Daniel Küblböck und die Verantwortung der anderen


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(00:00:00) Im August 2025 wäre Daniel Kübelböck 40 Jahre alt geworden, oder, man muss jetzt wohl sagen, Lara Kaiser, Lana Kaiser, wie er sie sich später genannt hat. Man muss ja heute zur Lage vorsichtig sein, wie man jemand benennt, weil man sich sonst ungesetzlich verhält, was für uns als Christen eine echte Herausforderung ist, denn Gott hat uns männlich und weiblich geschaffen, wie es in Erstemose 1 deutlich heißt, und das ist eine klare Anweisung, auch Anforderung, die wir als Christen natürlich wahrnehmen müssen. Daniel Kübelböck kam aus Niederbayern und war 16 Jahre alt, als er 2002 am Casting bei Deutschland sucht den Superstar teilnimmt. Er war ein irgendwie besonderer Mensch, ein Mensch, der anders war, später heißt es ein lustiger Zeitgenosse, der charismatisch war, völlig unbefangen aufgetreten sei und das dadurch auch eben bis in das Halbfinale dieses Wettbewerbs geschafft hat. Wie kam es, dass dieser junge, später jüngere Mann, dass er dann später, wie man ja wohl (00:01:06) annehmen muss, Suizid begangen hat? Seine Auftritte fallen in den Höhepunkt des sogenannten Trash-TV. Er ist irgendwie anders als andere und anders bringt eben Einschaltquoten, führt zu Diskussionen, führt zu Schlagzeilen und das ist für Medien immer gut. Deshalb nimmt man solche Leute. Er ist einerseits gehasst, andererseits geliebt. 2018 identifiziert er sich dann eben als Lana Kaiser und nimmt für sich in Anspruch, trans zu sein, wie das heute so heißt. Im gleichen Jahr 2018 verschwindet er dann von Bord eines Kreuzfahrtschiffes und man muss ja wohl annehmen, dass das ein Suizid gewesen ist. Er ist bekannt durch seinen ausgefallenen Kleidungsstil, durch seine feminine und quirlige Art, gibt er aber auch Störungspotenzial für viele. Manche Medien sehen in ihm ein Feindbild, die Öffentlichkeit macht sich zum Teil lustig (00:02:01) über ihn. Immer wieder wird er bei seinen Auftritten oder nach seinen Auftritten ausgebohrt. Aber in diesem Wettbewerb schafft er es eben oder diesen Wettbewerben immer von Runde eins zur nächsten Runde. Er hat einmal gesagt, dass der Hass ihm ziemlich zu schaffen mache. Kann ich denen, die mich nicht mögen, nicht einfach egal sein? Ich tue keinem etwas Böses. Er übersieht offensichtlich, dass er überhaupt nur in der Öffentlichkeit ist, durch diese Art, die er eben hat und nicht, weil er irgendwie authentisch ist oder so, sondern eben durch diese spezielle Art. Kübelböcks Eltern lassen sich wohl scheiden, als er fünf Jahre alt war. Danach lebt er bei seiner alkoholkranken Mutter. Eines Nachts hätte sie ihn angeschrien, du bist falsch, du bist schlecht, du bist nichts, du wirst auch nichts werden. Wir finden ihn als jemanden, der belächelt wird, der schräg ist, der irgendwie seltsam ist. Manche meinen, er sei für viele missverstandene Jugendliche zum Vorbild geworden, wie ein (00:03:05) querer Entertainer sagt, ein querer Meilenstein. Er wird also immer noch positioniert, wird immer noch eingesetzt für dieses oder jenes Ideal, wie Menschen meinen. Er sucht weiter nach Anerkennung, nach wegen endlich ernst genommen zu werden. 2018, wie gesagt, outet er sich als trans. Das ist eben auch in unserer heutigen Zeit etwas, wodurch man sich Anerkennung schaffen kann. Dann kommt er eben am 29. August 2018 auf ein Kreuzfahrtschiff, von dem er anscheinend runtergesprungen ist und dann eben umgekommen ist. Wie kommt es, dass ein Mensch so beschrieben wird? Es ist ja eine Darstellung eines Menschen, die wir jetzt in den Medien auch in einem Film oder mehreren Filmen sehen, die eigentlich deutlich macht, der arme Kerl, der ist das, was Menschen, was seine Umgebung, was seine Familie, was die Medien, was die Filmwelt, was die Zuschauer aus ihm gemacht haben. Mit anderen Worten, er ist eigentlich gar nicht verantwortlich für sein Leben. (00:04:03) Das ist die Psychologisierung des Lebens, das wir an allen möglichen Bereichen finden. Dieser Mensch wäre überhaupt nicht bekannt, wenn er nicht so seltsam aufgetreten wäre. Er wäre gar nicht in die Medien gekommen, wenn er nicht so gehandelt hätte, so gelebt hätte, wie er gelebt hat. Das heißt, das ist ein Kreislauf, in den er sich selbst hineinbegeben hat und aus dem er dann vielleicht nicht mehr herausgefunden hat, aber der ursächlich an ihm liegt. Natürlich haben Menschen wie Medien oder die Mediengestalter, Journalisten, haben Menschen wie Zuschauer, Menschen wie die Öffentlichkeit eine Verantwortung, aber die erste Verantwortung hat jeder Mensch für sich selbst und wir leben heute in einer Gesellschaft, in der auch Psychologen und Therapien immer abwälzen, die Verantwortung habe nicht ich, sondern die hat eben meine Eltern, die Verantwortung für mein Leben habe nicht ich, sondern hat die Schule, hat die Gesellschaft, haben die Journalisten, ich weiß nicht wer. Statt dass wir erkennen und dass jeder Mensch erkennt, dass er Verantwortung hat, das ist (00:05:02) bestimmt nicht an Gott liegt, dass dieses Problem ist. Wie sagt der Jesus in Lukas 19 Vers 10, wird das festgehalten, der Sohn des Menschen ist gekommen zu suchen und zu erretten, was verloren ist. Das hat auch dieser Mensch erleben dürfen. Gott ist in Christus zu ihm gekommen, er hat gesucht ihn zu erretten. Er ist gekommen damals und er wendet sich an jeden Menschen, auch an diesen Menschen hat sich der Herr Jesus gewendet, hat an sein Herz sich gewendet, an sein Gewissen. Wir wissen ja nicht, ob er in den letzten Augenblicken in den Fluten vielleicht sogar tatsächlich zur Bekehrung gekommen ist. Jetzt ist es müßig darüber nachzudenken, aber es liegt nicht an Gott. Gott hat sich an ihn gewendet und der Mensch hat selber Verantwortung, denn Gott hat die Welt so sehr gelebt, wie das in Johannes 3 Vers 16 heißt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ein ewiges Leben habe. Jeder Mensch kann sich bekehren, jeder Mensch kann bei Gott Anerkennung finden, nicht für unsere menschlichen Taten, da haben wir gar nichts zu bieten, aber Gott nimmt jeden an, (00:06:01) der zu ihm kommt. Das heißt, ich brauche die Anerkennung der Menschen nicht, wenn ich weiß, dass ich bei Gott meine Heimat habe, dass ich bei dem Herrn Jesus meine Heimat habe. Das hat auch dieser Mensch erleben dürfen, Daniel Kübelböck. Auch er ist angesprochen worden von Gott, ganz gewiss auch hat er irgendwo mal Kontakte zu Christen gehabt. Was hat er daraus gemacht, was machen wir daraus? Wie heißt das in Apostelgeschichte 17 Vers 30, nachdem nun Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen hat, gebietet er jetzt den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen? Oder in Römer 2 Vers 4, oder verachtest du den Reichtum seiner Güte und Geduld und Langmut und weißt nicht, dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet? Jeder Mensch hat die Gelegenheit und Gott ist vollkommen gerecht, hat die Möglichkeit sich zu bekehren, hat die Möglichkeit eine Heimat zu finden. Wir brauchen nicht unser Elend abzuwälzen auf die Verantwortung von anderen. Natürlich haben Menschen Verantwortung, natürlich habe ich Verantwortung in der Erziehung meiner Kinder, natürlich habe ich Verantwortung für die Gläubigen in dem örtlichen Zusammenkommen. Aber ich bin selber für mein Leben verantwortlich, Gott macht mich auch verantwortlich und ich (00:07:03) kann auch diese Verantwortung, mal so gesagt, übernehmen, weil Gott sie mir überträgt und da wollen wir das nicht unserer Verantwortung abwälzen, wollen wir nicht sagen, der oder jener ist schuld, sondern wir selber haben Verantwortung, sind wir bereit diese Verantwortung anzunehmen? Sind wir bereit uns dieser Verantwortung auch zu stellen, um dann eben ein solches Leben zu führen, wie wir es vor Gott vertreten können? Oder laufen wir vor dieser Verantwortung weg, indem wir versuchen anders zu sein, jeder Masche, jeder Mode mitzumachen, die gibt es nicht nur in dieser Gesellschaft, die gibt es auch unter Christen, auch da kann man versuchen, Moden mitzumachen und dann auf einer Welle mitzuschwimmen, aber das führt mich nicht zu Gott, das führt mich nicht auch zu einem erfüllten, zu einem glücklichen Leben, sondern wenn ich Verantwortung für mein Leben übernehme, indem ich sehe, ich bin ein Mensch, der verantwortlich ist vor Gott, ich bin ein Christ, der verantwortlich ist vor Gott, ich kann über mein Leben bestimmen, ja Gott bestimmt über mein Leben, schon recht, aber er übergibt mir diese Verantwortung und ich kann mein Leben führen, indem ich glücklich in der Gemeinschaft mit dem ein Jesus handle oder eben nicht. Das ist eine Verantwortung, die wir haben und die dieser junge Mann eben nicht wahrgenommen (00:08:04) hat und wo die Medien und auch die Gesellschaft heute propagiert, mach alle anderen verantwortlich, der geht zu einem Therapeuten, der sagt an der und jener und die Eltern und die Gesellschaft, die sind verantwortlich, die sind schuld, du brauchst keine Verantwortung zu übernehmen, das ist im tiefsten Sinn unbiblisch. Nein, ich kann Verantwortung übernehmen für mein Leben, ich soll das tun und dann habe ich auch das Ziel meines Lebens in meiner Hand, ob ich mit dem ein Jesus, mit Gott das Leben führe, mit meinen Glaubensgeschwistern oder nicht, das liegt nicht an Gott, das liegt nicht an der Gesellschaft, das liegt ganz allein an mir.
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