Am: So, 2. August 2026
Judas hat durch seinen Verrat gezeigt, was in seinem Herzen war. Was für ein Kontrast zum Herrn Jesus, der nur dann spricht, wenn es um Gott und die Wahrheit über seine eigene Person geht, aber schweigt, wenn es um Anklagen gegen Ihn selbst geht. Was für Leiden, was für eine Hingabe, was für ein Vorbild!
Transkript der Audiodatei
Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00)
Wir sind bis Matthäus 27 Vers 10 gekommen und haben beim letzten Mal gesehen, was das
Ende von Judas Iskariot war.
Eine Reue ohne Buße, ein furchtbares Ende, das ihn in den Hades gebracht hat, wo er
jetzt ist, schon 2000 Jahre, und er weiß genau, dass ihn die Hölle erwartet, der Feuersee.
Wie oft hat er diese Botschaft von dem Herrn Jesus gehört, über den Platz, wo er das
Feuer nicht erlischt und der Wurm eben weiterfrisst.
Das muss eine furchtbare Sache sein, jetzt schon, obwohl das ja noch nicht der endgültige,
finale Ort ist, wo Judas Iskariot sein wird in der Hölle.
Das Wissen, 2000 Jahre jetzt schon, eine Zeit, die praktisch nicht vergeht, das kann man
ja ermessen, wenn man einmal nur 5 Minuten in einem finsteren Kellerloch gewesen ist,
dass die Zeit nicht verläuft, nicht verrinnt.
5 Minuten können zu einer unglaublich langen Zeit sein, werden.
Das ist jetzt da, 2000 Jahre, und dann folgt eine Ewigkeit.
Man kann sich das nicht vorstellen, eine Ewigkeit der Hölle.
Dabei hat er 3 Jahre lang an der Seite eines Retters gelebt, der ihm die gute Botschaft (00:01:06)
immer wieder vorgestellt hat, aber er hat nicht gewollt.
Furchtbares Teil für alle diejenigen, die nicht an den Herrn Jesus glauben, die dann
verloren gehen, die nicht die Gnade des Herrn Jesus, die Gnade Gottes in Anspruch nehmen
wollen, die nicht bereit sind, ihm ihre Sünden zu bekennen und ihn als Retter anzunehmen.
Ewig in dem Feuersee, unvorstellbar.
Reue ohne Buße von Judas.
Und jetzt kommt in den Versen 11 bis 26 das treue Bekenntnis des leidenden Christus vor
uns.
Was für ein Kontrast, was für ein Gegensatz, den wir jetzt bei dem Herrn Jesus finden.
Wir lesen in Vers 11, Jesus aber stand vor dem Stadthalter.
Wir sind also jetzt bei Pilatus, es ist nicht mehr das Verhör vor den Juden, sondern der
Jesus war zu dem Stadthalter, zu Pilatus gebracht worden.
Und der Stadthalter fragte ihn und sprach, bist du der König der Juden?
Ja, das war ja diese Anklage der Juden, unter anderem diese Anklage, dass er sich zum König
gemacht hätte, dass er für sich eine Würde in Anspruch genommen hätte, die ihm nicht (00:02:03)
zustünde und dass er damit geradezu auch noch in Konkurrenz, in Rivalität zu dem Kaiser
getreten wäre.
Was sagte der Jesus?
Jesus aber sprach, du sagst es.
An sich finden wir, dass der Jesus praktisch nicht antwortet, aber wenn es darum geht,
zu der Wahrheit zu stehen, zu der Wahrheit seiner Person, zu der Wahrheit seiner Herrlichkeit,
dann spricht er.
Du sagst es.
Ja, ich bin der König der Juden.
Waren es nicht die Magier, die in Kapitel 2, lesen wir das in diesem Evangelium, gesagt
haben, wo ist der Ort, wo ist der König der Juden, wo ist der König?
Sie haben nicht gesagt, der, der einmal König werden würde, der einmal diese Königswürde
annehmen würde, das ist bei dem Herrn Jesus ja auch noch ausstehend.
Nein, er war dieser König der Juden, so wie David der König war, obwohl er nur gesalbt
war, aber noch nicht seine Königsherrschaft angetreten hatte.
In Gottes Augen war er der König.
Du sagst es.
Er steht dazu.
Und als er von den hohen Priestern und Ältesten angeklagt wurde, antwortete er nichts.
Da sehen wir das.
Wenn es um die Wahrheit geht, dann spricht er, wenn er angeklagt wurde, dann spricht (00:03:03)
er nicht.
Wollen wir uns das noch einmal zu Herzen nehmen, das ist jetzt nicht die Botschaft direkt hier
von Matthäus 27, aber wir sehen, dass der Apostel Petrus dieses Thema aufgreift und
in 1.
Petrus 2 ausdrücklich sagt, denn hierzu, Fest 21, seid ihr berufen worden, denn auch
Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassen, hier sind wir bei
dem Beispiel des Herrn Jesus, hier geht es noch nicht um die sühnenden Leiden, hat euch
ein Beispiel hinterlassen, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt, der keine Sünde tat,
noch wurde Trug in seinem Mund gefunden, der gescholten nicht widerschallt, leidend nicht
drohte, sondern sich dem übergab, der gerecht richtet.
Hätte der Herr Jesus nicht die Macht gehabt, alle sofort zum Verstummen zu bringen, hätte
er nicht die Weisheit gehabt, zu argumentieren und dann wären sie sprachlos zurückgeblieben,
aber er tut das nicht, er schweigt, er verteidigt sich nicht gegen die Anklagen, wie sind wir
oft, die wir uns gegen Anklagen verteidigen, schon vor Gläubigen, erst recht vor Ungläubigen,
damit unsere Ehre unangetastet bleibt, das hat der Jesus nicht getan, er hat geschwiegen. (00:04:05)
Da spricht Pilatus zu ihm, hörst du nicht, wie vieles sie gegen dich vorbringen, ja,
sie haben einen Punkt nach dem anderen versucht, wir haben schon gesehen, dass ihr Zeugnis
ja nie übereinstimmend war, aber sie haben wortgewaltig scheinbare, also nicht wirkliche
Indizien vorgebracht, die so vielfältig waren, dass sie erschlagend wirkten, aber nicht ein
Punkt war wahr und er antwortete ihm auch nicht auf ein einziges Wort, so dass sich
der Stadthalter sehr verwunderte, das kann man verstehen, wenn er bisher Verhöre durchgeführt
hatte, dann war das immer so, dass die Leute sich verteidigt haben, selbst wenn sie schuldig
waren, haben sie alles mögliche gesagt, um sich irgendwie zu verteidigen.
Zum Fest aber war der Stadthalter gewohnt, der Volksmenge einen Gefangenen freizulassen,
den sie wollten, er hatte damit irgendwie eine Verbindung zu dem Volk herstellen wollen,
Gutes tun wollen, was eigentlich gar nicht Gutes war, einen Verbrecher freizulassen,
was ist das Gutes, aber er wollte ihre Herzen bekommen, er hat versucht auf diese Art und Weise,
irgendwie, dass sie Gefallen an ihm hatten. Sie hatten aber damals einen berüchtigten (00:05:04)
Gefangenen, genannt Barabbas, das ist ja bemerkenswert, Barabbas bedeutet Sohn Barabbas
des Vaters, Sohn des Vaters. Jetzt hatten sie zwei, die sie zur Auswahl bekamen, einen Sohn
des Vaters, der ein berüchtigter, böser Mann war, ein Rebell, ein Aufrührer und einen,
der der vollkommene, der hingebungsvolle, der liebevolle, der voller Liebe und Gnade
und Wahrheit seiende Sohn des Vaters. Als sie nun versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen,
wen wollt ihr, dass ich euch freilasse, Barabbas oder Jesus, der Christus genannt wird.
Jesus, der Christus, der Messias, der Gesalbte genannt wird. Ja, er wurde nicht nur so genannt,
das war er auch, aber das wollten sie nicht anerkennen und Pilatus, der Politiker,
hat natürlich so geredet, dass er sich nicht jetzt Feinde gemacht hat dadurch. Denn er wusste,
dass sie ihn aus Neid überliefert hatten. Wie furchtbar ist Neid gegenüber jemandem.
Das ist auch heute nicht besser und wenn wir als Christen neidisch sind auf Ungläubige, (00:06:02)
wenn wir als Christen neidisch sind auf andere Christen, wie leicht ist das in meinem Herzen,
wie leicht ist es in unserem Herzen. Hier sehen wir, wohin das führen kann,
dass Neid bis hin in den Tod, in den Mord geht. Während er aber auf dem Richterstuhl saß,
sandte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen, habe du nichts zu schaffen mit jenem Gerechten,
denn viel habe ich heute im Traum gelitten um seinetwillen. Ja, wir staunen, dass wir hier
noch einmal die Unschuld des Herrn Jesus vorgestellt bekommen. Judas hatte auch gesagt in Vers 4,
in dem ich schuldloses Blut überliefert habe. Und hier finden wir erneut, dass deutlich gemacht wird,
dass der Herr Jesus unschuldig ist. Wir hatten das das erste Mal schon in Kapitel 26 Vers 59.
Sie suchten falsches Zeugnis gegen Jesu, um ihm zu Tode zu bringen und fanden keins. Damit wird
deutlich, er war der Unschuldige. Hier finden wir, dass Gott diese Frau benutzt hat, um noch einmal
deutlich zu machen, Pilatus, wenn du dieses Urteil sprichst, dann ist das ein Falsches, (00:07:02)
es ist ein böses, es ist ein ungerechtes Urteil. Habe du nichts zu schaffen mit jenem Gerechten,
sie hatte gelitten im Traum. Also Gott benutzt hier eine Frau, die Frau sogar dieses Mannes,
der kaltblütig war, wie man das in Lukas 13 liest. Dem waren Menschenleben nicht wichtig,
aber Gott spricht hier zu seinem Gewissen, um auch vor aller Welt noch einmal deutlich zu
machen, der Jesus ist der Unschuldige. Die Hohenpriester, die sehen natürlich ihre Fälle
davon schwimmen. Die Hohenpriester aber und die Ältesten überredeten die Volksmengen dazu,
Barabbas zu erbitten, Jesus aber umzubringen. Ja, Gott sagt hier, was das wirklich ist. Das
ist nicht ein wirkliches Verhör, das ist ein Versuch, den Herrn Jesus schlicht und weiter
umzubringen. Solche, die eigentlich der Hohe Priester ein unbestechlicher Rechter sein sollte,
ist hier jemand, der Böses tut, der die Volksmengen anstiftet, wieder besseres Wissen denjenigen,
der der Christus ist, der nur Gutes getan hat, umzubringen. Der Stadthalter aber antwortete (00:08:01)
und sprach zu ihnen, welchen von den Zweien wollt ihr, dass ich euch freilasse? Sie aber
sprachen Barabbas. Unfassbar. Sie wussten genau, dass es ein böser Mann, ein ungerechter Mann war,
ein Gewalttäter, jemand, der ihnen selbst Schaden eingebracht hat, weil natürlich
Bilatus eingreifen musste und damit auch gegen das Volk vorgehen musste. Aber der Mensch ist,
wie er ist. Er lässt sich von dem Teufel, lässt er sich innerlich überreden, überzeugen und nimmt
das Böse, will nicht den Christus haben, sondern das Böse. Gott benutzt das natürlich, aber nach
der Verantwortung des Menschen, wie furchtbar. Der Stadthalter aber antwortete und sprach zu
ihnen, welchen von den Zweien wollt ihr, dass ich euch loslasse? Sie aber sprechen Barabbas. Pilatus
spricht zu ihnen, was soll ich denn mit Jesus tun, der Christus genannt wird? Sie alle sagen,
er werde gekreuzigt. Aus dem Johannesevangelium wissen wir, dass er noch zwischendurch versucht
hat, ihn zu geißeln, um einen Anblick zu schaffen von Erbarmungswürdigkeit. Auch das hat nichts
geholfen. Was wollen sie mit ihm? Er soll gekreuzigt werden. Die furchtbarste Martha-Methode,
die man sich damals vorstellen konnte, die römische Kreuzigung, das haben sie dem Herrn Jesus (00:09:04)
gewünscht. Diese Volksmengen hatte der Jesus nicht vielen Menschen, nicht nur in Galiläa,
auch im Bereich von Jerusalem in Judäa geholfen. Aber welch eine Sittenlosigkeit, welche Undankbarkeit
finden wir hier bei den Menschen. Welch ein Hass, der sich hier zusammenrottet gegen den Christus
Gottes, gegen den Sohn, durch den Gott am Ende der Tage noch einmal in Segen zu den Menschen,
zu seinem Volk geredet hat. Er werde gekreuzigt. Er aber sagte, was hat er denn Böses getan? Sie
aber schrien übermäßig und sagten, er werde gekreuzigt. Es geht nicht um Argumentation. Er
hat Böses getan, nicht ein einziges Böses, nicht eine einzige böse Tat, die man ihm vorwerfen
konnte. Im Gegenteil, er hat nur Gutes getan. Er hat nur geheilt. Wie viele Wunder hatte er für die
Menschen, für die Juden getan? Er werde gekreuzigt. Das ist das Einzige. Ja, wir sehen hier, wie Satan
es schafft, eine Stimmung zu erzeugen. Wir nennen das heute Gruppendynamik, aber durch den Teufel
bewirkt, dass sie alle geschrien haben. Sie wussten wahrscheinlich am Ende gar nicht, warum sie das (00:10:03)
geschrien haben, aber sich damit schuldig gemacht haben. Als aber Pilatus sah, dass er nichts
ausrichten, sondern vielmehr einen Tumult entstand, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor der
Volksmenge. Ja, er sah, dass er nichts ausrichten konnte und das Schlimmste für ihn wäre ein Tumult
und ein Umsturz gewesen, dann wäre er nämlich dran gewesen. Dann hätte Rom ihn abgesetzt, wenn sie
das gehört hätten. Und deshalb wäscht er sich die Hände. Was für eine Scheinhandlung, die er dort
vornimmt. Was für eine Heuchelei. Er war der Richter, er musste Recht sprechen und hier folgt
er einfach einer Meute von Menschen, um sich selbst seine Position zu retten. Und er sprach,
ich bin schuldlos an dem Blut dieses Gerechten, seht ihr zu. Ein viertes Urteil über die
Schuldlosigkeit des Herrn Jesus, die wir hier finden. Gewissermaßen universal ist deutlich
geworden, der Jesus ist der Schuldlose. Ich bin schuldlos? Er ist der Richter. Er ist vor Gott
schuldig. Der Jesus sagt ihm, dass derjenige, der ihn überliefert hat, an Pilatus noch schuldiger (00:11:02)
war. Aber unschuldig war Pilatus nicht. Er wird einmal vor diesem großen weißen Thron stehen.
Wir wissen nicht, wir können wohl kaum annehmen, dass er sich noch bekehrt hat. Und dann wird er
einmal für diese Tat, für diese ungerechte Tat an dem Gerechten, wird er einmal genau vor ihm
stehen. Dann wird es umgekehrt sein. Aber Christus wird ein gerechtes Gericht über ihn sprechen.
Seht ihr zu. Und das ganze Volk, dieses Volk antwortete und sprach, sein Blut komme über uns
und über ihre Kinder. Hätten sie damals gewusst, was sie damit ausdrücken. Bis heute ist das Blut
über ihnen. Bis heute ist die Blutschuld über ihnen. Das ist kein Antisemitismus. Nein, das ist,
was Gottes Wort über sie ausspricht. Was sie selbst gesagt haben, was sie selbst an Schuld
über sich gebracht haben. Das entschuldigt niemand, der gegen das Volk Israel handelt heute. Überhaupt
nicht, der gegen Israel handelt. Israeliten, Israelis. Aber es zeigt, dass es die Strafe ist
für ihr eigenes Verhalten, was sie selbst bewirkt haben. Dann ließ er ihnen Barabbas frei. Jesus
aber ließ er geißeln und überlieferte ihn, damit er gekreuzigt würde. Was für eine Schandtat, die (00:12:05)
hier geschah. Was für ein schändliches Urteil, das hier ausgesprochen worden ist. Wir bewundern
den Herrn Jesus, dass er das hat mit sich machen lassen. Wir können wirklich nur in Anbetung und
auch in Dankbarkeit und in Huldigung vor ihm niederfallen. Das hat noch keine Sünde weggenommen.
Aber was für ein Ertragen in Stille, ohne zu widersprechen, obwohl er der Einzige war, der hier
das Recht hatte zu reden und zu widersprechen. Aber wir sind einfach dankbar, dass er in dieser
Weise diesen Weg gegangen ist, bis an das Kreuz, um dort dann auch unsere Schuld zu sühnen.
Ihm die Ehre in alle Ewigkeit.