Matthäus 24,14-30


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(00:00:00) Die prophetische Rede des Herrn Jesus in Matthäus 24 und 25 gliedert sich ja in drei Teile. Der erste Teil, 24 Vers 1 bis 44, spricht von dem Judentum, von dem Judentum der Zukunft, von dem jüdischen Überrest, der in große Drangseile kommen wird, bis der Herr Jesus in Macht und Herrlichkeit erscheinen wird. Dann kommt ab Vers 45 bis Kapitel 25 Vers 30, dass die christliche Zeitperiode uns vorgestellt wird. Sie war damals noch zukünftig, sie ist heute gegenwärtig. Zwei von den Gleichnissen, die der Herr Jesus nennt, haben wir schon vor uns gehabt. Das erste von dem treuen und klugen Knecht, der zu einem bösen Knecht wird. Wir haben gesehen, der Herr Jesus kommt wieder und dann wird die Christenheit in einem Zustand sein, der mit einem bösen Knecht verbunden wird, der gerichtet wird. Das heißt, am Anfang waren die Christen, waren sie hingegeben, waren treu, waren klug, aber sie haben sich schnell verändert zu bösen, untreuen Knechten. Dann haben wir in dem zweiten Gleichnis von den zehn Jungfrauen gesehen, dass zu jeder Zeit solche waren, die echt waren, die wirklich Leben aus Gott hatten, die wirklich durch den Heiligen Geist bewohnt waren, in denen der Heilige Geist wohnte, (00:01:07) und solche, die hier törichte Jungfrauen genannt werden, die kein Öl hatten, die keine Bekehrung hatten, die keine neue Geburt erlebt hatten, sondern die sich einfach äußerlich als Christen bezeichnend haben, namens Christen waren und kein Leben aus Gott haben. Die Tür verschloss sich, der Jesus kommt wieder und dann ist es für ewig für sie zu spät. Also es ist nicht nur in dem Zeitablauf eine Veränderung, sondern zu jeder Zeit gibt es Gute und gibt es Böse. Und jetzt kommt ein drittes Gleichnis, das in Matthäus 24, 25, ab Vers 14 bis Vers 30 vorgestellt wird. Und da sehen wir, dass wir uns nicht dahinter verstecken können, dass wir in einer bösen Zeit leben, nämlich in der letzten Zeit. Erstes Gleichnis, dass wir nicht nur wissen sollen, dass es Treue, Kluge, Jungfrauen gibt und eben Törichte, Ungläubige, sondern jetzt wird deutlich, dass jeder von uns selbst verantwortlich ist, dass man sich nicht hinter anderen verstecken kann und sagen kann, ist ja eine böse Zeit, was sollte ich machen? (00:02:01) Nein, jeder kann zu jeder Zeit persönlich Verantwortung übernehmen und den Herrn erwarten, kann ein Leben führen, das den Herrn ehrt. Es ist eine ganz persönliche Sache. Und das lesen wir jetzt in Vers 14. Denn so wie ein Mensch, der außer Landes reiste, seine eigenen Knechte rief und ihnen seine Habe übergab. Das ist ein Gleichnis, das hier von dem Herrn Jesus spricht. Er ist dieser Mensch. Er ist außer Landes gereist. Nach dem vollbrachten Werk auf Golgatha ist er in den Himmel aufgefahren und hat jetzt seine Habe uns übergeben, den Christen, denen, die sich nach seinem Namen nennen, die eine wenigstens äußerliche Verbindung mit ihm haben, indem sie sich als Teil des Reiches, der Himmel, des Königreiches, der Himmel, des Königreiches Gottes ansehen und mit Christus verbunden sind. Und dann finden wir in Vers 15. Und einem gab er fünf Talente, einem anderen zwei, einem anderen eins, jedem nach seiner eigenen Fähigkeit. Und sogleich reiste er außer Landes. Hier finden wir also, dass der Herr Jesus jedem Einzelnen besondere Talente, besondere Fähigkeiten übergeben hat. (00:03:03) Und zwar jedem nach seiner eigenen Fähigkeit. Das heißt, dass hier im Unterschied zu Lukas 19 nicht jeder dasselbe bekommt, jede Möglichkeit, die gleiche Möglichkeit, sondern dass der Herr hier Unterschiede macht. Er hat einem Apostel Paulus viele, sozusagen hier nach gesehen, fünf Talente oder vielleicht sogar 20 Talente anvertraut. Eine besondere Begabung, die er jetzt nutzen soll in der Zeit der Abwesenheit des Herrn. Und dann gibt es andere, sagen wir wie Petrus oder wie ein Barnabas oder wie ein Apollos. Die haben auch Befähigung bekommen, geistliche Gaben, sagen wir zwei Talente. Und dann gibt es den ganzen Rest, dazu dürfen wir uns zählen, die wir ein Talent bekommen haben. Es gibt keinen, der Christ ist, der nicht ein Talent bekommen hat, der nicht auch eine Aufgabe im Reich Gottes übertragen bekommen hat. Auch eine Befähigung dazu, ein Talent, eine geistliche Gabe, sehr schön ausgedrückt, nach seiner eigenen Fähigkeit. Nicht die Fähigkeit, die irdische Fähigkeit ist die Gabe, obwohl sie auch von Gott kommt, von dem Schöpfer. (00:04:03) Sondern Gott hat in dieses Gefäß irdischer Fähigkeiten eine Gabe gegeben, gelegt, die natürlich nicht unabhängig ist von den Fähigkeiten. Eine irdische Fähigkeit könnte sein, reden zu können. Und ein Evangelist, diese geistliche Gabe, kann natürlich in dem Sinne auch nur ausgeübt werden, wenn jemand reden kann. Aber nicht das Reden ist die Gabe, sondern es gibt eine geistliche Gabe, die dazu führt, dass dieses Reden voller moralischer Autorität ist und dann menschenungläubige Menschen in das Licht Gottes stellt, wenn so jemand redet. Und dann reist er außer Landes. Er hat uns also diese Aufgabe übergeben und jetzt sind wir in dieser Zeit seiner Abwesenheit hier auf dieser Erde und sind verantwortlich, was wir mit diesen Gaben machen. Der, die fünf Talente empfangen hatte, ging hin und handelte damit und gewann weitere fünf. Ebenso gewann der mit den Zweien weitere zwei. Wir sehen also, da gibt es solche wie Paulus, wie Petrus, wie Barnabas, wie Apollos und wie sie alle heißen, die wirklich damit gearbeitet haben. Auch Schwestern, natürlich, wie Dorcas Apostelgeschichte 9 und andere Gläubige, Glaubensschwestern, (00:05:01) die eben wirklich mit diesem Talent, das Gott ihnen gegeben hat, in dem Rahmen, den der Herr einem jeden gegeben hat und der Rahmen für die Glaubensschwester ist eben natürlich schmaler, weil sie nicht Brüder belehren, weil sie nicht Brüdern dienen, sondern eben im Blick auf Schwestern. Aber jeder hat seine Fähigkeit und Gott möchte, dass wir damit handeln. Der Herr Jesus möchte, dass wir sie benutzen zum Segen für andere und das haben diese getan. Dann heißt es aber in Vers 18, der aber das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn. Der hat gar nichts damit gemacht. Der hat es einfach ruhen lassen. Der hat es einfach stehen gelassen. Der hat gesagt, na ja, warten wir mal, schauen wir mal, wie es dann weiterläuft. Bist du so jemand, der das nicht nutzt, der die Fähigkeiten, die geistlichen Fähigkeiten, die der Herr dir gegeben hat, nicht nutzt? Ich sage nochmal, manchmal hört man in der Christenheit, ja, eine Schwester, die hat die Gabe des Lehrens bekommen. Ganz gewiss nicht. Also wir sollten nicht meinen, wir hätten eine Gabe bekommen, die wir nicht bekommen haben können, weil sie im Widerspruch zu Gottes Wort steht. Gott sagt einer Frau, sie darf nicht lehren, also hat sie auch nicht die Lehrgabe. Eine Frau kann nicht über einen Mann herrschen, also einen Dienst an einem Mann tun, also hat sie diese Gabe auch nicht. (00:06:02) Aber jeder von uns hat eine Gabe und die Frage ist, arbeiten wir mit dem, was der Herr uns gegeben hat? Du brauchst jetzt nicht ein Leben lang zu überlegen, was habe ich wohl für eine Gabe bekommen? Sondern der Herr legt dir Aufgaben vor die Füße. Und eine Mutter, die hat natürlich ihre Kinder als Aufgabe, das ist doch klar. Also brauchst du sie nicht lange herumzusuchen, was habe ich wohl für eine Aufgabe im Reich Gottes? Das sind deine Kinder. Sie mit dem Herrn Jesus bekannt zu machen, für sie zu sorgen, eine wunderbare Aufgabe. Auch im irdischen Bereich, das sind Aufgaben, die wir für den Herrn Christus, Kolosser 3 und 4, tun dürfen. Und wir sollen das eben nicht vergraben. Wir sollen nicht sagen, ja, mal schauen, ich kenne ja meinen Herrn und da will ich das lieber vergraben, als etwas damit zu tun. Jetzt heißt es in Vers 19, nach langer Zeit, aber kommt der Herr jener Knecht und hält Abrechnung mit ihnen. Der Jesus kommt wieder. Das haben wir gesehen in allen drei christlichen Gleichnissen, er kommt wieder. Auch hier kommt er wieder und hält Abrechnung. Das heißt, du sollst dir bewusst sein, es kommt der Tag der Abrechnung. Das ist der Tag des Richterstuhls des Christus, 2. Korinther 5 Vers 10. Und was haben wir dann gemacht mit den geistlichen Gaben, Fähigkeiten, die der Herr uns gegeben hat? (00:07:02) Es kommt nicht darauf an, möglichst bekannt zu sein, das ist nicht die Ausübung, sondern treu zu sein, darum geht es. Wir werden nicht nach der Gabe belohnt, sondern was wir aus der Gabe gemacht haben, und zwar in Abhängigkeit von dem Herrn. Dann heißt es in Vers 20, und der die fünf Talente empfangen hatte, trat er zu und brachte weitere fünf Talente und sagte, Herr, fünf Talente hast du mir übergeben. Siehe, weitere fünf habe ich gewonnen. Wunderbar, 100% hat er mit dieser Gabe gearbeitet. Er hatte fünf, er hat fünf weitere hinzugewonnen. Da geht es jetzt nicht darum als Evangelist, dass du eben so und so viele Leute zur Bekehrung geführt hast, sondern dass du treu das Evangelium weitergegeben hast oder im Hirtendienst oder als Hilfeleistung oder was auch immer deine Aufgabe ist. Die Antwort des Herrn, da sprach sein Herr zu ihm wohl. Wunderbar, wohl, du guter und treuer Knecht. Das war ein guter, das war ein treuer Knecht. Das kann man auch am Ende der Zeit sein, in der wir leben. Über weniges warst du treu. Ja, das sollten wir uns immer bewusst machen. Das, was wir hier tun können, das ist letztlich wenig im Vergleich zu dem, wie groß der Herr ist, wie groß das Feld des Herrn ist, wie groß er ist in seinem Dienst. Über vieles werde ich dich setzen. (00:08:05) Was für ein Lohn. Man hatte gerade einmal so viel hinzugewonnen, fünf Talente. Aber er wird nicht nur über das Gleiche nochmal setzen, sondern über vieles. Ein großer Lohn. Drittens, geh ein in die Freude deines Herrn. Das ist das Größte. Da zu sein, wo der Herr ist und seine Freude zu teilen. Was kann es Größeres geben als die Gemeinschaft mit dem Herrn? Das wird uns ewig beglücken. Und das ist hier dieser Lohn. Aber auch der mit den zwei Talenten trat herzu und sprach, Herr, zwei Talente hast du mir übergeben. Siehe, weitere zwei Talente habe ich gewonnen. Auch 100%. Da sprach sein Herr zu ihm, wohl, du guter und treuer Knecht, genau dasselbe. Diese wunderbare Belohnung, diese Anerkennung. Über weniges warst du treu, über vieles werde ich dich setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn. Darin siehst du, es kommt nicht darauf an, dass du eine große Gabe hast, sondern es kommt darauf an, was du mit dem, was der Herr dir gegeben hat, was er dir an Aufgaben übertragen hat, was du damit tust. Und wenn du treu bist, wenn du damit treu handelst, dann wirst du den gleichen Lohn bekommen wie jemand, der eine große Gabe hat. (00:09:02) Sogar mehr als er bekommen, wenn er nicht treu damit ist. Und je mehr wir bekommen haben, umso größer ist die Verantwortung, umso schwieriger die Herausforderung, dem wirklich zu entsprechen. Jetzt kommt der längste Teil des Gleichnisses, der sich mit dem beschäftigt, der das Talent vergraben hatte. Aber auch der, das eine Talent empfangen hatte, trat herzu und sprach, Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast. Und ich fürchtete mich und ging hin und verbarg das Talent in der Erde. Und siehe, da hast du das Deine. Dieser Mann spricht in frecher Weise zu dem Herrn. Hart wäre er, würde sähen, was er nicht gesammelt, nicht ausgestreut hat. Da sehen wir, dass dieser Mensch den Herrn Jesus gar nicht kannte. Der spricht über ihn in einer Weise, die völlig unzutreffend ist. Hat der Herr nicht gerade bei den ersten beiden bewiesen, dass er ganz anders ist, dass er freigiebig ist, dass er von Herzen gibt? Das sind die Menschen dieser Welt. Sie nennen sich zwar Christen, aber sie haben eine völlig falsche Vorstellung von dem Herrn Jesus. Und das drückt dieser Mann hier aus. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm, du böser und fauler Knecht, (00:10:02) nicht du guter und treuer Knecht, du böser und fauler Knecht. Du wusstest, dass ich ernte, wo ich nicht gesät und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe? Ist das der Herr? Ist er nicht. Aber er nimmt ihn beim Wort. So hättest du nun mein Geld den Wechslern geben sollen, und bei meinem Kommen hätte ich das meine mit Zinsen zurück erhalten. Hätte er das wenigstens in eine Bank gegeben, hätte er irgendetwas damit gemacht, dann hätte es Lohn gegeben. Nein, das hat er nicht getan. Deshalb kommt die Antwort des Herrn in Vers 28. Nehmt nun das Talent von ihm weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat. Ja, jetzt gibt es nicht nur keinen Lohn, sondern es gibt Schaden. Es wird ihm selbst das, was er hat, wird ihm weggenommen und wird dem gegeben, der die zehn Talente hat. Warum nicht dem, der die fünf Talente oder die vier Talente hatte? Weil es doch bei einer höheren Gabe eine höhere Verantwortung, eine schwierigere Verantwortung ist und der Herr hier deutlich macht, dass er einen ganz besonderen Lohn für diesen gibt. Denn jedem, der hat, wird gegeben werden. Jedem, der nicht eine Gabe hat, sondern der das, was der Herr ihm gegeben hat, zu etwas gemacht hat, (00:11:03) der insofern geistlichen Segen hat, damit gehandelt hat, dem wird gegeben werden. Und er wird Überfluss haben, wird also mehr haben als nur ein Mindestmaß. Von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst das, was er hat, weggenommen werden. Hat denn ein Ungläubiger, das war ein Ungläubiger, hat der denn überhaupt etwas? Der hat letztlich nichts. Aber er bezeugt als Christ, als Namenschrist, ich habe doch auch etwas. Aber selbst das, was er meint zu haben, wovon er zeugt, dass er das hat, das hat er nicht. Und das wird ihm deshalb entrissen werden. Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis. Dort wird das Weinen oder das Zähneknirschen sein. Das ist das Gericht Gottes. Das ist das Gericht Gottes über die Namenschristen, die eben nicht für den Herrn gehandelt haben, weil sie sich nicht bekehrt haben, weil sie nicht umgekehrt sind, weil sie nicht ihre Sünden bekannt haben, weil sie Jesus nicht als Retter angenommen haben und als Herrn. Deshalb kommen sie in das ewige Gericht. Hier zeigt der Herr, dass eben in der Christenheit eine Spaltung ist. Da gibt es solche, die ihrer persönlichen Verantwortung entsprechen und wirklich für den Herrn leben. (00:12:02) Da gibt es solche, die so tun, als ob sie Christen seien, die das dem Namen nach auch sind, aber die nicht wirklich in ihren Herzen Christen sind. Die deshalb auch nichts tun mit dem, was der Herr ihnen, selbst wenn es nur äußerlich ist, anvertraut hat. Sie kommen in die äußerste Finsternis. Ein Inbegriff der Hölle. Da gibt es keine Kommunikation, da gibt es keine Gemeinschaft unter Ungläubigen mehr. Da ist jeder ewig, elendig allein. Äußerste Finsternis, wo er nichts mehr, aber auch gar nichts mehr sehen kann. Nicht mal die Hand vor dem Auge. Da wird das Weinen sein. Weinen, die Trauer über die Tatsache, dass man nicht geglaubt hat, nicht glauben wollte, dass man sich dem Herrn Jesus gehorsam sein wollte, sich nicht bekehren wollte, ihn nicht als Retter annehmen wollte. Und sogar das Zähne knirschen. Die Angst vor jedem weiteren Moment, die steigert sich von Minute zu Minute, weil man weiß, es wird nicht anders werden, es wird nicht besser werden. Und das wird durch das Zähne knirschen ausgedrückt. Ach, lass dich heute noch retten. Heute kannst du dich noch bekehren, heute kannst du noch umkehren und ich wünsche dir, dass du das wirklich tust und dich retten lässt, bevor es für ewig zu spät ist. Und lasst uns, die wir gerettet sind, wirklich handeln. (00:13:02) Lasst uns das, was der Herr uns gegeben hat, einsetzen für ihn. Lasst uns damit wirksam werden für ihn. Lasst uns das im Dienst für den Herrn einsetzen zu seiner Verherrlichung.
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Artikelreihe: Durch die Bibel gehen (Matthäus): ein Überblick über Gottes Gedanken

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