Am: So, 4. Januar 2026
Es ist etwas Gewaltiges, den Herrn Jesus als Schöpfer zu betrachten. Ja, es gibt höhere Herrlichkeiten. Aber allein schon diese Seite führt uns zur Anbetung!
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Es gibt wohl kaum einen Brief, der uns mehr mit Christus verbindet, der uns mehr auf Christus
hinweist, der mehr von Christus zeigt, als der Kolosserbrief.
Ja, im Hebräerbrief ist das ähnlich, aber warum ist das gerade bei dem Kolosserbrief
so?
Der Kolosserbrief zusammen mit dem Epheserbrief zeigt uns das Geheimnis, das Geheimnis des
Christus, das Geheimnis, das vor Grundlegung der Welt schon von Gott als Ratschluss gefasst
worden ist, was im Alten Testament nicht offenbart war, was er Gott durch die Apostel uns mitgeteilt
hat.
Und dieses Geheimnis hat zwei Teile.
Das eine ist Christus, Christus und die Versammlung, alles, was Gott für Christus vorgesehen hat.
Das zweite Teil ist, dass Christus dabei verbunden ist mit der Versammlung, dass wir als Erlöste
persönlich, aber besonders auch als Versammlung gemeinschaftlich mit Christus verbunden sind
und an diesem Geheimnis Anteil haben.
Wenn er über alles gestellt ist, wir als der Leib Christi mit ihm und auch die Versammlung
Gottes ist Teil dieses ewigen Ratschlusses, dieses Geheimnisses Gottes. (00:01:05)
Und der Epheserbrief zeigt uns, dass wir in diese herrliche Stellung gebracht worden sind,
dass wir eben in Christus, in den himmlischen Örtern heute schon etwas genießen dürfen
von dem, was Gott vorgesehen hat für die Fülle der Zeiten, nämlich das Tausendjährige
Reich.
Aber der Kolosserbrief, weil die Kolosser in der Gefahr standen durch falsche Lehrer,
durch falsche Belehrungen, das Haupt aus den Augen zu verlieren, stellt uns gerade Christus
vor.
Stellt uns in einzigartiger Weise vor, dass der, von dem letztlich alles abhängt, von
dem, der das höchste Teil, der höhere Teil in diesem Geheimnis ist, dass er eben vor
unseren Augen stehen muss, damit wir dieses Geheimnis überhaupt in der rechten Weise erfassen
können.
Und deshalb stellt uns der Apostel Paulus in diesem Kolosserbrief eine Unmenge an Herrlichkeiten
des Herrn Jesus vor.
Er beschreibt ab Vers 12, Kapitel 1, dass wir eben jetzt schon gebracht worden sind, (00:02:02)
fähig gemacht worden sind zu dem Anteil am Erbe der Heiligen in dem Licht, weil wir,
die wir Teil der Finsternis waren, die wir in der Gewalt der Finsternis waren, jetzt
versetzt worden sind in das Reich des Sohnes, der Liebe des Vaters, der Liebe Gottes, indem
wir die Erlösung haben.
Und wenn Paulus das schreibt, dann kann er seinen Blick nicht mehr von dem Herrn Jesus
lassen.
Dann spricht er von ihm als von dem Bild des unsichtbaren Gottes.
Das war er, als er hier in diese Schöpfung eingetreten ist, wo er der Erstgeborene ist,
wo er den ersten Platz haben muss.
Er ist eben niemals geschöpft, weder in der ersten noch in der zweiten, in der Neuschöpfung,
sondern er ist der Schöpfer.
Und als der Schöpfer muss er natürlich notwendigerweise, wenn er in diese Schöpfung eintritt, den ersten
Platz haben.
Und jetzt beschäftigen wir uns für einen Augenblick mit ihm als dem Schöpfer.
Das ist bei weitem nicht die höchste Herrlichkeit.
Als Haupt des Leibes hat er eine viel, viel höhere Herrlichkeit.
Aber allein die Herrlichkeit, dass er der Schöpfer ist, die macht den Herrn Jesus groß (00:03:01)
vor unseren Herzen.
Und da heißt es in Kapitel 1 Vers 16, denn durch ihn sind alle Dinge geschaffen worden,
die in den Himmeln und die auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, es seien
Thronen oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten.
Alle Dinge sind durch ihn und für ihn geschaffen.
Das ist der Herr Jesus als Schöpfer und zwar in der ersten Schöpfung, in der Schöpfung,
in der wir stehen, an der wir auch durch unseren Körper heute noch Anteil haben.
Ja, wir sind jetzt schon Teil der neuen Schöpfung.
Da ist Neues geworden, sagt der Apostel Paulus im 2. Korinther 5.
Wir gehören schon zu der neuen Schöpfung, aber unser Körper gehört noch zu der ersten.
Deshalb haben wir auch Augen für die Herrlichkeit in der ersten Schöpfung und da gibt es gewaltige
Herrlichkeiten und der Herr Jesus ist der Schöpfer, denn durch ihn sind alle Dinge
geschaffen worden.
Und das Wort, das der Apostel Paulus hier gebraucht, diese Präposition, heißt eigentlich
in ihm.
Das heißt, in der Kraft seiner Person sind alle Dinge geschaffen worden.
Das sagt der Schreiber des Johannesevangeliums, der Apostel Johannes schon in Johannes 1, (00:04:07)
dass ohne den Herrn Jesus nicht ein einziges hier auf dieser Erde geschaffen worden ist.
Und in ihm, durch ihn sind alle Dinge geschaffen worden.
Er ist der Schöpfer.
Und das Besondere hier ist, dass auch seine Kraft hervorgehoben wird.
Normalerweise finden wir im Wort Gottes, dass der Herr Jesus handelt in der Kraft des Heiligen
Geistes, dass der Vater handelt in der Kraft des Heiligen Geistes, weil der Heilige Geist
diese dienende Funktion einnimmt, obwohl er Gott ist, Gott der Heilige Geist, nimmt
er diese dienende Funktion ein, dass in seiner Kraft gehandelt wird.
Aber hier soll die Herrlichkeit des Herrn Jesus hervorscheinen, hier soll sie groß gemacht
werden.
Und deshalb wird gezeigt, dass er auch in eigener Kraft, weil er Gott ist, Gott der
Sohn, dass er geschaffen hat.
Er hat in sich selbst geschaffen und das wollen wir nicht übersehen.
Er ist eben nicht nur, in Anführungsstrichen, das ausführende Element, der ausführende (00:05:04)
Agent, sondern er ist auch derjenige, der die Kraft besessen hat, um alles zu schaffen.
Jede einzelne Pflanze, das ganze Universum, jeden einzelnen Stern, auch jeden einzelnen
Menschen, natürlich am Anfang hat er Adam und Eva geschaffen, da wird in dieser Weise
davon gesprochen.
Jedes einzelne Tier, jeden einzelnen Aspekt, jeden einzelnen Teil jedes Tieres, auch des
Menschen, das Gehirn, das Auge, das Ohr, das Herz, die Lunge, was man sich anschaut, alles
ist durch den Herrn Jesus geschaffen worden.
Er ist dieser wunderbare Schöpfer und wir dürfen hier sehen, dass in seiner Kraft alles
geschaffen worden ist, sei es in den Himmeln oder auf der Erde, sei es die sichtbaren Himmel
oder sei es die unsichtbare.
Und wie das bei einem Eisberg ist, der im Meer ist, sozusagen, der an der Antarktis
oder der Arktis ist, da finden wir, dass der größere Teil unter der Erde ist, der größere (00:06:05)
Teil dessen, was Gott geschaffen hat, ist unsichtbar und wenn schon die sichtbare Schöpfung
so gewaltig, so herrlich, so großartig ist, wie großartig muss dann die unsichtbare sein.
Sein Thron oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten, da scheint der Apostel Paulus
jetzt von der Engelwelt zu sprechen.
Wir haben ja kaum eine Ahnung von dieser gewaltigen Engelwelt, von diesen gewaltigen Dingen, aber
hier wird uns gezeigt, dass das alles in der Kraft des Herrn Jesus geschaffen, gemacht worden
ist.
Alle Dinge sind durch ihn und jetzt finden wir, dass nicht nur in seiner Kraft geschaffen
worden ist, sondern dass er auch, ich drücke das jetzt menschlich, sehr menschlich aus,
durch ihn, das heißt, durch seine Hände ist alles gemacht worden.
Er hat jedes Einzelne sich angeschaut, geformt, gemacht und wenn er kein Geist wäre, Gott
der Sohn, wenn er kein Geist wäre, dann wäre das sozusagen durch seine Hände, wäre das
auch geformt worden, hat er gewissermaßen Hand angelegt bei jedem einzelnen Teil der (00:07:05)
Schöpfung, sei es die Sterne, die hat er gemacht, das ist alles durch ihn.
Er ist also nicht nur die Kraftquelle, sondern er ist auch derjenige, der das wirklich buchstäblich
dann ins Dasein gerufen hat.
Wir finden im Alten Testament, er rief, aber hier finden wir, dass es durch ihn, dass er
das Einzelne alles getan hat.
Alle Dinge sind durch ihn und für ihn geschaffen worden, das heißt, er ist auch das Ziel, das
soll ihn erfreuen, er hat das gemacht, um selber Freude daran zu haben und da dürfen
wir jetzt besonders an uns Menschen denken, dass er Freude an uns haben wollte, das hat
er uns Menschen für sich gemacht, für sich geschaffen, damit er sich an uns erfreuen
kann.
Ja, der Mensch ist gefallen, ist in Sünde gekommen, wir dürfen dankbar sein, dass wir
jetzt Teil der Neuschöpfung sind und dass wir jetzt Gott wirklich, dem Herrn Jesus wirklich
Wohlgefallen bringen dürfen.
Ist das wirklich unser Ziel, dass wir jetzt ein Leben führen, das ihn erfreut in der
ersten Schöpfung und als Neuschöpfung, dass wir ihn verherrlichen?
Dafür hat er uns geschaffen, dafür hat er uns gemacht und daran wollen wir ganz besonders (00:08:04)
denken, wenn wir jetzt an dem ersten Tag der Woche zusammen sind.
Das soll sich unter keinen Umständen auf diesen ersten Tag der Woche beschränken,
aber gerade da darf und soll es auch Realität sein, da soll man das sehen und auch bewundern
können, nämlich Christus bewundern können in dem, was er gemacht hat.
Er ist dieser Großartige, dieser wunderbare Schöpfer, wir beten ihn an und wir preisen
ihn.
Für diese Herrlichkeit mag sie noch im Vergleich gering sein, aber schon die geringeren Herrlichkeiten
des Herrn Jesus sind in jeder Hinsicht anbetungswürdig.