Unerhörte Gebete (1): Einige Gründe

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Gott erhört gerne unsere Gebete. In Matthäus 7,7.8 finden wir seine Zusage: „Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch aufgetan werden. Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden.“ Wer mit seinen Bitten aufrichtig und im Glauben zu Gott kommt, wird nicht enttäuscht werden. Gott ist ein Hörer und Erhörer des Gebets (Ps 65,3).

Und doch zeigt die Erfahrung, dass viele unserer Gebete nicht erhört werden. Dabei müssen wir natürlich bedenken, dass Gottes Gedanken immer höher sind als unsere Gedanken (Jes 55,9). Gott überschaut unser ganzes Leben und verfolgt mit allem, was uns im Leben widerfährt, seine weisen Absichten (Röm 8,28). Manches, um das wir bitten, würde vielleicht keinen Segen hervorbringen oder wäre (langfristig) sogar zu unserem Schaden. Darum muss Er uns in seiner Weisheit und Liebe manchmal Bitten verwehren. Doch es kann auch an uns liegen, wenn unsere Gebete nicht erhört werden.

Gründe, warum Gebete nicht erhört werden

In der Bibel finden wir einige Gründe, warum Gott unsere Gebete manchmal nicht erhören kann. Nachfolgend seien einige genannt:

  • Ungerechtigkeit und ungerichtete Sünden: „Wenn ich es in meinem Herzen auf Frevel abgesehen hätte, so hätte der Herr nicht gehört“ (Ps 66,18).
  • Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen anderer: „Wer sein Ohr verstopft vor dem Schrei des Geringen, auch er wird rufen und nicht erhört werden“ (Spr 21,13).
  • Ungehorsam den Geboten Gottes gegenüber: „Wer sein Ohr abwendet vom Hören des Gesetzes: Sogar sein Gebet ist ein Gräuel“ (Spr 28,9).
  • Unglauben und Zweifel: „Er bitte aber im Glauben, ohne irgend zu zweifeln; denn der Zweifelnde gleicht einer Meereswoge, die vom Wind bewegt und hin und her getrieben wird. Denn jener Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen wird“ (Jak 1,6.7).
  • Selbstsüchtige Bitten: „Ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr übel bittet, damit ihr es in euren Begierden vergeudet“ (Jak 4,3).
  • Liebloser Umgang von Männern mit ihren Ehefrauen: „Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen nach Erkenntnis als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, ihnen Ehre gebend als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden“ (1. Pet, 3,7).
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