Am: So, 9. August 2026
Dreimal hat Petrus den Herrn verleugnet. Wie traurig, wenn wir an seine kühnen Worte denken, dass er bereit wäre, sogar mit Christus zu sterben. Aber Petrus kam zur Einsicht und Umkehr. Ganz andes Judas, bei dem es keine Buße, kein echtes Bekenntnis, sondern nur ein Geständnis gab. Wie oft sagen Menschen, was sie Böses getan haben, aber es ist keine wahre Buße damit verbunden.
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(00:00:00)
Wir haben bei dem letzten Mal gesehen, wie der Herr Jesus von Judas verraten wurde und
sich würdig ergeben hat, in einer würdevollen Weise.
Wir haben gesehen, wie der Herr Jesus zu der Wahrheit stand, zu der Wahrheit Gottes, zu
der Wahrheit seiner Person.
Und jetzt sehen wir ab Vers 69 in Kapitel 26 des Matthäus-Evangeliums, wie einer, der
sich vorlaut hervorgetan hatte, um zu sagen, ich werde dich nicht verlassen, ich werde
an deiner Seite stehen, durch drei Lügen offenbart, vollständig offenbart, dass er
nicht in der Lage war, dem Herrn Jesus zu folgen.
Petrus aber stand draußen im Hof, und eine Magd trat zu ihm und sprach, auch du warst
mit Jesus, dem Galiläer.
Der Jesus war draußen im Hof, da wo der Herr Jesus nicht war.
Er hat sich nicht zu dem Herrn Jesus gestellt, nicht zu dem Herrn Jesus gesellt, nicht vor
den Herrn Jesus gestellt, er hat nicht bekannt, dass er zu ihm gehörte, sondern im Gegenteil,
er hat sich zu denen gesetzt, um zu sehen, was passieren würde, die die Feinde des Herrn
Jesus waren.
Und jetzt kommt nur eine Magd, das ist auch nur so eine Magd, hatte er nicht gesagt, ich
werde, auf keinen Fall werde ich dich irgendwie verleugnen, auf keinen Fall werde ich irgendwas (00:01:03)
tun, um mich nicht an deine Seite zu stellen, alle werden Anschluss nehmen, ich nicht, jetzt
kommt nur so eine Magd, auch du warst mit Jesus, dem Galiläer, er aber leugnete vor
allen und sprach, ich weiß nicht, was du sagst, er leugnete, er log, das war eine Sünde,
vor allen, alle haben das mitbekommen und haben das zuhören können.
Und er hat aktiv gelogen, er hat nicht nur gesagt, ach, worüber redest du, nein, ich
weiß nicht, was du sagst, er tat so, als ob er mit dem Herrn Jesus nichts zu tun hätte,
der Jesus hat das mitbekommen, das muss ihm das geschmerzt haben.
Vers 71, als er aber in das Tor hinausgegangen war, sah ihn eine andere und sie spricht zu
denen dort, dieser war mit Jesus, dem Nazaräer, diesem verachtenden Namen, den sie benutzt,
der Jesus der Nazaräer, nicht der Herr Jesus, nicht der Sohn Gottes, dieser Nazaräer, der
aus Nazareth, aus dem Norden stammt, aus diesem verachteten Teil, das ist doch dieser verachtete (00:02:02)
und der war dabei und wieder leugnete er, Petrus, mit einem Eid, jetzt geht er weiter,
er leugnet, aber er schwor dabei auch, ich kenne den Menschen nicht, Petrus hat nicht
nachgedacht, wir wissen aus dem Markus Evangelium, dass nicht nur einmal, sondern zweimal der
Hahn gekräht hat, aber Petrus ließ es sich nicht aufhalten, ist das nicht ein Bild von uns,
Gott gibt uns Warnlampen, Gott sagt uns vorher in seinem Wort, dass wir manchmal gefährlich leben,
wenn wir uns der Welt aussetzen, aber dann geschieht das, dann machen wir das einmal und
dann machen wir das zweimal und wir lassen uns nicht warnen, lassen uns nicht von einem falschen
Weg abbringen, ja, wir sind der Meinung, wir können uns, kann das nicht passieren, wir sind
im Recht, wir handeln richtig, wir sprechen richtig und dann heißt es Vers 73, kurz darauf aber traten
die dastehenden herzu und sprachen zu Petrus, wahrhaftig, auch du bist einer von ihnen, denn
auch deine Sprache verräte ich, nämlich aus dem Norden Galiläa kommend, da fing er an zu fluchen
und zu schwören, ich kenne den Menschen nicht, ich kenne den Menschen nicht, Fluch und Schwur, es geht (00:03:05)
immer weiter, erst hat er gesagt, dann hat er geschworen, jetzt schwört er und flucht, wie zeigt
das das Herz des Petrus, wir brauchen gar nicht auf ihn herabzuschauen, denn das ist mein Herz,
das ist unser Herz, aber es zeigt, wie der Jesus Recht hatte, wie er immer Recht hatte, ihr alle
werdet Anstoß an mir nehmen und flehen und sogleich krähte der Hahn, was für eine Fürsorge, dass Gott
sogar die Schöpfung benutzt, um sich jetzt an das Gewissen von Petrus zu wenden, um ihn darauf
Aufmerksamkeit zu machen, was wirklich los war und Petrus erinnerte sich an das Wort Jesu, der gesagt
hatte, er der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen, es ist doch irgendwie herzbewegend,
auch herzzerreißend, dass Petrus jetzt doch zur Einsicht kommt, dass er jetzt irgendwie inne hält,
er hört den Hahn und erinnert sich, Gott lässt in ihm diese Erinnerung hochkommen, er ging hinaus
und weinte bitterlich, das ist eben das Schöne wieder bei Petrus, Petrus hat ja total versagt,
wie wir viel mehr und öfter versagen, aber er ist sofort, als dann diese Sache kommt, dass der Jesus (00:04:06)
ihn, wie er das vorher gesagt hat, sozusagen in sein Gewissen spricht, da kehrt er um, da ist er
wirklich so erschüttert über das, was er getan hat, da beschönigt er auch nichts, sondern er kehrt
einfach um, aber wenn das doch ein Vorbild für uns wäre, dass wir, wenn wir ertappt werden bei einem
bösen, bei einer bösen Tat, wenn wir eben durch die Gnade des Herrn erkennen, das war verkehrt, dass
wir innerlich weinen und dass wir nicht weitermachen, dass wir nicht gegen die Brüder vorgehen, dass wir
nicht gegen das Wort Gottes handeln, sondern dass wir wirklich innerlich zusammenbrechen und jetzt
kommt Kapitel 27, da sehen wir Reue ohne Buße von Judas und auf der anderen Seite das treue
Bekenntnis des leidenden Christus, der auch hier weiter wirklich zu Gott, zu seiner Person, zu der
Wahrheit gestanden hat. Als es aber Morgen geworden war, hielten alle hohen Priester und Ältesten des
Volkes Rat gegen Jesus, um ihn zur Tode zu bringen. Ja, jetzt wird offensichtlich, was in ihren Herzen
war. Sie wollten nicht recht sprechen, sie wollten nicht gerechte Richter sein, sondern sie wollten (00:05:05)
Jesus umbringen. Das war in ihren Herzen. Sie, die eigentlich als Priester für das Volk vor Gott
standen, vor dem Volk für Gott standen, hatten nur eigene Interessen, weil dieser Mann sie schon die
ganze Zeit gestört hatte, weil sein Licht, seine Herrlichkeit, seine Wahrheit, die Herrlichkeit
des Herrn Jesus, ihr Gewissen sofort in das Licht gestellt hat und offenbar gemacht hat, was sie für
böse, ungläubige Menschen waren. Und nachdem sie ihn gebunden hatten, immer noch hatten sie Angst,
er würde weglaufen, als ob diese Fesseln den Herrn Jesus hätten halten können. Führten sie ihn
weg und überlieferten ihn Pontius Pilatus, dem Stadthalter. Sie wussten, dass sie selbst den
Herrn Jesus nicht letztendlich verurteilen konnten und brauchten jetzt einen Römer. Diese Römer,
die sie so hassten, von denen sie sich nicht belehren lassen wollten und regieren lassen
wollten, die brauchten sie jetzt. Und jetzt passte es ihnen in ihr böses Spiel hinein und sie benutzten
sie, sie versuchten sie zu benutzen. Als nun Judas, der ihn überliefert hatte, sah, dass er verurteilt (00:06:04)
wurde, rollte es ihn. Ja, Judas hatte wahrscheinlich vermutet, dass der Jesus zwar gefangen genommen
würde, aber dann in einer wunderbaren Weise sich befreien würde. Aber jetzt sah er, dass er verurteilt
wurde und er hat den Eindruck, es geht so weiter. Da rollte es ihn und er brachte die 30 Silberstücke
den Hohen Priestern und Ältesten zurück und sagte, ich habe gesündigt, indem ich schuldloses Blut
überliefert habe. Man könnte fast meinen, das ist ein Bekenntnis, das ist es aber nicht. Und
deshalb müssen wir so vorsichtig sein, wenn einer sagt, ich habe gesündigt, das als ein Bekenntnis
anzunehmen. Judas hat hier gar nichts bekannt. Er hat zugegeben, dass das verkehrt war, aber nicht
sein Herz und sein Gewissen waren davon betroffen. Denn das, was er jetzt weiter tut, offenbart, dass
er eben vielleicht eine gewisse Reue hatte, aber nicht wirklich innere Umkehr, innere Buße. Und das
macht uns so vorsichtig, das muss uns so vorsichtig machen, im Blick auf sogenannte Bekenntnisse, dass
jemand sagt, ja, ich habe etwas Falsches gemacht, ich habe gesündigt. Das kann ja sogar sein, dass das
aufrichtig gemeint ist, aber das ist noch keine Buße, das ist noch kein wirkliches Bekenntnis, keine (00:07:03)
Umkehr. Die muss sich nämlich durch Taten zeigen. Und hier zeigen die Taten, dass da keine innere
Umkehr gewesen ist. Deshalb brauchen wir Zeit, um das sehen und beurteilen zu können. Und bei Judas
sieht man, was eben die Folge war. Sie aber sagt, was geht das uns an? Was haben wir denn damit zu
tun? Wir haben dir das gegeben. Jetzt haben wir auch diesen Jesus da in unseren Händen. Jetzt guck du,
wie du da klarkommst. Wir haben doch kein Problem damit und wir haben doch nichts mit dir zu tun.
Seht ihr, das ist der Teufel. Er nimmt unsere Hand, wenn wir sie ihm bieten, aber dann lässt er uns
fallen. Das ist eben ganz anders als der Jesus bei Petrus. Er hat ihn angeblickt, wie das im Lukas
Evangelium steht. Er hat diesen Kran, diesen Hahn krähen lassen und zeigt damit, dass er Petrus nicht
fallen gelassen hat, wie hier Judas Iskariot von den Feinden fallen gelassen wird. Sieh du zu. Und er
warf die Silberstücke in den Tempel, machte sich davon und ging hin und erhängte sich. Was für ein
furchtbares Ende. Wir wissen nicht genau, wann das geschehen ist. Matthäus folgt hier keiner
zeitlichen Reihenfolge. Aber der Herr, dieser falsche Jünger, dieser böse Jünger, er hat das eben zum (00:08:04)
Anlass genommen, weil er merkte, es ist vorbei. Dem kann ich nicht mehr unter die Augen treten.
Er war inspiriert durch Satan. Satan war in sein Herz gefallen. Er erhängt sich. Was für ein
furchtbares Ende. Genau wie bei Eitelhofel. Zwei Männer, die im ewigen Gericht sein werden. Es kann
nichts Schlimmeres geben, als den Herrn der Herrlichkeit, als den Herrn Jesus in die Hände
sündiger Menschen zu überliefern. Die jungen Priester aber nahmen die Silberstücke und sprachen,
es ist nicht erlaubt, sie zu dem Korban zu geben, also zu diesem Tempelschatz, da es ja Blutgeld ist.
Also ihnen ist bewusst, was das eigentlich für eine Sache war, die sie da vereinbart haben.
Und deshalb tun sie äußerlich heilig. Das ist diese Heuchelei, die auch in unseren Herzen so ist.
Ja, äußerlich so heilig zu tun und in der Herzen böse zu sein. (00:09:08)
Das ist ja ein Zitat ganz besonders aus dem Propheten Zacharja 11 Verse 12 und 13. Nimmt
aber eben auch Bezug auf Jeremia 18, die Verse 7 bis 10 und Kapitel 19, die Verse 2, 4, 6 und 12,
auch Kapitel 32 Vers 6 und 7, wo es um den Kauf geht von solchen Äckern, von solchen Feldern.
Und es zeigt, dass Gott auch hierin das längste im All das damit aufgezeichnet hat. Nicht,
dass Judas Iskariot hätte sagen können oder sagen können wird. Ich konnte ja gar nicht anders,
weil das im Alten Testament steht. Nein, da war das nicht auf direkte Art und Weise geschrieben.
Aber er erfüllte das, was Gott längst in sein Wort hat aufnehmen lassen. Ja,
wie furchtbar war das für den Jesus. Einer seiner Jünger hat ihn verleugnet. Das war schon schlimm
genug, aber ihn konnte er zurechtbringen. Der andere hat ihn verraten, hat ihn überliefert
und er hat sich jetzt erhängt. Und Jesus wusste das. Der hat das ja nicht sehen können da. Wie (00:10:04)
gesagt, wir wissen nicht genau, wann exakt das dann auch passiert ist. Aber wir sehen eben,
wie der Jesus ganz allein war. Inmitten dieser Feinde, die sich durch Brutalität offenbart hatten,
durch Bosheit, durch Falschheit. Jetzt in den Händen auch von Pilatus, von den Römern. Und
der Jesus ganz allein in dieser Weihe, in dieser Treue, in dieser Hingabe. Wir werden dann jetzt
ab Vers 11 im nächsten Podcast sehen, wie er sich auch in dieser Hingabe, in dieser Treue,
in diesem Gehorsam, in dieser Wahrheit, diesem Verhör von Seiten des römischen Menschen,
dieses Pilatus, dieses Herrschers, wie er dort sich erwiesen hat, als der Treue,
als der hingebungsvolle Knecht Gottes.