15, dass Jakobus den Herrn Jesus als Auferstandenen (00:01:02) gesehen hat. Ob er durch den Tod des Herrn Jesus zur Bekehrung geführt worden ist, dass er sich da bekehrt hat, ist möglich. Wir können das nicht ganz genau sagen, wann der genaue Zeitpunkt gewesen ist. Jedenfalls ist er dem Jakobus erschienen, das wird in 1. Korinther 15 ausdrücklich erwähnt und das lässt darauf schließen, dass er in Verbindung mit dem Tod des Herrn, dass er sich bekehrt hat. Nun, wie gesagt, er spricht mehr wie der Jesus als über den Herrn Jesus und doch spricht er auch über den Herrn Jesus und ich nehme mal aus Jakobus 5 gerade diesen Ausdruck der Ankunft des Herrn. Jakobus sagt in Jakobus 5 in Vers 7, Habt nun Geduld, Brüder, bis zur Ankunft des Herrn. Siehe, der Ackerbauer wartet auf die köstliche Frucht der Erde und hat Geduld ihretwegen, bis sie den Früh- und den Spätregen empfängt. Habt auch ihr Geduld, befestigt eure Herzen, denn die Ankunft des Herrn ist nahe gekommen. (00:02:01) Er zeigt also, dass das Kommen des Herrn, die Gegenwart des Herrn, die Ankunft des Herrn Jesus bevorsteht. Er macht hier keine Unterscheidung zwischen der Entrückung und der Erscheinung des Herrn Jesus. Er spricht mehr vor der Ankunft des Herrn Jesus als dem Augenblick, wo ein Urteil gefällt wird und wo auch dann diejenigen, die eben bereit sind, auf den Herrn zu warten, die bereit sind, die Schwierigkeiten zu erdulden, wo sie dann belohnt werden. Habt Geduld bis zur Ankunft des Herrn. Der Herr wird die Dinge alle ordnen. Er wird die Dinge alle an den richtigen Platz bringen, denn die Gläubigen heute, diejenigen, die entschieden leben, sie müssen damit rechnen, dass sie auf dieser Erde nicht nur keine Vorteile haben, sondern dass sie Nachteile haben, dass sie unterdrückt werden. Davon spricht er ja auch hier, wo sogar Arbeiter nicht mehr ihren Lohn bekommen. Und da sagt er, begehrt nicht dagegen auf, sondern habt Geduld, Brüder. Und diese Geduld brauchen wir auch. Wir leben in schwierigen Zeiten, in unsicheren Zeiten. Wir leben in Zeiten, wo Gläubige bedrängt werden, wo man die Unmoral dieser Gesellschaft (00:03:04) versucht, auch in den Bereich des kirchlichen, des Glaubensbereiches, des Königreiches Gottes hineinzuführen, wo der Teufel es schafft, sehr erfolgreich ist, sogar in diesen sogenannten Kirchen seinen Genderwahn und diese ganzen Dinge hineinzubringen. Und da kann man irgendwie resignieren, da könnte man aufgeben. Und dann heißt es, habt Geduld bis zur Ankunft des Herrn. Er wird kommen. Es ist sicher, dass er hier auf diese Erde kommen wird. Dann wird er die Dinge wirklich so ordnen, wie sie nach seinen Gedanken sind. Da kann man sicher sein, dass er mit seiner Herrlichkeit, mit seiner göttlichen Autorität die Dinge recht tun wird. Und diese Geduld brauchen wir. Diese Geduld hat der Jesus selbst auch vorgelebt. Es heißt so schön in dem vorherigen Vers 6, ihr habt verurteilt, sagt er diesen Christen, solchen, die sich böse verhalten haben, ihr habt verurteilt, ihr habt getötet den Gerechten, er widersteht euch nicht. Natürlich meint im konkreten Zusammenhang Jakobus den Gerechten, da meint er den Gläubigen, (00:04:05) der wirklich gerecht gelebt hat. Und der hat eben nicht nur keine Vorteile, wie ich gesagt habe, sondern den haben sie verurteilt, den haben sie getötet. Und der hat keinen Widerstand geleistet, er war bereit und deshalb sagt Jakobus auch, das sollt ihr auch tun, so sollt ihr euch verhalten. So sollt ihr als Christen sein, das sollt ihr euch zum Vorbild nehmen. Aber natürlich denken wir, wenn das in Einzeil hier gesagt wird, den Gerechten, denken wir an den einzig wirklich in jeder Hinsicht vollständig, vollkommenen Gerechten, den Herrn Jesus, der ist verurteilt worden, der ist getötet worden nach der Verantwortung des Menschen, den haben sie an das Kreuz gebracht, den Gerechten, ihr widersteht euch nicht, der Jesus hat nicht widerstanden. Er war jemand, der geprägt war dadurch, dass er geduldet hat, bei den Verhören am Kreuz finden wir, dass er dann gesprochen hat, wenn es um die Wahrheit ging, wenn er die Wahrheit bezeugen konnte und sollte, dann hat er das getan. Wenn es darum ging, dass falsche Anklagen gegen ihn vorgebracht wurden, da hat er sich überhaupt nicht geäußert, da hat er das hingenommen, da hat er das böse, das falsche (00:05:03) Zeugnis stehen gelassen, da hat er sich nicht verteidigt, sondern wie Petrus das sagt, sich dem übergeben, der gerecht richtet. Und so finden wir hier den Gerechten und das ist das Vorbild für uns. Der Jesus ist hier nicht als der Erlöser vor uns, sondern er ist als derjenige, der gewissermaßen unser Vorbild ist, so ein Gerechter, der ist verurteilt worden, der ist angegangen worden, der ist getötet worden, so wie das auch heute in manchen Teilen der Welt ist, wo solche, die wirklich zu dem Glauben stehen, die zu dem Herrn Jesus stehen, zu Gottes Wort stehen, wo sie verurteilt werden, wo sie ins Gefängnis kommen, ja gefoltert werden zum Teil, zum Teil getötet werden und dann, er hat ihnen nicht widerstanden. Das wollen wir uns zum Vorbild nehmen und dann warten auf die Ankunft des Herrn Jesus. Er kommt, er hat zugesagt, ich komme bald, das ist natürlich die Entrückung, wir wissen, dass er zugesagt hat, dass er gesagt hat, dass die Apostel verkündet haben, dass er auch erscheinen wird und dann wird er auch auf dieser Erde, in der Tat, dann wird er gerecht sprechen und dann werden wir belohnt werden oder auch nicht, wenn wir eben nicht ausgeharrt haben, wenn wir nicht auf ihn gewartet haben. (00:06:02) Deshalb wollen wir ihn vor Augen haben, wollen hier sehen, wie Jakobus von ihm spricht und wir wollen uns freuen darauf, dass wir auf den Herrn Jesus sehen dürfen, dass wir ihn als Vorbild haben, diesen Gerechten, dass wir ihn als Beispiel haben, dass wir ihn aber auch als Hoffnungsquelle haben, als Aussichtspunkt, als Erwartungspunkt, dass er einmal wirklich zeigen wird, was gerecht war und so lange wollen wir Geduld haben, wollen wir nicht unser eigenes Recht einfordern, wollen wir nicht für uns selbst kämpfen, sondern wollen wir warten und bereit sein, wirklich auf ihn zu warten. Er ist es wert, er hat selber gewartet, bis Gott ein Ende bereitet hat gewissermaßen und so wollen wir auch warten, wollen wissen, dass er eingreifen wird und dass wir ihm vertrauen dürfen, absolut vertrauen können, dass er die Dinge zum Guten lenken wird. Lasst uns seine Ankunft, die Ankunft des Herrn, der Autorität besitzt, der die Dinge dann ordnen wird, der uns belohnen wird, lasst uns auf ihn warten, mit Aussage und mit Geduld und in Gehorsam ihm und seinem Wort gegenüber.
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Artikelreihe: Christus im Neuen Testament (Bibelbücher)

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