Am: Di, 1. Juli 2025
Der Hintergrund ist traurig: Isaak begann, alt zu werden und den Nutzen seiner fünf Sinne zu verlieren. Wie gut, wenn wir noch klar sehen!
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Die fünf Sinne des Menschen. In 1. Mose 27 finden wir eine Geschichte, in der alle fünf Sinnesorgane genannt werden.
Vielleicht ist es die einzige Geschichte in der Bibel, in der alle fünf Sinne zusammen vorkommen.
Viele kennen dieses Kapitel, in der Jakob seinen Vater und Bruder wegen des Segens des Erstgeburtsrechts betrogen hat.
Darauf möchte ich jetzt nicht eingehen, sondern ein bisschen in Anlehnung an die Geschichte über die fünf Sinnesorgane des Menschen nachdenken.
Die fünf Sinne des Menschen sind Sehen, Hören, Fühlen, Schmecken und Riechen.
Fünf Dinge, von denen wir für unser praktisches Glaubensleben lernen können.
Ersten, Sehen. Isaac sah in seinem hohen Alter nicht mehr richtig. Anscheinend hat er fast nichts mehr gesehen.
Es ist interessant, dass Gott am Ende eines Lebens, wie hier bei Isaac, oder am Ende einer Periode oft Blindheit diagnostiziert.
Auch die letzte Phase der Christenheit ist dadurch gekennzeichnet, vorgeschattet in Laodicea. (00:01:02)
Vergleich mal Offenbarung 3 Vers 17.
Wie können wir davor bewahrt bleiben? Indem wir die Warnung, zum Beispiel von einem alten Petrus,
wie er in 2. Petrus 1 Vers 5 bis 8 schreibt, uns zu Herzen nehmen.
Indem wir Fleiß anwenden, in die Glaubensbeziehungen zu unserem Herrn zu investieren
und Tugend, Erkenntnis, Selbstbeherrschung, Ausharren, Gottseligkeit, Bruderliebe und Liebe zu leben.
Bezüglich der Augen gibt es im Markus Evangelium, Kapitel 8 Vers 22 bis 26, eine interessante Begebenheit.
Diese Geschichte wird nur im Markus Evangelium geschildert und ist eine besondere, denn der Herr heilt hier in zwei Schritten.
Und in dieser Begebenheit werden uns drei Stadien gezeigt, in denen man sich befinden kann.
Erstens, man ist blind, man sieht nichts.
Zweitens, man sieht etwas, aber verschwommen, man kann es nicht richtig deuten.
Drittens, man sieht klar und erkennt alles.
Das Volk Israel damals unterschied sich von den Jüngern darin, dass sie in Bezug auf den Herrn Jesus völlig blind waren. (00:02:05)
Und die Jünger? Sie sahen, aber nicht klar.
Obwohl sie wahrhaftig an den Herrn Jesus glaubten, fehlte ihnen doch geistliches Verständnis über seine Person.
Sie verstanden oftmals gar nicht, wenn er ihnen etwas erklärte.
Auch nicht, dass er leiden und sterben sollte.
Das änderte sich aber hernach, als er nach seiner Auferstehung ihnen die Schriften öffnete.
Viele Gläubige sind in ihrem geistlichen Verständnis heute ebenso unbedarft wie die Jünger damals.
Auch ihnen erscheinen die Menschen gewissermaßen wie umhergehende Bäume.
Vieles ist verwirrend. Nur wenige Zusammenhänge sind ihnen klar.
Zum Beispiel fürchten manche, dass sie, obwohl sie Kinder Gottes sind, durch den Glauben an Jesus Christus,
dass sie letztlich doch verloren gehen können.
Es fehlt ihnen die Einsicht darüber, dass es keine Verdammnis mehr gibt für die, die in Christus Jesus sind.
Römer 8 Vers 1
Sie sind nicht in der Lage, die Situation um sich herum zu deuten, weil sie nicht klar sehen und ziehen demnach falsche Schlüsse. (00:03:03)
Dieser Blinde in der Geschichte in Markus' Evangelium war nicht in der Nähe bei Christus und konnte deshalb nicht richtig sehen.
Da wir uns nicht in seiner Nähe aufhalten und uns mehr von anderen Dingen beeinflussen lassen,
wie von dem Herrn und seinem Wort, ist uns auch klar, dass wir die Dinge nicht richtig sehen können.
Deshalb ist es wichtig, an der Hand des Herrn heraus aus den irdischen Dingen hinein in seine geben, außerhalb des Dorfes.
Der, welcher uns Licht gegeben hat, will uns auch die Dinge klar zeigen.
Um richtig sehen zu können, bedarf es, das zeigt uns die Geschichte hier, zwei Dinge.
Einmal der Fertigkeit und der Fähigkeit.
Ein kleines Kind, das geboren wird, kann es sehen, aber es hat noch nicht die Fähigkeit, Dinge richtig zu deuten.
Das muss es über die Jahre immer lernen.
Entfernungen einzuschätzen, Gefahren zu sehen, Personen zu erkennen, Gegenstände und so weiter.
Und das ist im Geistlichen auch so.
Das nennt die Bibel geistliches Wachstum.
So viel zu dem Thema der Augen und dem Sehen. (00:04:02)
Das Zweite, was wir in der Geschichte bei Isaak finden, ist das Tasten.
Isaak tastete den mit Fellen bekleideten Jakob ab und hielt Jakob für den beharrten Esau.
Astromose 27 in den Versen 22 und 23.
Jakob wollte hier fühlen, ob es sich um Esau handelte oder nicht.
Er wollte fühlen, ob der, der vor ihm war, echt oder unecht war.
Manchmal muss man etwas in die Hände nehmen, um zu beurteilen, ob es echt, original oder gefälscht ist.
Ich denke an die Begebenheit aus Lukas 24, wo der Jesus in die Mitte der Jünger kommt.
Mit den Worten, Friede euch.
Sie waren vor Furcht erfüllt und meinten, einen Geist zu sehen.
Doch der Jesus sagt, betastet mich, seht.
Sie sollten feststellen, dass er kein Geist war, sondern aus Fleisch und Bein.
Indem sie ihn antasten und auch gesehen haben, wie er gegessen hatte.
Wie war die Situation der Jünger?
Vor wenigen Tagen haben sie erlebt, wie er gefangen genommen wurde. (00:05:03)
Gegeißelt und ans Kreuz geheftet wurde.
Dort sahen sie den, dem sie drei Jahre gefolgt waren.
Dort sahen sie ihn, wie er schrecklich gelitten hat.
Das Letzte, was sie von ihm sahen, das war noch in ihren Gedanken und vielleicht auch noch in ihrem Kopf.
Und jetzt war er nicht mehr da.
Und in diese Situation hinein stand er plötzlich in ihrer Mitte.
Und die Reaktion der Jünger war wenig ermutigend für den Herrn.
Sie erschraken und meinten, sie sehen einen Geist.
Aber der Herr fragt sie, er kommt ihnen entgegen und fragt sie, warum sie entschrocken waren.
Hatte er ihnen nicht alles erklärt?
Hatte sie auch so gar nicht von anderen schon von seiner Auferstehung gehört?
Er konnte es eigentlich anders erwarten, doch er kommt ihnen hier entgegen.
Und sagt, sie sollten seine Wundmale sehen und ihn betasten.
Sie sollten fühlen, dass er echt ist, dass er Mensch ist.
Und er bleibt es in alle Ewigkeit.
Und in dieser Andehnung einmal die Frage an dich und mich, ob wir den Herrn noch fühlen.
Ob wir es echt fühlen, wenn wir zum Beispiel in seiner Gegenwart sind. (00:06:04)
Und vielleicht erlebt man das oder hast du das auch schon erlebt,
wenn du vielleicht müde und traurig, auch vielleicht durch die Umstände des Lebens,
in seine Gegenwart gekommen bist und ihn dann wirklich erlebt hast,
etwas von seiner Gegenwart gefühlt hast und wieder froh und gestärkt,
ja, aus seiner Gegenwart nach Hause gegangen bist.
Das ist echt.
Wenn etwas unecht ist, ist es oberflächlich, ohne Tiefe und auch nicht nachhaltig.
Und ob etwas echt ist oder unecht ist, kommt meistens nur in Notsituationen heraus.
Hier in dieser Situation war bei den Jüngern wenig Glauben und Vertrauen da.
Aber als Gott den Herrn prüfte, seinen eigenen Sohn prüfte, da fand er nur Echtes.
Alles, was Gott aus seinem Leben sozusagen in die Hand nahm, fühlte sich echt an.
Es war alles echt. Und so freute er sich an und über seinen Sohn.
Auch gerade die schlimmste Zeit am Kreuz brachte die Echtheit seines Lebens, (00:07:04)
seines Vertrauens, seiner Liebe, seiner Heiligkeit und so weiter hervor.
Wie groß ist der Herr?
Im zweiten Pottdorfs geht es dann mit Hören, Schmecken und Riechen weiter.