Klagelieder 3,55-57


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(00:00:00) Ich wünsche dir für den heutigen Tag Gottes Gnade mit Klagelieder 3 Verse 55 bis 57. Da lesen wir ausdrucksweise, ich habe deinen Namen angerufen, du hast meine Stimme gehört, du sprachst, fürchte dich nicht. Das Buch der Klagelieder ist ein Buch, in dem Jeremia seine Klage, seine Trauer, sein Weinen vor Gott ausschüttet. Er sieht, wie Nebukadnezar die ganze Stadt Jerusalem eingenommen hat, wie der Tempel zerstört ist, wie im Prinzip nichts mehr da ist, nichts mehr war wie vorher. Und er sieht, dass das Versagen des Volkes, die Bosheit des Volkes, die Ungerechtigkeit des Volkes die Ursache dafür war. Er hat ein Bewusstsein, dass es nicht Gott ist, der irgendwie in Rachsuch handeln würde, das tut Gott nicht, sondern der in Gerechtigkeit das böse Tun des Volkes bestrafen musste. Und jetzt schüttet er sein Herz aus und in Fürbitte, indem er für das Volk eintritt vor Gott. Und da sagt er jetzt in diesen Versen 55 bis 57, Herr, ich habe deinen Namen angerufen aus der tiefsten Grube. Ja, man hatte ihn, Jeremia sogar, durch das Volk, durch die Führer des Volkes in eine (00:01:05) Grube hineingesteckt und daraus ruft er Gott an, ich habe deinen Namen angerufen, ich habe meine Beziehung zu dir nicht einfach aufgegeben. Auch wenn ich nicht sehe, wie du zum Segen des Volkes eingreifst, so habe ich doch mein Vertrauen nicht aufgegeben, das wünsche ich dir. Vielleicht siehst du den traurigen Zustand der Versammlung Gottes, vielleicht siehst du den traurigen Zustand deiner Familie, vielleicht siehst du den traurigen Zustand in deinem eigenen Leben. Und da möchte man resignieren, das brauchst du nicht, du darfst den Herrn anrufen, selbst aus diesen schwierigsten Umständen, selbst wenn du dich fühlst wie so in einer Grube, aus der du nicht rauskommst, dann darfst du, Jeremia, den Namen Gottes anrufen. Du hast meine Stimme gehört, du merkst das vielleicht nicht, aber Gott sagt das zu und Jeremia hat daran festgehalten, dass Gottes Wort eine Antwort gibt, dass Gott ihm eine Antwort gibt, dass er ihn nicht allein lässt in diesen Umständen. Verbirg dein Ohr nicht vor meinem Seufzen, meinem Schreien. Ja, er fügt noch hinzu, verbirg dein Ohr nicht. (00:02:01) Du hast mich gehört, ich weiß das, aber manchmal habe ich einen anderen Eindruck, aber verbirg es nicht, das darfst du auch. Du darfst Gott anrufen, du darfst deine Empfindungen ihm sagen, aber vertraue darauf, dass Gott da ist. Du hast dich genaht an dem Tag, als ich dich anrief. Ja, Gott ist ihm entgegengekommen, Gott hat ihm eine Antwort gegeben, die hat er vielleicht nicht gehört, du hörst die auch nicht, das hat er vielleicht nicht gesehen, du siehst sie vielleicht auch nicht, aber er antwortet dir, dessen darfst du sicher sein. Du sprachst, fürchte dich nicht, das darfst du mitnehmen in den heutigen Tag, in die vor dir liegende Zeit. Fürchte dich nicht. Er steht an deiner Seite, er gibt dir Kraft, sonst wärst du heute nicht aufgewacht, sonst hättest du jetzt nicht diesen Podcast anhören können, sonst könntest du heute nicht beten. Fürchte dich nicht. Ich habe deinen Namen angerufen, du hast meine Stimme gehört, du sprachst, fürchte dich nicht. Das wünsche ich dir, dieses wunderbare Bewusstsein.
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