Transkript der Audiodatei

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(00:00:00) Dieser Tage hatte ich einmal das Vorrecht, mit einem Freund mitzufliegen in einem Privatflugzeug, Ultraleichtflugzeug. Und erst im Nachhinein habe ich mir eigentlich Gedanken gemacht, was das bedeutet, wenn man selber nicht fliegen kann, also keinen Pilotenschein hat, keine Fähigkeit hat zu fliegen, dann ist ja nötig, dass man vertraut, dass man vertraut auf den Piloten, dass er es vernünftig macht, dass man vertraut, dass das Flugzeug gut gewartet ist, dass man vertraut, dass da kein anderer Verkehrtes macht und in der Luft in einen reinfliegt, auch das ist passiert. Ich weiß von Geschwistern, die dadurch jemanden, der ein erfahrener Pilot war, verloren haben. Vertrauen ist nötig und das ist in unserem ganzen Leben nötig. Wir vertrauen einander bis zu einem gewissen Grad. Wir vertrauen ja auch, dass der Zug rechtzeitig kommt oder dass der Freund rechtzeitig kommt. Und ich habe mir ein paar Gedanken gemacht über das Vertrauen, wie steht es eigentlich um das Vertrauen in unserem Leben. Das Wichtigste ist natürlich das Vertrauen auf Gott, auf unseren Herrn. In Psalm 91, eine Folge ja von Psalm 90, vielleicht auch von Mose geschrieben, wissen wir nicht, (00:01:04) heißt es in Vers 2, ich sage von dem Herrn meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf ihn will ich vertrauen. Haben wir wirklich ein Vertrauen auf Gott, dass er uns gute Wege führt? Haben wir ein Vertrauen, dass er uns einen Weg führt, der sicher ist? Er hat uns nicht zugesagt, dass uns nichts passiert, dass wir nicht krank werden können, dass wir nicht heimgehen können. Wenn wir uns die Läubigen im Alten und im Neuen Testament ansehen, dann finden wir, dass viele davon in große Gefahren kamen. Aber sie haben auf Gott vertraut, sie haben darauf vertraut, dass dieser Herr sie wirklich bewahrt, dass dieser Herr ihnen Schutz gibt, dass dieser Herr ihnen einen guten, sie einen guten Weg führen wird. Haben wir das auch? Haben wir wirklich dieses Bewusstsein, dass wir im Schutz des Höchsten sitzen, dass wir im Schatten des Allmächtigen unser Leben führen und deshalb auf den Herrn vertrauen, der uns eine Zufluchtsstätte ist, wenn es Not gibt, wenn es Gefahren gibt, der uns eine Burg ist, die uns beschützt, wenn feindliche Angriffe kommen. Das ist unser Gott. Auf ihn will ich vertrauen. Auf ihn will ich mein Vertrauen setzen. (00:02:01) Ist das wirklich so? Oder Jeremia 17 Vers 7. Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut und dessen Vertrauen der Herr ist. Ist es wirklich so, dass der Herr Jesus, hier natürlich Gott, Yahweh, für uns wirklich das Vertrauen ist, dass wir ein Bewusstsein haben, wir können uns nicht bewahren, auch Menschen können uns nicht bewahren und wenn wir auf Menschen setzen, werden wir früher oder später enttäuscht werden, sondern wir vertrauen, dass der Herr uns einen guten Weg führt. Natürlich, wie kann ich dieses Vertrauen haben, wenn ich nicht einen Weg des Gehorsams gehe? Aber das setzt Gott ja voraus. Aber wenn wir nur auf Gott vertrauten in unserem Leben, ich glaube, dann würden wir früher oder später auch manche Probleme haben. Deshalb wundert es uns ja nicht, dass wir auch in Gottes Wort Vertrauen in anderer Hinsicht haben und das kennen wir aus unserem eigenen Leben oder nicht. Denken wir an den Ehepartner, viele von uns sind verheiratet und was sagt dort Salomo in Sprüche 31, jedenfalls ist das ein Schlusswort, das dort in Sprüche 31 steht, in Vers 11, das Herz ihres Mannes, dieser tüchtigen Frau, vertraut auf sie und an Ausbeute wird es ihm (00:03:02) nicht fehlen. Das Herz vertraut auf die Ehefrau und hoffentlich umgekehrt auch. Ist das so, dass wir einander vertrauen, dass wir einander zutrauen, dass der andere Gutes tut, dass der andere, auch dann, wenn ich ihn nicht sehe, auch dann, wenn ich nicht dabei bin, etwas nach Gottes Gedanken tut, dass er etwas für mich tut, dass er so lebt, dass ich auch ein gutes Ergebnis habe, dass es vertrauenswürdig ist? Wir müssen uns ja selber fragen, das gilt ja für Mann und Frau, für Frau und Mann, ob wir vertrauenswürdig leben für unseren Ehepartner. Kann mein Ehepartner mir vertrauen? Kann er darauf vertrauen, dass das, was ich tue, nach seinen Gedanken ist, nach ihren Gedanken ist? Kann mein Ehepartner wirklich davon ausgehen, dass ich alles meiden werde, was irgendwie im Widerspruch zu den Gedanken, in meinem Fall, meiner Ehefrau ist? Kannst du das sagen, im Blick auf deine Ehefrau oder im Blick auf deinen Ehemann? Und was ist, wenn das mal nicht geschieht, wenn wir etwas heimlich gemacht haben, wenn wir etwas Böses gemacht haben, bringen wir die Dinge in Ordnung? Sind wir transparent? Sind wir ehrlich? Sind wir solche, die wirklich Vertrauen erworben haben, die sich Vertrauen immer wieder neu (00:04:05) erwerben? Auch Eltern gegenüber Kindern, haben wir Vertrauen zu unseren Kindern? Natürlich müssen unsere Kinder heranwachsen, wir haben eine große Aufgabe in der Erziehung, aber haben wir Vertrauen, dass unsere Kinder, unsere erwachsen werdenden Kinder wirklich nach Gottes Gedanken leben? Oder meinen wir, wir müssten alles beaufsichtigen, wir müssten alles kontrollieren, wir müssten sie kontrollieren? Dann wird bestimmt keine gute Beziehung entstehen. Wenn kein Vertrauen da ist, dann ist auch keine Beziehung, keine gute Beziehung da. Deshalb ist es so wichtig, dass dieses Vertrauen aufgebaut wird. Und die erste Verantwortung dazu haben wir als Eltern, dass wir ein Vertrauensverhältnis aufbauen zu unseren Kindern, dass sie keine Angst vor uns haben, sie sollen Respekt haben, aber dass sie keine Angst vor uns haben, dass sie keine Angst haben, uns Dinge zu sagen, die vielleicht auch schwierig sind, die gefährlich sind, die auch mit Fehltritten vielleicht einmal zu tun haben. Haben sie dieses Vertrauen? Sie wissen hoffentlich, dass wir nach Gottes Wort denken, dass wir nach Gottes Wort handeln, dass wir keine sind, die jetzt einfach Böses einfach übergehen, aber dass wir andererseits genauso geprägt sind, nicht nur von Licht, sondern auch von Liebe, dass sie ein herzvoller (00:05:02) Liebe von uns kennen. Und umgekehrt vertrauen die Kinder den Eltern. Ihr als Kinder, ihr habt schon auch die Aufgabe, euch dieses Vertrauen zu erwerben, dass Eltern, dass wir als Eltern wirklich euch vertrauen können, dass ihr zeigt, dass ihr vertrauenswürdig seid. Eine wunderbare Beziehung, eine wichtige Beziehung. Wie ist das mit Freunden? Ich habe schon gesagt, wer auf Menschen vertraut, wird früher oder später enttäuscht werden. Das sehen wir gerade bei dem Vers, wo es um Freundschaft geht, weil er natürlich eine ganz besondere Bezugnahme hat. Wir sehen in Psalm 55, einem Psalm von David in Vers 13, der nicht ein Feind ist, der mich verhöhnt, der mich höhnt, sonst würde ich es ertragen, nicht mein Hasser ist es, der gegen mich groß getan hat, sonst würde ich mich vor ihm verbergen, sondern du ein Mensch wie ich, mein Freund und mein Vertrauter. Das war Ahitovel für David und der hat sich dieses Vertrauens erst würdig erwiesen und dann hat er dieses Vertrauen total missbraucht, dann hat er im Widerspruch zu diesem Vertrauen gehandelt. Aber wie wichtig, wie wertvoll ist es, Freunde zu haben, denen wir vertrauen können, denen (00:06:01) wir zutrauen, dass sie wirklich uns das Gute sagen, dass sie uns auch einmal zur Seite stehen, wenn andere weglaufen, die uns andererseits aber auch klar einmal ihre Meinung sagen, das brauchen wir von unserem Ehepartner, das brauchen wir aber gerade auch von Freunden, Freunde, die uns sagen, das ist nicht recht, das ist nicht gut, wir müssen die richtige Gesinnung haben, wir als Eltern den Kindern gegenüber, die Kinder den Eltern gegenüber, wir dem Ehepartner gegenüber, er uns gegenüber, die richtige Sehnung Gottes gegenüber, auch einem Freund gegenüber. Wenn es eine Gesinnung der Liebe ist, der Unterordnung, dann kann es ihm helfen. Aber sind wir solche, die bereit sind, auch einmal ein klares Wort zu sagen einem Freund und trotzdem diese Freundschaft nicht aufzugeben? Wie ist das im Blick auf Älteste oder solche, die einen Ältestendienst tun, besser gesagt, im Blick auf Brüder am Ort, gibt es da Vertrauen, haben wir uns als verantwortliche Brüder Vertrauen erworben, haben die Geschwister unser Vertrauen erworben, haben wir Vertrauen zu den Geschwistern, dass sie nach Gottes Wort handeln, wenn wir ihnen Gottes Wort vorstellen, ist da eine Vertrauensbasis, das gilt ja auch überörtlich, haben wir uns Vertrauen dadurch erworben, dass wir in der rechten Gesinnung, in der rechten Art und Weise das Richtige (00:07:05) sagen, wir müssen wohl alle bekennen, dass das immer wieder auch in eine falsche Richtung laufen kann, dass wir immer wieder versagt haben, dass wir Anlass gegeben haben, dass gerade kein Vertrauen da ist. Vertrauen, ein so wichtiger Bestandteil. Wie ist das im Blick auf die Versammlung Gottes, ich finde es bemerkenswert, dass es gerade im Blick auf zwei Versammlungen Vertrauen gibt von Paulus, die eigentlich am wenigsten vertrauenswürdig waren, die Korinther und die Galater. In 2. Korinther 8 Vers 22 sagt der Apostel Paulus, wir haben aber unseren Bruder mit ihnen gesandt, den wir oft in vielen Stücken erprobt haben, als einen der eifrig ist, nun aber noch viel eifriger, durch das große Vertrauen zu euch, den Korinthern, sind wir als Brüder vertrauenswürdig auch für schwierige, für herausfordernde Arbeiten, Dienste, aber haben wir Vertrauen zu den örtlichen Versammlungen, haben wir Vertrauen, dass sie nach Gottes Wort handeln, dass sie Gottes Wort ernst nehmen, haben wir uns als Geschwister am Ort dieses Vertrauen erworben, dass Brüder, dass Diener des Herrn sagen können, ja, sie wollen wirklich Gott gehorsam sein, sie wollen das tun, was in Gottes Wort steht, sie haben wirklich ein (00:08:04) Herz voller Liebe für den Herrn und für die Geschwister und für das Wort Gottes. Galater 5 Vers 10 finden wir ähnliches, dass obwohl die Galater so verkehrt gehandelt haben, die falschen Lehrer ihnen das Ohr gegeben haben, dass Paulus trotzdem Vertrauen zu ihnen hatte, es nicht aufgegeben hat. Wir können natürlich auch auf unser Vermögen vertrauen, Markus 10 Vers 24, wir können auf uns selbst vertrauen, Lukas 18 Vers 9, wir können auch auf das Fleisch vertrauen, Philipper 3 Vers 4, das sind Krücken, das sind Krücken, die früher oder später zugrunde gehen. Nein, wenn wir unser Vertrauen auf das Wort Gottes, wenn wir unser Vertrauen auf Gott setzen und wenn in den Beziehungen, in denen wir stehen, dieses Vertrauen wirklich lebendig ist, dann können wir gute Beziehungen leben, dann leben wir in guten Beziehungen, dann können wir auch uns ein Stück weit zurücklehnen, dann können wir wirklich innerlich ruhig werden und unseren Weg weitergehen, eben nicht in dieser ständigen Angst, dass wieder etwas passiert, dass wieder etwas passiert, sondern dass wir wirklich in einer guten Harmonie (00:09:01) zunächst mal mit Gott, vor dem wir voller Ehrfurcht sein sollen, aber dann auch miteinander in den örtlichen Versammlungen, in den Familien, in den Ehen ein Leben führen, das wirklich durch innere Ruhe, durch inneren Frieden und durch Hingabe für den Herrn geprägt ist. Vertrauen ist wirklich ein Grundbegriff des christlichen Lebens.
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