Am: Do, 23. Oktober 2025
Ein "Mitbringsel" aus der Corona-Zeit gibt es noch in vielen Gemeinden und Zusammenkommen: die Übertragung der Zusammenkünfte. So entstehen schon einmal "Internet-Gemeinden", wie vor einiger Zeit über die Gemeinde von Olaf Latzel zu lesen war. Ein paar Gedanken zum Überdenken.
Transkript der Audiodatei
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(00:00:00)
Ich las vor einiger Zeit von einer wachsenden Internet-Gemeinde.
Da ging es um eine bremische Kirchengemeinde, die eigentlich wirklich aktiv ist und wo man
sich auch in der Kirche versammelt, in dem sogenannten Kirchengebäude versammelt, Olaf
Latzel, und wo jetzt inzwischen eine gewachsene, eine anwachsende Internet-Gemeinde entstanden
ist, natürlich auch, weil er in Bremen ist und viele aus allen möglichen anderen Orten
gerne seine Predigten hören.
Und da habe ich mir Gedanken gemacht über diese Frage, wie ist das eigentlich mit der
sogenannten Internet-Gemeinde?
Wie ist das damit, dass es an vielen Orten noch Übertragungen gibt, wo sozusagen das
Zusammenkommen im Internet, eben über digitale Medien dann stattfindet?
Wie ist das zu beurteilen?
Nun, das Erste ist, dass uns Matthäus 18 ganz deutlich macht in Vers 20, denn wo zwei
oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte, halten wir fest
nur, wenn man versammelt ist, dann kann man auch den Segen, der damit verbunden ist, (00:01:02)
verwirklichen. Nun kennen wir aus der sogenannten Corona-Zeit heraus, dass eben einige
aus Angst nicht gekommen sind, aus anderen Überlegungen und man dann angefangen hat, die
Zusammenkünfte zu übertragen.
Ich erinnere mich noch, als ich mal in diesem Zusammenhang Fragen angemeldet habe, dass
sofort das Gegenwort kam.
Du hast ja keine Gnade, keine Gnade für diejenigen, die krank sind, keine Gnade für
diejenigen, die Angst haben, für diejenigen, die um ihre Gesundheit sich sorgen.
Ist das wirklich so?
Ist das nicht versammeln?
Ist das sozusagen eine Möglichkeit, dann trotzdem Anteil zu haben an diesen
Zusammenkünften? Wozu hat das geführt?
Wir sehen heute die Folgen, dass es an manchen Orten solche gibt, die dadurch nicht
kommen und sagen Ja, ich kann ja auch von zu Hause hören.
Jetzt kann man ja sagen Aber wie ist das denn mit den Müttern, mit den kleinen Kindern
oder den Vätern, mit den kleinen Kindern?
Wie ist das mit den Alten, die nicht mehr kommen können?
Und da fragen wir uns Was ist denn der eigentliche Weg, den Gott uns da zeigt?
Was ist das, was Gott uns vorstellt? (00:02:03)
Und da sagt der Apostel, er schreibt Jakobus
in seinem Brief der Bruder des Herrn Jesus.
Er sagt in Jakobus 1 Vers 27 ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor
Gott und dem Vater ist dieser Weisen und Witwen in ihrer Drangsal zu besuchen, sich
selbst von der Welt unbefleckt zu erhalten.
Das ist viel bequemer.
Es ist viel bequemer zu sagen Ja, die können ja Anteil haben an der Zusammenkunft über
das Internet, über die digitale Übertragung und dann brauchen wir sie ja nicht zu
besuchen. Ich weiß noch, wie mir damals vorgehalten worden ist.
Das ist ja gar nicht praktikabel, dass man die alle besucht.
Ist das nicht praktikabel? Warum ist das nicht praktikabel?
Weil wir so faul sind, weil wir eben so träge sind.
Aber das ist doch keine Entschuldigung dafür, etwas zu tun, was wir in Gottes Wort so
auch von dem Grundsatz her natürlich von der Praxis damals gab es keine
Übertragungsmöglichkeiten. Aber von dem Grundsatz.
Wo finden wir das Prinzip, dass wir Zusammenkünfte einfach in irgendeiner Weise
weiter verlagern an einen Ort, wo diese Zusammenkünfte nicht stattfinden? (00:03:05)
Das müssen wir doch uns wirklich fragen.
Ist das fehlende Gnade oder was ist das, dass man hier bei diesem Prinzip des
Wortes Gottes bleibt? Und wohin nochmal hat das geführt?
Es ist bedauerlich. Eigentlich haben wir den Auftrag, uns darum zu kümmern.
Und wer hat diesen Auftrag als allererstes?
Das sind natürlich wir, die wir an dem Ort als solche, die einen Ältestendienst
tun, Verantwortung tragen.
Was sagt der Apostel Paulus in 1. Thessalonicher 5 Vers 12?
Wir bitten euch aber, Brüder, dass ihr die erkennt, die unter euch arbeiten und so
weiter. Was heißt solche, die arbeiten, die Besuche machen, die sich darum kümmern.
Aber das ist natürlich eine Aufgabe, die gerade außerordentlich wertvoll für junge
Gläubige ist, zu den Älteren, zu den Kranken hinzufahren und ihnen dadurch Anteil zu
geben. Das ist nämlich erstens, dass das einen selbst formt, dass man aufpassen muss,
dass man etwas weitergeben muss.
Ein wunderbarer Dienst, den der Herr vielleicht auch erweitern kann dann. (00:04:01)
Zweitens, was für eine schöne Zeit der Gemeinschaft, die man mit denen haben kann,
die eben nicht an der Zusammenkunft Anteil haben, die nicht daran teilnehmen können,
dass wir uns um sie kümmern und zu ihnen hinfahren, dass wir zu ihrem Segen auch dabei
sind. Was für eine wunderbare Gemeinschaft eben, die wir haben können.
Sie sind ermutigt, wir sind ermutigt und es ist eine Zeit, die genau dem entspricht, was
Gottes Wort sagt. Das verpassen wir alles durch die digitale Teilnahme.
Es ist eine Gewohnheit geworden an vielen Orten.
Es ist ja auch viel leichter, es ist ja viel einfacher.
Man braucht sich nicht so anzustrengen, aber es ist damit biblischer geworden.
Was würden wir sagen, wenn es heißt in 2.
Thessalonicher 2 Vers 1 Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft und unseres
unseres Herrn Jesus Christus und unseres Versammeltwerdens zu ihm hin.
Och, das kann man doch auch digital machen, weil wir brauchen doch gar nicht in den
Himmel zu dem Herrn Jesus zu kommen.
Es ist doch schon für viele ist es doch schon schön, irgendwie so digital dann
versammelt zu sein, einfach da digital Anteil zu nehmen und dann noch ein bisschen (00:05:03)
weiter auf der Erde zu sein.
Wir sehen, wie absurd ein solcher Gedanke ist.
Ein solcher Gedanke wäre aber in dem, was der Herr uns zu dem Versammeltsein
hier auf der Erde sagt.
Und es ist ja schon interessant, wenn man sich diese Vokabeln einmal anschaut, wie
oft im Neuen Testament gerade in der gelebten Versammlungszeit,
nämlich in der Apostelgeschichte von diesem Versammeltsein versammelt werden, die Rede
ist. Und das wollen wir uns doch noch einmal gedanklich vor Augen halten,
wenn wir einfach so weitermachen.
Das ist ja das Problem, wenn man einmal mit etwas anfängt, damit aufzuhören, dann
muss es gute biblische Gründe dafür geben.
Und wir übersehen, dass es viel mehr biblische Gründe dafür geben muss, etwas
anzufangen. Eben mit einer Sache, die wir so, finden wir sie in Gottes Wort, finden
wir einen Beleg dafür in Gottes Wort, ist nicht eben eher gefordert von
uns persönlich Verantwortung zu übernehmen, persönlich hinzugehen, persönlich zu
handeln. Und was für ein Segen, der dadurch für Junge und für ältere Gläubige auch (00:06:03)
in dem Miteinander gerade über die Generationen erreicht werden kann.
Lasst uns noch einmal darüber nachdenken, über die sogenannte Internetgemeinde, ob
das wirklich nach Gottes Gedanken ist, ob das zielführend ist, ob uns das weiterbringt
in dem Leben mit dem Herrn, in dem Miteinander und vor allen Dingen in dem
Verwirklichen der Grundsätze des Wortes Gottes.