Am: So, 16. November 2025
Das große Thema der Evangeliumsverkündigungen der Apostel in der Apostelgeschichte ist: Christus, der gestorbene und auferstandene Herr. Das Buch ist voll an Hinweisen auf seine herrliche Person. Schon im ersten Kapitel lesen wir etwas von seiner Herrlichkeit, die prägend sein soll für unser ganzes christliches Leben!
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Wenn man in die Apostelgeschichte schaut und Christus sucht, dann wird man natürlich ständig fündig.
Denn das, was die Botschaft der Apostel war, ob es Petrus in dem ersten Teil, ob es Paulus in dem zweiten Teil ist,
ob es Philippus ist, der den Kämmerer mit dem Evangelium verbindet, dann ist das natürlich Christus.
Wer ist der Inhalt des Evangeliums? Das ist Christus. Es ist das Evangelium seiner Herrlichkeit.
Und bereits in dem ersten Kapitel finden wir den Herrn Jesus.
Er ist dann noch mit seinen Jüngern zusammen und bereitet sie vor auf die Zeit, wenn er weggehen würde.
Und dann finde ich es sehr eindrücklich, wie der Herr Jesus von ihnen scheidet.
Als er dies gesagt hat, heißt es in Apostelgeschichte 1 Vers 9,
wurde er emporgehoben, indem sie es sahen, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg.
Das muss einen außerordentlichen Eindruck bei den Jüngern hinterlassen haben.
Der Herr Jesus ist nicht in einem Augenblick weg gewesen, sondern er ist aufgefahren, emporgehoben,
wie so auf einer Wolke, die ihn nach oben bringt. (00:01:02)
Und sie haben das gesehen. Sie haben sozusagen sich verabschieden können.
Das Evangelium zeigt, wie er sie gesegnet hat und bei diesem Segne dann in den Himmel aufgefahren ist.
Sie haben ihn weggehen sehen. Ja, es ist nicht gegangen. Er ist emporgehoben worden.
Man weiß gar nicht, wie man das in angemessenen Worten ausdrücken soll.
Und sie haben seine Fürsorge, seine Gnade, seine Liebe erleben dürfen.
Und wie sie unverwandt zum Himmel schauten, als er aufhor, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern bei ihnen, also Engel,
die auch sprachen, Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht hinauf zum Himmel?
Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist,
wird ebenso kommen, wie ihr ihn habt auffahren sehen, in den Himmel.
Wunderbar. Sie schauten hoch. Sie waren so gefesselt durch diesen Blick,
nein, durch seine Person, dass sie gar nicht aufhörten, nach oben zu blicken.
Wir finden in Lukas 24, dass es heißt, dass sie nach Jerusalem zurückkehrt mit großer Freude. (00:02:01)
An sich würde man doch sagen, das ist mit Traurigkeit verbunden.
War es aber nicht, weil Christus ihre Herzen erfüllte und Christus in dieser Weise, wie er jetzt aufhor,
ihnen einen Eindruck vermittelt hat, wir sind nicht allein.
Er ist nicht mehr bei uns, aber wir sind nicht allein.
War das nicht genau das Wort, das der Jesus, wie es in Johannes 14 aufgeschrieben worden ist,
zu ihnen gesagt hatte, bevor er gestorben ist?
Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich.
Das heißt, er hatte sie vorbereitet auf sein Weggehen.
Und jetzt sahen sie ihn und waren nicht traurig, weil sie wussten, sie hatten mehr.
Sie haben das da wahrscheinlich noch nicht verstanden.
Der Geist Gottes würde jetzt nur wenige Tage später, zehn Tage später auf diese Erde kommen.
Er würde sie an alles erinnern, was der Jesus gesagt hat.
Dadurch wurde ihnen wieder präsent, wurde ihnen wieder gegenwärtig,
was der Jesus ihnen alles vorgestellt hat.
Das hat der Heilige Geist bei ihnen bewirkt, dass sie sich an die Worte des Herrn Jesus,
an das, was er zu ihnen gesprochen hat und damit an ihn selbst erinnerten.
Sie sahen ihn wieder vor sich und so lebten sie mit einem Blick auf Christus. (00:03:01)
Mit einem Blick auf Christus im Himmel und einem Blick auf Christus auf der Erde.
Und das ist es genau, was auch unser Leben heute ausmacht.
Wenn wir an einem ersten Tag der Woche sind, dann sehen wir Christus auf der Erde.
Dann sehen wir, wie er sein Leben in den Tod gegeben hat, wie er gestorben ist,
wie er sein Leben für uns gegeben hat, wie er uns erkauft hat.
Wir sehen seine Liebe in seinem Sterben und seinem Tod.
Wir sehen seine Hingabe in seinem Dienst auf der Erde.
Das beschäftigt uns.
Und zugleich blicken wir in den Himmel. Warum?
Weil derjenige, dessen Tod wir verkündigen, im Himmel ist.
Weil er jetzt verheirlicht zu rechten Gottes ist.
Diese Beerdigungsfeier, entschuldige ich mal den falschen Ausdruck,
das Beschäftigen mit seinem Tod, das müsste uns ja eigentlich traurig machen,
macht es aber nicht, weil wir Christus sehen, wie er jetzt verheirlicht im Himmel ist.
Weil wir wissen, dass wir den Tod dessen verkündigen, der nicht im Tod geblieben ist,
der gestorben ist, aber nicht gestorben geblieben ist,
sondern jetzt verheirlicht zu rechten Gottes ist.
Mit ihm sind wir verbunden.
Wir sehen ihn, natürlich nicht mit unseren körperlichen Augen, (00:04:02)
aber mit unseren geistigen Augen.
Sehen wir ihn im Himmel und sehen ihn sich für uns verwenden, sich einsetzen für uns.
Das ist einfach irgendwie großartig, dass wir uns so mit ihm beschäftigen dürfen.
Und das ist der Ausgangspunkt der Apostelgeschichte.
Christus auf der Erde in den Himmel auffahrend,
die Augen auf ihn gerichtet, was er getan hat,
und zugleich die Augen auf ihn gerichtet, wie er jetzt im Himmel ist.
Das ist die christliche Zeit.
Wir sehen den Herrn Jesus im Himmel, wir sehen ihn verherrlicht.
Das ist der Platz, der ihm gebührt.
Wir freuen uns darüber, weil es der Platz ist, der auch unseren Platz zeigt.
Wenn wir ihn dort sehen, da sind wir.
Wir sind in Christus, wie der Apostel Paulus im Neuen Testament vielfach sagt.
Und deshalb schauen wir in den Himmel, weil das unsere Position ist, unsere Stellung ist.
Und wir uns geistlicherweise nach Epheser 2 schon in Christus genau dort befinden,
in den himmlischen Örtern.
Das heißt, wenn wir auf ihn sehen, dann sehen wir uns.
Wir schauen nicht auf uns, wir schauen auf Christus.
Aber da sehen wir unseren Platz, da sehen wir unsere Stellung.
Da sehen wir aber auch, wie er voller Kraft ist, wie er mit Sünden nichts mehr zu tun hat (00:05:02)
und sich deshalb ganz uns widmen kann, um uns zu helfen, um uns zu unterstützen,
um uns zu ermutigen, natürlich auch um uns zu warnen.
Und zugleich richtet dieser verherrlichte Christus unsere Blicke auf ihn, wie er auf der Erde gelebt hat,
damit wir ihm hier nachfolgen.
Ihm nachzufolgen bedeutet, ein Leben zu führen wie er.
Das können wir, weil wir ein neues Leben bekommen haben.
Das ist dieser verherrlichte und doch zugleich ehemals hier auf dieser Erde lebende und dienende und hingebungsvolle Christus.
Wunderbar, so wird er auch wiederkommen.
Das ist nicht die Entrückung.
Die Entrückung ist, dass er uns hochreißen wird, dass er uns aus dem Leben sozusagen hier herausreißen wird,
uns, die wir auf ihn warten, die wir uns darauf freuen, dass er kommt,
dass er wiederkommen wird, um uns zu sich zu holen.
Das ist die Entrückung.
Aber so wird er wiederkommen, wenn er erscheinen wird.
Dann wird er auf den Ölberg kommen, so wie er hier von dem Ölberg aufgefahren ist.
Und dann werden die Juden, die durch ganz bittere Zeiten gehen müssen,
die eine Drangsal erleben werden, die unvergleichbar ist mit allem, was vorher gewesen ist und auch nachher, (00:06:04)
wird so etwas nicht wiederkommen.
Dann werden sie ihn erwarten und dann werden sie erkennen,
dann werden sie ihn sehen, den sie durchstochen haben, den sie damals durchstochen haben.
Das muss auch sehr eindrücklich sein.
So wird der Jesus wiederkommen.
Er wird nicht in einem Augenblick, in einem Nu dort auf dem Ölberg stehen,
sondern sie werden sehen, wie er kommt.
Und das wird ihre Rettung sein.
Daran werden sie sich erfreuen.
Daran werden sie sich festhalten.
Ich weiß nicht, ob das eine Minute, fünf Minuten, zehn Minuten gedauert hat.
Das sagt Gottes Wort nicht.
Ist auch nicht entscheidend.
Aber sie werden ihn sehen.
So wird er wiederkommen.
Und das Großartige ist, wir werden mit ihm kommen.
Wir werden vorher von dieser Erde weggerissen,
in Ruhe, in Herrlichkeit, in Macht, in absoluter Herrschaft über alle Umstände.
Wenn er so zurückkommen wird, dann werden wir bei ihm sein.
Wir sind eben untrennbar ab diesem Augenblick,
als Christus in den Himmel aufgefahren ist und den Heiligen Geist auf diese Erde gesandt hat,
mit ihm verbunden. (00:07:01)
Nicht mit dem, der vor dem Kreuz stand,
sondern mit dem, der das Kreuz erduldet hat,
der gelitten hat, der unsägliche Leiden auf sich nehmen musste,
um dann nach vollbrachtem Werk aus den Toten aufzuerstehen und in den Himmel aufzufahren.
Wunderbarer Blick, den wir schon ganz am Anfang der Apostelgeschichte auf Christus tun dürfen.
Und so wird er in der Apostelgeschichte immer wieder vorgestellt,
als der Auferstandene, der gestorben ist und jetzt auferstanden ist
und verheirlicht zur Rechten Gottes thront.
Wollen wir nicht nur an diesem ersten Tag der Woche,
sondern wollen wir grundsätzlich die Herrlichkeit dieser Person,
die Herrlichkeit unseres Retters, die Herrlichkeit des Sohnes Gottes,
der Mensch geworden ist und für uns hier auf dieser Erde gelitten hat,
wollen wir diese Herrlichkeit vor Augen haben.
Die Herrlichkeit moralischer Art während seines Lebens auf der Erde,
die Herrlichkeit auch äußerer Art jetzt zur Rechten Gottes,
die er ewig haben wird, das wird ewig sein Platz sein.
Und wir werden mit ihm verbunden sein, auch äußerlich in der Herrlichkeit
und auch, wenn er wiederkommen wird.
Ihm sei die Ehre, ihm allein.