Matthäus 26,1-16


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(00:00:00) Wir kommen jetzt zu Matthäus 26, das heißt zu den abschließenden Leiden, zu dem Kreuz und der Auferstehung. Das ist der Schlussteil des Matthäus-Evangeliums. Die Lehren über praktische und prophetische Themen sind jetzt zu Ende. Der Jesus hat sein Zeugnis als der treue Zeuge in Worten und Taten geleistet. Er ist der wahre Prophet. Er hat die Gerechtigkeit in der großen Versammlung verkündet. Seine Lippen hat er nicht gehemmt, sondern er hat offenbart, dass er seinen Herrn liebte, seine Frau und seine Kinder, wie das in 2. Mose 21 heißt, und dass er jetzt bereit war, wirklich in den Tod zu geben. Jetzt kam die ernste und feierliche Stunde seiner abschließenden Leiden näher. Und wir dürfen sagen, der Jesus erdüldete sie in einem Geist ruhiger Würde, wie nur er es konnte. Er bereitet sich und seine Jünger für diese entscheidenden Leiden vor und nimmt in rührender Weise von den Jüngern Abschied. Eigentlich muss man sagen, es bedarf nicht großer Erklärung dieses Teils. Man kann nur voller Anbetung darauf sehen, wie der Herr Jesus gelebt gehandelt hat. In den Kapiteln 26 bis 28 kann man eigentlich drei Überschriften finden. (00:01:03) Kapitel 26 Vers 1 bis 27 Vers 26, das ist der Tag des Passafestes, die Leiden des Herrn Jesus bis zum Kreuz. In Kapitel 27 Vers 27 bis 66 finden wir die Erfüllung des Passafestes, Jesus am Kreuz von Golgatha. In Kapitel 28 lesen wir dann die Erfüllung des Festes der Erstlingsgabe, die Auferstehung des Herrn Jesus. Ab Kapitel 26 Vers 1 kommt jetzt nach der langen Rede wieder geschichtlicher Bericht über die letzten Tage des Herrn Jesus auf der Erde. Die Szenen aller Szenen, das Kreuz und die drei Stunden der Finsternis nahen heran und das steht jetzt im Mittelpunkt. Aber es gibt auch denjenigen, Judas Iskariot, der inspiriert durch den Teufel zu einem zweiten Mittelpunkt werden möchte und das auch ist, die Menschen sozusagen hinter sich her zieht. In Kapitel 26 vermittelt uns der Geist Gottes starke Kontraste. (00:02:01) Wir sehen noch einmal den Christus Gottes, wie er in seiner ganzen Vollkommenheit vorgestellt wird. Aber wir sehen eben auch die Bosheit und die satanischen Mächte offenbart, die jetzt in einer bisher unbekannten Heftigkeit sich über den Heiligen und Gerechten über Christus ausschütten. Ich habe den Eindruck, dass wir hier mehrere Gegensätze in jeweils zwei aufeinanderfolgenden Abschnitten haben. Wir haben erstens die Ankündigung des Todestages Christi und dem stehen die Pläne der Führer Israels entgegen, Vers 1 und 2 im Vergleich zu 3 bis 5. Wir haben zweitens die Hingabe an Christus und im Gegensatz dazu die angebliche Besorgnis für Arme, Vers 6, 7 und 10 bis 12 im Gegensatz zu 8 und 9. Drittens haben wir die Vorbereitung des Verrats von Christus durch Judas und demgegenüber die Vorbereitung des letzten Passafestes, Vers 14 bis 16 und 17 bis 19. Wir haben viertens die Entlarvung des Verrats Judas beim Passamahl und im Gegensatz dazu die Hingabe Jesu symbolisiert durch das Brot und den Kelch, Vers 20 bis 25 und 26 bis 30. (00:03:06) Wir haben dann die Selbstüberschätzung von Petrus im Gegensatz zu der vollkommenen Abhängigkeit des Herrn Jesus in Gethsemane, Vers 31 bis 35 und 36 bis 46. Wir haben sechstens den Verrat von Judas und im Gegensatz dazu die würdevolle Ergebenheit des Herrn Jesus, Vers 47 bis 50 und 51 bis 56. Wir haben dann siebtens das Zeugnis der Wahrheit Jesu im Gegensatz zu den drei Lügen, die Petrus ausspricht, Vers 57 bis 68 und 69 bis 75. Und dann haben wir Reue ohne Buße von Judas im Gegensatz zu dem treuen Bekenntnis des leidenden Christus, Kapitel 27 Vers 1 bis 10 und 11 bis 26. Ja, wir wollen diese Verse mit großer Andacht und Anbetung vor uns haben. Und es geschah, als Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern, ihr wisst, dass nach zwei Tagen das Passa ist und der Sohn des Menschen wird überliefert, um gekreuzigt zu werden. Die Jünger wussten, was das Passa ist, sie wussten nicht, dass dieses Passa in dem Herrn (00:04:03) Jesus, in dem wahren Sohn des Menschen, der überliefert, gekreuzigt würde, dass das in ihm Erfüllung finden würde. Ja, wir finden damit noch einmal eine Leidensankündigung des Herrn. Er bereitet seinen Jüngern darauf vor, was jetzt geschehen würde. Was tut Satan in dem Zeitpunkt? Dann versammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes in dem Hof des Hohen Priesters, der Kaiaphas hieß, und sie beratschlagten miteinander, um Jesus mit List zu greifen und zu töten. Sie sagten aber nicht an dem Fest, damit kein Aufruhr unter dem Volk geschieht, entsteht. Ja, sie hatten auch Pläne, sie wollten den Herrn Jesus jetzt endgültig beseitigen, aber nicht während des Passafestes. Sie hatten Angst, dass es dann irgendwie zu einem Aufruhr kommt und dass sie das nicht bewältigen könnten. Gott hatte genau das vor, dass der Jesus an dem Tag des Passafestes sterben würde. Und so kam es dann auch. Als aber Jesus in Bethanien war, im Haus Simons des Aussätzigen, kam eine Frau zu ihm, die ein Alabasterfläschchen mit sehr kostbarem Salböl hatte und goss es aus auf sein Haupt, als er zu Tisch lag. (00:05:01) Ja, Gott führt jetzt dazu, dass eine Seele offenbar wird, die in wirklicher Hingabe für den Herrn, in Hingabe für Gott gelebt hat. Dass eine Seele sichtbar wurde, die ganz im Gegensatz stand zu diesem Judas Iskariot, aber auch, müssen wir leider bekennen, zu den Jüngern. Und wie oft müssen wir auch zugeben, sind es gerade Frauen, die durch diese innere Hingabe uns ein Vorbild sind. Ein sehr kostbares Salböl nahm sie, goss es auf sein Haupt, als er zu Tisch lag. Was für eine Ehrerweisung, die Gott dem Herrn Jesus durch diese Frau hier schenkt. Als aber die Jünger es sahen, wurden sie unwillig und sprachen, wozu diese Vergeudung? Denn dieses hätte teuer verkauft und den Armen gegeben werden können. Wir wissen aus dem Johannes-Evangelium, dass Judas Iskariot der Inspirator davon war. Aber die Jünger waren eben auch nicht anders. Ja, sie waren nicht unbekehrt. Sie waren eben nicht wie Judas Iskariot, der Sohn des Verderbens genannt wird. Aber leider war das Fleisch in ihnen wirksam und sie dachten auch mehr an Geld und damit wahrscheinlich auch, dass sie sich einen Namen machen konnten. Wenn man sozial tätig ist, dann wird man eben als so ein Mäzen, wird man dann besonders (00:06:02) geachtet. Aber sie hatten nicht den Herrn vor Augen, wie Maria das hatte, die hier nicht mit Namen genannt wird. Ja, wie ist das bei uns? Was haben wir für Prioritäten? Ist der Herr wirklich an der ersten Stelle? Nicht der Dienst für den Herrn, das macht uns wieder ein Stück weit, bringt uns das in das Licht, sondern Christus, einfach für Christus da zu sein, einfach ihm die Anbetung unserer Herzen, unser Leben zu weihen. Ja, das heißt dann, als Jesus es erkannte, sprach er zu ihnen, was macht ihr der Frau Schwierigkeiten? Denn sie hat ein gutes Werk an mir getan, denn die Armen habt ihr alle Zeit bei euch, mich aber habt ihr nicht alle Zeit. Ja, warum werden die Armen so nach vorne geschoben? Ja, wir sollen ein Herz haben für Arme, aber geht es uns wirklich um den Herrn Jesus, den Jüngern? Anscheinend nicht. Die Armen hatten sie immer bei sich. Diese Frau dagegen, er verteidigt sie, sie hat ein gutes Werk getan, sie hat etwas getan, was wirklich wertvoll war, denn indem sie dieses Salböl über mein Leib gegossen hat, hat sie es zu meinem Begräbnis getan. Ob Maria das wirklich voll verstanden hat, wissen wir nicht, aber der Jesus gibt es als (00:07:04) solche Sache an, dass sie als Einzige eine Ahnung, ein Empfinden hatte, dass der Jesus jetzt sterben würde, den Jüngern hat er das oft gesagt. Diese Frau aber hatte ihm zugehört, sie hat ein Herz für den Herrn und durch dieses Herz, der Liebe für den Herrn, hat sie das verstanden, hat sie jedenfalls eine Ahnung davon, dass der Jesus jetzt sterben würde und so wie man Verstorbene mit diesen Spitzereien ausstattete, hat sie das einem lebenden Christus getan, im Blick auf seinen Tod, sein Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch, wo irgend dieses Evangelium gepredigt werden wird, in der ganzen Welt, wird auch davon geredet werden, was diese getan hat zu ihrem Gedächtnis. Das ist erstaunlich, hier geht es nicht um Maria, obwohl das Maria war, sondern um das, was sie getan hat. Und vielleicht möchte der Jesus deutlich machen, wenn das Evangelium verkündigt wird, dann soll auch deutlich gemacht werden, dass das etwas kostet, nicht, dass wir uns den Himmel erwerben können, das können wir nicht, aber dass die Bekehrung mein Leben verändert und dass es nur dann wirklich gottgemäß ist, wenn mein Leben sich dann auch geändert hat, (00:08:03) dass nämlich mein Leben, wie das jetzt von Maria, ein Leben der Hingabe für den Herrn ist. Gott möchte deutlich machen, der Jesus möchte, dass deutlich wird, dass das Leben ein verändertes Leben ist, wenn man sich bekehrt, dass es jetzt dann darum geht, wirklich wie eine Maria mit Hingabe für den Herrn zu leben und ihn zu ehren und ihn zu verherrlichen. Und genau das hat sie auch gemacht. Und dann finden wir diesen traurigen Kontrast. Dann ging einer der Zwölf, der Judas Iskariot hieß, zu den hohen Priestern und sprach, was wollt ihr mir geben und ich werde ihn euch überliefern. Sie aber setzten ihm 30 Silberstücke fest und von da an suchte er eine Gelegenheit, ihn zu überliefern. Ich bin nicht ganz sicher, ob das exakt jetzt hier der richtige chronologische Zeitpunkt ist. Nicht chronologisch. Und inhaltlich ist das eben jetzt an dieser Stelle. Bloß wenn es hier darum geht, dass er einen Zeitpunkt suchte, dann hat man den Eindruck, dass das doch eine gewisse längere Zeit war, wo er versucht hat, die Dinge dann irgendwie in die richtigen Bahnen zu bringen. Es wird sicherlich in der letzten Woche gewesen sein, als der Herr Jesus in Jerusalem in Britannien (00:09:03) war. Ob das nun hier gerade an diesem Zeitpunkt war, müssen wir vielleicht offenhalten. Aber hier sehen wir das süchtige Herz nach Ehre und auch nach Geld. Und Geldsucht ist eine üble Sache. Der Apostel Paulus sagt, dass eben wer danach strebt, wer dieses Geld, diese Geldsucht hat, der kann in jede Art des Bösen kommen. Und das sehen wir hier bei Judas Iskariot und das muss uns eine Warnung sein. Er wollte hier, er war bereit, den Herrn Jesus für diese 30 Silberstücke zu verraten. Wir wissen, dass er nichts davon hatte. Er hat sich selbst das Leben genommen, ist ein Suizidialer geworden. Traurig, was dieser Mann drei Jahre erlebt hat, nachdem der Jesus sich drei Jahre so um ihn gekümmert hat und er dann den ganzen Hass seines Herzens dem Herrn Jesus gegenüber hier sichtbar macht, indem er den Herrn Jesus verraten möchte und überliefern möchte. Ja, wir können nur staunen, dass der Jesus diesen Mann so lange getragen hat. Man kann das ja kaum als irgendwie vorbildhaft für uns nehmen, für die christliche Zeit, was dieser Mann getan hat. (00:10:01) Aber es ist einfach furchtbar. Und der Jesus hat das empfunden, er kannte ihn von Anfang an, er hat ihn ertragen, hat ihm sogar diese Vertrauensposition gegeben. Ja, wir beten den Herrn Jesus an, wenn wir ihn hier schon in diesen vorbereitenden Versen für die dann kommenden Leiden sehen, er ist es wert, dass wir ihm die Ehre geben.
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Artikelreihe: Durch die Bibel gehen (Matthäus): ein Überblick über Gottes Gedanken

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