Am: So, 26. Oktober 2025
Der Erhabene ist auf diese Erde gekommen, um zu dienen. Es ist beeindruckend, dass der Höchste als Diener hier lebte.
Transkript der Audiodatei
Hinweis: Der folgende Text ist ein computer-generiertes Transkript der Audiodatei. Vereinzelt kann die Spracherkennung fehlerhaft sein.
(00:00:00)
Im Markus-Evangelium finden wir den Herrn Jesus, wie auch in den anderen Evangelien,
besonders mit zwei Herrlichkeiten vorgestellt.
Und wir denken ganz besonders an den Vers in Markus 10 Vers 45.
Denn auch der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden,
sondern um zu dienen und sein Leben zu geben, als Lösegeld für viele.
Wunderbar, dass derjenige, von dem wir in dem ersten Vers dieses Evangeliums lesen,
Anfang des Evangeliums, Jesu Christi, des Sohnes Gottes,
der, der der Sohn Gottes ist, der durch die Prophezeiung genannt wird, der ewige Yahweh, Gott selbst,
dass der bereit war, hier als Diener auf dieser Erde zu kommen.
Das muss uns einfach immer wieder beeindrucken,
dass der Höchste bereit war, als der Niedrigste, als der Diener, hier auf dieser Erde sein Leben zu führen.
Derjenige, der das Recht hatte, bedient zu werden, ist derjenige, der sich nicht bedienen lassen wollte.
Von dem wir gerade gelesen haben, dass er eben nicht gekommen ist, um bedient zu werden.
Wir sind diese Paschas, obwohl wir so kleine Menschlein sind, (00:01:04)
ob wir solche Menschen sind, die nicht sind, wie es im Galaterbrief Kapitel 6 heißt,
obwohl wir Menschen sind, die Sünder sind oder waren,
obwohl wir solche sind, die nichts von Gott wissen wollten
und die deshalb eigentlich nur einen Platz in der Hölle sicher hatten,
sind wir solche, die so hoch von sich denken.
Und auch wir als Erlöst, wie hoch denken wir oft von uns.
Was meinen wir, dass andere uns geben müssten?
Wir sehen wir andere in der Schuld, sie müssten dies oder jenes tun
und übersehen, dass wir tun müssen.
Ja, wir können Gott nicht zufriedenstellen durch eigene Taten,
wenn das vollkommene Leben, die vollkommenen Taten des Herrn Jesus während seines Lebens
uns nicht in den Himmel bringen konnten.
Wie viel weniger können dann unsere Taten, unsere Werke uns irgendwie in die Nähe Gottes bringen, zu Gott bringen.
Nein, es war das Werk des Herrn Jesus nötig.
Aber als Gläubige sind wir solche, die jetzt ein Leben führen sollten,
die jetzt als Gläubige, als Empfänger der Gnade Gottes, (00:02:04)
dass wir jetzt ein Leben führen sollten, indem wir anderen dienen.
Christus hat während seines ganzen Lebens nichts anderes getan, als Menschen zu dienen,
natürlich auch Gott zu dienen, er ist der Knecht Gottes gewesen,
der, von dem der Prophet Jesaja in einer vielfachen Weise spricht,
ein wahrer Knecht, der nicht sein eigenes Interesse gesucht hat,
der nicht seine eigene Ehre gesucht hat, der nicht selbst groß sein wollte, obwohl er der Große ist,
sondern der immer das Wohl und den Segen der anderen gesucht hat.
Und wir, wir sind so ganz anders.
Obwohl wir Empfänger der Gnade Gottes sind, obwohl wir Empfänger des Dienstes des Herrn Jesus sind,
sind wir oft solche, die die eigene Ehre suchen.
Wie ist das traurig eigentlich?
Und gerade wenn man am ersten Tag der Woche daran denkt,
wo wir zum Gedächtnis des Herrn Jesus zusammenkommen wollen, um ihm jede Ehre zu geben.
Wie sind wir da manchmal beleidigt, wenn wir nicht einen bestimmten Platz bekommen,
wenn man uns nicht Zeit gibt für dies oder für jenes,
wenn man sich nicht an uns wendet, ganz anders der Herr Jesus.
Er hatte nie irgendeinen Hauch von Bitterkeit in seinem Herzen, (00:03:03)
nie hat er irgendwie, wenn Menschen ihm nicht diesen Platz gegeben haben,
und wer hat ihm diesen Platz, den Herrn Jesus gegeben?
Selbst von seinen Jüngern ist er nicht verstanden worden, war er der Unverstandene.
Und trotzdem hat er einfach weitergemacht, hat er einfach weitergedehnt,
hat er einfach weiter Gott verherrlicht und Gottes Wesen, Licht und Liebe
weiter sichtbar gemacht auf dieser Erde.
Er ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen.
Das hat er 33 Jahre lang bewiesen.
Zuerst im Verborgenen in seiner Familie.
Wie hat er seinen Eltern, das heißt seiner Mutter und Josef,
der ihn an Sonnesstadt angenommen hat, gedient?
Wie hat er wirklich das Wohl auch seiner Brüder und seiner Schwestern gesucht?
Wie hat er sich eingesetzt für sie?
Wie hat er vermutlich, weil wir nichts mehr von Josef lesen,
als dieser gestorben ist, heimgegangen ist,
diesen Platz eingenommen und hat für die Familie Geld verdient,
hat für die Familie gesorgt, dass sie etwas zu essen hatte,
dass sie etwas auf dem Tisch hatten.
Das hat er getan. Hätte er das tun müssen?
Ja, er musste das tun, denn er ist der Sohn Gottes. (00:04:02)
Er ist derjenige, der Gott in jeder Hinsicht auch als Diener,
auch als Knecht verherrlicht hat.
Wir können das nur bewundern.
Natürlich der größte Dienst, den er getan hat, ist, sein Leben zu geben
als Lösegeld für viele, für alle diejenigen, die an ihn glauben,
die bereit sind, sich als Sünder anzuerkennen
und sich vor ihm niederzuwerfen.
Für alle diejenigen, das sind viele, das sind nicht wenige, das sind viele,
hat er sein Leben gegeben als Lösegeld.
Ja, wir brauchten jemanden, der unser Lösegeld bezahlte.
Wir konnten das nicht. Wir sind Sünder gewesen.
Wer hätte seine Schuld vor Gott bezahlen können?
Wir haben ja nur Sünder anzubieten.
Mehr können wir Gott nicht anbieten.
Nein, da brauchten wir jemanden, der der Vollkommene ist,
der sein Leben gegeben hat als Lösegeld für uns.
Wir können nur voller Dankbarkeit in unseren Herzen
und mehr als das vor ihm niederfallen und ihm die Ehre dafür geben.
Dieses Evangelium zeigt den Herrn Jesus aber auch noch in einer weiteren Herrlichkeit,
immer wieder, nämlich als den wahren Propheten,
als denjenigen, der nicht von unten nach oben gedient hat.
Das war er, ununterbrochen, sondern der zugleich von oben nach unten gesprochen hat. (00:05:03)
Der Prophet spricht die Worte Gottes.
Der Prophet ist derjenige, der Gottes Wort hier auf dieser Erde spricht
und dieses Wort hören lässt.
Und das hat ja Jesus getan.
Wenn wir zum Beispiel an Markus 4 denken, wo er die Gleichnisse erzählt hat.
Wie hat er da Gottes Gedanken sichtbar gemacht und zwar uneingeschränkt,
ohne irgendeinen Makel, wie das bei uns der Fall wäre.
Wenn wir etwas sagen, da ist immer manches wegzunehmen,
weil es eben aus uns selbst, aus unserem Fleisch kommt,
weil es nicht vollkommen ist, alles andere als vollkommen ist.
Das war bei ihm nie der Fall.
Er hat alles nur inspiriert durch Gott gesprochen,
weil der Geist Gottes nicht nur seit der Taufe auf ihm ruhte,
sondern weil er in dem Vorbild des Speisopfers gemengt mit Öl war.
Das heißt, da ist nichts mehr zu unterscheiden
zwischen der göttlichen Natur und der menschlichen Natur.
Das ist eins geworden.
Er ist eine Person.
Das ist wirklich unfassbar.
Das ist auch nicht irgendwie erklärbar.
Aber wir dürfen das anbetend anschauen.
So hat er nur Gottes Wort gesprochen, nichts anderes. (00:06:03)
Und in diesen Gleichnissen finden wir es in wunderbarer Weise.
Oder auch in Markus 13 finden wir,
wie er dieses prophetische Wort ausspricht.
Und dabei wieder in dieser unfassbaren Demut,
in dieser Niedriggesinntheit davon spricht in Vers 32,
von jenem Tag oder der Stunde weiß niemand,
weder die Engel im Himmel noch der Sohn, sondern nur der Vater.
Natürlich weiß der Jesus, weil er der ewige Sohn Gottes ist, davon.
Aber hier tritt er als Knecht vor uns
und dann nimmt er diesen Platz des Knechtes ein.
Und er selbst als Prophet, der hier dieses wunderbare prophetische Wort,
das sich an uns richtet, nicht nur an die Juden richtet,
sondern Markus 13 auch an uns wendet, wo er das spricht,
da dürfen wir beeindruckt sein davon,
wie er wirklich das Wort Gottes an die Herzen
und die Gewissen der Zuhörer richtet.
Diese Herrlichkeit wird in diesem vergleichsweise kurzen Evangelium
uns vorgestellt und wir bewundern ihn.
Wir fallen in unseren Herzen vor ihm nieder.
Wir sehen in ihm diesen Diener.
Wir sehen in ihm denjenigen, der das Wort Gottes predigte.
Und wir freuen uns, dass er, der diesen unteren Platz hier eingenommen hat, (00:07:04)
dann verherrlicht wurde von Gott.
Ja, der selbst die Macht hatte, wie das hier in Markus 16 dann heißt,
aufzufahren in den Himmel.
Das ist besonders, dass der Geist Gottes darüber wachte,
dass gerade dieses Evangelium, das den Herrn Jesus als den Knecht zeigt,
immer wieder deutlich macht, dass er weit erhaben ist.
Er wurde in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur rechten Gottes.
Wer kann sich zur rechten Gottes setzen?
Wir werden da nie sein.
Das ist niemals unser Platz.
Diese Ehre gebührt nur dem einen Christus.
Aber er konnte sich selbst setzen, weil er Gott ist.
Aber dort als Mensch, als derjenige, der der Knecht Gottes hier auf dieser Erde war,
seinen Platz hat und sich in eigener Machtvollkommenheit,
in eigener Kraft, in eigener Herrlichkeit auf diesen Platz setzen durfte.
Da sitzt er zu Recht.
Diesen Platz der Ehre, darüber freuen wir uns.
Das erfüllt unser Herzen, dass er diesen Platz jetzt eingenommen hat.
Und er soll auch in unserem Leben, auch in unseren Herzen,
auch in unseren Gedanken diesen wunderbaren ersten Platz besitzen.