Air-India-Flug AI-171: Nur ein einziger Überlebender – und du? (FMN)

Lesezeit: 5 Min.

Diese Tragödie wirft viele Fragen auf. Wir nehmen sie zum Anlass für fünf Denkanstöße:

 

  1. Was, wenn DU in diesem Flugzeug gesessen hättest?

Stell dir vor: Du sitzt auf Platz 17C in einem modernen Dreamliner – und plötzlich ist alles vorbei. Keine Warnung. Kein zweiter Versuch. Was wäre mit dir? Wo wärst du jetzt?

„Es ist den Menschen gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9,27).

Der Tod kann uns jederzeit treffen – nicht nur andere. Die entscheidende Frage ist: Bist du bereit? Jesus streckt dir heute seine Hand entgegen und sagt: „Heute, wenn ihr meine Stimme hört, verhärtet euer Herz nicht“ (Hebräer 3,7)

Warte nicht, bis es zu spät ist.

 

  1. Warum mussten diese Menschen sterben?

„Warum lässt Gott sowas zu?“ – diese Frage stellen sich viele. Manche denken, das sei unfair. Die Bibel gibt eine ehrliche, aber überraschende Antwort. Der Herr Jesus Christus wurde auch einmal mit dieser Frage konfrontiert. Seine Antwort angesichts furchtbarer Gewalttaten von Pilatus und von Unglücken war:

„Zu derselben Zeit waren aber einige zugegen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer mehr als alle Galiläer Sünder waren, weil sie Derartiges erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen. Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloam fiel und sie tötete: Meint ihr, dass sie mehr als alle Menschen, die in Jerusalem wohnen, schuldig waren? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen“ (Lk 13,1-5).

Überdenke noch einmal diesen Satz Jesu: Meint ihr, diese Menschen waren schlimmer als andere? Nein – aber wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr genauso umkommen.

Der Herr sagt: Nutze die Warnung! Nicht als Urteil über andere, sondern als Weckruf für dich selbst. Nicht, dass auch du „umkommst“, d. h. verloren gehst, weil du zum Zeitpunkt deines Todes nicht mit Gott versöhnt warst. Dann ist es zu spät! Heute noch kannst du dich bekehren und Jesus als Retter annehmen. Jetzt – ob später noch, weiß niemand!

 

  1. Was macht man mit einer zweiten Chance?

Nur einer überlebte den Crash: Vishwash Kumar Ramesh, ein Brite mit indischen Wurzeln. Er saß zufällig nah am Notausgang, auf Platz 11A. Sein Bruder starb. Man kann kaum glauben, dass er nur leichte Verbrennungen an der linken Hand erlitt. Gewiss wird er die Zahl 11A nie vergessen: Das war sein Platz, in der Nähe eines Notausgangs.

Was wird Vishwash jetzt mit seinem Leben machen?

So eine zweite Chance ist selten – aber sie ist auch eine Verantwortung. Denk an Lots Frau: Sie wurde aus Sodom gerettet – und schaute zurück. Ihr Herz hing an der alten Welt. Sie erstarrte – wortwörtlich.

Gott hatte Lot und seiner Familie zugerufen: „Mach dich auf, nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die vorhanden sind, damit du nicht weggerafft wirst in der Ungerechtigkeit der Stadt! Und als er zögerte, ergriffen die Männer seine Hand und die Hand seiner Frau und die Hand seiner beiden Töchter, weil der Herr sich seiner erbarmte, und sie führten ihn hinaus und ließen ihn außerhalb der Stadt“ (1. Mo 19,15.16).

Lots Frau hätte im Glauben diese zweite Chance ergreifen und mit ihrem Mann gerettet werden können. Aber sie „sah sich hinter ihm um und wurde zu einer Salzsäule“ (V. 26). Sie nutzte diese außergewöhnliche äußere Rettung nicht, um Gott im Glauben als Retter zu ergreifen. Sie sah hinter sich und bewies, dass sie in ihrem Herzen weiter an dieser gottlosen Stadt hing, aus der sie vermutlich stammte.

Manche bekommen eine zweite Chance. Aber nicht jeder nutzt sie. Wie tragisch wäre es, wenn Gott gerade dir eine zweite Chance gegeben hätte und du sie ignorieren würdest.

 

  1. Auch Christen bekommen zweite Chancen

Kennst du das Gefühl, falsch „abgebogen“ zu sein? Petrus hat Jesus dreimal verleugnet – und trotzdem bekam er eine neue Chance! Der Herr gab ihm eine neue Aufgabe. Und Petrus wurde ein kraftvoller Zeuge für Ihn. Er nutzte diese Gunst!

Leider ganz anders der König Hiskia (oder Jehiskia), der lange Zeit sehr treu war: Als er schließlich sterbenskrank wurde, ja dem Tod geweiht, schenkte Gott ihm 15 Extra-Lebensjahre,. Aber er nutzte sie nicht gut. Statt dankbar zu sein, wurde er stolz. „Aber Jehiskia vergalt nicht nach der Wohltat, die ihm erwiesen worden war, denn sein Herz erhob sich; und es kam ein Zorn über ihn und über Juda und Jerusalem“ (2. Chr 32,25).

Was ist mit dir? Vielleicht hast du einen Unfall überlebt, eine Krankheit, eine Krise. Was machst du mit deiner zweiten Chance? Nutzt du dein Leben, um den Herrn durch dein Leben zu verherrlichen?

 

  1. Werde zum Hinweis auf Gottes Gnade!

Wenn du an Jesus als Retter glaubst, bist du nicht nur gerettet – du bist auch sein Botschafter. Ein „Brief Christi“, den andere lesen können (2. Kor 3,3; 5,20). Du bist umgeben von vielen Menschen, die sich noch nicht bekehrt haben. Gib ihnen durch dein Leben und, wo möglich, auch durch einen persönlichen Lebensbericht einen Hinweis auf die Notwendigkeit von Buße und Umkehr!

„Denn wir müssen alle vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder empfange, was er in dem Leib getan hat, nach dem er gehandelt hat, es sei Gutes oder Böses. Da wir nun den Schrecken des Herrn kennen, so überreden wir die Menschen“ (2. Kor 5,10.11).

Erzähl anderen von der guten Botschaft! Nicht religiös und aufgesetzt – sondern ehrlich, herzlich und mit Liebe. Menschen brauchen Hoffnung. Und du kannst ihnen den Weg zeigen.

 

Fazit

Der Flugzeugabsturz ist eine Tragödie. Aber er ist auch ein Weckruf: Nutze dein Leben. Nutze deine Chance. Nutze sie jetzt! Denn der Herr Jesus bietet dir für dich und andere schon heute eine echte Perspektive an. Nicht nur für das Leben hier – sondern für die Ewigkeit. Daher: Warte nicht.

Folge mir nach – Heft 7/2025

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