Falsche Theologie sagt mir, dass ich nie sicher sein kann. Gottes Wort sagt mir, dass ich es sein kann.
Was soll ich nun glauben?
Die erstere Aussage erfüllt mich mit düsteren Zweifeln und Ängsten. Die zweite vermittelt mir göttliche Gewissheit. Das erste wirft mich auf meine eigenen Anstrengungen, das letzte auf ein vollendetes Werk.
Worauf soll ich achten?
Gibt es im gesamten Werk Gottes auch nur den Schatten einer Grundlage für die Vorstellung, dass niemand seines ewigen Heils sicher sein kann? Ich behaupte furchtlos, dass es keine gibt. Ganz im Gegenteil, das Wort Gottes stellt uns in jedem Abschnitt auf die klarste Weise das Vorrecht des Gläubigen vor Augen, die ungetrübte Gewissheit seiner Vergebung und Annahme in Christus zu genießen.
So möchte ich fragen: Ist es nicht Gottes treuem Wort und Christi vollendetem Werk zu verdanken, dass die Seele, die sich Ihm anvertraut, die vollste Gewissheit genießen kann? Es ist wahr, jeder kann sich durch den Glauben darauf verlassen, und dieser Glaube wird im Herzen durch den Heiligen Geist gewirkt. Aber all dies berührt in keiner Weise unsere gegenwärtige Frage.
Ich möchte, dass mein Leser aus dem Studium dieser Schrift mit der vollen und festen Überzeugung hervorgeht, dass es ihm möglich ist, die gegenwärtige Gewissheit zu besitzen, dass er so sicher ist, wie Christus ihn machen kann.
Wenn ein Sünder jemals diese Gewissheit genossen hat, warum kann mein Leser sie dann nicht jetzt genießen? Ist das Werk Christi vollendet? Ist Gottes Wort wahr? Ja, wahrhaftig. Dann bin ich, wenn ich einfach darauf vertraue, begnadigt, gerechtfertigt und angenommen. Alle meine Sünden wurden auf Jesus gelegt, als er an das Fluchholz genagelt wurde. Der Herr hat sie alle auf ihn gelegt. Er trug sie und legte sie ab. Jetzt ist Er oben im Himmel ohne sie. Das ist genug für mich.
Wenn derjenige, der all meine Schuld auf sich geladen hatte, jetzt zur Rechten der Majestät im Himmel sitzt, dann gibt es eindeutig nichts gegen mich. Alles, was die göttliche Gerechtigkeit gegen mich hatte, wurde auf den Sündenträger gelegt, und Er ertrug den Zorn eines sündenhassenden Gottes, damit ich frei und für immer begnadigt und in einem auferstandenen und verherrlichten Erlöser angenommen werden kann.
Entnommen aus: Forgiveness of sins: What is it?
Quelle: bibelpraxis.de/a9100.html