Trotz schlimmer Feindschaft: zur Ehre Gottes leben - David (FMN)

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Sauls Eifersucht und Speerwürfe

Schon früh in Davids Leben hat Gott es so gelenkt, dass Saul – der sich von Gott abgewandt hatte – von einem bösen Geist geplagt wurde (1. Sam 16,14–23). David wurde als beruhigender Musiker an den Königshof geholt und diente Saul treu.

Und wie reagierte Saul? Nachdem David mit Gottes Hilfe Goliath besiegt hatte und die Leute begeistert von ihm sprachen, wurde Saul eifersüchtig. Als ihn dann wieder der böse Geist überkam, warf er gleich zweimal einen Speer nach David (1. Sam 18). Aber Gott beschützte seinen Diener.

⇒ Wenn du wegen deines Glaubens gemobbt oder abgelehnt wirst, weil du treu und ehrlich leben willst: Sei sicher, Gott ist bei dir. Er hat uns zwar keinen äußeren Schutz garantiert, aber Er lässt uns nie allein. 

Sauls hinterhältige Taktik

Als seine Mordversuche fehlschlugen, versuchte Saul es auf andere Weise (1. Sam 18,22 ff.). Die Philister waren noch nicht vollständig besiegt. Als er dann merkte, dass eine seiner Töchter David liebte, sah er eine Gelegenheit. Er verlangte von David, dass er 100 Philister besiegte, um sie heiraten zu dürfen. Er hoffte, dass David an dieser Herausforderung scheitern und dabei umkommen würde. Aber Saul hatte sich getäuscht: Gott half David, und er überlebte.

⇒ Vergiss nie: Gott segnet Menschen, die ihr Leben für Ihn leben. Wenn du Ihm treu dienen willst, zeigt Er dir immer einen Ausweg aus scheinbar ausweglosen Situationen. 

Wird der Hass irgendwann weniger?

Eine Zeit lang sah es so aus, als hätte sich der Hass Sauls beruhigt. Auch, weil Jonathan, sein Sohn, sich für David einsetzte. Aber dann kam wieder ein böser Geist über Saul (1. Sam 19,10 ff.), und er versuchte erneut, David zu töten. Als das scheiterte, wollte er David nachts von seinen Männern ermorden lassen. Doch Gott sorgte dafür, dass Davids Frau Michal das Komplott mitbekam. So half sie ihm, rechtzeitig zu fliehen.

⇒ Glaube nicht, dass der Hass dieser Welt oder von reinen Namenschristen gegen Gläubige von allein aufhört. Manchmal sieht es ruhig aus, aber im Hintergrund wirkt der Teufel, der Gott dieser Welt (2. Kor 4,4). Er treibt Menschen an, gegen Gottes Leute zu kämpfen. Deshalb: Bleibe geistlich wach! 

Wenn man schwach wird und lügt

Warten, das sich lang hinzieht, macht das Herz krank (Spr 13,12). So ging es auch David. Die ständige Flucht und der Druck wurden ihm zu viel. So griff er zu einem ungeistlichen Mittel: Er belog den Hohenpriester, um etwas zu essen zu bekommen (1. Sam 21). Nur eine „kleine“ Lüge? Vielleicht. Aber jede bewusste Unwahrheit ist und bleibt Sünde in Gottes Augen.

Übersieh nicht: Die Folgen wogen schwer: Saul ließ 85 Priester töten (1. Sam 23). Dazu gehörte auch der Hohepriester. David war nicht direkt schuld daran, doch seine Lüge hatte das Ganze letztlich ausgelöst. Wie bitter muss ihm das später gewesen sein!

⇒ Wenn dich jemand jahrelang fertigmacht, kann es sein, dass du irgendwann aufgeben willst. Vielleicht ein Klassenkamerad, Mitstudent, ein Kollege oder Nachbar. Genau in solchen Momenten benötigst du besondere Wachsamkeit. Anhaltendes Gebet und gute Freundschaften bieten dann den nötigen Schutz. 

Wie ein Floh gejagt

David fühlte sich wie ein Floh oder ein Rebhuhn: unbedeutend und ständig auf der Flucht (1. Sam 26,20). Auch wenn du so etwas vermutlich noch nie erlebt hast, kannst du dieses Gefühl von David bestimmt nachempfinden. Wie schlimm muss diese Verfolgungszeit für ihn gewesen sein, als Saul mit allen Mitteln versuchte, ihn zu greifen und umzubringen. Saul ließ nicht locker, verfolgte ihn von Ort zu Ort (1. Sam 23–26). Nur weil Gott immer wieder eingriff, überlebte David.

Zweimal hatte David die Chance, sich an Saul zu rächen (1. Sam 24 und 26). Beide Male war Saul wehrlos vor ihm. Und zweimal tat David: nichts. Er ließ Saul am Leben. Das war echte Selbstbeherrschung und Großherzigkeit.

⇒ Wenn du mal die Chance hast, jemandem heimzuzahlen, der dir lange Unrecht getan hat: Denk an David. Oder noch besser: an den Herrn Jesus. Genau dann freundlich zu bleiben, ist echt Christ-lich: „Liebt eure Feinde und tut Gutes denen, die euch hassen“ (Mt 5,44). „Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen; wenn er durstig ist, gib ihm zu trinken; denn wenn du dieses tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln“ (Röm 12,20). 

David als „Schatten-Bild“ auf Jesus

Zum Schluss noch ein schöner Gedanke: David war der zukünftige König, aber er wurde von dem amtierenden König gehasst. Darin ist er ein Vorausbild auf den Herrn Jesus. Als Er auf die Erde kam – der verheißene König mit berechtigtem Anspruch auf den Thron –, regierte ein blutig an die Macht gekommener, gottloser König: Herodes.

Jesus wurde gehasst, verfolgt, missverstanden – und trotzdem blieb Er demütig, geduldig und vollkommen gehorsam gegenüber Gott. Im Gegensatz zu David hat unser Retter nie versagt. Und die Feindschaft, die Er ertragen musste, war noch viel schlimmer als das, was David erlebt hat.

⇒ Mach den Herrn Jesus zu deinem Vorbild. Ein besseres kann es nicht geben!

Folge mir nach – Heft 9/2025

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