Am: Sa, 14. Februar 2026
Wie ist das noch mit örtlichen Gemeinden: Ist das eine gute Sache, wenn sie schwarze und keine roten Zahlen schreibt? Was zeigt diese Frage im Blick auf unser Versammlungsverständnis?
Transkript der Audiodatei
Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00)
Vor einiger Zeit las ich die Überschrift
F.E.G. schreibt schwarze Zahlen.
Da ging es darum, dass der Bund Freier Evangelischer Gemeinden, F.E.G.,
in dem vergangenen Jahr, da geht es um das Jahr 2024,
schwarze Zahlen geschrieben habe.
Ein Plus von 174.000 Euro.
Und so weiter.
Man schreibt schwarze Zahlen.
Kann die Kirche Gottes schwarze Zahlen schreiben?
Das ist ja eine Frage, die man sich stellen muss.
Erstens ist damit natürlich eine Abspaltung
innerhalb der Gläubigen geschaffen worden.
Es gibt eine Organisation,
die bestimmte Gläubige und vielleicht auch nicht Gläubige umschließt,
die aber andere damit ausschließt.
Damit ist völlig klar, das ist ein Widerspruch zu dem einen Leib,
den Christus geschaffen hat
durch sein Werk auf Golgatha
und auch nach seiner Himmelfahrt,
als er den Heiligen Geist auf diese Erde gesandt hat.
Da lesen wir in 1. Korinther 12 ausdrücklich
diesen Vergleich von dem menschlichen Körper (00:01:03)
und der Gemeinde, der Kirche, der Versammlung Gottes.
Denn so wie der Leib einer ist, 1. Korinther 12 Vers 12,
und viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes,
aber auch gleich viele ein Leib sind,
so auch der Christus.
Denn auch in einem Geist sind wir alle zu einem Leib getauft worden.
Es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie
und sind alle mit einem Geist getränkt worden.
Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele und so weiter.
Also hier wird ganz deutlich,
dass die Versammlung Gottes, die Gemeinde, die Kirche Gottes,
dass sie ein Leib ist.
Und jetzt eine Kirche im Unterschied zu anderen Kirchen oder Gemeinden
macht deutlich, das wollen wir nicht.
Wir wollen unsere Kirche, unsere Gemeinde.
Natürlich, da können viele kommen,
aber wir akzeptieren auch die anderen Gemeinden.
Das ist ein eklatanter Widerspruch zu dem einen Leib.
Aber das ist noch nicht mal mein Hauptpunkt jetzt.
Eine Kirche, die schwarze Zahlen schreibt,
ist eine Organisation.
Der Leib Christi dagegen ist ein Organismus, (00:02:04)
ein lebendiger Organismus.
Ja, bei den Korinthern liest man,
dass sie sich auf dieser Erde schon niedergelassen haben.
Paulus ermahnt sie in 1. Korinther 4,
da heißt es im Vers 8,
schon seid ihr gesättigt, schon seid ihr reich geworden.
Ihr habt ohne uns geherrscht.
Ja, Paulus sagt, ich wünsche, dass ihr herrscht.
Dann wäre ich nämlich im tausendjährigen Reich.
Da werden wir mit Christus herrschen.
Aber in der heutigen Zeit sind wir eben gerade nicht eine Organisation,
die schwarze oder rote Zahlen schreibt,
sondern sind wir ein lebendiger Organismus.
Ein lebendiger Organismus, der nach Epheser 3
nicht zu dieser Erde gehört,
nicht zu dieser Schöpfung gehört,
sondern ein Geheimnis war,
wo Gott einen Organismus geschaffen hat
durch den Herrn Jesus, in dem Herrn Jesus,
der nie irgendwie eine Rolle hier auf dieser Erde,
in dieser Welt spielt, (00:03:01)
als nur etwas von Gott nahzustellen.
Wir gehören nicht zu dieser Welt,
aber eine Organisation,
sie macht sich auf dieser Erde breit.
Sie gehört zu dieser Welt.
Nein, die Versammlung Gottes ist,
wie der Apostel Paulus in 1. Korinther 1 Vers 2 sagt,
sie besteht aus den Geheiligten Christus Jesus,
den Berufenden Heiligen,
samt allen, die an jedem Ort den Namen
unseres Herrn Jesus Christus anrufen,
ihres und unseres Herrn.
Das heißt, es ist ein Organismus,
der aus allen Gläubigen besteht,
der sich nicht auf irgendwie eine Kirche,
eine Gemeinde, die heute gebildet wird,
beschränken ließe,
sondern der alle Erlösten, damals in Korinth,
und dann fügt ja Paulus sofort hinzu,
weltweit umfasst, ein lebendiger Organismus.
Nicht etwas, was sich als Organisation
hier auf dieser Erde niederlässt.
Ja, das war Thyatira,
Aufenbarung 2 Vers 18-29,
eine der sieben Gemeinden,
die der Herr Jesus dort in
Aufenbarung 2 und 3 anschreibt,
wo er deutlich macht, (00:04:02)
dass das eben Züge einer Organisation,
einer menschlichen Organisation sind.
Und wenn ich schwarze Zahlen schreibe,
dann bin ich eine menschliche Organisation,
das ist überhaupt keine Frage.
Da wollen wir uns fragen,
nicht nur, ob wir nicht eine Organisation sind,
das ist ja schon gut und richtig,
aber ich kann ja eine Nicht-Organisation
aus wieder menschlichen Motiven,
aus menschlichen Begriffen heraus sein,
oder, das ist zwar keine Organisation
im formalen Sinn,
aber im informellen Sinn,
in der Realität ist man dann doch
wie eine Organisation geworden,
mit festen Satzungen und so weiter.
Ob sie geschrieben sind oder nicht geschrieben sind,
spielt keine Rolle.
Sind diejenigen,
die zusammenkommen,
mit denen du zusammenkommst,
sind sie eine de facto Organisation,
oder ist das wirklich ein lebendiger Organismus,
der durch Gottes Wort geformt wird,
den der Geist Gottes,
der Heilige Geist,
der das Wort Gottes benutzt, (00:05:01)
dass er eben in dieser Freiheit,
wie er wirken möchte,
wo er benutzen möchte, wen er benutzt,
wen er benutzen möchte,
natürlich nach seinem Wort.
Er kann nach anderen Maßstäben handeln,
als nach dem Wort Gottes.
Nur als ein Beispiel.
Wenn das Wort Gottes sagt,
eine Frau soll schweigen in den Zusammenkünften,
dann wird der Geist Gottes heute
natürlich nicht das Gegenteil davon tun.
Dann kann niemand sagen,
der Geist hat mich geleitet
und ich habe mich dann als Frau beteiligt.
Das wäre völlig im Widerspruch zu Gottes Wort.
Und damit auch im Widerspruch zu dem Heiligen Geist.
Der Heilige Geist ist nicht jemand,
der am Wort Gottes vorbei,
sondern er ist ein Organismen.
Das örtliche Zusammenkommen
ist ja nicht ein eigener Organismus.
Es ist nach 1. Korinther 12 Vers 27
die örtliche Sichtbarmachung
der weltweiten Gemeindeversammlung.
Da heißt es,
ihr aber seid Christi Leib.
Nicht, ihr seid eine christliche Gemeinde
oder eine christliche Kirche
oder eine christliche Versammlung, (00:06:01)
sondern ihr seid Christi Leib
und Lieder im Einzelnen.
Das zeigt, dass diese wunderbaren Merkmale,
dass es die auch an den einzelnen Orten gibt.
Und die Frage ist,
wenn wir uns nur dagegen,
dass man hier keine schwarzen oder rote Zahlen schreibt,
dass man keine Organisation sein sollte,
kein eingetragener Verein
oder dergleichen,
aber de facto handeln wir nicht anders.
Das wäre nicht besser,
sondern das wäre sogar schlechter,
weil man sich vielleicht über andere erhebt
und sagt, das sind wir ja nicht, wir sind ja keine.
Aber in Wirklichkeit handelt man so.
Nein, das örtliche Zusammenkommen
heute in dem Bewusstsein,
dass es viele andere Gläubige gibt,
kann gar nicht die Funktion einnehmen,
wir sind die örtliche Gemeinde,
wir sind die örtliche Versammlung.
Man kann auf der Grundlage dessen,
was Gottes Wort über die örtliche Versammlung schreibt,
kann man zusammenkommen.
Kann man in dem Charakter der örtlichen Versammlung,
wie das in 1. Korinther 11-18 heißt,
als Versammlung, als Gemeinde zusammenkommen.
Aber immer in dem Bewusstsein,
der hat mehr Gläubige hier. (00:07:01)
Und nicht, es gibt noch andere Gemeinden,
es gibt noch andere Versammlungen an dem Ort,
sondern es gibt die eine Versammlung,
die eine Gemeinde,
die aus allen Gläubigen besteht.
Und die darf man,
die kann man auch noch darstellen.
Das kann man noch verwirklichen.
Auch in der heutigen Zeit,
wo es eine furchtbar traurige Zersplitterung gibt,
da kann man das darstellen,
wenn man die biblischen Merkmale,
die biblischen Charakterzüge
der örtlichen Versammlung verwirklicht.
Und dazu ist es eben nötig,
nicht schwarze Zahlen schreibt,
sondern dass man ein Briefchristi ist,
1. Korinther 3,
dass man eben etwas darstellt
von dem, was Christus über die
örtliche Versammlung und damit über die
Widerspiegelung seiner Person in seinem
Wort aufgenommen hat. Lass uns das neu überdenken,
inwiefern das Realität
bei uns ist, inwiefern wir auch
in diesem Punkt wirklich konform
sind mit Gottes Wort, nicht nur den
Buchstaben, damit meine ich der Form nach,
nicht gut gesagt den Buchstaben,
weil das in Gottes Wort anders verwendet wird, (00:08:01)
also nicht nur der Form, der äußeren Form nach,
sondern auch in der praktischen
lebendigen Realität unseres
Lebens.