Am: So, 9. November 2025
Der Herr Jesus ist der ewige Sohn Gottes. Und Er ist vollkommen Mensch, Mensch geworden. Das eine war Er immer und wird Er immer bleiben. Das andere ist Er geworden und wird Er nie mehr aufgeben. Er ist und bleibt der Gegenstand unserer Anbetung!
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(00:00:00)
Wir wissen, dass Johannes sein Evangelium sehr, sehr spät geschrieben hat.
Vielleicht bis zu 50 Jahre nach den anderen Evangelisten.
Von dem Jahr 90, 95 nach Christus.
Das muss schon besonders gewesen sein für diesen Mann.
Wahrscheinlich war Johannes sehr jung, sehr früh.
Ein Apostel, ein Jünger des Herrn Jesus, vielleicht der jüngste von allen anderen.
Und dann musste er sehr lange warten, 60 Jahre oder so,
bis er das Evangelium aufschreiben sollte.
Er, der Augenzeuge gewesen ist.
Ganz bemerkenswert, dass er über manche Dinge, die er als Augenzeuge gesehen hat,
gerade nicht schreibt.
Berg der Verklärung zum Beispiel, die Auferweckung von Jairus' Töchterlein.
Auch die Szene in Gethsemane.
Er war derjenige, der dabei war.
Nicht mal Matthäus, der auch ein Jünger war und dieses Evangelium geschrieben hat, war dabei.
Der einzige der Apostel, also der Evangelisten, die die Evangelien geschrieben haben,
der dabei war, der hat das nicht aufgeschrieben.
Er hat ganz andere Dinge aufgeschrieben, die jetzt schon 60 Jahre zurücklagen.
Und das macht deutlich, dass dieses Evangelium wirklich inspiriert worden ist von Gott. (00:01:04)
Dass Gott Johannes gegenwärtig gebracht hat, Dinge, die schon sehr lange zurücklagen.
Auf der anderen Seite war Johannes vielleicht ein Mann,
der wirklich einen tiefen Eindruck hatte von dem,
wer der Herr Jesus war und was der Jesus getan hat.
Er hat auch gesehen, was es für eine Entwicklung gab in der Versammlung Gottes
hier auf dieser Erde in der Gemeinde Gottes, in der Kirche Gottes.
Und er hat feststellen müssen, dass eine Person aus dem Blickfeld geraten war, der Herr Jesus.
Und deshalb stellt er in einer Weise den Herrn Jesus dar, wie kein anderer Evangelist,
wie überhaupt kein anderer Schreiber des Neuen Testamentes den Herrn Jesus vorstellt.
Nämlich in dem, was er im tiefen Wesen ist, immer gewesen ist und immer bleiben wird, der ewige Gott.
Das ist die eine große Herrlichkeit, die dieses Evangelium uns vorstellt.
Der ewige Sohn des ewigen Vaters.
Und das lesen wir in Johannes 1.
Im Anfang war das Wort.
Wenn du einen Anfang nimmst, sagen wir den Anfang der Schöpfung, da war das Wort. (00:02:02)
Nicht von Anfang war das Wort, was von Anfang war, wie das in seinem ersten Brief heißt,
sondern in dem Anfang, in dem Anfang, den du dir nehmen magst,
der Erschaffung des Universums, der Erschaffung der Engel oder was auch immer.
Da war er. Er ist der ewige Sohn.
Und das Wort war bei Gott.
Das heißt, er ist eine innerhalb der Gottheit unterschiedene Persönlichkeit.
Er ist eine Persönlichkeit, die eben nicht der Vater ist und auch nicht der Heilige Geist, sondern der Sohn.
Und das Wort war Gott.
Damit wird ganz deutlich, dass das nicht irgendwie jemand ist, der einmal einen Anfang hatte,
der irgendwie untergeordnet ist gegenüber anderen Personen der Gottheit, sondern er war Gott.
Er war immer. Von Anfang an nicht, weil es gar keinen Anfang gab.
Aber wohin man schaut, er ist dieser ewige Gott.
Und dann heißt es ausdrücklich, dieses war im Anfang bei Gott.
Damit wird deutlich, dass auch diese Beziehung, die er als das Wort oder als der Sohn zu dem Vater hat
und zu dem Heiligen Geist immer in dieser Beziehung eben existierte. (00:03:05)
Da gab es keine Veränderung.
Er wurde nicht zum Sohn.
Da war nicht irgendwie eine Gottheit und dann entstand daraus ein Sohn und ein Vater.
Nein, in diesen Beziehungen lebten sie ewig.
Das ist ja für uns Menschen unvorstellbar.
So wird der Herr Jesus hier in diesem Evangelium vorgestellt als der ewige Sohn,
als derjenige, der wie der Vater Gott ist, der wie der Heilige Geist Gott ist.
Wir können das nicht erfassen.
Das sind drei Personen, die drei Personen sind und doch eins sind.
Wenn wir drei Personen auf der Erde haben, dann sind die nie eins, nie vollkommen eins.
Selbst die Ehe, die die innigste Beziehung ist, die es auf der Erde gibt,
wo der Apostel Paulus sagt, die zwei werden ein Fleisch sein,
bleiben es voneinander unabhängige Persönlichkeiten.
Und das ist bei dem Sohn, dem Vater und dem Heiligen Geist eben nicht der Fall.
Da ist eine absolute Einheit.
Da ist nicht einer, der ohne den anderen handelt.
Da ist eine Einheit im Wirken, in den Ratschlüssen, in der Ausführung, (00:04:02)
in dem Tun, in jedem Gedanken.
Das ist für uns Menschen unvorstellbar.
Dass es da in der Hinsicht eben nie auch nur einen Hauch von Unabhängigkeit gibt,
weil diese drei Personen eben zugleich eins sind, der ewige Sohn.
Und dann finden wir in diesem Evangelium eben nicht nur diese ersten Verse,
sondern in Johannes 4 heißt es einmal in Vers 6,
er setzte sich so an die Quelle nieder, nämlich ermüdet von der Reise.
Ist das der ewige Sohn Gottes?
Ja, das ist er, aber als Mensch.
Und das ist was so Beeindruckendes in diesem Evangelium.
So wie in den anderen Evangelien die beiden Herrlichkeiten,
die besonders hervorstechen, diese beiden Herrlichkeiten zusammengehören,
so finden wir das auch hier in diesem Evangelium.
Sie gehören zusammen.
Der ewige Sohn, er ist Mensch geworden.
Er ist etwas geworden, was er zuvor nie gewesen ist.
Mensch, ohne aufzuhören, das zu bleiben, was er immer war.
Sohn, das ist er.
Und hier finden wir, wir können ja diese Menschheit und ewige Sohnschaft, (00:05:03)
können wir nicht voneinander trennen.
Wir finden das vorgebildet in dem Schweißopfer.
Da ist das Feinmehl, ist gemengt mit Öl.
Feinmehl, das spricht von seiner Menschheit.
Öl, das spricht von seiner ewigen Gottheit.
Aber das ist gemengt miteinander.
Das kann man nicht mehr auseinanderziehen.
Das kann man nicht mehr trennen.
Das kann man nicht mehr voneinander scheiden.
Das ist jetzt eins.
Der Jesus ist ein Mensch geworden.
Er hat zwei Naturen, aber das ist eine Person, eine Persönlichkeit.
Und wir können das nur bewundernd anschauen.
Deshalb auf der Erde zu sagen, das ist der Mensch, das ist der Sohn Gottes.
Nein, das können wir nicht.
Wir können wohl sagen, hier scheint hervor, dass er Mensch ist.
Hier scheint hervor, dass er Gott ist.
Und das ist ermüdet von der Reise.
Das ist der Sohn Gottes.
Aber er ist hier auch Mensch gewesen.
Nicht nur auch, er ist Mensch.
Und das zeigt, dass hier deutlich wird, dass er wirklich erfahren hat,
dass er empfunden hat, dass sein Leben wirklich ein Menschenleben gewesen ist.
Er ist ermüdet von der Reise. (00:06:01)
Oder wenn wir an Johannes 19 denken, wo der Schreiber sagt,
im Blick auf das, was der Jesus an dem Kreuz dort tut, in Vers 28,
danach, da Jesus wusste, dass alles schon vollbracht war,
spricht er, damit die Schrift erfüllt würde, mich dürstet.
Der Jesus hat wahrscheinlich sehr lange nichts trinken können.
Man kann nicht davon ausgehen, wir lesen es jedenfalls nicht,
dass die Juden und erst recht nicht die Römer eben nach den und in den ganzen Verhören
und so weiter eben irgendwie etwas zu trinken gegeben hätten.
Aber mit einem großen Blutverlust, wenn wir an Geißelungen und so weiter denken.
Das muss wirklich für den Herrn Jesus als Mensch eine Erfahrung gewesen sein,
die außerordentlich war.
Und jetzt an dem Kreuz, nachdem er alles vollbracht hatte, mich dürstet.
Er lässt uns Anteil nehmen.
Gott lässt uns Anteil nehmen daran, was das auch körperlich für den Herrn Jesus gewesen ist,
dort an dem Kreuz zu hängen.
Aber sagt der Jesus das, damit wir seine Not erkennen?
Es heißt ausdrücklich, damit die Schrift erfüllt würde.
Das heißt, auch das hat er nicht gesagt, damit er in seinen menschlichen Nöten im Mittelpunkt steht, (00:07:06)
sondern als derjenige, der gehorsam ist.
Und das ist irgendwie so eindrucksvoll, dass in diesem Evangelium, wo wir ihn finden,
von vorne bis hinten als den ewigen Sohn des ewigen Vaters,
dass gerade in diesem Evangelium diese Menschheit eben so hervorstrahlt,
dass er in allem sich Gott untergeordnet hat, dass er gehorsam war.
Das ist der Sohn, der ewige Sohn, der hier als Mensch bereit war, gehorsam zu sein.
Das ist für uns unfassbar, dass gerade dieses Evangelium, das ihn in seiner höchsten Würde,
in seiner höchsten Herrlichkeit zeigt, zugleich uns vorstellt, wie gehorsam er war.
Von Anfang bis zum Ende.
Immer wieder heißt es, dass er das getan hat, was er bei dem Vater gesehen oder was er bei dem Vater gehört hat,
was der Vater ihm gegeben hat.
Er hat sich in allem hier als Mensch abhängig gemacht von dem Vater.
Aber das ist der Sohn, das ist der ewige Sohn, der als Mensch genau diese Abhängigkeit uns gezeigt hat.
Wenn es um diese ewige Sohnschaft geht, dann bleibt der Jesus ja einzigartig, der Eingeborene. (00:08:01)
Da gibt es keinen Zweiten.
Das heißt, das ist kein Vorbild für uns, sondern das ist der Gegenstand unserer Anbetung,
unserer Danksagung, dass wir einfach ihn bewundern, diese Person.
Aber dann sehen wir, dass dieser ewige Sohn in allem gehorsam war hier auf der Erde.
Und daran ist er uns das Vorbild.
Er, wenn er das als Sohn getan hat, wie viel mehr wir, die wir nur Menschen sind,
die wir sündige Menschen waren, die wir erlöste Menschen sind,
die gar nicht anders als durch den Impuls, den das Wort Gottes unserem Leben gibt,
zum Gehorsam gebracht werden, wie viel mehr ist es wichtig in unserem Leben,
dass wir lernen, gehorsam zu sein.
Ja, wir bewundern den Herrn Jesus.
Wir beten ihn an, diesen ewigen Sohn, der als Mensch hier vor uns steht
und der als Mensch Gott verherrlicht hat in jeder Hinsicht.