Christus - der Schuld Bezahlende (Phlm 17-19)


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(00:00:00) Der kürzeste Brief, den Paulus geschrieben hat, jedenfalls was die inspirierten Briefe betrifft, ist der Brief an Philemon. Und dieser Brief ist außerordentlich eindrücklich, weil er uns nicht nur die Geschichte eines entlaufenen Sklaven, nämlich Omenesimus, beschreibt, und wie Paulus damit umgeht, dass dieser Mann viele, viele hundert Kilometer entfernt von dem Ort, wo er als Sklave gewesen ist, davongelaufen ist, wahrscheinlich mit Diebstahl dann etwas hat mitgehen lassen und irgendwie in seine Arme gelaufen ist, wie er ihn zurücksendet zu Philemon, seinem Herrn. Sondern dieser Brief zeigt uns etwas Gewaltiges über die Person des Herrn Jesus. Und zwar in dem gesamten Brief. Wir finden, von vorne bis hinten, finden wir Hinweise auf den Herrn Jesus. Wir beschränken uns jetzt einmal auf die Verse 17 und 18 und 19. Da heißt es, wenn du mich, schreibt Paulus an Philemon, für deinen Genossen hältst, so nimm ihn auf wie mich. Denn wenn er dir aber irgendein Unrecht getan hat oder dir etwas schuldig ist, (00:01:03) so rechne dies mir an. Ich, Paulus, habe es mit meiner Hand geschrieben. Ich will bezahlen. Zwei Aspekte möchte ich hervorheben. Wenn du mich für deinen Genossen hältst, so nimm ihn auf wie mich. Das erinnert uns an die Beziehung des Herrn Jesus zu seinem Vater. Gewissermaßen sagt der Herr Jesus zu seinem Vater im Blick auf diejenigen, die ihm angehören, so wie Onesimus von Paulus in seinen Fesseln gezeugt worden war, wie wir von dem Herrn Jesus durch das Werk auf Golgatha in seinen Fesseln, als er der Gestorbene war, gezeugt worden sind. Da sagt er gewissermaßen zu seinem Vater, wie das hier in diesen Versen praktischerweise ausgedrückt wird, nimm sie an in mir. Und ist das nicht wahr für uns? Epheser 1 Vers 6, da ist von dem Preis der Herrlichkeit der Gnade Gottes die Rede, womit er Gott uns begnadigt hat in dem Geliebten. Begnadigt hat in dem Geliebten, angenehm gemacht hat in dem Geliebten. Wir stehen in der ganzen Gunst Gottes, in der ganzen Gunst des Herrn Jesus vor Gott. (00:02:06) Und genau das sagt Paulus hier zu Philemon. Er sagt ihm, der Onesimus, das ist wie ich. Wenn du mich siehst, dann darfst du Onesimus sehen. Wenn du Onesimus siehst, dann darfst du mich sehen. Und nimm ihn an wie mich. Das heißt, gib ihm die gleiche Liebe, die gleiche Fürsorge, gib ihm die gleiche Zuwendung, die gleiche Gnade wie mir. Ist das nicht das, was wir bei dem Herrn Jesus und Gott dem Vater sehen? Dass wir jetzt angenehm gemacht sind in dem Geliebten, in dem Bild des Brandopfers. Wir legen die Hand auf den Kopf des Brandopfers und so sind wir in dem ganzen Wohlgeruch dieses Brandopfers vor Gott, so sind wir in dem ganzen Wohlgeruch der Person und des Werkes des Herrn Jesus vor Gott, unserem Vater. Großartig, dass wir in ihm vor Gott, dem Vater sind. Und das drückt bildlich hier Paulus in seinem Brief an Philemon aus. Und dann spricht er über Unrecht. Wenn er dir aber irgendein Unrecht getan hat oder dir etwas schuldig ist, so rechne dies mir an. (00:03:05) Ist das nicht wahr im Blick auf uns? Sind wir nicht vor Gott eindeutig schuldig? Haben wir nicht Schuld auf uns geladen durch die vielen Sünden, die wir begangen haben? Ich spreche jetzt von uns in dem Zustand als Sünder, bevor wir uns bekehrt haben. Da sind wir doch als Schuldner vor Gott gestanden. Da haben wir durch unsere Sünde einen sündigen Zustand gehabt, den Gott niemals hätte annehmen können. Und da sagt Paulus hier zu Philemon, wenn er dir irgendein Unrecht getan hat oder dir etwas schuldig ist, so rechne dies mir an. Ich, Paulus, habe es mit meiner Hand geschrieben. Ich will bezahlen. Ich gehe fest davon aus, dass Paulus da gar nichts zu bezahlen hatte, dass Philemon gesagt hat, du wirst mir doch nichts bezahlen. Aber das Bild, was wir hier haben, ist genau das, was vor Gott wahr geworden ist. Da war Schuld und Gott konnte im Gegensatz zu uns Menschen, die wir über Schuld hinweg sehen können, hat Gott das nicht tun können. Er brauchte eine gerechte Grundlage, um uns vergeben zu können. Da musste einer bezahlen. (00:04:02) Entweder muss ich bezahlen oder ein anderer musste für mich bezahlen. Oder gab es niemand, der für mich bezahlen konnte? Der Einzige, der bezahlen konnte, war der Herr Jesus, weil er der Einzige war, dessen Werk Gott annehmen konnte. Denn ein Werk oder das Werk eines Sünders, eines sündigenden Menschen kann Gott unmöglich annehmen. Wie kann Gott etwas Sündiges annehmen? Das würde seiner heiligen Natur vollkommen widersprechen. Aber das Werk des Herrn Jesus, das konnte er annehmen. Und so hat er bezahlt. Und das ist genau der Punkt heute. Entweder hat der Herr Jesus für meine Sünden bezahlt. Und das wird mir zugerechnet, wenn ich ihn als Retter annehme. Wenn ich mich als Sünder anerkenne vor Gott und sage, ich bin verloren, ich bin ein Sünder, ich kann nicht zu dir kommen. Aber du hast den einen, hast du gegeben, die erschienene Gnade Gottes. Und du hast ihn gerichtet an meiner Stadt. Und dann rechnet Gott meine Sünden dem Herrn Jesus zu. Aber wenn ich das nicht will, wenn ich diese Gnade ausschlage, dann stehe ich selber als Sünder da vor da. Und dann muss ich selbst bezahlen. (00:05:01) Und das ist die Hölle. Das ist das ewige Gericht Gottes. Willst du das wirklich? Nein, wir dürfen hier bewundern sagen, mehr als Paulus, der das mit seiner Hand geschrieben hat und bereit war, diese Schuld zu zahlen. Das scheint eine sehr hohe Schuld gewesen zu sein. Ist das bei uns anders? Bei uns ist das so, dass da jemand gezahlt hat. Nicht nur bereit war, sie zu zahlen. Das war der Herr Jesus, sondern er ist gekommen. Er ist an das Kreuz von Golgatha gegangen und er hat sein Leben für mich, für uns in den Tod gegeben. Wir können das nur bewundert sehen und annehmen und wirklich Gott danken für das, was der Jesus getan hat. Ihn dafür anbeten, für diese Liebe, für diese Hingabe. Ihm sei dafür die Ehre und Gott dem Vater, der ihn gegeben hat.
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Artikelreihe: Christus im Neuen Testament (Bibelbücher)

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