Am: So, 26. Juli 2026
Judas' Verrat muss den Herrn in seinem Herzen geschmerzt haben. Drei Jahre lang hatte Er ihn getragen, ertragen und nicht anders behandelt als die anderen elf Jünger. Aber dieser Mann war ein Teufel. Was für ein Kontrast dazu die Hingabe und Ergebenheit des Herrn, der auch vor seinen ungerechten Richtern immer zur Wahrheit stand.
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Ab Vers 47 in Matthäus 26 kommen wir jetzt dazu, dass Judas seinen Verrat durchführt.
Und im Gegensatz dazu finden wir ab Vers 51 die wunderbare, würdevolle Ergebenheit des
Herrn Jesus in das, was vor ihm stand.
Der Jesus hatte in Gethsemane gebetet, das muss ein längerer Zeitraum gewesen sein,
wir können ja nicht sagen drei Stunden, aber es war jedenfalls eine längere Zeit.
Und dann heißt es, und während er noch redete, nämlich zu seinen drei Jüngern, siehe, da
kam Judas, einer der zwölf, und mit ihm eine große Volksmenge mit Schwertern und
Stöcken, ausgesandt von den hohen Priestern und Ältesten des Volkes.
In unserem Evangelium wird nicht beschrieben, dass Judas Iskariot den Raum verlassen hat.
Das finden wir ja ganz besonders im Johannesevangelium Kapitel 13 ausgeführt.
Hier sehen wir, dass er eben die Jünger verlassen hatte, die anderen elf, auch den
Herrn Jesus, um sich eben zu den hohen Priestern und Schriftgelehrten und so weiter zu begeben,
um dann mit ihnen, mit einer großen Volksmenge, die auch noch mit Gewalttatinstrumenten,
Schwertern und Stöcken ausgestattet war, ausgesandt eben von den hohen Priestern und (00:01:04)
Ältesten des Volkes, gegen den Herrn Jesus zu kommen.
Der ihn aber überlieferte, der Geist Gottes nimmt jetzt nicht einmal mehr das Wort, seinen
Namen in den Mund, Judas, eigentlich heißt das Lob Gottes, aber hier war er ein Verräter,
der Hasser Gottes, der Hasser des Herrn Jesus.
Der ihn aber überlieferte, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt, wen irgend ich
küssen werde, der ist es, der ihn greift.
Und einerseits war es natürlich hier dunkel, es war Nacht.
Zum Zweiten zeigt uns das, dass der Herr Jesus äußerlich nicht irgendwie groß erkennbar
war.
Der hatte eben keinen Heiligenschein, wenn ich das mal in Ehrfurcht sagen darf.
Der sah aus wie jeder andere dieser Männer, auch dann seiner Jünger und deshalb konnte
man ihn nicht so ohne weiteres unterscheiden, erst recht eben nicht in der Nacht und deshalb
musste ein Zeichen her und dann ist eben das schon irgendwie besonders, dass Judas Iskariot
vereinbart, ein Zeichen der Fürsorge, der Liebe, der Zuneigung zu nehmen, um das exakte
Gegenteil davon zu zeigen, zu tun, nämlich den Verrat.
Das zeigt, was in dem Herzen des Menschen ist, diese Hypokrisie, also diese Heuchelei, (00:02:08)
dass man so tut, als ob man sich um jemanden kümmert und in Wirklichkeit hasst man ihn
abgrundtief und will ihn verkaufen, wen irgend ich küssen werde.
Und sogleich trat er zu Jesus und sprach, sei gegrüßt Rabbi und küsste ihn sehr,
das heißt vielmals und zärtlich.
Hatte er den Herrn Jesus nicht kurze Zeit davor noch gesehen gehabt?
Was tut er hier?
Das war ja für jeden auffällig, dass das nur ein Schein, dass das nur Lug und Trug
war.
Sei gegrüßt Rabbi.
Ja Herr, das war er nie für ihn und küsste ihn sehr.
Was für eine abgrundtiefe Bosheit, was für eine ekelhafte Szene, die hier vor uns ist,
die der Jesus ertragen hat, die er erduldet hat.
Er wusste ja, was auf ihn zukommen würde, er hätte ihn ja abhalten können, er hätte
ihm eine Urfeige geben können, das alles hätte er tun können, hat er nicht getan.
Jesus aber sprach zu ihm, Freund, wozu bist du gekommen?
Freund heißt hier nicht inniger Freund, heißt Genosse. (00:03:01)
Noch einmal ein Appell, ja Appell ist falsch gesagt, es ist noch einmal ein Wort, das sich
an sein Wissen richtet.
Wir wissen aus dem Johannes Evangelium, dass inzwischen der Satan in sein Herz gefahren
war, dass er inspiriert handelt hier durch den Teufel.
Es ist eine einzigartige Person, wir können das nicht vergleichen mit irgendjemandem heute.
Es wird noch einmal einen Sohn des Verderbens geben, das ist der Antichrist, der in gleicher
Weise inspiriert sein wird durch den Teufel.
Dann traten sie herzu, die Juden, diese Soldaten und legten die Hände an Jesus und griffen
ihn.
Aus Johannes wissen wir, dass sie erst zu Boden fielen, aber hier kamen sie, von Sünde
besudelt, von ihrer Bosheit besudelnden Hände legten sie an den Herrn Jesus und er ließ
das zu.
Und sie, einer von denen, die mit Jesus waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert und
schlug den Knecht des Hohen Priesters und hieb ihm das Recht, das Ohr ab.
Wir wissen aus dem Johannes Evangelium, dass es Petrus war.
Hier wird das nicht weiter beschrieben.
Der, der noch gesagt hat, ich bin bereit, mit dir zu leiden, mit dir alles auszuharren.
Hier nimmt er das Schwert.
Was für ein Kontrast zu dem Herrn Jesus, der das still in Hingabe, in Weihe für Gott (00:04:02)
ertragen hat.
Einer, der mit menschlichen, fleischlichen, weltlichen Mitteln versuchte, das Ganze abzuwenden.
Da sprach Jesus zu ihm, stecke dein Schwert an seinen Platz.
Denn alle, die das Schwert nehmen, werden durch das Schwert umkommen.
Ja, wer gewalttätig handelt, der wird Gewalttat erfahren.
Das lernen wir heute auch.
Das ist ein Prinzip, das auch heute noch wahr ist.
Auch solche, die große Kriege führen, am Ende sind sie selbst darin umgekommen, sind
sie selbst umgekommen.
Das ist die absolute Ausnahme, die Gott auch manchmal zulässt, dass so jemand tatsächlich
nicht durch Gewalt umkommt.
Aber wir sehen heute so manche Gewalthaber, so manche, die sich über zig Jahre an der
Macht gehalten haben und das eben mit solchen Mitteln der Unterwerfung und Brutalität und
viele von ihnen haben das selber erdulden müssen.
Das sagt der Jesus.
Und wir als Christen wollen uns das zu Herzen nehmen.
Wir streben nicht danach, irgendwie in eine Armee zu gehen und so weiter, sondern wir
wollen dem Herrn treu und auch gehorsam dienen und das ohne Gewalt. (00:05:01)
Oder meinst du, dass ich nicht meinen Vater bitten könnte und er mir jetzt mehr als zwölf
Legionen Engel stellen würde?
Ja, der Herr Jesus hatte eine große Macht, die über alles steht, was hier auf der Erde
ist.
Und auch damals stand, hatte er zur Verfügung, er hätte mehr als zwölf Legionen Engel nehmen
können.
Das ist ja eine unvorstellbare Anzahl an Engeln, aber das tat er nicht.
Wie sollten denn die Schriften erfüllt werden, dass es so geschehen muss?
Ja, der Herr Jesus, der war wirklich bereit, war wirklich bereit, in dieser Hingabe alles
zu erdulden, um die Schriften zu erfüllen, um das zu tun, was Gott von ihm wollte.
In jener Stunde sprach Jesus zu den Volksmengen, seid ihr ausgezogen wie gegen einen Räuber
mit Schwertern und Stöcken, um mich zu fangen?
Täglich saß ich leerend im Tempel und ihr habt mich nicht ergriffen, gegriffen.
Aber dies alles ist geschehen, damit die Schriften der Prophetin erfüllt würden.
Da verließen ihn die Jünger alle und flohen.
Ja, der Herr Jesus gibt sich willig hin, der Jesus ist wirklich bereit, sich in diese Hände (00:06:04)
der Sünder zu begeben, weil er die Schriften erfüllen wollte, diese Schriften, die er
selbst gegeben hat, diese Schriften, die von seinen Leiden zeugten, diese Schriften, die
davon zeugten, dass er sterben würde, diese Schriften, die zeigten, dass der Messias hinweg
getan würde und nichts haben würde und er war dazu bereit.
Er, ja, da verließen ihn die Jünger alle und flohen, nicht einer blieb dabei.
Petrus, Jakobus, Johannes, sie alle sind davon marschiert, sie alle haben diesen Anschluss
genommen, wie der Jesus gesagt hat.
Hatte Petrus nicht groß getönt, vorher ich nicht, er war weg.
Hatten die anderen Jünger nicht in gleicher Weise gesprochen, Vers 35, ebenso sprachen
auch alle Jünger, aber keiner blieb, keiner war bereit, diese Schmacht des Herrn Jesus
zu teilen.
Wir staunen über seine Hingabe und jetzt finden wir dann das Zeugnis der Wahrheit Jesu
auf der einen Seite, in den Versen 57 bis 68 und dann auf der anderen Seite die drei
Lügen von Petrus, der eine, der zur Wahrheit steht, auch in den schwierigsten Umständen
der andere, der den Herrn Jesus dreimal durch Lügen verleugnet. (00:07:04)
Die aber Jesus gegriffen hatten, führten ihn weg zu Kaia, fast dem Hohen Priester,
wo die Schriftgelehrten und die Ältesten versammelt waren.
Die Juden, die eigentlich Recht sprechen sollten, die Juden, die eigentlich in Übereinstimmung
mit Gottes Wort handeln sollten, sie handelten hier gegen den Christus Gottes und damit gegen
die Schriften.
Petrus aber folgte ihm von Weitem bis zu dem Hof des Hohen Priesters und ging hinein und
setzte sich zu den Dienern, um das Ende zu sehen.
Ja, Petrus, der war auch weggelaufen, aber jetzt hat er doch gedacht, ich will doch mal
gucken, was da eigentlich ist.
Hat er Mut gefasst?
Wir wissen das nicht.
Aber wo geht er hin?
Er geht nicht zu dem Herrn Jesus, da wäre er bewahrt geblieben, sondern er setzt sich
in den Hof zu den Dienern, um das Ende zu sehen.
Er wollte auch wissen, wie es weitergeht.
Er wollte nicht an der Seite des Herrn stehen, das hatte er doch bekannt.
Wenn alle dich verlassen, ich nicht.
Aber auch da stellt er sich nicht zu dem Herrn Jesus.
Ja, das sieht, was unser Fleisch ist, dass wir eben nicht dazu in der Lage sind.
Aber der Herr geht in Würde weiter.
Die Hohen Priester aber und das ganze Zenetrium suchten falsches Zeugnis gegen Jesus, um ihn (00:08:03)
zu Tode zu bringen.
Sie wollten nicht Recht sprechen, sie wollten den Herrn Jesus umbringen, sie wollten ihn
zu Tode bringen.
Und sie fanden keines, kein Zeugnis gegen ihn, obwohl viele falsche Zeugen herzutraten.
Sie haben alles organisiert, aber es hat nicht geklappt.
Das ist wirklich erstaunlich, dass der Mensch nicht mal so getan hat, als ob es diese Zeugen
gab.
Und Gott hat die Torheit des Menschen sichtbar gemacht und hat ihnen ihre eigene Sünde vor
Augen gestellt.
Sie haben das nicht angenommen.
Zuletzt aber traten zwei dazu und sprachen.
Dieser sagte, ich kann den Tempel Gottes abbrechen und ihn in drei Tagen aufbauen.
Das hatte der Jesus nicht gesagt.
In Johannes 2 Vers 19 bis 21 hat er davon gesprochen, dass sie den Tempel abreißen
würden.
Und der hohe Priester stand auf und sprach zu ihm, antwortest du nichts, was bringen
diese gegen dich vor?
Jesus aber schwieg.
Das ist beeindruckend, dass wir jetzt feststellen werden, dass bei jedem dieser Verhöre, der
Jesus einmal gesprochen hat und das immer nur nicht um sich selbst zu verteidigen, sondern (00:09:04)
um zu der Wahrheit, zu seiner Herrlichkeit, zu Gott zu stehen.
Jesus aber schwieg.
Was für eine Hingabe.
Er hat sich nicht einmal selbst verteidigt.
Wie oft sind wir dabei?
Selbst wenn es gar nicht um solche Dinge geht, um selbst zu verteidigen, der Jesus hat das
nicht getan.
Und der hohe Priester hob an und sprach zu ihm, ich beschwöre dich bei dem lebendigen
Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes.
Jetzt gibt es diesen Schwur von Seiten des hohen Priesters, das ist ja anders als bei
uns.
Wenn der hohe Priester das geschworen hat, dann musste derjenige, der vor ihm stand,
auch antworten.
War der Jesus der Christus, der Sohn Gottes?
Das war er.
Er war der Messias.
Er war mehr als der Messias, er war der Sohn Gottes, so wie das in Psalm 2 auch ausgedrückt
wird.
Jesus spricht zu ihm, du hast es gesagt.
Ja, der Jesus stand dazu, er stand zu der Wahrheit.
Er hat nicht verleugnet, wer er wirklich war, im Unterschied zu Petrus.
Doch ich sage euch, fügt er hinzu, von jetzt an werdet ihr den Sohn des Menschen zur Rechten
der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen.
Mit anderen Worten, sie würden den Herrn Jesus jetzt beseitigen und wenn sie ihn wiedersehen (00:10:01)
würden, dann würde er in Macht und Herrlichkeit kommen.
Das ist das nächste Mal, dass die Welt ihn, den Christus, den Sohn des Menschen, wie er
sich selbst nannte, sehen würde.
Da zerriss der hohe Priester seine Kleider und sprach, er hat gelästert, was brauchen
wir noch Zeugen.
Ja, wenn der Jesus nicht Sohn Gottes wäre, dann wäre das Lästerung gewesen, aber war
das.
Insofern hatte er nicht gelästert und die jungen Priester haben es eben nicht geschafft,
mit eigenen falschen Zeugen den Herrn Jesus zu verurteilen, ihm Ungerechtigkeit vorzuwerfen.
Und jetzt wird er verurteilt, weil er zu der Wahrheit stand, weil das wahr war, was er
sagte.
Das zeigt das Herz des Menschen.
Siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört.
Was meint ihr?
Sie aber antworteten und sprachen, er ist des Todes schuldig.
Keine gesetzliche Führung, nicht irgendwas an dem Wort Gottes, nicht irgendwie ein Verweis
darauf, dass das doch im Alten Testament längst verankert war, sondern einfach der Hass, um
den Herrn Jesus zu beseitigen.
Das ist aber nicht alles.
Unrecht, haben sie gesprochen.
Jetzt heißt es weiter, dann spiehen sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäusten. (00:11:01)
Einige aber schlugen ihm ins Angesicht und sprachen, weiß, sage uns Christus, wer ist
es, der dich schlug?
Ja, in welcher Brutalität, da kommt die Brutalität des Menschen hervor.
Hat das Gesetz diese Brutalität nicht eigentlich zurückgehalten?
Hätte es.
Aber sie haben sich nicht davon zurückhalten lassen.
Sie haben nicht nur Unrecht gesprochen, sie haben auch brutal gehandelt.
So finden wir die beiden Sünden, Verdorbenheit und Gewalttat, 1.
Mose 6 Vers 11.
Die beiden Sünden von Adam und Eva, Verdorbenheit und von kein Gewalttat, hier miteinander vereinigt
gegen Christus.
Einige schlugen ihm ins Angesicht und sprachen, weiß, sage uns Christus, wer ist es, der
dich schlug?
Sie haben ihm das Angesicht verhüllt und dann sag uns doch, wer du bist.
Er wusste das genau.
Er hat geschwiegen.
In was für einer Hingabe hat er diese Behandlung erduldet.
Petrus sagt uns in 1.
Petrus 2, dass das ein Vorbild für uns ist.
Wie oft sind wir sofort dabei, selbst wenn es um weniger geht, sogar begehren wir auf,
wenn wir zu Recht verurteilt werden.
Wenn zu Recht, sagen wir von der Versammlung, ein Urteil gesprochen wird, dann sind wir (00:12:02)
damit nicht einverstanden.
Nein, ganz anders der Herr, obwohl er der Einzige war, der im Recht war, obwohl er zu
Unrecht hier so behandelt wurde, auch brutal, hat er geschwiegen in Hingabe.
Wir können ihn nur bewundern und wir können ihn anbeten für das, was er hier getan hat,
ja wer er hier war.