Christus - der in Kraft Erwiesene (Röm 1,1-6)


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(00:00:00) Auch im Römerbrief finden wir die Person des Herrn Jesus immer wieder in großartiger Weise vor unsere Blicke gestellt. Dieser Brief beginnt sogar damit, wenn Paulus, Knechtchristi Jesu, berufener Apostel, abgesondert zum Evangelium Gottes sagt in Vers 3, über seinen Sohn, der aus dem Geschlecht Davids gekommen ist, dem Fleisch nach, und erwiesen ist als Sohn Gottes in Kraft, dem Geist der Heiligkeit nach, durch Totenauferstehung, Jesus Christus, unseren Herrn, durch den wir Gnade und Apostelamt empfangen haben, zum Glaubensgehorsam unter allen Nationen für seinen Namen, unter denen auch ihr seid berufene Jesu Christi. Das heißt, der Apostel Paulus beginnt diesen Römerbrief, diesen grundlegenden Brief über das Evangelium Gottes, indem er uns zeigt, wer der Inhalt, wer der Gegenstand dieses Evangeliums Gottes ist. Paulus bringt hier alles zurück auf Gott. Er zeigt, dass alles von Gott ausgeht und dass Gott den Inhalt dieses Evangeliums mit demjenigen verbindet, der für uns am Kreuz von Golgatha gestorben ist, damit wir diese gute Botschaft überhaupt geschenkt bekommen konnten, (00:01:07) damit diese gute Botschaft uns überhaupt verkündigt werden kann. Deshalb ist der Herr Jesus gekommen. Deshalb ist er als Mensch, er, der der ewige Sohn Gottes ist, auf diese Erde gekommen, um zu sterben am Kreuz von Golgatha. Und deshalb sagt Gott, nur wer an ihn glaubt, nur wer das Evangelium dieser einzigartigen Person glaubt, der kann gerettet werden. Das ist im Alten Testament schon vorhergesagt worden, aber es ist das Evangelium Gottes über seinen Sohn, über den Sohn Gottes, der als Mensch hier auf diese Erde kam, der als Mensch hier starb. Denn nur wer den Herrn Jesus als Retter annimmt, der wird gerettet. Und das ist die gute Botschaft. Die gute Botschaft ist, du musst nichts tun, denn du kannst gar nichts tun. Der Mensch kann versuchen, was er will. Er kann niemals die Herrlichkeit Gottes erreichen. Er ist niemals in der Lage, der Herrlichkeit Gottes zu entsprechen, das zu tun, was mit Gottes Herrlichkeit übereinstimmt. Denn es ist alles von der Sünde besudelt. Aber Gott hat einen Weg geschenkt, in dem der Mensch gerettet werden kann. (00:02:06) Und dieser Weg ist eine Person. Diese gute Botschaft ist eine Person. Der Inhalt dieser Botschaft, die Gott den Menschen verkündigen lässt, das ist eine Person. Das ist natürlich für die Nationen eine Torheit. Was ein Mensch, der gestorben ist, der an das Kreuz geht, der sich so schändlich behandeln lässt, durch den soll man gerettet werden? Für die Juden ist das ein Anstoß, denn es ist der Messias, den sie an das Kreuz gebracht haben. Aber für uns ist das Gotteskraft. Für uns ist das diese wunderbare Kraft, die uns verändert. Die aus uns, die wir Sünder waren, Kinder Gottes macht. Die aus uns, die wir Feinde Gottes waren, Versöhnte macht. Es ist das Evangelium über seinen Sohn, der aus dem Geschlecht Davids gekommen ist. Ja, lasst uns nie vergessen, dass der Herr Jesus ein Jude war. Er ist nicht als einer aus den Nationen gekommen. Er ist zu seinem Volk gekommen. Er ist inmitten seines Volkes gekommen. Er ist so gekommen, wie das alte Testament ihn angekündigt hat, als Sohn Gottes. (00:03:01) Und zwar aus dem Geschlecht Davids, aus dem Volk Israel. Da ist er gekommen dem Fleisch nach. Natürlich, sagt der Apostel Paulus in 2. Korinther 5, wir haben keine Beziehung zu ihm mehr, wie er vor dem Tod, vor dem Kreuz, vor der Auferstehung gelebt hat. Dann hätten wir als Nationen nie eine Möglichkeit gehabt, gerettet zu werden. Aber dem Fleisch nach ist er aus dem Geschlecht Davids gekommen. Er ist Mensch gewesen und ist inmitten dieses Volkes geboren worden. Er, der er immer gewesen ist, der er gekommen ist, der nicht einfach nur geboren worden ist. Und er ist erwiesen als Sohn Gottes in Kraft dem Geist der Heiligkeit nach durch Totenauferstehung. Schon während seines Lebens, als er Menschen aus den Toten auferweckt hat und dazu nicht irgendwie einen Namen Gottes anrufen musste oder den Namen Gottes, wie das Elia und Elisa im alten Testament oder später Paulus und Petrus tun mussten oder getan haben, indem sie auf den Namen des Herrn Jesus verwiesen. Nein, der Herr Jesus konnte in eigener Macht, in eigener Vollkommenheit, in eigener Kraft diese Menschen aus den Toten auferwecken. (00:04:05) Aber ganz besonders ist er erwiesen als dieser Sohn Gottes in Kraft durch seine eigene Auferstehung. Er ist auferstanden. Ja, Gottes Wort zeigt, dass er auferweckt worden ist. Aber Johannes 10 Vers 17 und 18 macht deutlich, dass er sein Leben selbst wiedergenommen hat. Gott hat ihm dieses Recht gegeben, weil er, der ewige Sohn, bereit war, Mensch zu werden, am Kreuz von Golgatha zu sterben. Deshalb hat er das Recht, weil er Gott ist, dieses Leben selbst auch wiederzunehmen. Und er hat seine Gottessohnschaft erwiesen, indem er aus den Toten auferstanden ist. Wer? Jesus Christus. Dieser niedrige, dieser demütige Mensch, der da am Kreuz gestorben ist, das ist niemand anders als der Sohn Gottes erwiesenen Totenauferstehung. Jesus Christus, der zugleich nicht nur der Messias ist, das ist er gewesen, sondern der zugleich der Christus ist, der das ganze Wohlgefallen Gottes in sich wohnend hat, den Gott zu seiner Rechten gesetzt hat und ihm diesen erhabenen Platz gegeben hat über allem. (00:05:02) Jesus Christus, er ist unser Herr. Er ist derjenige, der Ansprüche hat an unser Leben. Das ist eine Herrlichkeit nach der anderen. Er ist dieser demütige Mensch, aber jetzt ist er zum Christus und zum Herrn gemacht worden. Er war immer der Herr, weil er der Sohn Gottes ist. Als er als Mensch hier auf dieser Erde gelebt hat, war er nicht nur der Lehrer, war er auch der Herr, hat der Autorität über seine Jünger. Aber jetzt im Himmel hat er erst recht Autorität. Gott hat ihm diesen Ehrenplatz, diesen Platz über allem gegeben. Und von Herzen sind wir dankbar, dass er diese Autorität besitzt in sich selbst und auch über uns. Und er ist auch derjenige, der Gnadengaben und Apostelämter, damals Apostelämter, heute auch Gnadengaben schenkt, durch den wir Gnade und Apostelamt empfangen haben zum Glaubensgehorsam unter allen Nationen. Wunderbar, er ist derjenige, der Gnadengaben gibt, der Dienste verteilt, das tut er. Das nehmen wir uns nicht selbst, sondern er ist derjenige, der die Gabe gibt. Was habt ihr, was ihr nicht empfangen habt? (00:06:01) Ja, wir haben das in Christus, haben wir das Gott sei Dank durch ihn empfangen. Dafür sind wir von Herzen dankbar. Und dann sehen wir, dass wir berufene Jesu Christi sind. Er hat uns gerufen, er hat in unserem Leben gesprochen. Ja, wir sind auch von Gott berufen worden, das ist unbedingt wahr. Aber hier wird das mit dem Herrn Jesus verbunden. Durch ihn, durch Jesus Christus sind wir berufene, sind wir heilige geworden, sind wir geliebte Gottes geworden. Und gehören wir jetzt zu ihm. Er hat in unser Leben hineingesprochen, nicht nur in das Leben des Apostels Paulus, Apostelgeschichte 9, wo er ihm entgegengetreten ist, sondern auch in unser Leben hat er hineingesprochen, hat er hineingerufen und hat uns von unserem Weg der Sünde, von unserer Position, dass wir Sünder und Feinde Gottes waren, hat er uns weggerufen. Alles ist verbunden mit ihm, der er der Sohn Gottes ist, der er der in Kraft erwiesene Sohn Gottes ist. Ja, wir bewundern ihn und was können wir anderes tun? Wir wollen vor ihm niederfallen, wir wollen ihm die Ehre geben. (00:07:01) Nicht nur an diesem ersten Tag der Woche, da natürlich auch und da ganz besonders, sondern auch hoffentlich an jedem Tag in unserem Leben. Er ist es wert, er ist der Große, er ist der Erhabene. Wir wollen vor ihm niederfallen, wir wollen ihm unser Leben widmen, wir wollen ihm die Anbetung unserer Herzen bringen und wollen ihn verherrlichen, persönlich und auch gemeinschaftlich, da wo wir das tun können.
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Artikelreihe: Christus im Neuen Testament (Bibelbücher)

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