Obwohl die Freiheit auf Mauritius nahte ... (Die gute Saat, FMN)

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Im Südwesten der Insel Mauritius liegt der 556 Meter hohe Le Morne Brabant, der durch seine hohen, fast senkrechten Klippen von weitem wie ein Leuchtturm aussieht.

Anfang des 19. Jahrhunderts konnten einige Sklaven auf der Insel von ihren Plantagen entkommen. Sie erklommen den Berg und siedelten sich auf seinem bewaldeten Gipfel an. Dort ernährten sie sich von Schweinen und Affen, Früchten und wildem Honig und lebten einige Jahre ohne jeden Kontakt zur Außenwelt.

Im Jahr 1832 wurden alle Sklaven auf der Insel für frei erklärt, und am 1. Februar 1835 stiegen Soldaten auf den Le Morne Brabant, um diese gute Nachricht auch den ehemaligen Sklaven dort mitzuteilen. Doch diese verstanden die Geste der Kontaktaufnahme falsch: Sie sahen die Soldaten und glaubten, sie sollten wieder mit Gewalt versklavt werden. Deshalb stürzten sie sich viele Hundert Meter tief ins Meer und damit in den sicheren Tod. Sie wollten lieber sterben, als erneut versklavt zu werden – dabei wartete doch die Freiheit auf sie! Noch heute gedenkt die kreolische Bevölkerung auf Mauritius an jedem 1. Februar dieser Verzweiflungstat.

Wie tragisch! Die Freiheit nahte – aber sie verkannten die Absicht der Boten und gingen lieber in den Tod! Doch ist es heute anders? Da ruft Gott die Menschen in Liebe und will sie von Gebundenheit und Sünde befreien; und dieses Evangelium wird Menschen gebracht, die Sklaven der Sünde sind. Doch diese lehnen seine Gnade und Liebe und damit auch die Freiheit ab. Sie weisen die gute Nachricht zurück, bleiben Sklaven der Sünde und gehen für ewig verloren. Wie tragisch und wie hochaktuell!

Wer Gottes Vergebung annimmt, der ist frei; Christus hat für ihn das Lösegeld bezahlt. Freiheit ist auch heute noch eine Frage des Glaubens und Vertrauens!

Der Kalender: Die gute Saat

Folge mir nach – Heft 9/2025

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