Christus - der Sohn Davids und der Sohn Abrahams (Mt 1,1)


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(00:00:00) Die Herrlichkeit des Herrn Jesus im Alten Testament ist sozusagen prophetischer, vorbildlicher Art. Da wird auf den hingewiesen, der zur Zeit des Alten Testaments nicht als Christus auf dieser Erde war, sondern der der ewige Sohn Gottes ist, der im Himmel war, der der Höchste ist, der Allmächtige, Gott selbst, der aber als Mensch kommen würde. Im Neuen Testament finden wir, dass über den Herrn Jesus berichtet wird, wie er hier auf dieser Erde war, wer er war. Und dann auch in den Briefen finden wir seine Herrlichkeit, wie er sich heute uns den Gläubigen und auch dieser Welt gegenüber offenbart oder jedenfalls wie er handelt. Und so wollen wir auch die Herrlichkeit des Herrn Jesus in diesen 27 Büchern, Briefen des Neuen Testaments uns anschauen. Wir beginnen mit Matthäus und da finden wir gleich in dem ersten Vers, sehr passend als Übergang des Alten zum Neuen Testaments, die Herrlichkeit des Herrn Jesus. Da heißt es, Buch des Geschlechts Jesu Christi des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. Jesus Christus hat ein Geschlecht, der ewige Gott hat kein Geschlecht, weder ein vorheriges Geschlecht noch ein nachhieriges Geschlecht. (00:01:07) Nein, als der ewige Sohn Gottes ist der Jesus allein, ist er einfach unserer Bewunderung würdig. Aber als Mensch, Jesus Christus, Jesus, dieser Geringe, dieser Demütige, dieser Verachtete, dieser leidende Mensch auf dieser Erde, Christus, der Messias, derjenige, der gekommen ist zu seinem Volk als der König, der der König ist, nicht erst König wurde, sondern der der König ist, wie hier in Matthäus 2 die Magier sofort sagen, die sagen, wo ist der König der Juden, der geboren worden ist? Er ist nicht erst König geworden oder wird erst König werden, wenn er die Herrschaft antritt. Er ist immer der König gewesen, ab dem Augenblick, wo er auf diese Erde kam. Jesus Christus, zugleich Christus, das ist der Gesalbte Gottes. Das ist der, der das ganze Wohlgefallen Gottes hat, den Gott auf einen Platz der Herrlichkeit gestellt hat, nachdem er das Werk vollbracht hat. Und als Mensch hat er ein Geschlecht, hat ein Geschlechtsregister, wie das hier in Matthäus 1 vorgestellt wird. (00:02:05) Gibt es Menschen, von denen er abgestammt ist? Ja, das ist natürlich eine wunderbare Zeugung gewesen, dass sein Jesus. Das war nicht wie bei anderen. Wir lesen in Matthäus 1, dass das in Maria gezeugte von dem Heiligen Geist war. Matthäus 1 Vers 20. Das kann im Blick auf niemand anders gesagt werden. Die Kraft des Höchsten würde Maria überschatten, sagte Engel Gabriel. Lesen wir in Lukas 1. Das ist einzigartig. Der Jesus hatte keinen irdischen Vater. Ja, Josef hat ihn an Sohnes Stadt angenommen, hat ihn gewissermaßen adoptiert. Aber der Jesus hatte keinen leiblichen Vater wie du und ich. Er hatte eine Mutter. Und in dieser Hinsicht hatte der Herr Jesus sowohl, was Josef betrifft, rechtliche Vorfahren, als auch was Maria betrifft, hatte er natürliche Vorfahren, denn Maria war wirklich seine Mutter. Das ist ein Geheimnis, das wir nicht ergründen können, Geschlecht. (00:03:03) Aber der Jesus hat auch nach sich ein Geschlecht. Diejenigen, die an den Herrn Jesus glauben, die gehören zu seinem Geschlecht heute. Das kann man nicht im Blick auf den Sohn Gottes sagen. Da ist er einzigartig, ist er der Eingeborene, Einzige dieser Art. Und da gibt es keine Verbindung, außer dass wir vor ihm niederfallen, anbetend ihn ehren. Aber als Mensch hat er ein Geschlecht. Hat er sozusagen durch seinen Tod, hat er diejenigen mit sich verbunden, die an ihn glauben. Das ist sein Geschlecht. Was das für Menschen sind, finden wir in dem Geschlechtsregister. Da gehe ich jetzt nicht weiter drauf ein. Aber da heißt es, Buch des Geschlechts Jesu Christi des Sohnes Davids. Er ist tatsächlich der Sohn David. Der Sohn, der angekündigt worden ist. Derjenige, der die ewige Königsherrschaft antreten sollte und auch antreten wird. Ja, der Herr Jesus wusste natürlich, dass das Volk ihn ablehnen würde. Er hätte das Volk einfach richten und vernichten können. Das hat er nicht getan. Er war bereit, diese Verwerfung auf sich zu nehmen, weil der Ratschluss Gottes vorsah, (00:04:02) dass er am Kreuz von Golgatha sterben würde. Dass er ein Erlösungswerk vollbringen sollte als derjenige, der der Fluch für uns geworden ist. Galater 3 Vers 13. Aber er ist der wahre Sohn Davids. Salomo ist der Sohn Davids. Aber der wahre Sohn Davids, der, auf den das Alte Testament immer hinweisen sollte und immer hingewiesen hat, das ist Christus, der wahre Sohn Davids. Der wahre König, von dem Gott schon in 5. Mose 17 zeugte, dass er der König sein würde. Ja, das Volk wollte Könige haben, wie das die Nationen hatten. Und das finden wir dann in der Zeit von Samuel, dass sie das dann auch eingefordert haben. Aber da würde dann der kommen, nicht ein Saul nach dem Herzen der Menschen, sondern der nach dem Herzen Gottes. Das war damals David. Aber in vollem Sinn, in vollkommener Weise ist das der Jesus. Er ist der wahre Sohn Davids. Er ist derjenige, der von Gott als Regent über sein Volk und mehr als sein Volk eingesetzt würde. Der als Einziger. Nur er würde das in einer Weise tun, die vollkommen dem Wesen und der Natur Gottes entspricht. (00:05:02) Licht und Liebe. Der in vollkommener Gerechtigkeit regieren wird. Das konnte kein anderer tun. Dazu war niemand anders in der Lage. Aber der Jesus würde genau in dieser Weise kommen. Und dann finden wir, dass er auch der Sohn Abrahams genannt wird. Was ist das Kennzeichen von Abraham? 1. Mose 12 finden wir, dass er zum Segen für alle Nationen ist. Und es ist bemerkenswert, das Evangelium, das uns die Herrlichkeit des wahren Königs, des wahren Messias zeigt, dessen der im Alten Testament immer wieder angekündigt war. Dann finden wir in diesem Evangelium, wie er abgelehnt wurde, wie er verworfen wurde. Wenn wir uns seine Vorfahren hier in 1. Matthäus 1 anschauen, das waren alles immer wieder jedenfalls Menschen, die ungerecht waren, die böse waren, die sich eben nicht Gott unterworfen haben. Und das zeigt schon, dass der Jesus in einer Gesellschaft sein würde, die durch Bosheit, durch Hass, durch Sünde geprägt wäre und die ihn verwerfen würde. Und so finden wir das in Kapitel 2. Da wird dem König, der nicht aus Juda kam, der sich an diesen Platz hineingestohlen hat, (00:06:06) der ihn sich usurpiert hat, angeeignet hat, der hört, dass der König geboren wird und versucht, ihn sofort umzubringen. Verwerfung. Und so wird diese Verwerfung immer weiter fortgesetzt bis Kapitel 13, wo wir finden, nein, Kapitel 12, wo wir finden, dass ihm vorgeworfen wird, er würde durch den Satan die Dämonen austreiben. Was für eine Lästerung, eine Lästerung, die nicht vergeben werden kann. Und da sehen wir, dass er der Verworfene ist. Und wenn er von Seiten der Menschen verworfen wird, dann sorgt Gott dafür, dass dieser Mensch, dass dieser, der ihm so wohlgefallen hat, einen Platz bekommt, der eben sich nicht beschränken lässt auf dieses eine Volk, sondern der ihn zum Herrscher über alle Nationen macht. Das finden wir schon in Jesaja 49 angekündigt. Da heißt es, dass der Jesus prophetisch sagt, vers 4, ich aber sprach, umsonst habe ich mich abgemüht, vergeblich für nichts meine Kraft verzehrt. Dann ist die Antwort Gottes in Vers 6, ja, er spricht, es ist zu gering, (00:07:02) dass du mein Knecht seist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten von Israel zurückzubringen. Ich habe dich auch zum Licht der Nationen gesetzt, um eine Rettung zu sein bis an das Ende der Erde. Sohn Abrahams. Zum Segen für alle Nationen. Das ist der Herr Jesus. Das ist nicht Isaac, sondern das ist Christus, der gekommen ist und damit nicht nur einem Volk Segen gebracht hat, sondern den ganzen Nationen, allen, egal woher sie kommen, die ihn als Retter annehmen wollen. Wunderbare Herrlichkeit, die wir deshalb von Herrn Jesus hier sehen dürfen. Er ist der wahre Sohn Davids, ist der Sohn Abrahams. Ist er auch dein Retter?
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Artikelreihe: Christus im Neuen Testament (Bibelbücher)

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