Christus - das Haupt und Mittelpunkt des Ratschlusses Gottes (Eph 1,9-10)


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(00:00:00) Der Epheserbrief zeigt uns, wie Gott uns in Christus heute schon eine himmlische Stellung gegeben hat. Eine Stellung in Christus, wo wir so gesehen werden wie Christus, der verherrlichte Mensch im Himmel. Wo wir in seinem Wohlgeruch, in seiner Wohlannehmlichkeit vor Gott, dem Vater, stehen, wo wir zur Sohnschaft gemacht worden sind, zu Söhnen, wo wir Kinder Gottes sind, wo wir heute schon gesegnet sind mit jeder geistlichen Segnung in den himmlischen Örtern. Aber alles wird verbunden mit Christus. Da gibt es auch nicht einen Segen, der nicht mit der Person des Herrn Jesus verbunden ist. Und im ersten Kapitel geht der Apostel sogar weiter. Er zeigt uns etwas von dem Geheimnis. Geheimnis ist nicht irgendwie etwas Mystisches, sondern Geheimnis im Neuen Testament meint vielfach Dinge, die im Alten Testament existierten, aber noch nicht offenbart waren und deren Segen auch die alttestamentlich Gläubigen nicht besaßen, weder persönlich innerlich noch eine Kenntnis davon, sondern erst durch die Apostel hat Gott diese Dinge offenbart (00:01:02) und uns offenbart, die wir diesen Segen besitzen. Aber wie großartig es auch schon ist, diesen Segen zu besitzen, was haben wir davon, wenn wir das nicht kennen, wenn Gott uns das nicht offenbart hätte. Er hat es uns offenbart, sodass wir diesen Segen heute schon genießen können. Und dieser Segen, wie gesagt, ist untrennbar mit der Person des Herrn Jesus verbunden, der das zentrale Element, wenn ich das in Ehrfurcht sagen darf, dieses ewigen Ratschlusses Gottes ist. Und über den Herrn Jesus wird dort gesagt, in Epheser 1 Vers 9 und 10, indem er uns kundgetan hat, das Geheimnis seines Willens, des Willens Gottes, nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgesetzt hat, in sich selbst für die Verwaltung der Fülle der Zeiten alles unter ein Haupt zusammenzubringen, in dem Christus, das was in den Himmeln und das was auf der Erde ist, in ihm. Und dann heißt es in Vers 11 noch, indem wir auch ein Erbteil erlangt haben. Das ist also wirklich ein gewaltiger Plan, ein gewaltiges Thema, was der Geist Gottes (00:02:10) hier uns vorstellt, im Blick auf die Person des Herrn Jesus. Wir finden, dass der Herr Jesus das Haupt des Leibes der Versammlung ist. Er, der Mensch, der verheirlichte Mensch ist jetzt im Himmel und wir sind als sein Leib, als die Versammlung Gottes, als die Gemeinde Gottes untrennbar mit ihm verbunden. Aber hier wird der Herr Jesus in Epheser 1 als ein Haupt gesehen, was noch einen zweiten, einen gewaltigen, ich meine darüber hinausgehenden Gedanken zeigt. Gottes Plan war es schon immer gewesen, vor Grundlegung der Welt sogar, dass er eine wunderbare Einheit, eine wunderbare Harmonie schafft. Er wollte den Herrn Jesus also nicht nur über alles stellen, ihm Autorität über alles geben, sondern Gott wollte in ihm alles zu einer einzigartigen Harmonie zusammenfügen, das (00:03:02) was in den Himmeln und das was auf der Erde ist. Diesen Gedanken hat Gott angedeutet, ohne dass das eben offenbart war im Alten Testament, als Jakob diesen Traum von der Himmelsleiter hatte. Wo Gott deutlich macht, dass Himmel und Erde nicht getrennte Elemente sind, nicht Dinge, die irgendwie unabhängig voneinander sind, die nicht zusammenhängen, sondern es sind Dinge, die zusammen gehören. Und das wird durch diese Leiter, wird das deutlich gemacht. Und dann sagt der Herr Jesus, wir finden das in Johannes 1, dass diese Leiter genau mit ihm verbunden sein wird. Da sagt er zu Nathanael in Johannes 1 in Vers 50, du wirst Größeres als dieses sehen, nämlich als den Sohn Gottes, den König Israels, als den Messias. Und er spricht zu ihm, wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet den Himmel geöffnet sehen und die Engel auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen. Das ist sozusagen die Erfüllung dieses Bildes, dass die Engel Gottes auf- und niedersteigen (00:04:04) auf den Sohn des Menschen, auf Christus, der hier auf dieser Erde regieren wird, der aber zugleich der Sohn des Menschen ist, der im Himmel ist und die Engel Gottes werden diese Verbindung sichtbar machen. Aber diese Verbindung gibt es eben in der Person des Herrn Jesus. Er ist dieses Haupt, unter dem in dem Christus alles zusammengebracht wird, was in den Himmeln ist und was auf der Erde ist. Und wir sind großartigerweise als sein Leib mit ihm verbunden. Er wird diese Harmonie, er wird diese bewundernswerte Einheit, wird er nicht ohne seine Versammlung verwirklichen, sondern er wird dieses zusammenbringen. Er wird das Haupt über allem sein, aber seiner Versammlung gegeben, wie das in Kapitel 1 am Ende dann im Epheserbrief heißt, und er wird diese Dinge zusammenführen. Es ist völlig klar, dass dazu sowohl der Himmel als auch die Erde gereinigt werden mussten. Denn die Sünde, der Sündenfall und der Fall Satans, die haben das alles verunreinigt, alles besudelt. (00:05:01) Und deshalb musste Reinigung stattfinden. Diese Reinigung ist aber nicht einfach durch ein Wort Gottes möglich, sondern diese Reinigung ist nur auf der Grundlage des Werkes des Herrn Jesus möglich, das er vollbracht hat auf Golgatha. Und auf dieser Grundlage kann dann diese Reinigung stattfinden und kann Gott dann in einer ihm wohlgefälligen Weise, die seinem Wesen entspricht, eben voller Reinheit, in völliger Reinheit, können dann Himmel und Erde miteinander verbunden werden und das wird in Christus stattfinden. Und das wird in Christus stattfinden, der aber, in Erfurcht gesagt, unvollständig wäre als das Haupt, wenn nicht der Leib bei ihm wäre. Ich sage nochmal, dass er hier Haupt genannt wird in Vers 10, meint nicht das Haupt des Leibes, sondern meint Hauptschaft, meint Regentschaft, meint Regierung, meint der Ausgangspunkt von jedem Segen in ihm. Aber er ist dieses Haupt und dieses Haupt ist Christus als Mensch, als vollständiger Mensch. Und er ist nur vollständig, weil die Versammlung ihm als seine Fülle gegeben ist. (00:06:02) Kapitel 1 Vers 23, die Versammlung, die sein Leib ist die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt. Er ist, das ist eben, wenn wir das in Erfurcht sagen, er ist nicht vollständig als Mensch, wenn nicht die Versammlung, sein Leib eben mit ihm ewig verbunden wäre. Und das ist die Versammlung. Und deshalb regiert er als dieses Haupt zusammen mit seiner Versammlung, die untrennbar mit ihm verbunden ist. Das sind wir gemeinschaftlich, das sind wir als die Fülle und in ihrer Vollständigkeit die Versammlung von dem Pfingsttag Apostelgeschichte 2 bis zur Entrückung. Alle Gläubigen zusammen bilden diese Versammlung Gottes, bilden diesen Leib Christi und als solche untrennbar, ewig mit dem Herrn Jesus verbunden. Aber er, dieses Haupt, er, dieser Mittelpunkt von Himmel und Erde, er, der Mittelpunkt des Ratschlusses Gottes, alles in ihm und das auf der Grundlage seines vollbrachten Werkes. Das wollen wir nicht vergessen, auch wenn wir an dem ersten Tag der Woche zusammenkommen, um an den Tod des Herrn Jesus, an seinen Tod, um an ihn selbst zu denken. Da wollen wir daran denken, wollen wir bedenken, dass das alles nur möglich war, eben weil (00:07:03) er gestorben ist. Wollen diese Herrlichkeit des Herrn Jesus in seinem Tod sehen, wollen aber nicht dabei stehen bleiben, sondern wollen bedenken, dass diese Herrlichkeit einmal sichtbar werden wird in dem ganzen Weltall, dieses ganze Weltall erfüllen wird, seine Herrlichkeit und dass wir dann in dieser Herrlichkeit auch sein dürfen. Diese Herrlichkeit untrennbar, die mit ihm verbunden ist, damit auch mit uns, seinem Leib verbunden ist. Wir bringen ihm die Ehre, wir bringen ihm die Anbetung dafür und doch dürfen wir seine Liebe, dürfen wir seine Macht, dürfen wir seine Kraft teilen in Ewigkeit. Was für eine Aussicht, die wir haben! Wir fallen in unserem Herzen nieder vor ihm, wir beten ihn an dafür, dass wir diese Herrlichkeit in ihm sehen dürfen.
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Artikelreihe: Christus im Neuen Testament (Bibelbücher)

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