Christus - die erschienene Gnade Gottes (Tit 2,11-14)


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(00:00:00) Titus hat uns einiges über die Person, die herrliche Person des Herrn Jesus zu sagen. In Kapitel 2 Vers 11 lesen wir beispielsweise, Denn die Gnade Gottes ist erschienen, heilbringend für alle Menschen, und unterweist uns, damit wir, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnend, besonnen und gerecht und gottselig leben in dem jetzigen Zeitlauf, Vers 13, indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes, Jesus Christus, der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns von aller Gesetzlosigkeit loskaufte und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, das eifrig sei in guten Werken. Christus wird hier gesehen als die Gnade Gottes, als der Inbegriff, als die Personifizierung der göttlichen Gnade. Und das können wir verstehen. Wir alle waren Sünder. Jeder Mensch, der auf dieser Erde geboren worden ist, war ein Sünder. Eine einzige Ausnahme gibt es den Herrn Jesus, den, der nicht nur geboren wurde, sondern der gekommen ist. Von uns kann man nicht sagen, dass wir gekommen sind. Wir sind einfach geboren worden. (00:01:03) Dann mit der Geburt bzw. mit der Zeugung hat unsere Existenz begonnen. Das ist bei Christus völlig anders. Er ist gekommen, denn er war vorher. Er ist der ewige Sohn Gottes und ist etwas geworden, was er nie zuvor war, Mensch, ohne aufzuhören, das ewig zu bleiben, was er immer war, der ewige Sohn Gottes. Und dass er gekommen ist, das ist die göttliche Gnade, denn ohne ihn wären wir alle verloren gegangen. Gottes Gnade ist so gewaltig, dass er den Tote Sünders nicht wollte, sondern dass er Errettung schenken wollte. Aber diese Errettung musste auf einer göttlichen Basis sein. Die musste auf einer Basis sein, die Gott auch annehmen konnte, ohne dass er sich selbst verleugnen würde, ohne dass er das, was er ist, Licht und Liebe, hätte aufgeben müssen. Und deshalb war es nötig, dass jemand kam, um am Kreuz von Golgatha für uns zu sterben. Und da sehen wir, es ist nichts als Gnade Gottes, dass Gott Mensch wurde, dass Gott der Sohn Mensch geworden ist, um am Kreuz von Golgatha für uns, für unsere Sünden zu sterben. (00:02:05) Und das hat der Jesus getan. Und deshalb kann man sagen, die Gnade Gottes, das Herz Gottes voller Gnade für uns Menschen, ist erschienen in dieser einen, in dieser einzigartigen Person, als der Jesus auf diese Erde kam. Sie ist erschienen, heilbringend für alle Menschen. Wie großartig, dass er nicht nur für sein Volk gekommen ist. Das hätte er doch tun können. Wir, die wir aus den Nationen kommen, die wir Heiden ursprünglich waren. Wir hatten überhaupt keine Beziehung zu Gott. Wir hatten keine Verbindung zu Gott. Wir wollten nichts von Gott. Wir sind im Götzendienst versunken und haben uns von Gott abgewendet. Man muss nur Römer 1 Vers 18 lesen, um das klar und deutlich vor die Augen gemalt zu bekommen. Wir hatten überhaupt kein Anrecht an ihm. Er hatte dieses eine Volk erwählt und er hat das Recht zu wählen, zu erwählen. Das hat er getan im Alten Testament. Da hat er sich ein Volk erwählt und die sind auch in Götzendienst und in Hurerei sind sie letztlich hineingekommen. Und da haben sich dort hineinbegeben. (00:03:02) Aber er ist gekommen. Er ist gekommen für dieses Volk. Das lesen wir im Matthäus Evangelium. Er hat dieses Volk, das er sich erwählt hatte, das hat er nicht einfach vergehen lassen wollen, sondern er ist gekommen für sie. Aber als er gekommen ist, hat er sein Augenmerk nicht nur auf das Volk Israel gerichtet, obwohl Christus, diese heilbringende Gnade Gottes, ein Jude war. Und obwohl er das Recht hatte, sich auf die Juden zu beschränken, hat er das nicht getan. Und das lesen wir im Johannes Evangelium, wie wir sehen, dass er von Anfang an der Verworfene war und von Anfang an heilbringend für die Welt gekommen ist. Da sehen wir, dass er der Erretter der Welt ist, Johannes 4. Da sehen wir, dass jeder, der möchte, kommen kann, um ihn als Retter anzunehmen. Er ist gekommen, heilbringend für alle Menschen. Das heißt nicht, dass alle Menschen das Heil auch annehmen. Aber dieses Angebot Gottes steht bis heute, dass jeder, der diese Gnade Gottes annehmen möchte, der bereit ist, sich als Sünder anzuerkennen, als jemand, der diese Gnade Gottes nötig hat, dass er diese Gnade Gottes auch geschenkt bekommt. (00:04:02) Dass die menschgewordene Gnade Gottes, die personifizierte Gnade Gottes, nicht einfach ein abstraktes Geschenk oder ein abstraktes Angebot Gottes bleibt, sondern dass es für mich ganz persönlich gewinnbringend ist, weil ich ihn als Retter annehme. Und dann hat das natürlich eine Konsequenz in meinem Leben, dass ich der Gottlosigkeit und weltlichen Begierde dazu Nein sage, dass ich damit nichts mehr zu tun habe, sondern ein Leben führe zur Verherrlichung Gottes, besonnen, gerecht und gottselig. Und dann gibt es diese wunderbare Zukunft. Diese Zukunft, die gegenwärtig ist für uns, in dem wir erwarten, nicht irgendwie, in dem wir irgendwann einmal erwarten werden, sondern in dem wir heute schon erwarten, jeden Tag die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres großen Gottes und Heilandes Jesus Christus. Ja, wunderbar, dass wir darauf warten dürfen, dass er wiederkommen wird. Er wird wiederkommen und dann wird er uns in den Himmel holen. Großartige Segnung, die wir durch ihn in ihm geschenkt bekommen. (00:05:04) Wir erwarten ihn, oder nicht? Haben wir heute an den Herrn Jesus gedacht? Nun, vielleicht hast du jetzt gerade erst den Tag begonnen. Dann wollen wir uns fragen, haben wir gestern an den Herrn Jesus gedacht? Haben wir gestern daran gedacht, dass er wiederkommt? Dass er wirklich unsere glückselige Hoffnung ist und dass er für uns kommen wird und dass er auch erscheinen wird in ganzer Macht und Herrlichkeit und auf dieser Erde regieren und herrschen wird. Wunderbare Hoffnung, die wir haben für uns selbst und wunderbare Gewissheit, die wir haben für diese Erde. Diese Erde, die den Herrn Jesus bis heute ablehnt, die ihn bis heute nicht haben möchte. Sie wird einmal erleben, dass er hier regieren wird, dass er alle diejenigen segnen wird, die ihn erwarten. Das Volk Israel, dieser Überrest, der dort dann da sein wird und den Herrn Jesus als den Messias und Herr der Herren und König der Könige erwarten wird. Wir dürfen ihn heute schon erwarten. Wir dürfen auf ihn warten. Und wenn wir das Brot brechen zum Gedächtnis des Herrn Jesus, dann tun wir das, bis er kommt. (00:06:01) Wir haben also auch im Blick auf das Brot brechen, dieses Wiederkommen des Herrn Jesus vor Augen und erwarten ihn, weil wir ihn sehen wollen, wie er ist. Wir wollen den sehen, der sich selbst für uns hingegeben hat, Vers 14, der selbst sein Leben in den Tod gegeben hat, damit wir eben jetzt in die Lage versetzt würden, nicht mehr zu sündigen, nicht mehr in dieser Welt verstrickt zu sein, sondern ein Leben zu führen zu seiner Ehre. Je mehr wir uns mit ihm beschäftigen, desto mehr werden wir geheiligt praktischerweise. Wir werden nicht heiliger. Wir sind vollkommen heilig in dem Herrn Jesus durch das Werk des Heiligen Geistes, das in Verbindung mit der Bekehrung steht. Aber wir wollen auch mehr und mehr dieser Heiligkeit entsprechen in unserem Leben und wollen eben heiliger, praktisch heiliger leben. Und das werden wir, je mehr wir den Herrn Jesus vor Augen haben. Ihm die Ehre, ihm allein dieser erschienenen Gnade Gottes.
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Artikelreihe: Christus im Neuen Testament (Bibelbücher)

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