Der Fall Liebich und seine Schlussfolgerungen für Christen


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(00:00:00) In den Medien wurde ausführlich in den letzten Tagen, in dieser Woche, über den sogenannten Rechtsextremisten Sven Liebig, der jetzt Mala Svenja heißt, berichtet. Das ist ein großes Unterfangen. Ein Jahr und sechs Monate. So lange muss Sven Liebig wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung ins Gefängnis. Alle Berufungen usw. sind abgelehnt worden. Zum Zeitpunkt, als er verurteilt worden ist, da hieß Liebig eben noch Sven. Und das kann man eben in den Medien nachlesen. Das ist ja eine ziemlich schwierige juristische Situation, wie man jemanden noch bezeichnen darf oder nicht. Denn Liebig hat gegen einige Medien auch Anzeige erstattet, weil sie ihn nicht als Frau, sondern als Mann noch bezeichnen. Weil sie ihn eben nicht mit Mala Svenja ansprechen, sondern eben diesen Sven noch als Vornamen. Und nach deutschem Recht kann man ja inzwischen, das zeigt die Vorstellungswelt unserer Politiker, das ist ein Gesetz, was durch die FDP damals eingebracht worden ist. Wo auch die Grünen und andere Hurra geschrien haben, obwohl von Anfang an mit genau den Folgen gedroht worden ist, (00:01:04) bzw. sie vorgestellt worden sind, die man jetzt hat. Aber es gibt den Deutschen das Recht, jedes Jahr das Geschlecht zu wechseln. Dass wir nach Gottes Gedanke, nein, nach der Schöpfung, dass wir biologisch nur zwei Geschlechter haben, männlich oder weiblich. Ich rede jetzt nicht von den Sonderfällen, wo bei der Geburt im genetischen Bereich tatsächlich ein Problem vorliegt, was in absoluten Ausnahmefällen tatsächlich vorherrscht. Aber finden wir, entweder hat jemand XY- oder XX-Chromosomen. Das heißt, er ist entweder männlich oder er ist weiblich. Aber eben sozial oder politisch kann man sein Geschlecht wechseln. Und so ist derjenige, der, wie man in den Medien nachlesen kann, eben früher Sven hieß, ist jetzt eben Mala Svenja, fühlt sich als seine Frau. Viele meinen, dass er das nur tut, um das Gesetz ad absurdum zu führen. Er tritt jetzt auf, wie man lesen kann, mit Walros-Schnurrbart, mit einem Hut, mit Goldohrringen und mit einem Leoparden-Top. (00:02:02) Und weil er sich eben als Frau fühlt, weil er da diesen Geschlechtseintrag jetzt vorgenommen hat, soll er ins Frauengefängnis. Und da ist natürlich jetzt ein großer Aufschrei gekommen, weil Frauen Angst haben, dass sie dadurch irgendwie in schwierige Situationen kommen können. Dieses sogenannte Selbstbestimmungsgesetz ist im November 2024 in Kraft getreten. Und das macht sich jetzt liebig zugute, der, wie man eben lesen kann, eine feste Größe in der Neonazi-Szene des Bundeslands Sachsen-Anhalt ist. Uns geht es ja nicht um diese konkrete Sache. Es ist einfach abscheulich, wenn man sich mit solchen Dingen als Christ auseinandersetzen muss. Aber das war ein großes Thema in dieser Woche. Und wir wollen einmal überlegen, was das eigentlich für uns bedeutet. Wir sehen, was solch ein Gesetz für Blüten treibt. Man sieht erstens, was passiert, wenn man Gottesordnung nicht mehr akzeptiert. Gottesordnung, die nach Römer 1 Vers 21 sagt, weil sie, die Menschen, die Nationen, die Heiden Gott kennend, (00:03:04) ihn weder als Gott verherrlichten, noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständliches Herz verfinstert wurde. Und dann finden wir ab Vers 24, dass Gott zeigt, was seine Antwort darauf ist oder war. Er hat Zucht geübt, indem er sie hingegeben hat, in den Begierden ihrer Herzen zur Unreinheit, ihre Leibe untereinander zu schänden. Dort ist von Homosexualität die Rede. Und jetzt ist wichtig, dass wir verstehen, dass Gottes Wort Beispiele bringt. Dass wir Gottes Wort nicht einfach einengen dürfen auf den konkreten Sachverhalt, der genannt wird, sondern dass er uns Prinzipien gibt. Prinzipien, und die finden wir gerade jetzt. Hier geht es ja nicht um Homosexualität, sondern hier geht es um Transvestitentum und dergleichen. Und das wird durch das Selbstbestimmungsrecht gefördert. Und das passiert eben, wenn man nicht mehr Gott als Gott anerkennt. Das ist diese Gesellschaft. Diese Gesellschaft, die sagt, es gibt keinen Gott oder jeder hat seinen eigenen Gott, jeder hat seine eigene Religion. Wenn man sich von Gott wegwendet, dann kommt genau das hervor. Dann kommen im moralisch-ethischen Bereich kommt jede Form der Verformung, der Abscheulichkeit, (00:04:04) dessen, was Gottes Wort Gräuel nennt, hervor. Und der Mensch rühmt sich dessen. Ja, so wie der Mensch sich rühmt, sich auszuziehen, frei zu sein, eben nackt durch die Weltgeschichte zu laufen, während Gott sagt, das ist schamwürdig, das ist beschämend und deshalb den Menschen bekleidet hat und damit deutlich macht, jeder, der das Gegenteil tut, der ist beschämungswürdig. Ja, der macht sich eigentlich mit der Sünde eins und zeigt, in was für einem Zustand er ist. Ja, was finden wir dann? Jetzt zweitens, statt das zu bekennen, zuzugeben, dass ein solches Gesetz einfach Murks ist, wird dann herumgewurschtelt daran. Man versucht jetzt irgendwie eine Lösung zu finden, dass dieser Mann, Frau, das liebe ich, eben nicht in ein Männergefängnis kommt, sondern dass er oder sie, was weiß ich, wohin kommt. Also wir sehen hier, es wird nicht gesagt, irgendwas stimmt an dem Gesetz nicht, sondern man muss sagen, ja, wir müssen eine bessere, noch bessere, noch, noch schönere, noch, noch zutreffendere Ausführungsbestimmung machen. Statt einem Bekenntnis finden wir ein Herumwurschteln (00:05:03) um die Folgen für diejenigen, die sich jetzt mit Händen und Füßen wehren, die das vorher auch schon gesagt haben, aber es sind eben nicht ernst genommen worden, dagegen wehren. Ja, und damit sehen wir drittens, dass alles, was nicht von Gott kommt, was in Unabhängigkeit von Gott getan wird, letztlich niemals stringent sein kann, sondern immer widersprüchlich. Gottes Wort ist von Gott und da findet sich nicht ein Widerspruch, nicht ein einziger Widerspruch. Aber alles das, was ohne Gott, was gottlos getan wird, das wird nicht zusammenpassen. Da wird es immer Ecken und Kanten geben, die man ja wiederum verändern muss, um wieder zu einer Lösung zu kommen. Und dann wird man nach einer gewissen Zeit feststellen, ach, das geht hier auch nicht, da muss man wieder, immer wieder muss man reparieren und wird nie zum Ende kommen mit diesen Reparaturen. Das, was nicht von Gott ist, das fällt dadurch auf, dass es in Widersprüchen sich verstrickt. Viertens, natürlich gibt es einen Agenten, der da hintersteht, das ist der Teufel. Er freut sich, Chaos anzurichten und genau das tut er, die ganze Gesellschaft in Verwirrung zu bringen. (00:06:01) Und das tut er auch in diesem Fall und man sieht das ja, wie viel Zeit aufgewendet wird, wie viele Medien über diesen eigentlich Unfug, diese Torheit, diesen Gräuel berichtet haben. Fünftens, so etwas führt natürlich zur Spaltung. Ja, alles, was ohne Gott ist, führt dazu, dass die Menschen gespalten werden. Dass die einen so denken, die anderen so denken, jeder seine Lobbygruppe sucht und jetzt eben im politischen Gefüge dann ein solcher Streit entsteht. Und sechstens, das will der Mensch natürlich nicht wahrhaben, der Mensch gibt sich der Lächerlichkeit preis. Die Gesetze, die Politiker geben sich der Lächerlichkeit preis. Und das ist natürlich ein Problem, dass es kein Vertrauen mehr in Politik gibt, dass es kein Vertrauen mehr in Politiker gibt. Und dass sie sich der Lächerlichkeit durch solche Dinge preisgegeben haben, weil die Leute sich an die Stirn fassen und denken, wozu sind Politiker da, wofür sind Regenten da, wofür ist die Regierung da, wofür haben wir sie gewählt, damit sie uns mit solch einem Unfug, mit einer solchen Absurdität, ja, mit solch einer Sünde dann konfrontieren. Das kann man als Urteil haben. Und ein solches Urteil sollten wir auch haben. Aber was bedeutet das für uns Christen? (00:07:01) Erstens, es bedeutet für uns, dass Politik, wie schon oft gesagt, Welt ist. Dass sie unter der Herrschaft des Teufels steht, Johanne 16 Vers 8 bis 11. Und dass mit dieser Politik man nur von Gott wegläuft und nie zu Gott kommt. Dass diese Politik Welt ist, eine Welt voller Kompromisse, die im Widerspruch zu Gottes Wort stehen. Wo man dann hier und dort rumwurschtelt, aber letztlich zeigt, dass man unter der Herrschaft des Teufels steht. Zweitens für uns als Christen bedeutet gerade das nicht, dass wir die Regente nicht achten sollen. In Römer 13 macht der Apostel Paulus ganz klar, und das gilt eben auch für diese Regierung, mit denen wir zu tun haben, die sich einerseits moralisch entblößt haben, die sich der Lächerlichkeit preisgegeben haben, aber geht weiter, dass wir uns dieser oberigkeitlichen Gewalt untertan sein sollen. Und dass die Obrigkeit als solche von Gott kommt. Und das ist eigentlich wahrscheinlich schon immer gewesen, aber besonders seit der Corona-Zeit, wo es viele gibt, die sagen, was ist hier beschlossen worden, das ist alles verkehrt, das ist alles Unfug. (00:08:01) Und die dann meinen, das gibt uns das Recht als Christen, dieser Regierung eben nicht mehr zu folgen, nicht mehr untertan zu sein, nicht mehr gehorsam zu sein. Und das ist ein Fehlschluss. Regierung ist immer Teil gewesen eines Gefüges, das zu dieser Welt gehört. Natürlich ist es das Welt, stehen sie unter der Herrschaft des Teufels. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass Autorität, Obrigkeit als solche von Gott eingegeben worden ist und dass sie von Gott kommt. Aber das ganze System unserer Regierung ist Teil dieser Welt. Und da brauchen wir gar nichts anderes zu erwarten, als dass sie solche verkehrten Dinge beschließen. Aber das befreit uns eben nicht davon, gehorsam zu sein. Nur dann, wenn wir Gott mehr gehorchen müssen als Menschen, das sind absolute Ausnahmen, dann müssen wir Gott mehr gehorchen, dann müssen wir auch gehorsam sein, aber Gott gehorsam sein. Aber wir reden hier über Gesetze, die erlassen werden. Natürlich wird niemand verpflichtet, sein Geschlecht jedes Jahr zu wechseln. Wenn das der Fall wäre, müssten wir Gott mehr gehorchen. Aber was die Welt treibt, das treibt sie und das führt sie in die Fänge des Teufels. Da können wir nur abgestoßen innerlich, (00:09:01) weil er so abstoßend ist, können wir uns wegwenden. Aber der Regierung müssen wir weiter gehorsam sein. Drittens, lasst uns nicht vergessen, wenn wir uns punktuell von Gott, von seinem Wort wegwenden, dann sind das dieselben Folgen. Nämlich, dass das, was wir tun und sagen, nicht mehr stringent ist, dass es zu Chaos führt, was der Teufel bewirken möchte, auch inmitten der Gläubigen, dass es zu Spaltung führt und dass wir uns der Lächerlichkeit preisgeben. Wo immer wir uns von Gottes Wort abwenden, wo immer wir Gottes Wort, Gottes Wort nicht ernst nehmen, ob es im Bereich des Äußeren ist, in den Zusammenkünften, im persönlichen Leben, ob es um Äußerlichkeiten, ob es um innere Dinge geht, das ist egal. Wo wir uns von Gott abwenden, sind diese Folgen automatisch die Folge, kommt es dazu und wir brauchen uns darüber nicht zu wundern. Viertens, machen wir auch, wenn wir erkennen, dass wir da irgendwie falsch gelegen haben, so ein Rumwursteln, so wie wir das in der Politik sehen oder bekennen wir aufrichtig, sind wir wirklich solche, die Buße tun darüber, (00:10:01) die das bekennen und dann auch lassen, die eben wirklich dann 180 Grad zurückgehen, um es wieder recht zu machen. Aber was wir uns auch fragen müssen, verändert sich unsere Ethik. Ist das nicht so, dass dadurch, dass wir ständig diese Dinge sehen und hören, dass wir die nicht mehr ganz so abstoßend finden? Ist es nicht so, dass wir uns anpassen, dass wir auch dem Zeitgeist erliegen? Und das sage ich nicht jemand anders, das sage ich mir selbst. Das ist eine Sache, die wir prüfen müssen, ob wir angesichts dieser gesellschaftlichen Entwicklungen wirklich noch zu der Moral, zu der Ethik des Wortes Gottes stehen und dabei bleiben. Ein paar Anmerkungen zu diesem aktuellen Thema, was diese Woche durch die Medien, mehrere Tage durch die Medien ging und wo wir die richtigen Schlüsse auch für unser eigenes Leben ziehen sollten.
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