Christus - in Macht offenbart (2. Thes 1,7-9)


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(00:00:00) Der 2. Thessalonicher Brief ist in mancherlei Hinsicht ein Gerichtsbrief. Er zeigt uns, was für ein Gericht Gott üben wird, oder besser gesagt, was der Herr Jesus üben wird, denn ihm ist das ganze Gericht von dem Vater übergeben worden. Das sagt der Jesus in Johannes 5 eindeutig, und das finden wir auch in diesem Brief, dass er Gericht üben wird. Aber er wird nicht nur Gericht üben, er wird auch seine ganze Herrlichkeit und Majestät sichtbar werden lassen. Ich hoffe sehr, dass du die Herrlichkeit des Herrn Jesus heute schon siehst, dass du sie erkennst, und dass du ihn auch bewunderst, dass er Richter ist. Das ist vielleicht eine Herrlichkeit, die für uns nicht so direkt naheliegend ist. Und mit dieser richterlichen Herrlichkeit haben wir selbst auch in unserer Verantwortung zu tun, wenn wir an Offenbarung 1 denken, wo der Herr Jesus als der Sohn des Menschen inmitten der sieben goldenen Läufter umhergeht und dort in diesem richterlichen Charakter auch uns prüft in den örtlichen Versammlungen. Und Johannes, als er ihn so sah, fiel wie tot zu Boden. (00:01:02) Das heißt, wir müssen schon ein Bewusstsein haben, dass das eine Herrlichkeit ist, die auch ein Stück weit erschreckend, erschütternd ist. Selbst für jemanden wie Johannes, der den Herrn Jesus so gut, so intensiv, so nahe kennengelernt hat, war das doch etwas Besonderes, etwas Eigentümliches, etwas wirklich Herausragendes, was ihn eben wirklich erschüttert hat. Aber es ist eine Herrlichkeit, die auch zu dem Herrn Jesus gehört. Er ist der Richter. Er ist derjenige, der über allem steht und der auch das Recht von dem Vater bekommen hat, weil er sich so sehr erniedrigt hat, weil er bereit war, hier zu leiden, dass er auch dieses Recht besitzt, eben diese Herrlichkeit als Richter zu besitzen. Nun, in 2. Thessalonicher 1 finden wir, dass die Gläubigen heute in einer Zeit der Drangsal leben. Das ist nicht die große Drangsal. Das ist auch nicht die Drangsal Jakobs, aber das sind doch Verfolgungen. Wir in Deutschland bleiben da im Wesentlichen im Moment verschont. (00:02:01) Es gab andere Zeiten, wo das anders war. Aber wenn wir an Zonen denken, wenn wir an Länder denken wie Nordkorea, wenn wir an Russland denken, wenn wir an China denken, wenn wir an Syrien denken, wenn wir an den Iran, an den Irak denken, in solchen Ländern auch kommunistischer Art, islamistischer Art, da werden heute die Gläubigen sehr bedrängt, da leben sie in sehr herausfordernden Umständen. Und das ist heute eine Zeit, eine Zeit der Trübsal, eine Zeit, wo wir eben nicht regieren, sondern wo wir wenigstens verachtet werden, wo man sich nicht auf die Seite derer stellt, die auf der Seite Christi stehen. Denn Christus ist und bleibt der Verworfen auch heute. Und da gibt es dann diesen wunderbaren Hoffnungsschimmer. Und Hoffnung heißt eben für uns Christen nicht, mal schauen, ob das klappt, mal gucken, ob der Zug kommt. Sondern Hoffnung heißt, das ist eine feste, eine sichere, eine begründete Erwartung, die aber noch nicht eingetreten ist. Und deshalb Hoffnung, deshalb nicht Glaube, nicht einfach das Sehen in die unsichtbare Welt, wie wir das heute tun können und tun sollen und tun dürfen, (00:03:02) sondern es ist eine Erwartung, eine sichere Erwartung, die mit der Zukunft zu tun hat. Und dann wird Gott uns Ruhe geben bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her. Und hier spricht der Apostel Paulus nicht von dieser wunderbaren Hoffnung, dass wir bei dem Herrn Jesus sein werden im Himmel. Das ist natürlich auch wahr. Und dann ist jede Trübsal, ist jede Verfolgung, ist jede Trauer ein für alle Mal vorbei. Aber der Apostel vergleicht das Erde mit Erde. Wir werden, heute werden wir verfolgt. Christen, in vielen Bereichen dieser Welt werden sie verfolgt. Heute haben sie Trübsal, haben wir Trübsal. Heute sind wir unverstanden. Heute gehören wir nicht zu dem Mainstream. Heute gehören wir nicht zu denen, die wertgeschätzt werden. Jedenfalls nicht dann, wenn wir klar erkennbar auf der Seite des Herrn Jesus stehen. Wenn wir wirklich dem Herrn Jesus entschieden nachfolgen. Wenn wir von dem Herrn Jesus zeugen, dann gehören wir nicht zu denen, die gutiert werden. Dann gehören wir nicht zu denen, die ein angenehmes Leben führen können, sondern dann ist das ein Leben voller Herausforderungen. (00:04:03) Dann wird sich das aber ändern, wenn wir mit dem Herrn Jesus kommen werden. Wir wissen, dass wir sieben Jahre vorher entrückt werden, dass dann die Hochzeit des Lammes stattfindet, zuvor der Richterstuhl des Christus. Das wird alles stattfinden, damit wir in Übereinstimmung kommen mit dem Herrn Jesus. Und dann werden wir in diesen Jahren, wo hier auf dieser Erde furchtbare Erschütterungen sein werden, durch die Drangsale, der Zorn Gottes, die hier über diese Erde kommen wird, über die Christenheit, weil sie ohne Christus gelebt hat, über das Volk Israel, weil sie im Unglauben gelebt haben. Und nicht nur das, sondern weil sie ihren eigenen Messias, Gott selbst, an das Kreuz gebracht haben. Natürlich ist Gott nicht gestorben, aber derjenige, der Messias war und der Messias ist, der ist niemand anders als Gott selbst, Gott gepriesen in Ewigkeit. Und weil sie das gemacht haben, weil sie ihn gekreuzigt haben, werden sie unter diese Zucht, werden sie unter diesen Zorn Gottes kommen in diesen Drangsalen. Und dann werden wir, wenn wir in dieser Zeit im Himmel sein werden, die Herrlichkeit Gottes, die Herrlichkeit des Herrn Jesus genießen dürfen, dann werden wir mit Christus kommen bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her. (00:05:04) Er wird offenbart werden. Denn heute nimmt man ihn noch nicht an. Heute verwirft man ihn. Heute lehnt man ab, dass er der Sohn Gottes ist. Heute lehnt man ab, dass er der Christus ist. Heute lehnt man seine Herrlichkeit, seine Größe, seine Autorität, seine Schönheit ab. Aber dann wird er offenbart werden. Dann wird sichtbar werden, wer er wirklich ist. Auf dieser Erde sah man ihn damals, vor 2000 Jahren, in Demut, in Niedrigkeit. Dann aber wird man sehen, wer er wirklich ist, dass er der Sohn Gottes ist, dass er Gott ist, gepriesen in Ewigkeit, dass er der Höchste ist, dass er der Allmächtige ist, dass er Gott der Sohn ist. Dann wird es die Offenbarung des Herrn Jesus, seiner ganzen Autorität geben. Und dann werden sie erkennen, dann werden sie vor ihm niederfallen. Und wer das nicht freiwillig tut, der muss das tun, der wird vor ihm in den Staub gelegt, dass er wirklich dieser niedrige Jesus von damals, der Herr Jesus, der Herr Jesus Christus, der Messias ist, derjenige, der das ganze Wohlgefallen Gottes hatte, ja, der selbst Gott ist. (00:06:01) Und das wird vom Himmel her sein. Er wird aus dem Himmel kommen. So wie er damals das Brot Gottes vom Himmel war, wie er damals der war, der hierhin gekommen ist, auf diese Erde, vom Himmel her, um Erlösung zu bringen, wird er dann kommen, um wieder Erlösung zu bringen, aber nicht durch das Kreuz auf Golgatha, nicht in Demut, nicht durch sein Blut, sondern in Macht und in Kraft, weil er gerecht üben wird über alle, die gegen ihn und gegen die seinen aufgestanden sind. Und er wird kommen mit den Engeln seiner Macht. Er wird umgeben sein von Herrlichkeit, von einem unzählbaren Heer an Engeln. Und auch wir dürfen an seiner Seite sein, in flammendem Feuer. Und er wird Vergeltung geben denen, die Gott nicht kennen. Nicht, weil sie da nichts von Gott wüssten, sondern weil sie Gott bewusst abgelehnt haben oder ablehnen. Denen wird er Vergeltung bringen, die wird er bestrafen. Und denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorchen. Hier finden wir ihn mit dem vollen Namen, nicht nur die Offenbarung des Herrn Jesus, sondern die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorchen. (00:07:01) Er lässt die gute Botschaft bis heute noch verkündigen. Aber dann wird er Gericht üben an denen, die eben diesem Evangelium nicht geglaubt haben. Denen, die hier in dem sogenannten christlichen Abendland, in diesem weiten Bereich christlicher Verkündigung, die eben das abgelehnt haben, wie das viele Regenten heute tun, die alles auf eine Stufe stellen. Ob Islam, ob Buddha, ob Judentum, ob Christentum ist alles gleich wichtig und gleich unwichtig. Jeder kann nach seiner Fasson selig werden. Und denen wird er mit Gericht begegnen, er als der Herr Jesus Christus. Und dann wird er Strafe bringen über sie, ja ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn. Und von der Herrlichkeit seiner Stärke. Er wird dieses Gericht üben, er wird das ausüben. Er hat das Recht dazu und das ist gerecht. Das steht überhaupt nicht im Widerspruch zu seiner Liebe. Denn in seiner Liebe lässt er bis heute diese gute Botschaft verkündigen. Aber wer sie nicht annimmt, der muss erkennen, dass Gott nicht nur Liebe ist. Das ist er, ist absolut Liebe. (00:08:02) Sondern dass er auch Licht ist und niemanden akzeptieren kann, niemanden annehmen kann, der seine Liebe, seine Person, seine Herrlichkeit mit Füßen getreten hat. Ja, wir dürfen an seiner Seite stehen. Wir dürfen uns freuen, dass er auch diese Herrlichkeit besitzt. Und dass er einmal hier auf dieser Erde diesen Platz haben wird, der Herrlichkeit, der Macht, der Autorität. Er darf in unserem Herzen, in unserem Leben heute schon, diesen Platz größter Autorität, diesen Platz der Macht und der Herrlichkeit besitzen. Und wir geben ihm diesen von Herzen gern. Er besitzt ihn. Aber wir freuen uns darüber, weil er zugleich unser Ritter ist. Weil wir seine Liebe erfahren haben. Weil er am Kreuz von Golgatha für uns gestorben ist. Ja, ihm gehören unsere Herzen. Ihm gehört unsere Liebe. Ihm gehört unser Dank. Von Herzen fallen wir in unseren Herzen und darüber hinaus vor ihm nieder.
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Artikelreihe: Christus im Neuen Testament (Bibelbücher)

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